DE353063C - Zylindermaschine zur Erzielung sehr tiefer Temperaturen - Google Patents

Zylindermaschine zur Erzielung sehr tiefer Temperaturen

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DE353063C
DE353063C DE1920353063D DE353063DD DE353063C DE 353063 C DE353063 C DE 353063C DE 1920353063 D DE1920353063 D DE 1920353063D DE 353063D D DE353063D D DE 353063DD DE 353063 C DE353063 C DE 353063C
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Germany
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cylinder
heat
low temperatures
graphite
gas
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DE1920353063D
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EBENEZER ARTHUR WILLIAM JEFFER
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EBENEZER ARTHUR WILLIAM JEFFER
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B9/00Compression machines, plants or systems, in which the refrigerant is air or other gas of low boiling point
    • F25B9/002Compression machines, plants or systems, in which the refrigerant is air or other gas of low boiling point characterised by the refrigerant
    • F25B9/004Compression machines, plants or systems, in which the refrigerant is air or other gas of low boiling point characterised by the refrigerant the refrigerant being air

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description

  • Zylindermaschine zur Erzielung sehr tiefer Temperaturen. Die Erfindung bezieht sich; auf Zylindermaschinen zur Expansion von Gasen bei äußerst niedrigen Temperaturen, beispielsweise auf Maschinen, die als Kaltexpansionsmaschinen bekannt sind und zur Verflüssigung von Luft und anderen Gasen benutzt werden.
  • Bei solchen Maschinen sind ideale Betriebsbedingungen erreicht, wenn ein möglichst großer Unterschied in der Temperatur zwischen -den verhältnismäßig warmen dem Zylinder zugeführten Gasen und Aden aus dem Zylinder abgeführten kalten Gasen vorwaltet. Mit anderen Worten, die Wirksamkeit solcher Maschinen hängt von der Erreichung einer möglichst tiefen Temperatur für das vom Zylinder abgeführte Gas ab. Wenn gewöhnliche Metallwände benutzt wenden, so wird während ödes Einlassens des verhältnismäßig warmen komprimierten Gases in den Zylinder eine beträchtliche Wärmemenge von den Zylinderwänden aufgenommen. Bei der von einer Temperaturverminderung begleiteten Expansion des Gases wird diese von den Zylinderwänden aufgenommene Wärme an das expandierende Gas abgegeben, so daß der theoretische Temperaturabfall nicht erreicht wird. Daher wird bei Verwendung innerer metallischer Oberflächen, wie sie gegenwärtig bei allen Maschinen dieser Art benutzt werden, der oben beschriebene Austausch von Wärme zwischen dem Gas und dem Metall während der starken auftretenden Temperaturunterschiede ein ernsthafter Nachteil für die Leistung solcher Kraftmaschinen, d. h. die in dem Metall bei jedem Einfließen von relativ warmem Gas in den Zylinder aufgespeicherte große Wärmemenge hat die Wirkung, den der Expansion entsprechenden natürlichen Temperaturabfall zu vermindern und dadurch in beträchtlichem Maße -die angestrebte Wirkung hintanzuhalten. Es ist zu beachten, daß die oben beschriebene Erscheinung, welcher erfindungsgemäß abgeholfen werden soll, vollständig eine innere Wirkung d arstellt, da sie es nur mit im Zylinder auftretenden Temperaturschwankungen zu tun hat. Diese Temperaturschwankungen haben keine Beziehung zu dem Problem der Isolierung ,der Zylinderwände gegen äußere atmosphärische Wärme. Die Isolierung kann dabei natürlich in der üblichen Art durch äußere Anbringung von Isolierstoffen bewirkt werden, um den Durchgang von Wärme durch die Wände zu verhindern.
  • Der Hauptzweck der Erfindung liegt darin, bei Kraftmaschinen der beschriebenen Art eine geeignete innere Auskleidung für die metallischen umgebenden Flächen zu schaffen, welche sonst mit dem Gas während seiner Expansion in Berührung treten. Durch die Anordnung einer Bekleidung von geringer Wärmekapazität werden die Verluste durch die obenerwähnte abwechselnde Aufnahme und Wiederausstrahlung der Wärme durch die Zylinderwandungen erheblich verringert, da der Betrag dieser hin und her fließenden Wärme gegenüber dem entsprechenden bei metallischen Zylinderwänden zu verzeichnenden Betrage sehr gering ist. Es ist bekannt, daß bei gewöhnlichen Expansionszylindern, die