DE3525813A1 - Vorrichtung zur halterung von linsen - Google Patents
Vorrichtung zur halterung von linsenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Halterung von Linsen gemäß
den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Eine bekannte Vorrichtung zur Halterung von Linsen ist in der veröffentlichten
japanischen Patentanmeldung No. 138606/1982 beschrieben und in Fig. 10 gezeigt. Danach wird eine Linse 101 von einer Fassung 102 gehalten,
welche einen stufenartigen Teil 103 zur Aufnahme der Linse aufweist.
Die Linse 101 wird von dem Haltering 104 durch ein elastisches Teil 105 gehalten, welches die Linse am äußeren Rand umfaßt und
zwischen die Linse 101 und den Haltering eingelegt wird. Die radiale und axiale thermische Ausdehnung und Schrumpfung wird durch das elastische
Teil aufgenommen.
In diesem Fall wird die radiale Ausdehnung der Linse 101 durch die plastische
Verformung des elastischen Teils 105 aufgenommen. Handelt es sich bei der Linse 101 um eine schmale. Kunststoff linse, muß das elastische
Teil 105 ausreichend weich sein, damit die Ausdehnung spannungsfrei möglich ist. Andererseits wird die radiale Lage der Linse 101 durch die einheitliche
Dicke des elastischen Teils bestimmt, weshalb dieses nicht sehr weich sein darf. Die Elastizität des elastischen Teils 105 liegt deshalb
in einem schmalen Bereich. Auch in einem solchen Fall kann die Genauigkeit der radialen Positionierung der Linse 101 bezogen auf die Fassung
nicht ausreichend hoch sein.
Eine andere Art der Halterung von Linsen erfolgt durch Kleben. Dieser
Stand der Technik ist in der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung No. 195811/1983 beschrieben und wird an Hand von Fig. 11 erläutert. Eine
Linse 101 wird von einem Linsenaufnahmeraum 106 der Fassung 102 aufgenommen
und liegt an dem stufenartigen Teil 103 der Fassung 102, welcher die axiale Lage der Linse 101 bestimmt. Zwischen dem äußeren Umfang
der Linse 101 und dem inneren Teil des Linsenaufnahmeraums 106 ist eine Klebeschicht 107 zur Halterung der Linse 101 in der Fassung 102 angebracht.
Das Einbringen der Klebeschicht erfolgt derart, daß zunächst die Linse
Das Einbringen der Klebeschicht erfolgt derart, daß zunächst die Linse
-6-
101 in den Linsenaufnahmeraum 106 eingebracht wird und anschließend
mit einer Injektionsnadel oder ähnlichem der freie Raum zwischen der
Linse 101 und der inneren Wand des Linsenauf nahmeraums 106 mit einem geeigneten Klebemittel ausgefüllt wird. Ein anderes Verfahren besteht
darin, daß das Klebemittel gleichmäßig auf dem äußeren Umfang der rotierenden Linse 101 aufgebracht wird und anschließend die Linse 101 in die
Fassung 102 an den stufenartigen Teil anliegend eingesetzt wird.
Dennoch treten bei dem Stand der Technik einige Probleme auf: 10
(1) Wenn das Klebemittel aushärtet und sich zusammenzieht entstehen an
der Linse radiale Kräfte, dies hat innere Spannungen zur Folge, wodurch eine Verschlechterung der Eigenschaften der Linse verursacht wird.
(2) Da die radiale Positionierung der Linse bezogen auf die Fassung vor
der Aushärtung des Klebemittels erfolgen muß, hat das ungleichmäßige Auftragen des Klebemittels oder ein ungleichmäßiger Abstand zwischen
dem Linsenumfang und der inneren Wand der Fassung 102 eine ungleichmäßige Dicke des Klebemittels zur Folge, so daß nach der Aushärtung
des Klebemittels die Linse eine Lage in einer radialen Richtung einnimmt. Das bedeutet, daß die radiale Lage der Linse nicht genau ist.
