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Die Erfindung betrifft eine gattungsgemäße Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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Im allgemeinen wird eine Bearbeitungslösung in einer Vorrichtung zum Bearbeiten von lichtempfindlichem Material, wie in einer Filmentwicklungsvorrichtung, zur Durchführung des vorgegebenen Bearbeitungsprozesses bei einer konstanten Temperatur gehalten. Die Temperatur einer solchen Bearbeitungslösung ist verhältnismäßig hoch, d. h. 30-40°C im Falle einer Entwickler- und einer Fixierlösung. Daher kondensiert Dampf, der Bestandteile der Bearbeitungslösung enthält, am Deckel des Bearbeitungsbeckens, und dadurch gebildete Wassertropfen können in die Bearbeitungsbecken oder dazwischen liegende Vorrichtungsteile der Entwickler- oder Fixierlösung enthalten, in das Entwickler- oder Fixierbecken fallen, entstehen beim Mischen von Bestandteilen der Entwicklerlösung mit der Fixierlösung keine besonderen Probleme, wohingegen die Entwicklerlösung durch Mischen von Bestandteilen der Fixierlösung mit der Entwicklerlösung beträchtlich verschlechtert wird, was zu einer Behinderung im Entwicklungsverfahren führt. Wenn die oben erwähnten Wassertropfen auf lichtempfindliches Material fallen, das sich im Zwischenraum zwischen benachbarten Bearbeitungslösungen befindet, treten Unregelmäßigkeiten auf dem lichtempfindlichen Material in Form von Flecken auf, was besonders im Zwischenraum zwischen der Entwickler- und Fixierlösung zu ernsten Problemen im Bearbeitungsprozeß führt.
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Eine gattungsgemäße Entwicklungsvorrichtung ist beispielsweise aus der US-PS 42 52 429 bekannt. Sie enthält aber keine Hinweise für eine mögliche Lösung des oben genannten Problems.
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Üblicherweise wird die Kondensation von dampfförmigen Bestandteilen der Bearbeitungslösung auf Deckeln der Bearbeitungsbecken so verhindert, daß man die Unterseite der Deckel der Bearbeitungsbecken mit Isoliermaterial versieht, das zusammenhängende Luftblasen aufweist, während man die Oberflächen leicht unregelmäßig ausbildet, wie es in der JP-GBM-AS 59/26356 (veröffentlicht am 31. Juli 1984) offenbart ist.
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Obwohl die Wirkung der Kondensationsverhinderung, wie in den oben erwähnten Veröffentlichung offenbart, durch das Absaugen der Gase durch Rohre, die neben den Deckeln der Bearbeitungsbecken verlegt sind, für einen bestimmten Zeitraum während des Betriebs und nach dem Anhalten der Bearbeitungsvorrichtung verbessert werden kann, ist eine solche Konstruktion sehr kompliziert und besonders für kleinformatige Bearbeitungsvorrichtungen, wie z. B. Tischgeräte nicht geeignet.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die oben genannten Probleme nicht dadurch zu überwinden, daß man die Kondensation selbst verhindert, sondern dadurch, daß man die Stellen, an denen die durch Kondensation gebildeten Wassertropfen fallen, unter Kontrolle hat.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
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Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Die Wassertropfen, die sich auf den Unterseiten der Ablaufeinrichtungen durch Kondensation bilden, sammeln sich in den unteren Teilen dieser Ablaufeinrichtungen und fallen von den Abtropfnasen in die Bearbeitungsbecken, die sich direkt darunter befinden. Das lichtempfindliche Material, das sich in den Zwischenräumen zwischen benachbarten Bearbeitungslösungen befindet, wird so vor Unregelmäßigkeiten während des Bearbeitungsprozesses bewahrt, während die Entwicklerlösung einer Verschlechterung durch Vermischung mit Wassertropfen, die Bestandteile der Fixierlösung enthalten, entgeht.
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Die folgende, detaillierte Beschreibung der Erfindung ist im Zusammenhang mit den Zeichnungen zu sehen.
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Fig. 1 zeigt die seitliche Schnittansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
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Fig. 2 zeigt die stirnseitige Schnittansicht entlang der Linie 2-2 in Fig. 1; und
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Fig. 3 und 4 zeigen seitliche Schnittansichten von jeweils einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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In allen Abbildungen bezeichnet das Bezugszeichen 12 ein Entwicklerbecken, das Bezugszeichen 14 ein Fixierbecken und das Bezugszeichen 16 ein Spülbecken. Belichtetes lichtempfindliches Material, das über einen Zuführtisch 18 eingegeben wird, wird sukzessive auf dem entsprechenden Transportweg 20 durch die obengenannten Bearbeitungsbecken hindurchgeführt, danach im Trocknungsabschnitt 22 durch heiße Luft, die von den beiden Gebläsen 24 und einer Heizspule 26 erzeugt wird, getrocknet und schließlich durch die Austrittsöffnung 28 abgeführt.
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In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 30 eine erste Ablaufeinrichtung mit den beiden Schrägen 32 und 34, die über dem Entwicklerbecken 12 und dem Fixierbecken 14 so angebracht ist, daß ihre Abtropfnase 36 direkt über dem Fixierbecken 14 liegt. Das Bezugszeichen 40 bezeichnet eine zweite Ablaufvorrichtung mit den beiden Schrägen 42 und 44, die so über dem Spülbecken 16 angebracht ist, daß ihre Abtropfnase 46 ebenfalls direkt über dem Spülbecken 16 liegt.
