DE35139C - Selbstthätige Gatterbewegung an Schiffchen - Stickmaschinen - Google Patents

Selbstthätige Gatterbewegung an Schiffchen - Stickmaschinen

Info

Publication number
DE35139C
DE35139C DENDAT35139D DE35139DA DE35139C DE 35139 C DE35139 C DE 35139C DE NDAT35139 D DENDAT35139 D DE NDAT35139D DE 35139D A DE35139D A DE 35139DA DE 35139 C DE35139 C DE 35139C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaft
movement
disk
automatic gate
embroidery machines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35139D
Other languages
English (en)
Original Assignee
B. NEUBAUER in Plauen i. Voigtl
Publication of DE35139C publication Critical patent/DE35139C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C9/00Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines
    • D05C9/08Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines in machines with horizontal needles
    • D05C9/10Work holders or carriers
    • D05C9/16Feeding arrangements therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S2: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. August 1885 ab.
Die Aufhängung und Ausbalancirung des Gatters ist die gewöhnliche, bei den bisherigen Maschinen übliche, nur dafs nun an Stelle des Pantographen, welcher vom Sticker geführt werden mufs, ein Mechanismus tritt, mit Hülfe dessen die Maschine selbsttha'tig das Gatter nach Mafsgabe des Musters bewegt.
Diese Bewegung erfolgt nach dem Princip vom Parallelogramm der Kräfte, indem bei einer Diagonalbewegung des Gatters demselben ein Antrieb in horizontalem und einer in verticalem Sinne gegeben wird, welche dann in ihrer resultirenden Wirkung eine schräge, diagonale Bewegung erzeugen.
Zu diesem Zwecke ist je ein verticales und ein horizontales Rahmenstück des Gatters mit einem Hebelmechanismus versehen, welcher dem letzteren die entsprechende Bewegung ertheilt. Der Mechanismus für die Verticalverschiebung ist folgender:
Am unteren Rahmen des Gatters greifen die Hebel ce d und f an,. Fig. 1 und 2, von welchen erstere nach abwärts ziehen, letztere nach aufwärts schieben, wenn die Rollen g am Ende der Hebel durch auf den Wellen h und i befindliche Curvenscheiben nach oben bezw. nach unten gedrückt werden. Die Wellen i und h erhalten ihre Bewegung mittelst Kettenräder und Ketten von der Hauptwelle des Hauptexcenters E (s. Fig. 1 und 2).
Jeder Verschiebung im verticalen Sinne entsprechen je eine Curvenscheibe auf Welle i und h; wirkt z. B. die Scheibe der Welle i auf die Rolle g abwärts drückend, so geht Hebel d und mit ihm das Gatter aufwärts, wobei auf Welle h eine Curvenscheibe befind-, lieh sein mufs, welche dem Hebel c ein Folgen nach aufwärts gestattet; bei einer abwärts gehenden Bewegung mufs eine Scheibe auf Welle h die Rolle g und Hebel e nach oben drücken und Hebel d frei folgen können.
Ganz derselbe Mechanismus dient nun auch dazu, das Gatter horizontal zu verschieben, und liegt in der waagrechten Ebene x-y, Fig. 1. Derselbe ist in Fig. 5 in . gröfserem Mafsstabe dargestellt, wie überhaupt alle neuen Theile. im Verhältnifs zur ganzen Maschine etwas gröfser gezeichnet sind, als dieselben in Wirklichkeit ausfallen.
Soll also das Gatter G, Fig. 5, in horizontalem Sinne in Richtung β bewegt werden, so mufs eine der Curvenscheiben C der Welle b auf die Rolle r drückend wirken, während bei einer Bewegung in der Richtung α eine der Curvenscheiben B der Welle α auf die Rolle r nach oben drückend wirken mufs.
Diese Wellen α und b liegen an der Maschine vertical (s. Fig. 1 und 2) und leiten ihre Bewegung von den Wellen h und i mittelst Kegelräder ab.
Somit gehört zu jeder Gatterbewegung oder zu jedem Stich nach dem Muster je eine Curvenscheibe auf den Wellen ab h und i, also im Ganzen vier, von denen das erstere Paar eine horizontale, das letztere Paar eine verticale, gemeinschaftlich also eine diagonale Fortbewegung des Gatters hervorbringt. Soll nur in verticalem oder nur allein in horizontalem Sinne bewegt werden, so sind auf den Wellen α und b oder in anderem Falle auf
den Wellen h und i runde, leergehende Scheiben aufzustecken, welche dann keine Bewegung hervorbringen.
Es gehört also zu jedem Stich des Musters auf jeder der Wellen abk und i eine Curvenscheibe, und die für ein ganzes Muster nöthig werdende gröfsere Anzahl von Curvenscheiben ist auf einem mittleren, vierkantigen Theil der Wellen ab h und i (s. Fig. 2 und 5) hinter einander aufgeschoben und wird auf jeder Welle durch eine zu ihr parallel laufende Schraubenspindel / mit Mutterstück (s. Fig. 3) nach jedem ausgeführten Stich so viel weiter geschoben, dafs die nächste Curvenscheibe auf die am Ende der Hebel befindliche Rolle wirken kann. Die Curvenscheiben sind in Richtung der Diagonalen des Querschnittes der vierkantigen Wellen aufgeschoben, so dafs bei einer Umdrehung vier Druckpunkte, d. h. vier Stiche erzielt werden.
Das Verhältnifs der Hebel ecdfm und n, Fig. 5, wird so gewählt, dafs, wie bei der Pantographenwirkung, die Bewegungsgröfse des Gatters je nach Wunsch und Wahl drei-, vier- oder sechsmal kleiner ist als die von den Curvenscheiben eingeleitete. Um nun die Curvenscheiben in passender Weise auf die Wellen aufzureihen, sind die Muster, bei deren Entwurf man gleich mit etwas auf diese Ausführung Rücksicht zu nehmen hat, auf Papier zu zeichnen, dessen Quadratur einer 3, 4 oder 6 mm-Theilung entspricht (s. Fig. 4).
Aus den für alle möglichen Millimeteranzahlen als Hubhöhen in gröfserer Anzahl vorhandenen Curvenscheiben wären z. B. für die Stiche ν w und w \ des Musters Fig. 4 aufzustecken.
Stich vw.
Welle a: Leerscheibe, Welle h: Leerscheibe, Welle b: 3 mm-Scheibe, Welle i: 1 mm-Scheibe.
Stich w \:
Welle a: 1 mm-Scheibe, Welle h: 3 mm-Scheibe, Welle b: Leerscheibe, Welle 2: Leerscheibe.
Ist das Muster abgestickt, also jede Curvenscheibe mittelst Schraube an den Druckrollen vorbeigeführt, so wird durch eine geeignete Ausrückung die übrige Maschine ausgeschaltet und nur die Schraubenspindeln läfst man rückwärts laufen, bis die Curvenscheiben alle wieder vortransportirt sind und das Muster wieder zu sticken begonnen werden kann.
Durch einen geeigneten Mechanismus, welcher direct von der Hauptrolle des Excenters E abgeleitet wird, wird das Gatter nach jeder Wirkung der Curvenscheiben momentan bis zur Vollendung des Stiches festgehalten und erst kurz vor der Wirkung der nächsten Curvenscheibe wieder freigegeben.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Selbsttätige Gatterbewegung an Schiffchen-Stickmaschinen nach dem Princip vom Parallelogramm der Kräfte mittelst Ertheilung von horizontalen und verticalen Antrieben durch die Hebel c e dfm und η und auf den vierkantigen Wellen ab h und i mittelst Schraubenleitspindeln fortbewegten Curvenscheiben A B und C.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT35139D Selbstthätige Gatterbewegung an Schiffchen - Stickmaschinen Expired - Lifetime DE35139C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE35139C true DE35139C (de)