(3) Da die Schicht des Klebemittels 107 zwischen dem Linsenumfang und
der inneren Wand der Fassung relativ dünn und relativ hart ist, kann die radiale thermische Ausdehnung zwischen Linse 101 und der Fassung 102
nicht ausreichend durch die Klebeschicht 107 aufgenommen werden, so daß die inneren Spannungen der Linse 101 einen nachteiligen Einfluß auf
die Eigenschaften der Linse haben.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Vorrichtung zur Halterung von Linsen anzugeben, wobei die Linse mechanisch genau radial und
axial gehalten wird und außerdem thermisch bedingte Formänderungen der Linse ohne Einfluß bleiben.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
-7-
Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung wird anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert,
welche in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt: 05
Fig. 1 den Längsschnitt eines Teils einer Linsenhalterung gemäß der ersten
Ausführungsform,
Fig. 2 und Fig. 3 Teilschnitte gemäß der zweiten und dritten Ausführungsform,
Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 Teilschnitte gemäß der vierten, fünften und
sechsten Ausführungsform,
Fig. 7, Fig. 8 und Fig. 9 Teilschnitte der siebten, achten und neunten Ausführungsform und
Fig. 10 und Fig. 11 Teilschnitte von Ausführungsformen gemäß dem Stand
der Technik.
Bei der in Fig. 1 gezeigten ersten Ausfuhrungsform einer Linsenhalterung
gemäß der Erfindung ist eine Kunststofflinse 1 mit einem Linsenkörper 2 und einem Flanschteil 3 vorhanden, welcher sich radial an die Außenseite
am Linsenkörper 2 anschließt. Gemäß der Erfindung ist das Flanschteil 3 der Linse 1 mit einem Paßansatz 4 versehen, welcher axial am äußeren
Ende des Flanschteils 3 angebracht ist. Wie das Ausführungsbeispiel zeigt, sitzt der Paßansatz 4 auf der konkaven Seite der Linse 1. Der Paßansatz
kann jedoch auf einer beliebigen Seite der Linse angebracht werden.
Die Linse 1 wird in einer zylindrischen Fassung 5 mit Hilfe des Paßansatzes
4 befestigt, welche aus einem Metall besteht, welches eine geringere Wärmeausdehnung als die Linse 1 aufweist.
Gemäß der Erfindung ist an einem Ende der Fassung 5 eine Ausnehmung
-8-
6 in Form einer ringförmigen Nut angebracht, diese Ausnehmung ist konzentrisch
zur Achse der Fassung 5. Die Ausnehmung 6 nimmt den Paßansatz 4 der Linse 1 auf und die periphere Wand 61 mit schmalem Durchmesser
der Ausnehmung 6 hat genau den gleichen Durchmesser wie der innere Durchmesser des Vorsprungs 41. Die periphere Wand 62 mit großem Durchmesser
der Ausnehmung 6 hat einen größeren Durchmesser als der äußere Duchmesser der Linse 1. In aem Ausführungsbeispiel wird gezeigt, daß die
axiale Länge der inneren Wanader Ausnehmung 6 kürzer ist als die axiale
Länge der inneren peripheren Wand 62 des Paßansatzes 4 der Linse 1.
So wird der Paßansatz 4 der Linse 1 von der Ausnehmung 6 der Fassung 5
derart aufgenommen, daß die innere periphere Wand 41 des Paßansatzes 4 in die periphere Wand mit kleinem Durchmesser 61 der Ausnehmung 6 paßt
und die Endfläche des Paßansatzes 4 mit dem Boden der Ausnehmung 6 in Berührung kommt, so daß die genaue Lage der Linse 1 in der Fassung 5
leicht erreicht werden kann.
Zur Fixierung der Linse wird eine Klebeschicht 7 mit rechteckigem Querschnitt
zwischen dem äußeren Umfang der Linse 1 und der inneren peripheren
Wand mit großem Durchmesser 62 der Ausnehmung 6 angebracht. Über dieser Klebeschicht 7 zwischen der Ausnehmung 6 und der Linse 1
ist ein Raum 8 vorhanden, in welchem sich die Linse ausdehnen kann.
