DE3510230C2 - Brennkammer für ein Gasturbinentriebwerk - Google Patents
Brennkammer für ein GasturbinentriebwerkInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Brennkammer für ein Gasturbinentriebwerk
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Eine
derartige Brennkammer ist aus US-44 80 436 bekannt.
Der Wirkungsgrad von Gasturbinen ist eine Funktion von ver
schiedenen Parametern, zu denen die innerhalb der Brennkammern
erreichbare Temperatur und auch die Luftmenge gehört, die ab
geführt werden muß, um verschiedene Elemente des Triebwerks
zu kühlen. Gleichzeitig wird die strukturelle
Festigkeit eines Triebwerkes verbessert, wenn die strukturellen
Belastungen durch Elemente des Triebwerks geführt werden,
die nicht zusätzlich hohen Temperaturen und den damit zusammen
hängenden thermischen Beanspruchungen ausgesetzt sind.
Bei einem Versuch, die erreichbaren Temperaturen innerhalb der
Brennkammern zu erhöhen, sind verschiedene Materialien und Le
gierungen für eine Verwendung bei der Konstruktion der Kammern
vorgeschlagen worden. Zwei Materialien, die eine besonders
vorteilhafte Widerstandsfähigkeit gegenüber thermischen Wir
kungen haben, sind Oxiddispersions-verstärkte Materialien und
verschiedene Keramiken. Ein anderes vorteilhaftes Material
beinhaltet einen Hochtemperaturüberzug aus Niob. Ein Hauptnach
teil in bezug auf die vorgenannten Materialien und gewisse andere
ist jedoch, daß sie nur schwer oder überhaupt nicht zu
schweißen sind.
Die effektive Applikation dieser Hochtemperaturmaterialien
der vorgenannten Art zusätzlich zu der Möglichkeit, höhere
Temperaturen zu erreichen, gestattet auch eine Verminderung
der erforderlichen Kühlmittelmenge, die während des Betriebs
auf die Brennkammer gerichtet werden muß. Diese Verkleinerung
ermöglicht, daß das Triebwerk mit einem erhöhten
Wirkungsgrad arbeitet.
Strukturelle Fehler in Gasturbinentriebwerken resultieren in
der Vergangenheit gelegentlich daraus, daß lasttragende
Teile des Triebwerkes thermischen Beanspruchungen ausgesetzt
waren, die in Verbindung mit den hohen Verbrennungstemperaturen
auftreten. Die Ausbildung einer Brennkammer in der Weise,
daß die Brennkammer (die der Verbrennungswärme direkt ausge
setzt ist) der Verkleidung zugeordnete strukturelle Lasten
tragen muß, hat gelegentlich zu derartigen Fehlern geführt.
Die US 36 72 162 beschreibt eine Brennkammerauskleidung, die
aus zwei teleskopartig miteinander verbundenen Abschnitten
zusammengesetzt ist. Dabei ist das Ende des stromabwärtigen
Abschnittes mit mehreren auf dem Umfang im Abstand angeord
neten Vorsprüngen versehen, die in einen komplementären
vertieften Ring im größeren stromaufwärtigen Abschnitt
eingreifen. Während im kalten Zustand die beiden Abschnitte
lose zusammenpassen, wird im Betrieb der stromaufwärtige
Abschnitt stärker erhitzt als der stromabwärtige Abschnitt
und bewirkt dadurch einen Festsitz zwischen den beiden
Abschnitten.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Brennkammer der eingangs
genannten Art so auszugestalten, daß die Auskleidungsringe
schnell und einfach zusammengesetzt und auseinandergenommen
werden können und im eingebauten Zustand sich weitgehend
unabhängig von dem Brennkammerrahmen bewegen können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des
Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen beansprucht.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen
insbesondere darin,
daß eine einfache Herausnahme einzelner Verkleidungsringe er
möglicht ist, ohne daß der tragende Rahmen und die zugeordne
ten Komponenten total demontiert werden müssen. Dies wiederum
gestattet den Ersatz neuer Ringe für diejenigen, die bei einer
längeren Benutzung abgenutzt sind, oder die Reparatur einzelner
Verkleidungsringe, die noch eine nutzbare Lebensdauer besitzen.