bei sehr tiefen Temperaturen arbeiten, der durch die Expansion erzielte Temperaturabfall selten mehr als etwa die Hälfte des berechneten Betrages erreicht, der bei vollständig isotropischen Verhältnissen erreichbar wäre. Andererseits überschreitet bei einer Maschine, deren gasberührende Oberflächen mit einer Auskleidung gemäß der Erfindung versehen sind, der wirkliche Temperaturabfall praktisch 8o Prozent des theoretischen Temperaturabfalls. Dies erhöht nicht nur. fdie Leistung der Maschine, sondern bietet auch andere wertvolle Vorteile, insofern, als dadurch die Anwendung niedrigerer Drucke zur Erzielung derselben Kältegrade ermöglicht wird, wodur ch die Ausführung und der Betrieb solcher Kühlmaschinen und anderer Apparate für die Verflüssigung von Gasen a. dgl. wesentlich vereinfachst wird.
  • Ir, der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. A:bb. r ist ein Längsschnitt durch den Zylinder, Abb. a ein Schnitt nach Linie 2-z -der Abb. r.
  • Der als Ganzes mit a bezeichnete Zylinder .°inpfängt nacheinander Füllungen von gepreßter Luft oder einem sonstigen Gas und pufft diese Füllungen wieder aus, beides bei den sehr tiefen Temperaturen, wie sie bei Kältemaschinen und Verflüssigungsmaschinen üblich sind. Ein Kolben b im Zvlinder a ist in der üblichen Art mit einem geeigneten, nicht dargestellten Getriebe verbunden, auf das die Leistung,des Kolbens übertragen wird.
  • Der Zylinder a hat einen Einlaßkanal c, durch welchen die Füllung aus gepreßter Luft oder einem sonstigen Gas bei tiefer Temperatur eingeführt wird, wenn der Kolben b sich am äußersten Ende seiner Einwärtsbewegung befindet. Die Preßluft o. dgl. dehnt sich dann aus und schiebt den Kolben auswärts, wobei die Temperatur des Gases erniedrigt und seine Expansionsenergie zur Leistung von Nutzarbeit herangezogen wird. Wenn die Grenze der Ausdehnung erreicht ist, so wird das Gas durch den Auslaßkanal d abgeführt und ist infolge seiner unter der Einlaßtemperatur liegenden tiefen Temperatur für Kühlzwecke in der üblichen Art benutzbar.
  • Gemäß der Erfindung besteht der Zylinder a aus einer Metallhülle e mit einer Innenbekleidung f von geringer Wärmekapazität. Die Bekleidung, -welche das wesentliche Merkmal der Erfindung bildet, besteht hauptsächlich aus faserigem Material, wie Papier, Holzfaser, Asbestfaser o. -dgl., die durch ein starkes Bindemittel, wie Bakelit, zusammengehalten -werden. Im Bedarfsfalle kann eine geringe Menge von Graphit zugesetzt werden. Die Masse -wird unter hohem Druck in Ringe g geformt, und es wird genügende Hitze angewendet, um das Xleibmittel zum Abbinden zu bringen. -Die .beschriebene Auskl'eid'ung kann durch Zusammensetzung einer großen' Anzahl dünner Ringe aus gewöhnlichem Manila-Zeichenpapier auf einem hohlen Kern hergestellt werden, dessen Außendurchmesser etwas geringer, als derjenige .des Kolbens b ist. Bevor diese Ringe auf dem Kern zusammengestellt werden, werden sie mit einem Klebmittel, beispielsweise flüssigem Bakelit, getränkt, und eine Oberfläche kann mit .gepulvertem Graphit bestreut werden, Der-.hohle Kern wird dann erhitzt, indem man seinen Innenraum unter Dampfdruck setzt, und die zusammengesetzten Ringe werden mit größer Gewalt entweder in einer hydraulischen Presse oder durch Aufpressen von Metallringen auf die Enden des Kerns mittels einer Anzahl von Bolzen gegeneinandergepreßt. Der starke Druck preßt den überflüssigen Bakelit heraus, so daß nichts davon außer einem klebenden Häutchen zwischen den Papierlagen zurückbleibt. Die Hitze und der Druck wird mindestens vierundzwanzig Stunden aufrechterhalten. Am Schlusse dieser Zeit haben sich die Stoffe, nämlich das Papier, Graphit und Klebmittel, zu einer festen Masse ver-.einigt. Der Dampf wird dann aus dem Kern abgelassen, welcher sich abkühlt und gestattet, daß die Masse in Form eines Ringes leicht abgezogen werden kann. Der so hergestellte Ring besteht hauptsächlich aus gepreßter Papierfaser, welche in einer Drehbank leicht abgedreht und gebohrt werden kann und dann eine glatte, dichte, schwarze Oberfläche von sehr geringer Wärmekapazität aufweist. . Diese Oberfläche ist praktisch selbstschmierend und hat die besondere Eigenschaft, daß sie bei starker Kälte fester und zäher wird, was bei hauptsächlich aus Graphit bestehenden Verbundstoffen oder solchen, -die nicht unter starkem Druck und Wärme hergestellt wurden, nicht :der Fall ist.