Das Zusammenpassen der peripheren Wand mit kleinem Durchmesser 61
der Ausnehmung 6 mit der inneren peripheren Wand 41 des Paßansatzes 4 und der Kontakt zwischen der Endfläche des Paßansatzes 4 und der Bodenfläche
der Ausnehmung 6 bestimmt die radiale und die axiale Lage von Linse 1 und Fassung 5 genau und einfach ohne jegliche Hilfsmittel. Weiterhin
wird durch die zwischen dem äußeren Umfang der Linse und dem inneren Durchmesser der Ausnehmung 6 angebrachte Klebeschicht 7 der
Raum 8 zur Ausdehnung der Linse bestimmt, so daß die Linse 1 in ihrer Lage gehalten wird während die radiale Ausdehnung und Schrumpfung der
Linse infolge von Temperaturschwankungen absorbiert wird.
In Fig. 2 wird die zweite Ausführungsform gemäß der Erfindung gezeigt.
-9-
In allen Darstellungen werden für die gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 benutzt, sie werden deshalb nicht mehr in allen
Einzelheiten beschrieben.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wird durch die Klebeschicht 7
der Raum 8 zur Ausdehnung der Linse bestimmt, welcher axial oberhalb
der Klebeschicht 7 vorhanden ist. In Fig. 2 weist die Klebeschicht 9 einen L-förmigen Querschnitt auf und definiert einen Ausdehnungsraum 10
zwischen dem inneren Durchmesser der Ausnehmung 6 und der äußeren peripheren Oberfläche eines Teils der Klebeschicht 9. Die Unterseite
der L-förmigen Klebeschicht 9 liegt auf der Unterseite der Ausnehmung 6.
Der Raum 10 wird durch ein ringförmiges Formteil 12 gebildet, welches
in die Fassung 5 eingesetzt und nach Abbinden der Klebeschicht 9 wieder entfernt wird.
Ebenso wie bei der ersten Ausführungsform erfolgt auch bei der zweiten
Ausführungsform die Festlegung der radialen und axialen Lage zwischen Linse 1 und Fassung 5 während des Zusammenbaus schnell und genau.
Da die Klebeschicht 9 elastisch nachgibt, kann die radiale Ausdehnung und Schrumpfung in Folge von Temperaturschwankungen sehr leicht aufgenommen
werden.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 fluchtet die Unterseite des Raumes
10, d.h. die Oberseite des radial verbreiterten Teils der Klebeschicht mit der Unterseite des Paßansatzes A. Der abgestufte Teil des Ansatzes 11
kann jedoch auch tiefer sein als in Fig. 2 und der radial verbreiterte Teil der Klebeschicht kann tiefer sein als in Fig. 2 gezeigt. Auf diese
Weise kann die radiale Verformung der Linse 1 leichter absorbiert werden. 30
Fig. 3 zeigt die dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bei der
ersten und zweiten Ausführungsform berührt die Endfläche des Paßansatzes
A die Unterseite der Ausnehmung 6 und die Klebeschicht 7 oder 9 weist
einen rechteckigen oder L-förmigen Teil auf, um den Ausdehnungsraum 8
-10-
oder 10 zu bilden. Bei der dritten Ausführungsform berührt der axiale Teil
und die Oberfläche des Flanschteils 3 die Endfläche der inneren peripheren Wand der Ausnehmung 6. Weiterhin weist die Klebeschicht die Form
eines auf dem Kopf stehenden "T" auf, welches durch die Bodenfläche der Ausnehmung 6 und den äußeren Umfang der Linse 1 gebildet wird und
den Ausdehnungsraum 14 in Verbindung mit dem abnehmbaren Formteil 12 gemäß Fig. 2 bildet. Die Eigenschaften der dritten Ausführungsform sind
ähnlich wie bei der zweiten Ausführungsform.
In den Ausführungsformen gemäß der Fig. 1 bis 3 ist die axiale Höhe der
peripheren Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 niedriger als die der Wand mit großem Durchmesser der Ausnehmung 6 der Fassung 5.
Die Höhe der Wandteile können jedoch auch gleich oder auch unterschiedlich sein.