Eine derartige Möglichkeit liefert eine große Kosteneinsparung
gegenüber bekannten Vorrichtungen, bei denen die Brenn
kammern im wesentlichen aus einer einheitlichen Konstruktion
bestanden und bei denen eine Beschädigung oder Abnutzung eines
einzelnen Teiles der Kammer die Auswechselung großer Abschnitte
oder eine völlige Auswechselung erforderte.
Die Erfindung wird nun
anhand der Beschreibung und Zeichnung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
Fig. 1 ist eine vereinfachte Querschnittsansicht von einer
Brennkammer eines Gasturbinentriebwerkes gemäß einem Ausführungsbeispiel der Er
findung.
Fig. 2 zeigt einen einzelnen Verkleidungsring gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung und stellt
Kooperation mit einem Teil des tragenden Rahmens dar.
Fig. 3 zeigt die Zusammenarbeit zwischen Verkleidungsringen
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung unter
einander und mit dem tragenden Rahmen.
Fig. 4 zeigt einen einzelnen Verkleidungsring gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung und stellt dessen
Zusammenwirken mit dem tragenden Rahmen dar.
Fig. 5 ist eine Querschnittsansicht von einer Verkleidung ähn
lich dem zweiten Ausführungsbeispiel (Fig. 4) und stellt
deren Zusammenwirken mit benachbarten Ringen und mit dem
tragenden Rahmen dar.
Fig. 1 stellt eine Brennkammer mit den Grundelementen dieses
Abschnittes einer typischen Turbomaschine und auch die wesent
lichen Verbesserungen dar, die mit der Erfindung erzielbar sind.
Atmosphärische Luft tritt in üblicher Weise in die Brennkammer
10 von links durch einen Brennstoff/Lufteinlaß 12 stromabwärts
von einem Hochdruckverdichter (nicht gezeigt) ein. Die Brenn
kammer bildet eine Verbrennungszone 14 und enthält eine Brenn
stoffdüse 16, die in dem Einlaß 12 angeordnet ist. Ein tragender
Brennkammer-Rahmen 18 hoher Festigkeit enthält einen Stützteil 20, das
die Verbrennungszone 14 umgibt. In üblicher Weise werden Brenn
stoff aus der Düse 16 und durch den Einlaß 12 eintretende Luft
innerhalb der Verbrennungszone 14 gemischt, wobei eine Ver
brennung austritt. Die Verbrennungsprodukte werden in Fig. 1
nach rechts durch einen Auslaß 19 und über eine Reihe von Tur
binenschaufeln 21 ausgestoßen. Die Turbinenschaufeln entziehen
den austretenden Verbrennungsprodukten Energie und dienen dazu,
eine Welle in Drehung zu versetzen, die den stromauf
wärtigen Verdichter antreibt. Die übrige austretende Strömung
von Verbrennungsprodukten erzeugt einen Schub, der in Fig. 1
nach links gerichtet ist.
Der Aufbau der Brennkammer ist in den übrigen
Figuren mit größeren Einzelheiten dargestellt. Der Rahmen
18 mit dem Stützteil 20 haben einen zunehmend größer werdenden
Radius mit axial beabstandeten radialen Stufen 22 und auch
einen graduellen Konus vom stromaufwärtigen Ende zum stromab
wärtigen Ende der Brennkammer. Jeder Stufe sind zwei in Umfangs
richtung verlaufende Schultern 24 und 26 zugeordnet, die da
zwischen eine im wesentlichen in Umfangsrichtung verlaufende
Nut 28 bilden. Die Nut bildet ein Anschlag- oder Rastteil, wie es im fol
genden näher beschrieben wird, zur Halterung von Brennkammer
teilen.
