DE349367C - Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Pflanzenstengeln, insbesondere aus der Nesselpflanze - Google Patents
Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Pflanzenstengeln, insbesondere aus der NesselpflanzeInfo
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- DE349367C DE349367C DENDAT349367D DE349367DD DE349367C DE 349367 C DE349367 C DE 349367C DE NDAT349367 D DENDAT349367 D DE NDAT349367D DE 349367D D DE349367D D DE 349367DD DE 349367 C DE349367 C DE 349367C
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
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Description
- Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Pflanzenstengeln, insbesondere aus der Nesselpflanze. In dem Patent 34.5565 ist eine Maschine beschrieben und gekennzeichnet, die nach dem Verfahren gemäß Patent 305049 arbeitet. Diese Maschine nahm in der Länge einen ziemlich großen Raum in Anspruch, auch, war durch die wagerechte Führung der Faser unter den Spritzrohren hinweg der Nachteil vorhanden, daß Rinden- und Holzteilchen, die größer waren als die Maschen des Siebtuches, auf den Fasern liegenblieben und nicht entfernt werden konnten. Zumal bei alten Brennnesselstengeln, die über ein Jahr, also zwei Jahre und noch längere Zeit gelagert hatten, ist die auf der Faser liegende äußere Rinde gewöhnlich stark verholzt und hart- und wird beim Durchgehen durch den Kalander nicht immer an allen Stellen so klar gedrückt, daß sie als Schlamm durch die Einwirkung der Wasserspritzung durch das Siebtuch gehen kann. Infolgedessen bleiben ab und zu verholzte Rindenteilchen auf den Fasern liegen. Weiter bestand noch der Nachteil, daß durch das starke Spritzen die Fasern mehr und mehr in die Maschen und in die durch die sich kreuzenden Drähte gebildeten Winkel hineingespritzt wurden und sich dadurch so an das Siebtuch festsetzten, daß das spätere Ablösen der Fasern von diesem Tuch nicht ganz leicht vonstatten ging. Diesen drei Nachteilen hilft die neue Ausführung der Brennesselfasergewinnungsmaschine vollständig ab. Ein Ausführungsbeispiel ist schematisch auf der Zeichnung dargestellt. Al und A= sind die bekannten Kalanderwalzen, durch welche der Bast hindurchwandern muß. B ist die Zuführungswalze des Bastes. Die Walze G verhindert, daß der Bast der Walze B etwa herunterfallen und über die halander Al hinunterrutschen und' so unkalandert auf das Siebtuch D gelangen könnte. Die neuartige Anordnung besteht nun darin, daß das Siebtuch D nicht mehr wagerecht, sondern senkrecht geführt wird, und daß ein Flüssigkeitsbehälter E vorgesehen ist, in den das Siebtuch D nach einer Anzahl Spritzungen immer wieder eintaucht. Durch die senkrechte Führung des Siebtuches D wird zunächst sehr erheblich an Maschinenlänge gespart. Die Fasern haften so fest an dem Siebtuch, daß sie unmöglich vom Siebtuch hinunterfallen können. Das Spritzen der Fasern erfolgt nunmehr entgegengesetzt der früheren Ausführung nicht mehr in senkrechter Richtung gegen das wagerecht laufende Siebtuch, sondern es wird. in wagerechter Ebene gegen das senkrechte Siebtuch gespritzt. Die Spritzrohre N sind durch das Kopfrohr R mittels Stopfbüchse H mit Abzweigungen des Flüssigkeitszuführrohres h verbunden. Zwischen den Spritzrohren N läuft eine senkrechte Achse Z, an der die Spritzrohre befestigt sind und die in Fußlagern I ruht. Die Anordnung N R erfährt um die Achse Z eine hin und her drehende Bewegung, so daß die aus den Rohren N austretenden Wasserstrahlen je eine wagerechte Ebene beschreiben. Die Wasserstrahlen gehen teilweise durch das Siebtuch D hindurch, teilweise aber werden sie durch Faserbüschel bzw. durch den Draht des Siebtuches abgelenkt und fließen am Tuche D herab in den Bottich E. Es hat sich gezeigt, daß alle Fasern im Siebtuch D so festhaften, daß keine durch das abfließende Wasser etwa mit in den Trog E hinuntergespült werden, wohl aber heben sich etwaige Holzteilchen, die auf den Fasern liegen, wahrscheinlich durch irgendwelche durch das Auftreffen des Wasserstrahles auf den Draht des