Bei den Ausführungsbeispielen ist die Fassung 5 als einfaches zylindrisches
Teil ausgebildet. Die Fassung kann auch aus mehreren Teilen bestehen und/oder die Ausnehmung 6 kann auch durch ein radial nach innnen ragendes
Teil der Fassung gebildet sein.
Es wurde gezeigt, daß die radiale und axiale Lage von Linse und Fassung
im Fertigungsprozess leicht und genau bestimmt werden kann. Weiterhin kann die Verformung der Linse durch Temperaturschwankungen durch die
elastische Klebeschicht aufgenommen werden.
Fig. 4 zeigt das vierte Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung. Die den
Paßansatz 4 der Linse 1 aufnehmende Ausnehmung 6 weist eine schmalere äußere periphere Wand als die· innere periphere Wand des Paßansatzes
4 auf und der Durchmesser der inneren peripheren Wand mit großem Durchmesser der Ausnehmung 6 ist beträchtlich größer als der
äußere Durchmesser des Paßansatzes 4 der Linse 1. Die axiale Länge oder Tiefe der peripheren Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung
6 ist kleiner als die axiale Höhe der inneren peripheren Wand des Paßansatzes 4.
-11-
] 1
Der Paßansatz 4 der Linse I wird von der Ausnehmung 6 der Fassung 5
derart aufgenommen, daß die Endfläche des Paßansatzes 4 mit der Unterseite
der Ausnehmung 6 in Berührung kommt, und der konstante Raum wird zwischen dem äußeren Umfang des Paßansatzes und der Innenseite
mit großem Durchmesser der Ausnehmung konzentrisch gebildet. Zum Halten der Linse 1 in der Fassung 5 wird eine Klebeschicht 17 mit rechteckförmigen
Querschnitt zwischen die Wand mit dem kleinen Durchmesser der Ausnehmung 6 und der inneren Wand des Paßansatzes 4 eingebracht.
Das genaue Einsetzen des Paßansatzes 4 in die Ausnehmung 6 erfolgt mit
Hilfe eines Formteils zur zylindrischen Positionierung 18, welches mit einer
strichpunktierten Linie angedeutet ist und solange eingesetzt bleibt, bis die Klebeschicht 17 abgebunden hat, um anschließend wieder entfernt zu
werden, dabei bildet sich ein Raum 16 mit gleichbleibender Breite.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 erfolgt das radiale und axiale
Positionieren der Linse 1 in der Fassung 5 während des Fertigungsprozesses leicht und genau. Verformungen zwischen der Linse und der Fassung
nach dem Zusammenbau infolge von Temperaturschwankungen werden durch
die elastische Verformung der Klebeschicht 17 und durch den Raum 16 aufgenommen, so daß keine störenden Spannungen in der Linse entstehen
können.
In Fig. 5 wird das fünfte Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung gezeigt.
Hier ist die periphere Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 der Fassung 5 derart ausgebildet, daß sie den gleichen Durchmesser
wie die innere periphere Wand des Paßansatzes 4 der Linse 1 aufweist, und
der Durchmesser der peripheren Wand mit größerem Durchmesser der Ausnehmung 6 ist größer als der äußere Umfang des Paßansatzes 4. Die periphere
Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 weist eine rechteckige Abstufung 19 auf, welche der Ausnehmung 6 gegenüber liegt, um
eine elastische Klebeschicht 20 mit rechteckigem Querschnitt aufzunehmen.
Die periphere Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 kommt
-12-
mit der inneren peripheren Wand des Paßansatzes der Linse 1 in Berührung.
Ein Raum 21 zur Aufnahme der Linsenverformung wird durch die Innenseite der Ausnehmung 6 und den äußeren Umfang der Linse 1 gebildet.
Die Endfläche der Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 kommt mit der axialen Endfläche des Flanschteils 3 der Linse 1 in Berührung.
Die Linse 1 wird in der Fassung 5 durch eine elastische Klebeschicht
20 gehalten, die von der rechteckigen Abstufung 19 der Ausnehmung 6 und dem Paßansatz 4 der Linse 1 aufgenommen wird.