Gemäß einem wesentlichen Merkmal der Erfindung sind mehrere
einzelne Auskleidungsringe 30 gebildet, die mit dem tragenden
Rahmen 18 zusammenarbeiten, um den Aufbau der Brennkammer zu
vervollständigen. Um die Anordnung der Auskleidungsringe 30
um den tragenden Rahmen zu erleichtern, sind Befestigungsmittel
zum Anordnen und Sichern der Ringe in bezug auf den Rahmen
vorgesehen. Die Befestigungsmittel enthalten die Umfangs-Nut 28, die als
Anschlag wirkt, wie vorstehend bereits er
wähnt wurde. Zusätzlich enthält in dem in Fig. 3 gezeigten
Ausführungsbeispiel jeder Ring 30 eine Vorderkante 32 und eine
Hinterkante 34 und trägt einen im wesentlichen radial ver
laufenden Vorsprung 36, der mit dem Anschlag
28 zusammenarbeitet. Gemeinsam bilden der Vorsprung
36 und der Anschlag 28 ein Halterungsmittel, um zusammen mit
dem Rahmen die Lage des Ringes beizubehalten.
Zusätzlich enthalten die Befestigungsmittel ein flexibles Teil,
das in Fig. 3 als Feder 38 gezeigt ist. Die Halterungsmittel
und das flexible Teil halten gemeinsam die Ringe in einer im
wesentlichen vorbestimmten Position in bezug auf den Rahmen 18
während des Betriebs der Brennkammer.
Strukturell kann der Vorsprung 36 auf dem einen Schenkel des
im Querschnitt im allgemeinen U-förmigen Federteils 38 ange
ordnet sein, wobei der zweite Schenkel an einem Ring 30 nahe
dessen Hinterkante 34 fest angebracht ist. Wenn ein einzelner
Ring in seine Position in bezug auf den Rahmen 18 gebracht
wird, wird die zugehörige Feder 38 ausgelenkt oder vorbela
stet, wobei der Vorsprung 36 radial in Richtung auf den zu
geordneten Ring bewegt wird, bis der Vorsprung die Umfangsnut 28
einnimmt, woraufhin er in eine Halterungsposition in bezug auf
diese einschnappt.
Die Zusammenarbeit zwischen benachbarten Ringen 30 in axialer
Richtung erfolgt in der Weise, daß mehrere Ringe teleskop
artig gestapelt werden, um die Verbrennungszone 14 zu bilden.
In dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die axiale
Zusammenarbeit so, daß die Vorderkante 32 von jedem stromab
wärtigen Ring 30 durch die Hinterkante 34 eines stromaufwärtigen
Rings aufgenommen und gehalten ist durch ein sandwichartiges
Zusammenwirken der Vorderkante zwischen den zwei Schenkeln
des im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen elastischen Feder
teils 38. Mit anderen Worten ragt die Vorderkante jedes
stromabwärtigen Rings zwischen die zwei Schenkel des U-förmigen
Federteils 38 und ist in dem dazwischen gebildeten Raum
festgehalten.
Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, erstrecken sich
die Vorsprünge 36 und die Nuten 28 im wesentlichen in Umfangs
richtung in bezug auf die Ringe bzw. den Rahmen. Ferner ent
hält jeder Ring eine Einrichtung aus Feder 38 und Vorsprung 36,
und der Rahmen 18 enthält mehrere im Abstand angeordnete Umfangs
nuten 28. Somit können ähnlich der vorstehend beschriebenen
Weise mehrere Verkleidungsringe 30 in eine Position gebracht
und gehaltert werden. Das Befestigungsverfahren,
wie es vorstehend beschrieben wurde, kann umgekehrt werden,
um es für eine leichte Herausnehmbarkeit der einzelnen
Verkleidungsringe zu sorgen, falls diese aufgrund einer län
geren Verwendung abgenutzt oder beschädigt sein sollten.
Somit wird eine im angemesse
nen Rahmen billige Wartung einer Brennkammerverkleidung ermöglicht.
