DE348162C - Gleichstrom-Hochspannungsmaschine mit Stromwender - Google Patents

Gleichstrom-Hochspannungsmaschine mit Stromwender

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DE348162C
DE348162C DE1919348162D DE348162DD DE348162C DE 348162 C DE348162 C DE 348162C DE 1919348162 D DE1919348162 D DE 1919348162D DE 348162D D DE348162D D DE 348162DD DE 348162 C DE348162 C DE 348162C
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DE
Germany
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commutator
air
voltage
compressed air
machine
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DE1919348162D
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K13/00Structural associations of current collectors with motors or generators, e.g. brush mounting plates or connections to windings; Disposition of current collectors in motors or generators; Arrangements for improving commutation
    • H02K13/10Arrangements of brushes or commutators specially adapted for improving commutation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor Or Generator Current Collectors (AREA)

Description

  • Gleichstrom=Hothspannungsmasehiie mit Stromwender: Bekänntlieh wird bei Gleichstrommasehinen ein fünkenfreier Gang dann ermöglicht, wenn die maximale Spänntüig zwischen z Stromwenderstegen den Betrag von 30 bis 4o Volt nicht überschreitet, andernfalls leicht Ründfeuer entsteht, und wenn ferner die Recktanz spännung, welche bei der KOmmutierüng in dein kurzgeschlossenen Spulen entsteht, nicht größer als 3 Volt wird, um das Betfern unter den. Bürsten zii vermeiden.
  • Bei der Beriiessüing vors frei kommutierenden Masehinen, d. h. soleben ölirre Wendepole und Kmpensafionsvvicklützg, inüßten also bisher diese Werte eingehälfen werden. Man kennte aber selbst mit den bisher zur Vea-fügung stehenden Hilfsmitteln nur auf Betriebsspanüungen von höchstens 3 bis 5ooo Volt kommen, wollte man nicht zu außerordentlich großen Maschinendurchmessern und Polzahlen greifen, wobei das Verhältnis p oder (Polteilung zu Maschinenspannung). zunehmen muß.
  • Um also Maschinen für Spannungen über 5000 Volt bauen zü können, müßte man nach einem Mittel suchen, das gestattet, die maximale Spannung zwischen zwei Stromwenderstegen ohne Schaden auf roo bis Zoo Volt zu erhöhen. Dadurch wäre man in der Lage, auch kleine Maschinen für hohe Spannungen zu bauen.
  • Die Schwierigkeit bei der Konstruktion solcher Maschinen besteht also in der Verhinderung des Rundfeuers, das dadurch entsteht, da.ß die Spannung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stromwenderstegen infolge des Verschmierens der Isolation durch die Bürsten überspringt.
  • Eingeleitet wird also dieses Rundfeuer durch die aufliegenden Bürsten. Unter denselben entsteht nun, ferner noch bei den Hochspannungsmaschinen durch die große Zahl der Verwindungen eines Wicklungselementes eine hohe Reaktanzspannung, welche ein Feuern der Bürsten verursacht. Dieses Feuern kann bei Maschinen bis 5000 Volt Klemmenspannung außer durch das bereits angegebene Mittel (Verwendung von Wendepolen und Kompensationswicklung) auch durch folgende Anordnungen verhindert werden. Es gibt Maschinen, welche als Ventilatoren in der Weise ausgebildet sind, daß der Aalkerkern der Maschinen, der mit Ventilationsschlitzen versehen ist, durch Kanäle in den Stromwender und die Hohlwelle oder aber der Stromwender selbst durch die mit der . Außenluft in Verbindung stehende Hohlwelle Luft ansaugt. Auch ist es üblich, Preßluft durch die Schlitze der voneinander abstehenden Stromwenderstege zu treiben. Diese Verfahren haben jedoch für Gleichstrommaschinen unter 5000 Volt Spannung keine wesentliche Bedeutung mehr, da sie besser und wirkungsvoller durch die Wendepole und Kompensationswicklungen ersetzt werden. Sobald die Spannung an den Gleichstrommaschinen größer als 5000 Volt wird, werden die Spannungen zwischen den Stromwenderstegen und die Reaktauzspannung derart hoch, daß mit Wendepolen oder mit den bisher bekannten Anordnungen, durch Verwendung eines Luftstromes die Funken nicht mehr unterdrückt werden können. In: dem Fall, wo die Maschine selbst den erforderlichen Luftstrom erzeugt, -ist der erreichte Überdruck höchstens ö, i Atmosphäre, welcher bei weitem nicht ausreicht, um die kräftige Funkenbildung wirksam zu unterdrücken. Bei einer anderen bekannten Anordnung, die mit Preßluft arbeitet, sind die erforderlichen Luftmengen sehr groß bzw. die Luftgeschwindigkeiten zu klein, da der Stromwender durch ebenso viele Kanäle, als Stege vorhanden sind auf seiner ganzen Länge und seinem ganzen Umfang Luft durchbläst, so daß der Wirkungsgrad der Anlage zu sehr herabgedrückt wird.