Siebtuches ausgeübte Gegenwirkung, von den Fasern ab und werden, während die Faser sich immer mehr in das Siebtuch eingräbt, vom abfließenden Wasser in den Trog F_ hinuntergespült. Die Leitwalzen F, um die das Siebtuch D herumläuft, tauchen vollständig in die Flüssigkeit im Trog E ein und erreichen den beabsichtigten doppelten Zweck, nämlich dadurch, daß die Fasern mit einer gewissen Geschwindigkeit um die Leitwalzen herum durch die Flüssigkeit gezogen werden, sich erstens vom Siebtuch etwas zu lockern und zweitens den auf ihnen liegenden, noch nicht abgespritzten Schlamm im Wasser zu verlieren beziehentlich ihn so zu lockern, daß er durch die nächstfolgende Spritzung von der Faser abgelöst wird. Durch das wiederholte Lockern der Faser am Siebtuch ist schließlich zuletzt auch die Möglichkeit gegeben, die Faser leichter als bisher vom Siebtuch D auf das Abnahmetuch L abzuspritzen. Außer den im vorstehenden -angeführten Spritzen N sind nun noch besondere Spritzen l11 vorgesehen, die von innen heraus gegen das Siebgewebe spritzen, sie treffen die Fasern, die auf der entgegengesetzten Seite des Siebtuches liegen, nur mittelbar, aber sie lockern den auf dein Siebgewebe befindlichen vliesartigen Faserbelag und bewirken, daß Verstopfungen des Siebtuches durch Schlamm oder durch Fasern unmöglich gemacht werden. Von besonders guter Wirkung ist es hier, wenn die Wasserstrahlen der Spritzen N gleichzeitig auf die Fasern treffen, die von der entgegengesetzten Seite von der SpritzeM getroffen werden. Doch darf diese Anordnung nicht allzuhäufig wiederholt werden, weil sonst der Faserbelag allzusehr am Siebtuch gelockert wird. Um weiteren Raum zu ersparen, ist das Abnahmetuch L unter den Kasten E gelegt.
- Die vorstehend beschriebene neuartige Anordnung der Fasergewinnungsmaschine hat zwei Vorteile, nämlich erstens den, daß man die Maschine schneller laufen lassen kann und dadurch mehr erzeugt, weil abströmendes Wasser erzielt wird, welches Unreinigkeiten mit fortspült, und zweitens den der größeren Reinheit der Brennesselfaser. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß der in dem Flüssigkeitskasten E vom senkrechten Siebtuch D hinuntergespülte Schlamm an der Stelle, wo er den Flüssigkeitsspiege10 erreicht, in bekannter Weise durch Tröge oder durch ein seitlich laufendes Becherwerk, durch Siebe oder durch Bürstenwalzen aufgefangen, beziehentlich herausgefischt und seitlich abgeführt wird. Der Wasserspiegel im Troge E kann nach Bedarf gehoben oder gesenkt werden.
Claims (5)
- PATENT-ANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Pflanzenstengeln, insbesondere aus der Nesselpflanze, nach Patent 3050q.9 und 345565, dadurch gekennzeichnet, daß das hinter dem Kalandern das Quetschgut aufnehmende Siebtuch senkrecht geführt ist und die Abspritzung mit wagerechter Richtung der Spritzstrahlen erfolgt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das Siebtuch in mehrfachen Strängen senkrecht auf-und abgeführt wird und hierbei an den unteren Umkehrstellen mehrfach in Flüssigkeit eintaucht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, d'aß die an den unteren Umkehrstellen des Siebtuches (D) befindlichen Leit-,valzen (F) vollständig in die Flüssigkeit eines unter ihnen befindlichen Troges (E) eintauchen, um die Fasern mit einer gewissen Geschwindigkeit durch die Flüssigkeit zu ziehen, sie dadurch vom Siebtuch zu lockern und den auf ihnen liegenden, noch nicht abgespritzten Schlamm im Wasser zu entfernen bzw.. für die nächstfolgende Spritzung ablösereif zu machen. q..
- Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Spritzauslaßöffnungen an senkrecht angeordneten, drehbaren bzw. einen Kreis beschreibenden Spritzrohren (N) sitzen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß das die Fasern tragende Siebtuch mit seinem Rückkehrstrahl unterhalb des Flüssigkeitstroges (E) verläuft und dort über einem Abnehmetuch (L) liegt, so daß auch dieses den von der Maschine gebrauchten Raum in der Länge mitausnutzt.
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