Der Gesamtbetrieb der Brennkammer wurde bereits beschrieben.
Die in Verbindung damit auftretenden aerodynamischen und
thermischen Wirkungen auf die Brennkammerverkleidung werden
nun erörtert. Aerodynamisch werden sehr hohe Gasgeschwindig
keiten innerhalb der Verbrennungszone 14 erreicht aufgrund
der großen Expansion der darin verbrannten Gase. Demzufolge
werden große statische und dynamische Drucke auf die einzel
nen Ringe 30 ausgeübt. Diese Drucke werden direkt auf den
tragenden Rahmen 18 übertragen, der dazu dient, die volle
Wucht der in der Brennkammer auftretenden mechanischen Kräfte
auszuhalten.
Thermisch erreichen die in der Verbrennungszone 14 verbrennen
den Gase äußerst hohe Temperaturen, und die einzelnen Verklei
dungsringe 30 sind diesen Temperaturen direkt ausgesetzt.
(Eine Kühlung der Ringe kann durch eine kombinierte Prall
kühlung der radial äußeren Ringseiten und einer Filmkühlung
der Ringseiten erfolgen, die der Verbrennungszone zugewandt
sind. Es können auch alternative Kühlsysteme verwendet werden,
aber die thermische Belastung auf die Kühlringe ist
extrem hoch). Um diese Situation zu meistern, wird die
Verwendung von überzogenen
Niobmaterialien ermöglicht, die hervorragende thermische Eigenschaften
besitzen.
Es ist eine unglückliche Eigenschaft von vielen Hochtempera
turmaterialien, daß sie nicht geeignet sind, strukturelle Lasten
aufzunehmen bzw. zu führen. Gemäß den Ausführungsbeispielen der Er
findung müssen die einzelnen Verkleidungsringe 30 keine
strukturellen Kräfte aushalten, diese werden vielmehr direkt
auf den Rahmen 18 übertragen. In ähnlicher Weise würden die
Materialien des Rahmens 18, welches Materialien hoher Festig
keit sind, nicht notwendigerweise geeignet sein, der Verbren
nungswärme innerhalb der Zone 14 ausgesetzt zu werden. Aber bei den
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen ist der tragende Rahmen 18 den hohen Tempera
turen nicht direkt ausgesetzt, sondern er ist von diesen
durch Ringe 30 getrennt. Somit können eine
hohe Festigkeit aufweisende und bei hohen Temperaturen beständige Materia
lien in mechanisch und thermisch beanspruchten Bereichen einge
setzt werden, ohne daß sie sich gegenseitig nachteilig beeinflussen.
Es ist ein besonderes Merkmal von mit Niob überzogenen Mate
rialien, wie sie für den vorliegenden Anwendungsfall geeignet
sind, daß sie kleine thermische Ausdehnungskoeffizienten auf
weisen. Der entsprechende Koeffizient des Rahmenmaterials könnte
wesentlich höher sein. Somit könnte während eines transienten
Brennkammerbetriebs die thermische Expansion der Ringe 30 und
des Rahmens 18 recht wirksam aneinander angepaßt sein, so daß
eine mechanische oder ringförmige Beanspruchung, die bei einer
Expansion der Ringe 30 auftritt, keinen nachteiligen Einfluß
auf den Rahmen 18 haben würde. Um den Rahmen weiter von mecha
nischen Beanspruchungen zu trennen, die mit einer thermischen
Beeinflussung der Ringe 30 zusammenhängen, ist das vorstehend
beschriebene Befestigungsmittel gut geeignet.
Zu diesem Zweck hat die Anbringung der Verkleidungsringe 30
an dem Rahmen 18 mehrere teleskopartig ineinandergreifende
Ringe zur Folge, die jeweils von dem Rahmen beabstandet sind.
Die Ringe werden in dieser Abstandslage gehalten an der Vorder
kante durch das Zusammenwirken der Vorderkante 32 mit der Hinter
kante 34 des axial benachbarten, stromaufwärtigen Ringes. Die
Hinterkante von jedem Ring wird in einem vorbestimmten Ab
stand vom Rahmen durch das elastische Federteil 38 gehalten.