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Der Raum 29 über dem Bearbeitungsbecken 12, 14 und 16 ist mit Dampf gefüllt, der Bestandteile der Bearbeitungslösungen enthält, wodurch Wassertropfen auf den Unterseiten der Ablaufeinrichtungen 30 und 40 kondensieren. Solche Wassertropfen laufen jedoch über die Schrägen 32, 34, 42 und 44 der Ablaufeinrichtungen 30 und 40 ab und sammeln sich an den Abtropfnasen 36 und 46, von wo sie entsprechend ins Fixierbecken 14 und ins Spülbecken 16 fallen. So kann kein Wassertropfen auf das lichtempfindliche Material, das sich im Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Bearbeitungslösungen befindet, fallen, um so Unregelmäßigkeiten im Bearbeitungsprozeß hervorzurufen, während auch kein Wassertropfen, der Bestandteile der Fixierlösung enthält, ins Entwicklerbecken 12 fallen kann, um so die Entwicklerlösung zu verschlechtern.
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Fig. 3 zeigt die seitliche Schnittansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung. In dieser Ausführungsform ist eine Ablaufeinrichtung 50 mit den Schrägen 52 und 54 so über dem Entwicklerbecken 12, dem Fixierbecken 14 und dem Spülbecken 16 angebracht, daß ihre Abtropfnase 56 direkt über dem Spülbecken 16 liegt.
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In dieser Ausführungsform laufen die Wassertropfen, die an der Unterseite der Ablaufeinrichtung 50 durch Kondensation gebildet werden, über die Schrägen 52 und 54 der Ablaufeinrichtung 50 ab und sammeln sich an der Abtropfnase 56, von wo sie direkt in das Spülbecken 16 fallen.
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Fig. 4 ist die seitliche Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. In dieser Ausführungsform sind die Ablaufeinrichtungen 60, 70 und 80 so angebracht, daß ihre entsprechenden Abtropfnasen jeweils direkt über den Entwicklerbecken 12, über dem Fixierbecken und über dem Spülbecken 16 liegen.
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In dieser Ausführungsform kondensiert der meiste Dampf, der jeweils von den Bearbeitungsbecken 12, 14 und 16 stammt, an den Unterseiten der entsprechenden Ablaufeinrichtungen 60, 70 und 80, wodurch die so gebildeten Wassertropfen von den jeweiligen Abtropfnasen 66, 76 und 86 in die entsprechenden Bearbeitungsbecken fallen. So kommt es zu keinen Unregelmäßigkeiten im Bearbeitungsprozeß durch Wassertropfen, die in den Zwischenräumen zwischen benachbarten Bearbeitungslösungen auf das lichtempfindliche Material fallen.
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Ein Teil des Dampfes, der jeweils von den Bearbeitungsbecken 12, 14 und 16 stammt, kann immer noch an den Unterseiten von benachbarten Ablaufeinrichtungen kondensieren und damit Wassertropfen bilden, die in benachbarte Bearbeitungsbecken fallen. Die Schräge 74 der Ablaufeinrichtung 70 über dem Fixierbecken 14, das neben dem Entwicklerbecken 12 liegt, erstreckt sich auch noch über einen Teil des Entwicklerbeckens 12. Daher kann Dampf, der aus dem Fixierbecken 14 stammt, nicht an der Ablaufeinrichtung 60 kondensieren, die über dem Entwicklerbecken 12 liegt. Dieser Dampf schlägt sich auf der Schräge 74 der Ablaufeinrichtung 70 nieder, wodurch keine Wassertropfen, die Bestandteile der Fixierlösung enthalten, in das Entwicklerbecken 12 fallen, um die Entwicklerlösung zu verschlechtern.
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Obwohl die obige Beschreibung der Ausführungsform der Erfindung auf den Fall bezogen ist, daß jede Schräge der Ablaufeinrichtungen eine ebene Fläche darstellt, sind diese Schrägen nicht auf die besagte Form beschränkt und können auch in einer konvex- oder konkavgebogenen Form ausgebildet sein.
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Obwohl in den oben genannten Ausführungsformen alle Ablaufeinrichtungen in der Richtung, in der das lichtempfindliche Material transportiert wird, angeschrägt sind, können sie natürlich auch in einer Richtung, die senkrecht zur Transportrichtung verläuft, angeschrägt und weiterhin konisch oder polykonisch ausgebildet sein, so daß die Abtropfnase einer Ablaufeinrichtung nicht über dem Becken liegt.
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Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird verhindert, daß Wassertropfen, die durch Kondensation gebildet werden, auf Zwischenräume zwischen benachbarten Bearbeitungsbecken fallen. So können Unregelmäßigkeiten beim Bearbeiten des lichtempfindlichen Materials wirkungsvoll verhindert werden.
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Weiterhin kann verhindert werden, daß sich die Entwicklerlösung verschlechtert, da Wassertropfen, die Bestandteile der Fixierlösung enthalten, nicht in das Entwicklerbecken 12 fallen können.
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Da Wassertropfen, die durch Kondensation gebildet werden, sofort abtropfen können, wird die Vorrichtung darüberhinaus vor Rost und Korrosion bewahrt.