DE353380C - Verfahren zur Gewinnung von Harzen und harzartigen Substanzen aus zellulosehaltigem Material - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Harzen und harzartigen Substanzen aus zellulosehaltigem MaterialInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09F—NATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
- C09F1/00—Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Harzen und harzartigen Substanzen aus zelIulosehaltigem Material. Die Harzgewinnung aus Pflanzenstoffen, besonders aus Holz, durch Extraktion mit Harzlösungsmitteln (z. B. Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen) ist oft deshalb unvollkommen, weil es schwer ist, das Lösungsmittel auch im Innersten des Materials völlig zur Wirkung zu bringen. Erhöhte Temperatur, hoher Druck und mancherlei andere Hilfsmittel und Kunstgriffe werden angewendet, um: zum Ziel zu gelangen. Diese Hilfsmittel können auch wohl überall da niemals entbehrt werden, -wo nach erfolgter Extraktion das Zellulosematerial als solches weitere Verwendung finden soll.
- Wo indessen die Zellulose nicht als solche g Cr ebraucht werden soll (z. B. nicht für Zellstoff- oder Papierfabrikation, Nitrozellulose, Kunstseide usw.), sondern eine ibeliebige Verwertung freisteht, ist es, wie Versuche ergeben haben, zweckmäßig, die Harzsubstanzen aus dem Material erst zu extrahieren, nachdem die Zellulose ganz oder teilweise durch Überführung in lösliche Form beseitigt ist.
- Es ist bereits bekannt, Harz aus harzreichem Holz zu gewinnen durch Zersetzung des letzteren mittels hochkonzentrierter Alkalilauge bei erhöhter Temperatur und unter Druck. Ein derartiges Verfahren kommt hier nicht in Betracht. Es gestattet keine quantitative Trennung von Harz und Holzsubstanz, indem auch das Harz in lösliche Form (Seife) übergeführt wird, die nur durch Aussalzen mittels Ätzkalis oder Kochsalzes zum größten Teile abgetrennt werden kann, und die zwecks Gewinnung kies Harzes selbst wieder einer Zersetzung reit Säure bedarf. Auch eine gewinnbringende Form für die Weiterverarbeitung der Zellulosesubstanz des Holzes liefert jenes Verfahren nicht, das außerdem durch den außerordentlich hohen. Verbrauch an Alkali, welches nur zum Teil wiedergewonnen werden kann, außerordentlich verteuert wird.
- Auch andere alkalische Mittel zur Auflösung der Zellulose (z. B. Ätzalkali und Schwefelkohlenstoff, Kupferoxydammoniak) kommen weniger in Frage, weil sie, ähnlich wie die konzentrierte Natronlauge, auch das Harz ganz oder teilweise auflösen.
- Hingegen haben Versuche ergeben, daß man mit Vorteil die hydrolytische Spaltung der Zellulose mittels Säure benutzen kann, um die Zellulose aus. dem harzhaltigen Material zu beseitigen und dann Idas Harz aus den Rückständen zu gewinnen.
- Aus diesen Rückständen lassen sich die Harzbestandteile dann leichter und bequemer und dementsprechend mit geringeren Kosten wie beim ursprünglichen Zellulosarnaterial extrahieren. Die gelöste bzw. umgewandelte Zellulose kann ebenfalls weiterverwendet werden, z. B. als Futtermittelzusatz sowie zur Gewinnung von Dextrinen, Zucker, Alkohol usw. Beispiel. Das harzhaltige Zellulosematerial wird zunächst ,mit mäßig konzentrierter Schwefelsäure behandelt, die Mischung nach einiger Zeit mit Wasser verdünnt und gekocht. Dabei geht die Zellulose in Form von Dextrinen bzw. Zucker in Lösung, während die Harzbestandteile neben Lignin u. a. im unlöslichen Rückstand verbleiben. Die Lösung wind abfiltriert, der Rückstand mit Wasser ausgewaschen, getrocknet und in bekannter Weise mit einem beliebigen Harzlösungsmittel extrahiert. Schon bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur und ohne Anwendung von Druck gehen leicht die gesamten Harzbestandteile in Lösung.
- Die wäßrige Lösung der aus der Zellulose entstandenen Kohlenhydrate kann auf Zucker oder Spiritus verarbeitet werden. Die durch die Extraktion von den. Harzbestandteilen befreiten Rückstände können ebenfalls weiterverwendet werden, z. B. zur Herstellung von Entfärbungskohle, zur Gewinnung von Methylalkohol und anderen bei der Trockendestillation entstehenden Substanzen.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRucH: Verfahren zur Gewinnung von Harzen und harzartige nSubstanzen aus zellulosehaltigem Material, dadurch gekennzeichnet, daß die Zellulose ganz oder teilweise durch geeignete Säuren, vorzugsweise Schwefelsäure oder Salzsäure, oder durch Gemische solcher in Lösung gebracht und der Rückstand dann mit harzlösenden Mitteln beh4ndelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE353380T | 1919-12-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE353380C true DE353380C (de) | 1922-05-16 |
Family
ID=6281643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919353380D Expired DE353380C (de) | 1919-12-25 | 1919-12-25 | Verfahren zur Gewinnung von Harzen und harzartigen Substanzen aus zellulosehaltigem Material |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE353380C (de) |
-
1919
- 1919-12-25 DE DE1919353380D patent/DE353380C/de not_active Expired
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