  • Die Ringe können beliebige Dicke erhalten und werden in die Metallhülle a. eingepreßt, so daß sie diese vollständig auskleidlen.
  • Die Auskleidung kann in mannigfacher anderer Art hergestellt werden. Der Zweck der Erfindung wird offenbar durch eine derartige Auskleidung unabhängig von ihrer Herstellungsart jederzeit erreicht. Doch hat sich die beschriebene hauptsächlich aus Faserstoffen und einem geeigneten Bindemittel mit oder ohne Graphit bestehende unter hohem Druck und langdauernder Erwärmung hergestellte Masse besonders gut bewährt.
  • Der Zylinderkopf lt besitzt vorzugsweise ebenfalls eine faserige Bekleifdüng i. mit den oben beschriebenen Eigenschaften. Auch sie ist unter Druck und, Wärme .hergestellt:- Die Stirnfläche des'Kolbens b ist in gleicher Weise mit einer faserigen Bekleidung j versehen, die in der gleichen Art hergestellt ist. Falls gewünscht, kann auch: der Umfang des Kolbens b eine äußere Bekleidung k von den gleichen Eigenschaften haben, was aber nicht wesentlich ist, -da die Bekleidungen f, i und j unter allen Umständen Flächen geringer Wärmekapazität aufweisen, welche die in die 2vIaschine hineingeschickten Gase vollständig umhüllen.
  • Es ist bekannt, daß in der Hauptsache aus Graphit bestehende Zylinderauskleidungen schon früher vorgeschlagen worden sind, um die Verwendung gewöhnlicher öliger Schmiermittel zu vermeiden, und zwar besonders in Verbindung mit solchen Treibmitteln, welche ölige Schmierstoffe chemisch angreifen. Es ist auch bekannt, solchen Graphit durch Vereinigung mit Fasern o. dgl. in eine geeignete Masse zu formen. Die Erfindung bezieht sich aber nicht auf eine solche Bekleidung, dies offenbar für den obigen besonderen Zweck völlig ungeeignet wäre, da Graphit ein Stoff von beträchtlicher Wärmekapazität und geringer innerer Festigkeit ist. Die Erfindung liegt hauptsächlich in der Feststellung, daß eine hauptsächlich aus Fasermaterial bestehende Bekleidung, die mit einem Bindemittel unter hohem Druck und ausgedehnter Hitzeeinwirkung mit oder ohne Zusatz von Graphit verbunden ist, bei den hier in Frage kommenden tiefen Temperaturen eine erheblich gesteigerte Festigkeit, Formbeständigkeit, Zähigkeit und Dauerhaftigkeit besitzt, umd dies ist die Eigenschaft, welche für die Zwecke der Erfindung wesentlich ist. Jede Bekleidung, idie hauptsächlich aus Graphit besteht und ohne großen Druck und gleichzeitige Erhitzung oder mit einem unrichtigen Bindemittel, wie Wasser mit einem geringen Prozentsatz von Fasern, hergestellt ist, hat diese Eigenschaften nicht und nimmt sie auch unter dem Einflluß stärkster Kälte nicht in solchem Maße an, daß diese Masse für die hier in Rede stehenden Zwecke brauchbar würde.
  • Offenbar hat der Graphit, der je nach' Bedarf oder Wunsch zugesetzt wird oder nicht, mit der Erreichung des Hauptzweckes der Erfindung nichts zu tun, sondern dient nur dem NT-ebenzweck, soweit als möglich eine selbstschmierende Oberfläche zu schaffen, welche dem Kolben b eine möglichst geringe Reibung darbietet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH. Zylindermaschine zur Erzielung sehr tiefer Temperaturen durch die Entspannung eines gepreßten gasförmigen Mittels, dadurch gekennzeichnet, @d'aß die Innenwände allseitig mit Faserstoff ausgekleidet sind, der unter Druck und.` Hitze durch ein Klebmittel zu einer Masse in sich vereinigt hat.
DE1920353063D 1920-04-29 1920-04-29 Zylindermaschine zur Erzielung sehr tiefer Temperaturen Expired DE353063C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE353063T 1920-04-29

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DE353063C true DE353063C (de) 1922-05-11

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ID=6279497

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DE1920353063D Expired DE353063C (de) 1920-04-29 1920-04-29 Zylindermaschine zur Erzielung sehr tiefer Temperaturen

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DE (1) DE353063C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1011895B (de) * 1954-03-09 1957-07-11 Friedrich Hagans Kolben- und Kreuzkopfanordnung einer einfachwirkenden Kolbendampfmaschine mit Gleichstromauslass

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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