Eine thermische Expansion eines einzelnen Ringes 30 bewirkt,
daß der Ring gegen die Feder 38 drückt und diese biegt, wodurch
Einstellungen der radialen Lage des Ringes 30 in bezug auf den
Rahmen 18 gestattet werden. Deshalb wird die Wirkung der mecha
nischen Kräfte auf den Rahmen 18 von den Ringen 30 wesentlich
vermindert. Wenn in ähnlicher Weise Kräfte eine Biegung des
Rahmens 18 bewirken, wird diese Biegung nicht direkt auf die
Ringe 30 übertragen, sondern sie werden teilweise absorbiert
durch ein Biegen der elastischen Federteile 38.
Falls irgendwelche Kräfte die Rigne aus ihrer axialen Position
in bezug auf den Rahmen 18 zu verrücken versuchen, so wird
diesen Kräften durch die Halterungsmittel, zu denen der Vor
sprung 38 und die Nut 28 gehören, entgegengewirkt bzw. diese
Kräfte werden aufgenommen. Deshalb kann bei den Ausführungsbeispielen der
Erfindung eine Brennkammer aus einzelnen, im wesent
lichen kreisringförmigen Ringen sowohl axial als auch radial
in einer vorbestimmten Position sicher gehaltert werden. Die
Ringe können aus geeignetem Hochtemperaturmaterial bzw. hoch
warmfestem Material gebildet sein, obwohl dieses Material kaum
geschweißt oder auf andere Weise bearbeitet werden kann. Ferner
werden die Ringe durch einen Halter und ein flexibles radiales
Befestigungsmittel sicher in ihrer Lage gehalten.
Ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 4
und 5 gezeigt. Der Aufbau dieses Ausführungsbeispiels
unterscheidet sich von denjenigen des ersten Ausführungsbei
spiels; die Arbeitsweise bzw. Funktion ist im wesentlichen ähn
lich. Ein Rahmen 18′ ist mit Schulter 24′ und 26′ versehen,
die eine Umfangsnut 28′ bilden. Im wesentlichen kreisringförmige
Ringe 30′ tragen Federteile 50 in der Form von im wesentlichen
fingerähnlichen elastischen bzw. federnden Fingern 52, die sich
zwischen einzelnen Ringen 30′ und den Rahmen 18′ erstrecken. Die
Federmittel sind nahe den Hinterkanten 34′ der Ringe getragen
und haben die Funktion, die Hinterkanten durch einen vorbestimm
ten Raum 54 von dem Rahmen zu trennen. Diese fingerähnlichen
Federn arbeiten in der Weise, daß sie sich biegen und Änderun
gen in der radialen Ringposition in bezug auf den Rahmen in
ähnlicher Weise wie die U-förmigen Federn absorbieren. Zusätz
lich arbeiten die Hinterkanten 34′ der Ringe mit Vorderkanten
32′ der stromabwärtigen Ringe zusammen, um diese Vorderkanten
innerhalb der Räume 54 aufzunehmen und diese darin zu haltern.
Um die Ringe 30′ in axialer Richtung in bezug auf die Rahmen
mittel anzuordnen, weist jedes Federmittel eine im wesentlichen
radiale Schulter 56 auf, die im wesentlichen in der gleichen
Richtung wie die Rahmenschulter 26′ vorsteht. In der Nut 28′
ist ein Halterungsband 60 angeordnet, das dazu dient, eine
axiale Bewegung der Schulter 56 in bezug auf die Schulter 24′
des Rahmens zu blockieren, auf die das Band ebenfalls drückt.