Das axiale und radiale Positionieren zwischen der Linse 1 und der Fassung
5 ist während des Herstellungsprozesses einfach und genau durchzuführen und zwar ohne Verwendung eines Hilfsmittels. Wenn sich die Linse radial
nach außen ausdehnt bezogen auf die Fassung 5 infolge von Temperaturschwankungen,
verformt sich die Klebeschicht 20 elastisch und der Raum 21 nimmt die Verformung der Linse auf, so daß keine unerwünschten
Spannungen entstehen können.
In Fig. 6 wird das sechste Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung gezeigt.
Bei dieser Ausführungsform wird eine ringförmige Platte 22 mit einer bestimmten Dicke auf der Unterseite der Ausnehmung 6 angebracht
und die Endfläche des Paßansatzes 4 kommt mit der Platte 22 in Berührung. Auf diese Weise wird eine genaue axiale Positionierung der Linse 1
in der Fassung 5 erreicht. Als Material für die Platte 22 kann ein geeigneter Kunststoff mit geringer Reibung wie beispielsweise Tetrafluoräthylen
( Handelsname Teflon ), Nylon oder Polyäthylen mit hoher Dichte verwendet werden. Das Ausführungsbeispiel in Fig. 6 unterscheidet sich von
dem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 durch die axiale Positionierung der Linse 1.
Anstelle der Kunststoffplatte 22 mit geringer Reibung kann auch anderes
Material mit geringer Reibung wie beispielsweise Tetrafluoräthylen oder Molybdändisulfid direkt auf der einen Endfläche des Paßansatzes 4 und
der Unterseite der Ausnehmung 6 angebracht werden. Bei der sechsten Ausführungsform gemäß Fig. 6 ist ein Merkmal vorhanden, welches anhand
des fünften Ausführungsbeispiels erläutert wurde und ein anderes Merkmal
besteht darin, daß die radiale Verschiebung nach außen der Linse 1 im Bezug
auf die Fassung 5 gleichförmig erfolgt.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß der Fig. 4 bis 6 ist die axiale Länge
der peripheren Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 kleiner als diejenige der peripheren Wand mit großem Durchmesser der Ausnehmung
6. Die axialen Längen können dennoch auch gleich oder umgekehrt groß sein. Ebenso ist in den Ausführungsbeispielen die Fassung 5 als
einfaches zylindrisches Teil dargestellt. Die Ausnehmung 6 kann jedoch auch durch einen nach innen ragenden Ansatz der Fassung 5 gebildet sein.
Es wird noch einmal darauf hingewiesen, daß die mechanische axiale und
radiale Positionierung zwischen Linse 1 und Fasssung 5 während des Her-Stellungsprozesses
einfach und genau vorgenommen werden kann und daß die Linse 1 in der endgültigen Lage ohne weitere Teile wie beispielsweise
einen Haltering gehalten wird. Weiterhin wird die radiale Ausdehnung der Linse nach außen bezogen auf die Fassung in Folge von Temperaturschwankungen
durch die elastische Klebeschicht und durch den radialen Raum aufgenommen.
In den Fig. 7 bis 9 werden weitere Ausführungsformen gemäß der Erfindung
gezeigt. Auch bei diesen Ausführungsformen wird der axiale Paßansatz
4 der Linse 1 von der Ausnehmung 6 der Fassung 5 aufgenommen.
Wie bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 3 und Fig. 5 wird die Positionierung
zwischen der Linse 1 und der Fassung 5 durch die periphere Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 und die Innenseite des Paßansatzes 4 vorgenommen, welche miteinander in Berührung kommen und die
axiale Positionierung erfolgt durch den Kontakt zwischen der End-
fläche der peripheren Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6
und der Endfläche des Flanschteils 3 der Linse 1. Wie bisher ist der Durchmesser der peripheren Wand mit großem Durchmesser der Ausnehmung
6 größer als der Durchmesser der Linse 1.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis 6 wird die Linse 1 elastisch
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis 6 wird die Linse 1 elastisch
-14-
in der Fassung 5 durch eine elastische Klebeschicht dauernd gehalten.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 7 bis 9 wird die Linse 1 elastisch und herausnehmbar in der Fassung 5 gehalten, wobei die axiale und radiale
Positionierung gemäß der obigen Beschreibung beibehalten wird.