  • Bei der Gleichstromhochspannungsmaschine nach der Erfindung ist der Stromwender so ausgebildet, daß nur sein nutzbarer, d. h. von den Bürsten überschliffener Teil zwischen den Stegen reine Luftisolation hat, mithin die Außenluft durch die Zwischenräume zwischen den Stegen Verbindung mit dem Innern des Stromwendergehäuses hat. Der übrige Teil des Stromwenders zu beiden Seiten der Bürsten erhält zwischen den einzelnen Stegen eine Hochspannungsisolation, die aus Glimmer, Mikanit o. dgl. besteht.
  • Um nun das Feuern zu vermeiden, wird der so ausgebildete Stromwender von innen nach außen am besten durch eine hohle Welle und geeignete Verbindungskanäle, die in sein, Inneres führen, mittels komprimierter Luft, Kohlensäure, Stickstoffs usw. unter Mitwirkung der Umfangsgeschwindigkeit dauernd kräftig durchspült. Die im Innern des Stromwenders vorhandene Druckspannung hat das Streben; durch die. vorhandene Luftspalte desselben mit großer Geschwindigkeit nach außen zu gelangen, wobei diese Strömung von Luft, Gas o. dgl. den sich bildenden Lichtbogen schon vorzeitig, ehe er eine schädliche Größe erreicht, ausbläst. Nebenbei erwähnt sei, daß durch das Durchströmen und die Expansion der Luft bzw. Gase eine niedrige Temperatur im Stromwender und damit eine gute Kühlung und geringe Inanspruchnahme der Bürsten erreicht wird.
  • Durch die angeführte Tatsache, daß mau beim Bau einer derartigen Maschine zur Erzeugung eines hochgespannten Gleichstroms die Teilspannung zwischen zwei benachbarten Stegen auf das etwa Zehnfache, als bisher zulässig, ohne Gefahr für den Stromwender erhöhen kann, ist man sehr wohl in der Lage, bei Herstellung von größeren, mehrpoligen Maschinen einen Gleichstrom von io, sogar praktisch bis 30000 Volt in einer Maschine zu erzeugen. Ein solcher Stromwender könnte, wie folgt, eingerichtet sein: In dem betreffenden Maschinenhaus wird ein besonderer Luftkompressor mit besondei ein Antrieb aufgestellt. Die mit diesem erzeugte komprimierte Luftmenge fließt zunächst in einen großen Preßluftbehälter und von dort über eine Rohrleitung zu der hohl gebohrten Dynamowelle. Die Rohrleitung ist durch ein besonders geformtes Anschlußstück mit dem feststehenden Lagerständer dicht verbunden. In diesem Fall stände also der betreffende Lagerständer auf Seite des Stromwenders dauernd unter dem ciforderlichen großen Luftdruck. Die Rohrleitung ist wegen der Hochspannung durch ein Isolationsstück mit dem Lagerständer verbunden. Von der Bohrung der Welle führen. Verbindungskanäle in das Innere des Stromwenders, wodurch es möglich ist, während des Betriebes von außen jede beliebige Luftmenge unter dem erforderlichen Druck in, das Innere des Stromwenders zu leiten. Durch die zwischen seinen Stegen vorhandenen Isolationsluftspalte wird die komprimierte Luft im Zusammenwirken mit der Umfangskraft mit einer derart großen Kraft nach außen geschleudert, daß sich zwischen den Stegen auch nicht der kleinste elektrische Lichtbogen halten kann. Praktisch wäre. es auch ._ möglich, statt reiner komprimierter Luft Kohlensäure, Stickstoff öder andere geeignete Gase zu verwenden, die durch das Fehlen von Sauerstoff den Verbrennungsprozeß des Lichtbogens noch bedeutend vermindern würden. Jedoch müßten dann solche Gase wieder durch besondere Absaugvorrichtungen von der Maschine abgenommen werden, da sonst der Aufenthalt in derartigen. Maschinenhäusern für das Bedienungspersonal auf die Dauer unmöglich werden würde.
