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Verfahren zur Förderung oder Stauung halbfester Körper mittels Viskositätspumpen.
Flüssige und halbfeste Körper zeigen in \°iskositätspurnpen ein verschiedenes Verlialten.
Als Beispiel seien die Viskositätsgewinde erwähnt, welche einen unter Druck stehenden
Raum gegen eitlen anderen abdichten. lies
| hesclniebt z. B. durch eitt @-i:l<osit<i.tsgewinde, |
| (las die im Druckrattni befindliche Flüssigkeit |
| zuriickpreßt, oder es wird mittels <<iskositäts- |
| gewinde und einet- viskosen (@ lüssijl<eit, ins- |
| besondere Öl, ein \bsperrungsdruck erzeugt, |
der höher als der abzudichtende Druck ist
und das Herausfließen
der unter dein Absperrungsdruck stehenden viskosen Fliissigkeit.clurch ein Gegengewinde
verhindern soll, ;las einen dem Absperrungsdruck entsprechenden Druck zu erzeugen
vermag.
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Bei viskosen Flüssigkeiten g-cnügt es, d'aß das Gegengewinde für denselben
Druck . gebaut ist, wie das Hauptgewinde. Finden dagegen Halbfeste Körper Anwendung,
wie Fette u. d@gl.. so tritt, wenn auch hier.. das Gegengewinde für denselben Druckgebaut
ist "vie das Hauptgewinde; .das Fett an dem dein Absper rungsdruck abge-,vendeteii
Ende des Gc-en"ewindes aus. Der Grund hierfür liegt in der Ei genschäft ider halbfesten
Körper, daß die viskose Wirkung nur dann voll auftritt, wenn eine innige Berührung
der einzelnen Bcstandteile gegeneinander und gegenüber den Wänden, zwischen denen
die viskose Wirkung stattfinden soll, besteht. Andernfalls, z. B. bei dein vorher
beschriebenen Gegengewinde für Öle, wird' das Fett zum Teil infolge des Druckes
durch die Schraubengän=ge hindurchgeschoben, ohne daß eine genügende viskose Haftung
an den Wänden oder auch im Fett selbst stattfindet, und- nur bei einem Teil des
Fettes findet eine so innige Berührung statt, daß die viskose Wirkung vollständig
auftreten kann.
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Gemäß der Erfindung wird nun die notwendige innige Berührung der Teile
des halbfesten Körpers in sich und mit den Wänden in beliebiger Weise, z. B. durch
Erzeugung einer Pressung in dem Körper, dein Benetzungsd'ruck, erzeugt. Dies gilt
nicht nur für das vorher besprochene Gegengewinde zur Erhaltung eines Druckes, sondern
ganz allgemein zur viskosen Förderung halbfester Körper. Hierbei kann die Pressung
in beliebiger Weise erzeugt werden; unter Umständen genügt es, claß dies einmal
geschieht. Bei Gegengewinden erfolgt die rrzetigun:- .des Betietzungs:cirttcl:es
dadurch, @daß mehr Gewinde angewendet wird, als bei völliger Ausnutzung der Viskositätswirkung
zur Erzeugung eines dem vom Hauptgewinde erzeugten Druck -gleichen Druckes nötig
wären. Das Gegengewinde wird also für stärkeren ()ruck voirgeselien, als das Hauptgewinde.
Der erforderliclre Benetzungsdruck kann auch auf andere «reise, z. B. durch Zentrifugalwirkung
usw., erzielt werden oder aber im Falle eines Gegen- mder Abdichtungsgewindes durch
l?iiisclialtting eines Widerstandes in den YVeg des Fettes. Dieser Widerstand kann
aus einer beliebigen Drosselung oder Dichtung bestellen.
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Abb. i stellt ein Lager dar, das mit einen halbfesten Körper, beispielsweise
konsistentetn Fctt, geschmiert wird, während Abb. z eine Vorrichtung zum Fördern
zeigt.
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Die Welle a (Abb. i) ruht in dem Lager h, die Scliniierung dieser
Lagerstelle erfolgt durch Fett, das in dein Behälter f aufgespeichert ist. Das Viskositä
tsgewinde s1 führt das Fett unter Druck der L agerfläche L zti. Gemäß der Erfindung
ist auf der anderen Seite der Lagerstelle ein Gegengewindes= angeordnet, das einen
höheren Druck zu erzeugen vermag als in dein Fett herrscht, welches die I agerstelle
1 benetzt. Schließlich wird noch durch ein drittes Gewindes, der Austritt von Fett
an der Seite verhindert, an welcher die Einführung des Fettes erfolgt.
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Bei der Vorrichtung nach Abb. 2 steht das Fett o. dgl. in dem Vorraum
v der Pumpe p unter einem gelinden Druck, der beispielsweise durch eine Federpresse
d erzeugt wird. Hierdurch wird eine volle Benetzung der Schraubengänge der Pumpe
p erreicht, die das Fett unter hohem Druck bei e austreten lassen.