Während der Fertigung der Brennkammer werden die einzelnen
Finger 52 der Feder 50 gebogen oder vorbelastet. Weiterhin
werden während eines Betriebs der Brennkammer diese Finger
weiter gebogen, wenn thermische und mechanische Beanspruchungen
kompensierende räumliche Einstellungen zwischen den Ringen
30′ und dem Rahmen 18′ erfordern. Dieses Ausführungsbei
spiel der Erfindung gestattet auch eine wesentliche Trennung
der Rahmen 18′ von thermischen Beanspruchungen, die in den
Ringen 30′ auftreten, und es trennt in ähnlicher Weise die Ringe 30′
von strukturellen Beanspruchungen, die im Rahmen 18′ auftreten.
Auch die Fertigung dieser Brennkammer ist auf einfache Weise
reversibel, wobei die einzelnen Ringe 30′ aus ihrer Koope
ration mit dem Rahmen 18′ herausgezogen werden können, indem
das Halterungsband 56 herausgenommen und die Montage umgekehrt
wird.
Es sind jedoch noch weitere Ausführungsbeispiele möglich. Bei
spielsweise können die Federteile und Halterungsmittel irgend
welche Konfigurationen aufweisen, die die hier beschriebenen Zwecke
in gleicher Weise oder ähnlich erfüllen.
Claims (4)
1. Brennkammer für ein Gasturbinenwerk, mit einem Einlaß
zur Aufnahme von Luft und zu verbrennendem Brennstoff,
einem Auslaß zum Ausstoßen von Verbrennungsprodukten, einem
tragenden Brennkammerrahmen, der zwischen dem Einlaß und
dem Auslaß angeordnet ist, und mit einer Brennkammer
auskleidung, die mehrere Auskleidungsringe aufweist und
zusammen mit dem Brennkammerrahmen eine Verbrennungszone
bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidungsringe (30; 30′)
teleskopartig ineinander geschoben und selbsttragend sind,
wobei jeder Auskleidungsring (30; 30′) an seiner
Vorderkante (32; 32′) durch die Hinterkante (34; 34′) von
einem stromaufwärts benachbarten Auskleidungsring in seiner
Lage gehalten ist, in der Innenwand des Brennkammerrahmens
(18) mehrere im axialen Abstand angeordnete Umfangsnuten
(28; 28′) ausgebildet sind und jeder Auskleidungsring (30;
30′) an seiner Hinterkante (34; 34′) mit einem Federteil
(38; 50) versehen ist, das mit einer zugeordneten
Umfangsnut (28; 28′) derart in Eingriff bringbar ist, daß
jeder Auskleidungsring (30; 30′) gegen axiale Verschiebung
gehaltert und eine radiale Bewegung des Auskleidungsringes
(30, 30′) relativ zum Brennkammerrahmen (18) gestattet ist.
2. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Federteil (38) im wesentlichen U-förmig ist und
sich von der jeweiligen Hinterkante (34) des
Auskleidungsringes (30) stromaufwärts erstreckt und ein
stromabwärts gerichtetes offenes Ende aufweist, das die
Vorderkante (32) des stromabwärts benachbarten
Auskleidungsringes (30) sandwichartig aufnimmt.
3. Brennkammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Federteil (38) einen freien Schenkel aufweist, an dem
ein Vorsprung (36) ausgebildet ist, der in eine zugeordnete
Umfangsnut (28) eingreift und die ineinandergeschobenen
Enden von zwei benachbarten Auskleidungsringen (30) federnd
haltert.
4. Brennkammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Federteil (50) mehrere Finger (52), die sich von der
Hinterkante (34′) des Auskleidungsringes (30′)
stromaufwärts erstrecken, und eine radiale Schulter (56)
aufweist, und daß ein Halterungsband (60) in der Umfangsnut
(28′) angeordnet ist und auch an der Schulter (56) angreift
zur axialen Halterung von jedem Auskleidungsring (30′),
wobei die Vorderkante (32′) von einem stromabwärts
benachbarten Auskleidungsring (30′) sandwichartig zwischen
der Hinterkante (34′) des stromaufwärts benachbarten
Auskleidungsringes (30′) und dem Halterungsband (60)
angeordnet ist.
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