DE348682C - Einrichtung zum Anzeigen und Messen von UEberspannungen in elektrischen Anlagen - Google Patents
Einrichtung zum Anzeigen und Messen von UEberspannungen in elektrischen AnlagenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/02—Details
- H02H3/04—Details with warning or supervision in addition to disconnection, e.g. for indicating that protective apparatus has functioned
- H02H3/048—Checking overvoltage diverters
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Description
- Einrichtung zum Anzeigen und Messen von Überspannungen in elektrischen Anlagen. Im Patent 29r324 ist eine überspannungsschutzvorrichtung beschrieben, bei welcher die Erhöhung der Spannungen sich in einem Glimmen und in einem Übertritt von Energiemengen durch elektrische Verschiebungslinien von einer Elektrode durch einen festen Isolierkörper hoher Dielektrizitätskonstante hindurch zur anderen Elektrode bemerklich macht.
- Diese Vorrichtung wird nach der vorliegenden Erfindung benutzt, um Überspannungen und ihre Energiemengen anzuzeigen und kenntlich zu machen, gegebenenfalls auch zu messen. Es wird in Reihe mit der Überspannungsschutzvorrichtung ein Anzeigeapparat an sich bekannter Art und mit verhältnismäßig geringer Selbstinduktion --geschaltet, welcher so bemessen ist, daß er von dem durch den Apparat hindurchtretenden Strom zum Ansprechen gebracht wird. Ein derartiger Apparat ist z. B. ein Hitzdrahtsystem, welches-fast frei von Selbstinduktion herstellbar ist; es steht jedoch bei entsprechender Bemessung unter Umständen nichts im Wege, andere Systeme für Gleich- oder Wechselstrom, z. B. Drehspul- oder elektromagnetische Systeme, zu verwenden.
- Die einfachste Anordnung besteht darin, daß das fragliche Anzeigesystem als Relais ausgebildet ist, welches zur Zählung oder Registrierung der überspannungserscheinungen benutzt wird, indem es direkt oder über Zwischenrelais ein Zählwerk antreibt öder ein Registrierinstrument beeinflußt. Erstere Vorrichtung gibt die Ablesung, wie oft der Apparat angesprochen hat, ohne aber die zeitliche Verteilung dieser Erscheinungen nachzuweisen.
- Bei Verwendung des Registrierinstruments wird dagegen auch nachträglich festzustellen sein, wann die einzelnen trberspannungsstöße eingesetzt haben, so daß man, z. B. durch den Vergleich mit anderen Aufzeichnungen, etwa mit einem an derselben Stelle benutzten Registrieramperemeter und Registriervoltmeter, die Gleichzeitigkeit von Strom oder Spannungsstößen mit Überspannungswellen feststellen und daraus auf den Kausalzusammenhang schließen kann.
- Für diese Einrichtung wird durch das Kontaktamperemeter im Ableitungskreise der Überspannungsschutzvorrichtung ein Registrierinstrument jeweilig eingeschaltet, z. B. ein Registriervoltmeter, das an der Netzspannung oder an einer Hilfsspannung, z. B. einer Batterie, liegt. Die Ausschläge des betre,ffenden Registriervoltmessers geben allerdings keinen Anhalt für die durch die Überspannung freigewordenen Energiemengen, sondern nur einen Hinweis, zu welcher Zeit die Erscheinung stattfand.
- Will man in dieser Beziehung noch einen Schritt weitergehen, so wird man das Anzeigesystem im Ableitungskreis der Überspannungsschutzvorrichtung direkt als Registrierinstrument, zweckmäßig als Registrieramperemeter ausbilden, dann -känn. man nicht nur die zeitliche Verteilung,-sondern auch die Energiemengen-'der'ein'zernen'Erscheinungen festhalten. Es wird dabei dem Konstrukteur überlassen sein, welche derartige Registriervorrichtung er benutzt, ob etwa diejenige mit normalem Schreibgerät, z. B. mit Tinte oder Bleistift oder einem auf beruster Trommel schreibenden Stift, oder Registrierung durch elektrische Funken oder schließlich Rufschreibung durch einen Lichtzeiger auf lichtempfindlichem photographischen Papier.
- Die Anwendung der geschilderten Anzeigevorrichtung am Ableitungskreise der Überspannungsvorrichtung setzt sehr empfindliche Meßgeräte voraus, damit sie bei geringen Energiemengen der Überspannungen bereits ansprechen. Solche Geräte können bei besonders großen Energiemengen, wie sie z. B. in Gewitterfällen auftreten, leicht überlastet werden, so daß sie Schaden nehmen, z. B durchbrennen. Man wird für diesen Fall eine Hilfsvorrichtung einbauen, welche das System kurzschließt, sobald es eine Unterbrechung erfährt. Auf diese Weise wird bewirkt, daß, wenn auch die Registriervorrichtung außer Wirkung gerät, doch wenigstens der Überspannungsschutz eingeschaltet bleibt.
- Eine weitere Hilfsschaltung, welche zweckmäßig bei Verwendung von Zählwerken, also der ersten Form, benutzt wird, besteht darin, daß das Zählwerk seinen Antriebsmagneten sofort unterbricht, sobald derselbe gearbeitet hat. Das erscheint zweckmäßig, um die Kontakte des einschaltenden Relais zu schonen, die dann im allgemeinen die Unterbrechung nicht mehr zu bewirken haben. Eine solche Vorrichtung hat aber ferner den Vorteil, daß sie bei lang andauernden Erscheinungen mehrere Hübe erzielt, so daß also bei der Zählung zwar die Energiemenge nicht gen:essen, aber besonders lang andauernde Entladungen mit einem mehrfachen Werte gegen-Über den normalen kurzen Entladungen gezählt werden.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Anzeigen und Messen von überspannüngen in elektrischen Anlagen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Überspannungsschutzvorrichtung nach Patent 29 1324 mit einem Anzeigeapparat an sich bekannter Art und verhältnismäßig geringer Selbstinduktion in Reihe geschaltet ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein in der Ableitung der t'%erspannungsschutzvorrichtung liegendes Stromrelais ein Zählwerk zur Registrierung der Anzahl von Überspannungswellen eingebaut ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ableitung der Überspannungsschutzvorrichtung ein Kontaktamperemeter eingebaut ist, welches beim Ansprechen jeweils ein Registrierinstrument an einen besonderen Stromkreis oder an das Netz legt. d..
- Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ableitung der Überspannungsvorrichtung ein Registrieramperemeter liegt.
- 5. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigesystem bei einer Stromunterbrechung sich selbsttätig kurzschließt.
- 6. Einrichtung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß das Zählwerk bei Beendigung jeder Arbeitsbuchung seine Stromzuführung selbst unterbricht und bei Rückkehr in die Ruhestellung wieder schließt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348682T | 1921-01-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE348682C true DE348682C (de) | 1922-02-14 |
Family
ID=6257610
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1921348682D Expired DE348682C (de) | 1921-01-21 | 1921-01-21 | Einrichtung zum Anzeigen und Messen von UEberspannungen in elektrischen Anlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE348682C (de) |
-
1921
- 1921-01-21 DE DE1921348682D patent/DE348682C/de not_active Expired
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