Genauer gesagt wird, gemäß dem siebten Ausführungsbeispiel ( Fig. 7 ), das
Ende der peripheren Wand mit großem Durchmesser der Ausnehmung 6 der Fassung 5 mit einer Bayonettbefestigung 25 versehen. Ein Haltering 26,
welcher in die Bayonettbefestigung 25 eingreift, hält die Linse 1 mittels eines elastischen Rings 27 mit kreisförmigen Querschnitt. Dieser Ring 27
besteht aus elastischen Material, beispielsweise Silikonkautschuk, Kunststoffelastomer,
Naturgummi, synthetischer Gummi oder Kunststoffschaum·
Da der Haltering 26 mit der Bayonettbefestigung 25 in Eingriff steht, wird
die axiale Lage des Halterings bestimmt, so daß die auf den elastischen Ring 27 einwirkende Kraft konstant ist.
Wie bereits beschrieben, wird die axiale und die radiale Positionierung
durch den Eingriff zwischen der peripheren Wand mit kleinem Durchmesser 30 und der inneren Abstufung 31 des Flanschteils 3 der Linse 1 und dem
Paßansatz 4 der Linse 1 bestimmt. Die radiale Verformung der Linse infolge von Temperaturschwankungen wird durch den elastischen Ring 27 aufgenommen.
Die Linse 1 berührt nicht die periphere Wand mit großem Durchmesser der Ausnehmung 6 wegen des relativ weiten Ausdehnungsaufnahmeraums
32, welcher zwischen der Fassung 5 und der Linse 1 gebildet wird.
In Fig. 8 wird die achte Ausführungsform gezeigt. Bei dieser wird ein
Haltering 33 in die Fassung 5 eingeschraubt. Weiterhin ist eine die Reibung verringernde Zwischenlage 34 zwischen den Ring 27 und dem Flanschteil 3
der Linse und zwischen dem Ring 27 und dem Haltering 33 angebracht.
Die Reibung verringernde Zwischenlage kann aus Tetrafluoräthylen-( Handelsname
Teflon ), Polyäthylen-Platten oder einer harten Platte bestehen, die mit derartigem Material überzogen ist. Auf diese Weise entsteht keine
Spannung in der Linse 1 während des Herstellungsprozesses.
-15-
Da die eine Reibung verringernde Zwischenlage zwischen dem Flanschteil 3
der Linse und dem Ring 27 eingesetzt ist, kann sich die Linse frei radial infolge von Temperaturschwankungen ausdehnen, so daß keine Probleme
durch thermische Spannungen auftreten.
05
05
Wenn auch zwei Zwischenlagen 34 gezeigt werden, so kann auch eine von
ihnen weggelassen werden.
Die Vorteile bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 sind ähnlich denen
bei demjenigen in Fig. 7 gezeigten.
In Fig. 9 wird die neunte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt.
Bei dieser Ausführungsform wird die Linse durch einen elastischen Haltering 35 gehalten. Wie bisher bildet die Fassung die Linse aufnehmende
Ausnehmung 6, welche eine periphere Wand 30 mit kleinem Durchmesser aufweist, und die Linse 1 besitzt den Paßansatz 4, welcher innen eine Abstufung
31 aufweist. Durch das Zusammenspiel zwischen der peripheren Wand 30 der Ausnehmung 6 und der Abstufung 31 der Linse 1 wird eine
axiale und radiale Positonierung zwischen Linse 1 und der Fassung 5 leicht und genau erreicht.
Die Fassung 5 hat eine ringförmige Nase 36 auf der Außenseite, wobei die
Nase auch unterbrochen an der Außenseite der Fassung 5 angebracht ein
kann.
Der elastische Haltering 35 ist ein Kunststoffpreßteil aus geeignetem
elastischen Material, beispielsweise Silikonkautschuk, Kunststoffelastomer oder ein entsprechend geformtes Teil aus Gummi oder Kunststoff. Der
Ring 35 weist einen Außenring 37 und einen inneren Ring 38 auf. Der äußere Ring 37 bildet eine innere periphere Ausnehmung 39, welche die äußere
Nase 36 der Fassung 5 aufnimmt. Das innere Ende des inneren Rings 38 liegt an der Außenseite der Linse 1 an und bildet eine lösbare
Halterung der Linse 1.