Family

ID=311013

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT35139D Expired - Lifetime DE35139C (de) Selbstthätige Gatterbewegung an Schiffchen - Stickmaschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE35139C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE35139C (de) Selbstthätige Gatterbewegung an Schiffchen - Stickmaschinen
DE687091C (de) Jacquard-Flachstrickmaschine zur selbsttaetigen Herstellung von einbettiger Petinetstrickware
DE45791C (de) Fangkettenstuhl
DE270494C (de)
DE184759C (de)
DE133767C (de)
DE80073C (de)
DE190020C (de)
DE19840C (de) Neuerungen an RQschenmaschinen
DE64607C (de) Ketten wirkstuhl mit getheilrer Nadelbarre für Netzwaare
DE39361C (de) Kettenwirkstuhl
DE62981C (de) Oeseneinsetzmaschine
DE436602C (de) Jacquardwerk fuer Stickmaschinen
DE1685036A1 (de) Getriebeaggregat fuer den Antrieb eines Muster-Steppautomaten
DE1106704B (de) Doppelhubschaftmaschine, Bauart Hattersley
DE175417C (de)
DE26795C (de) Schaftmaschine, welche das Abranden von Geweben selbstfhätig bewirkt
DE139913C (de)
DE130182C (de)
DE59907C (de) Flacher Kettenwirkstuh 1 mit Vorrichtung zum Rückwärtsarbeiteu behufs Beseitigung von Waarenfehlern
DE47810C (de) LAMB'sche Strickmaschine für schlauchförmige und einseitig offene Waare von gleichmäfsiger Maschenlänge
DE77864C (de) JacquardvorrichtungfürStickmaschinen zwecks Verstellung des Rahmens in waagrechter und senkrechter Richtung
DE73631C (de) Verfahren und Vorrichtung, bei Jacquard-Maschinen die Figurenkarte nach Bedarf als Blindkarte zu benutzen, um die Anzahl der Karten zu ermäfsigen
DE305707C (de)
DE56806C (de) Maschine zum Nähen von Steppdecken u. dergl