  • Weiter ist darauf zu achten, die erforderliche Luft- oder Gasmenge im Vergleich zu dem Druck möglichst kleüi zu halten. Dies geschieht dadurch; daß man der von innen dem Stromwender zugeführten Luft nur an den notwendigen Stellen die Durch- und Austrittsmöglichkeit gewährt. In diesem Fall -werden vielleicht je 3 bis q. Isolationsschlitze unter und neben einer Bürste von Gas durchströmt, während alle übrigen Isolationskanäle durch besondere- bogenartige Segmentstücke, welche im Bürstenhalter in sehr feinen Grenzen verstellbar angeordnet sind, überbrückt werden. Diese Überbrückung erfolgt in der Weise, daß die Bogenformstücke die größte Anzahl der Isolationsspalte des Stromwenders so übergreifen, daß zwischen der Stromwenderoberfläche und dem Formstück ein, möglichst kleiner Durchlaßquerschnitt verbleibt. In diesen bei der Kommutierung momentan unbeteiligten Isolationsschlitzen und Stegen wird deshalb vorteilhafterweise die im Innern des Stromwenders vorhandene Preßluft gestaut.
  • Infolge dieser Einrichtung wird der Strömungsdurchlaß im Stromwender auf das niedrigste Maß beschränkt, so daß die dann noch notwendige Luft- oder Gasmenge mit verhältnismäßig kleineren Kompressionsanlagen. erzeugt werden kann und auf Grund der kleineren Luftquantität. die Durchströmung mit größerem Druck bewerkstelligt werden kann.
  • Bei mehrpoligen Maschinen würde sich immer zwischen negativen und positiven Bürstenbolzen ein solches Formstück befinden, das am gemeinschaftlichen Bürstenhalter mit größter Genauigkeit einstellbar ist und in der richtigen Stellung urbeweglich festgehalten werden kann.
  • In den beiliegenden Abb. i und 2 ist die praktische Ausführung eines solchen Strom-Nvenders dargestellt.
  • B sind die Bürsten und S die Bogenstücke, welche, wie beschrieben, dazu dienen, die Luftströme abzusperren, die sonst aus den nicht unter den Bürsten befindlichen Isolationsschlitze. austreten würden.
  • Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch den Stromwender mit den Luftströmen. Die Bürste B ist schmaler als der Isolationsschlitz, damit die Luft auch an den beiden Seiten vorbeiblasen kann. j ist die Isolation zwischen den Stegen L zu beiden Seiten der Schleiffläche.
  • Abb. 2 zeigt eine Ansicht des Stromwenders, in der der Isolationsluftschlitz unter der Bürste gerade in einer Stellung ist, in welcher der Luftstrom zur Wirkung-gelangt ist und den Lichtbogen bereits ausgeblasen haben muß.
  • Das Lagergehäuse hat einen Flausch, an welchem die Druckluftleitung befestigt wird, und ist so ausgebildet, daß das gesamte Lager unter dem Druck der Preßluft steht, so daß das Öl nicht aus dem Lager entwichen kann. Um das Entweichen der Druckluft an der- rechten Seite des Lagers zu verhindern., ist dort eine Dichtung D angeordnet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gleichstrom-Hochspannungsmaschine mit Stromwender, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine ohne Rücksicht auf die Funkenbildung so bemessen ist, daß die Spannung zwischen aufeinanderfolgenden-Stromwenderstegen bis zu Zoo Volt beträgt, und daß die elektrischen Funken, die infolge der Hochspannung während der Stromwendung in gefährlichem Maße entstehen würden, dadurch unterdrückt werden, daß der Lichtbogen im Augenblick seines Entstehens, wie es bei Niederspannungs-Gleichstrommaschinen mit Stromwender bekannt ist; mittels Preßluft oder Preßgas an der Stelle seines Auftretens, ehe er eine zerstörende Wirkung ausüben kann, abgeschnitten oder ausgeblasen wird.
  2. 2. Gleichstromdynamomaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Bildung von Luftkanälen zur Durchleitung von Preßluft oder Preßgas durch den Stromwender von der Stegisolation ein wenig mehr, als der Bürstenbreite entspsicht, herausgenommen wird.
  3. 3. Gleichstromdynamomaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß derjenigeTeildesStromwenderumfanges, welcher jeweils nicht unter den Bürsten liegt, von besonderer einstellbaren Bogenstücken mit sehr geringem Abstand überdeckt wird, so daß die zur Durchströmung notwendige Preßluft- oder Preßgasmenge auf das kleinste Maß beschränkt und die Druckspannung nebst Strömungsgeschwindigkeit auf ein Höchstmaß gebracht werden kann.
DE1919348162D 1919-05-20 1919-05-20 Gleichstrom-Hochspannungsmaschine mit Stromwender Expired DE348162C (de)

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DE348162C true DE348162C (de) 1922-01-30

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DE (1) DE348162C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2231489A1 (de) * 1973-05-30 1974-12-27 Hilti Ag

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2231489A1 (de) * 1973-05-30 1974-12-27 Hilti Ag

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