Zunächst wird die Linse 1 radial und axial in der Fassung 5 durch das
Zunächst wird die Linse 1 radial und axial in der Fassung 5 durch das
-16-
Zusammenwirken der inneren Abstufung 31 des Paßansatzes 4 der Linse 1
mit der peripheren Wand 30 mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 der Fassung 5 positioniert. Dann wird der elastische Haltering 35 axial
vom äußeren Ende der Fassung 5 aufgeschoben. Das äußere Ende des äußeren
Rings 37 des elastischen Halterings 35 rutscht hinter die äußere '
Nase 36 der Fassung 5. Auf diese Weise wird der Haltering 35 durch die
Fassung 5 gehalten. In dieser Lage drückt das Ende des inneren Rings 38 elastisch auf das Flanschteil 3 der Linse 1. Dieser Druck des Halterings
behindert nicht die frei thermische Ausdehnung der Linse bezogen auf die Fassung 5.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß der Fig. 7 und 9 kann der Bereich
der Linse, welcher mit dem Ring 27 oder dem inneren Ring 3;. jn ge_
rührung steht, mit einem Material mit geringer Reibung, wie beispielsweise
Teflon ( Handelsname ) überzogen sein, dies erleichtert die thermische Ausdehnung
der Linse 1 bezogen auf die Fassung 5, wie dies in Fig. B gezeigt ist.
Es wird deutlich, daß durch die Form der axialen, die Linse aufnehmenden
Ausnehmung 6 in der Fassung 5 und durch die Form des Paßansatzes 4 der Linse, welcher einen kleineren Umfang aufweist als die Ausnehmung 6,
die axiale und radiale Positionierung zwischen Linse 1 und Fassung 5 sehr einfach und mechanisch genau durchgeführt werden kann. Dies geschieht
dadurch, daß die axiale Positionierung durch die Berührung einer axialen Oberfläche der Ausnehmung 6, d.h. die Unterseite oder die Endfläche der
peripheren Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 mit einer der axialen Oberflächen der Linse, d.h. die Enfläche des Paßansatzes 4
oder die Endfläche zwischen dem Paßansatz 4 und dem Flanschteil 3 der Linse 1. Die radiale Positionierung erfolgt normalerweise durch die periphere
Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung 6 und die innere periphere Wand des Paßansatzes 4. Die radiale innere Schrumpfung der
Linse 1 bezogen auf die Fassung 5 bei kaltem Wetter wird durch die äußere Wand der Ausnehmung 6 ermöglicht, wie dies in Fig. 4 gezeigt
wird. Selbstverständlich muß hierbei die Positionierungshilfseinrichtung
-17-
entfernt werden, damit sich die Linse 1 radial ausdehnen kann.
Gemäß der Erfindung wird die Linse 1 in der Fassung 5 durch elastisches
Material gehalten, wodurch eine radiale Ausdehnung oder Schrumpfung der
Linse bezogen auf die Fassung 5 ermöglicht wird. Hierbei entstehen keine Probleme durch thermische Spannungen.
Claims (16)
1. Vorrichtung zur Halterung einer Linse, gekennzeichnet durch eine Fassung
zur Halterung einer Linse, eine radial geöffnete Ausnehmung in der Fassung, ein axial an der Linse angebrachter Vorsprung, welcher von der Ausnehmung
unter ausreichendem Zwischenraum aufgenommen wird und einem elastischen Haltemittel zum Halten der Linse in der Fassung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Linse aus
Kunststoff besteht.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die elastischen Haltemittel aus einer Klebeschicht zwischen einem Teil des Vorsprungs und der Ausnehmung besteht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Haltemittel aus einem entfernbaren elastischen Teil besteht,
welches elastisch die Linse axial in die Fassung drückt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebeschicht
in dem Zwischenraum in der Ausnehmung angebracht ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebeschicht
zwischen dem inneren Umfang des Vorsprungs der Linse und dem äußeren Umfang der Ausnehmung angebracht ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebeschicht
zwischen dem inneren Umfang des Vorsprungs der Linse und einer ringförmigen Abstufung am Ende des äußeren Umfangs des kleinen Durchmessers
der Ausnehmung der Fassung angebracht ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das axiale Ende der Oberfläche des Vorsprungs mit der Unterseite der Ausnehmung der Fassung in Berührung steht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberfläche des axialen Endes welches an 'den inneren Umfang des Vorsprungs der Linse angrenzt mit der Oberfläche des axialen Endes der peripheren
Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung der Fassung in Berührung steht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberfläche des radialen Umfangs der peripheren Wand mit kleinem Durchmesser
der Ausnehmung mit der inneren peripheren Oberfläche des Vorsprungs der Linse in Berührung steht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberfläche des axialen Endes des Vorsprungs der Linse mit der Unterseite der Ausnehmung über eine Zwischenlage mit geringer Reibung in
Berührung steht.
12. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebeschicht
zwischen dem äußeren Umfang des Vorsprungs der Linse und der
-3-
Unterseite der Ausnehmung gebildet wird, wobei ein ausreichender freier
Raum in dem Zwischenraum frei gehalten wird.
13. Vorrichtung zur Halterung einer Linse in einer Fassung, dadurch gekennzeichnet,
daß ein im Innern der Linse vorgesehener stufenförmiger Teil des Linsenumfangs mit einer ringförmigen axialen Nase in der Fassung
zusammenpaßt und daß ein elastisches Teil zwischen der Linse und die Fassung oder ein Haltering eingesetzt wird.
14. Vorrichtung zur Halterung einer Linse, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Flanschteil radial vom Umfang eines Linsenkörpers nach außen ragt, daß eine passende Nase axial vom Umfang des Flanschteils ragt, daß
eine ringförmige Ausnehmung in der Fassung vorhanden ist, welche die Nase der Linse aufnimmt, daß die innere periphere Wand des Vorsprungs
der Linse mit der peripheren Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung der Fassung zusammenfaßt und daß eine elastische Klebeschicht
zwischen dem äußeren Umfang der Linse und der peripheren Wand mit großem Durchmesseer der Ausnehmung angebracht ist, wobei ein ausreichender
Raum zur Aufnahme der Linsenverformung frei gehalten wird.
15. Vorrichtung zur Halterung einer Linse dadurch gekennzeichnet, daß
ein Flanschteil von dem Umfang des Linsenkörpers radial nach außen ragt, daß eine passende Nase axial vom Umfang des Flanschteiis ragt,
daß eine ringförmige Ausnehmung in der Fassung angebracht ist und die Mase der Linse aufnimmt, wobei ein vorbestimmter Freiraum zwischen dem
äußeren Umfang der Linse und dem inneren Umfang der Wand mit großem Durchmesser der Ausnehmung frei gehalten wird und daß eine elastische
Klebeschicht zwischen der peripheren Wand mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung und dem inneren Umfang der Nase angebracht ist.
16. Vorrichtung zur Halterung einer Linse, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Flanschteil vom Umfang des Linsenkörpers radial nach außen ragt, daß
eine passende Nase axial vom Umfang des Flanschteils ragt, daß eine ringförmige Ausnehmung in der Fassung angebracht ist und die Nase der Linse
-h-
aufnimmt, daß ein stufenförmiger Teil an dem Ende der peripheren Wand
mit kleinem Durchmesser der Ausnehmung zur Aufnahme der Klebeschicht vorgesehen ist, daß diese periphere Wand mit kleinem Durchmesser mit
der inneren peripheren Oberfläche der Nase zusammenpaßt, wobei ein
ausreichender Raum zur Aufnahme der Linsenverformung zwischen dem · äußeren Umfang der Linse und dem inneren Umfang mit,großem Durchmesser
der Ausnehmung frei gehalten wird und daß eine elastische Klebeschicht
zwischen dem stufenförmigen Teil der Fassung und der Linse angebracht wird.
-5-
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