DE347496C - Verfahren zum Emaillieren und Verglasen von metallischen Gegenstaenden - Google Patents

Verfahren zum Emaillieren und Verglasen von metallischen Gegenstaenden

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DE347496C
DE347496C DE1921347496D DE347496DD DE347496C DE 347496 C DE347496 C DE 347496C DE 1921347496 D DE1921347496 D DE 1921347496D DE 347496D D DE347496D D DE 347496DD DE 347496 C DE347496 C DE 347496C
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enamelling
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enamel
metallic
metallic objects
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23DENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
    • C23D3/00Chemical treatment of the metal surfaces prior to coating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coating By Spraying Or Casting (AREA)

Description

  • Verfahren zuln Emaillieren und Verglasen von metallischen Gegenständen.
    Es ist bekannt, daß sich nicht alle inetalll-
    scher Gegenstände emaillieren oder mit Gla-
    hure-i überziehen lassen. - So hindern z. h.
    schon Spuren von metallischem Zink oder
    Aluminium ein .-#,tufscliliielzeii bzw. Fest-
    haften von Einair, während die OXN-de elieser
    Metalle zu deln I? inailsatals 1ä ärbemittel
    bzw. GQilieilgebestandteil bekannte 7tibclilii"-e
    bilden. Das Emaillieren roll reillelli 1:isell
    macht besonders hei liolieln fsoirlellstc>ftgeli<ilt
    desselben SchWierinkeiten, weil die dein
    l',niailsatzgenieiine als Färbenüttel beire-
    ;ebenen Metalloxyde rnit Ausnalline fler-
    jenil;en des -Nickels, lobaltes und Mangans
    in rler Glühhitze leicht zu ihren Metallen
    reduziert werden, indem der Sauerstoff der-
    selben mit (lein Kohlenstoff des Eisens zu
    holilenot@-cl oder Kohlendioxyd verbrennt,
    welche ('rase in ßlasenforni und unter Zer-
    reißung rler Emaildecke entweichen.- Zur
    Verhinderulh dieser ßlasenllihlurig 11ontitzt
    111.111 daher ein Grundemail, das keine leicht
    reluzierbaren lletallox@-tle enthält, und bringt
    erst auf dieser- I"iiiailscliiclit eine die leicht
    reduzierbaren, färbenden lletallox@-ile enthal-
    tellcle heekemäi@lscliiclit auf.
    Dieses Verfahren ist wegen des doppelten Einbrennens und .den damit verbundenen Zwischenoperationen des Einbringen s in den Brennofeen,,-_der Abkühlung desselben und dann derutleerung des Ofens zwecks eines ersten Brandes umständlich und teuer, zumal schon beim ersten Brand ein nicht unbeträchtlicher Ausschuß entsteht.
  • Man hat, uni den ersten Brand zu ersparen, vorgeschlagen, die Gegenstände mit einer künstlichen, sie gegen die Entstehung von ICohlenoxyd oder Kohlendioxvd schützenden Schicht, z. B. aus Eisenoxvdtiloxvd oder einer galvanisch aufgebrachten Kupfer-, Nickelo. dgl. Haut, zu versehen. Aber eine über das Versuchsstudium hinausgehende Anwendung in der Praxis haben diese Vorschläge nicht gefunden, da sie sich technisch keineswegs einfacher und -,virtschaflich jedenfalls nicht günstiger gestalteten als Idas Einbrennen eines Grundemails.
  • Wesentlich anders gestaltet sich aber die Lage, wenn man unter Beibehaltung des an sich bekannten Bestrebens, die zu emaillierenden Werkstücke von einer direkten Berührundes Emails mit,den sein glattes, gleichmäßiges Einbrennen verhindernden Substanzen (Zink, Aluminium, Kohlenstoff) durch eine metallische Zwischenlage aus Kupfer, Nickel oder Kobalt abzuhalten, das Zwischenmetall nach .dem Spritzverfahren aufbringt. Denn in diesem Falle läßt sich die Schicht ,ganz gleichmäßig und ohne Schwierigkeiten in kürzester Frist auch auf den bizarrsten Formgebungen der Werkstücke anbringen, und sie dringt in alle Hohlräume, in die Ecken, Winkel und verborgensten Spalten genau so gut ein, wie sie auf den offenliegenden Flächenteilen herstellbar ist, ein Vorteil, der gerade -denn galvanischen Verfahren und der Erzeugung einer gleichmäßigen Eisenoxyduloxydschicht in gleichem Maße nicht eigen ist.
  • Dazu kommt aber eine gewisse natürliche, durch die Eigenart des Verfahrens begründete Rauheit der Oberfläche, durch welche das spätere Aufbrennen und Festhalten des Emails an dem spritzverkupferten, spritzvernickelten oder spritzverkobalteten Körper derart begünstigt wird, daß die nur mit der Deckemailschicht behandelten Gegenstände eine überraschende Widerstandsfähigkeit gegen Abspringen des Emails durch Stoß, Schlag und Biegungswirkungen erlangen. Dieser Erfolg ist so wesentlich, daß selbst heftige Hammerschläge vielfach nicht imstande sind, das Email von der Unterlage zu lösen, Für die Wirkung der Erzielung eine:; törunösloseit Aufschnielzens ist es unwesentlich, mit welchen \litteln das I-inbrennen des I#..nails auf rlen mit den gespritzten -Metallüberzügen als Grundschlicht versebenen Gegenständen geschieht.
  • llan kann dazu die üblichen Methoden anwenden, d. h. man versieht das Werksdick finit einer flüssig oder pastenförmig aufgebrachten Schicht des Emailsatzes, trocknet Bliese und brennt sie dann ini \luffelofen ein. Ebensogut kann nian aber auch das Werkstück ini Glühofen atzt die Schnielzteinperatur des Emails anwärmen und pudert letzter.-"; auf das glühende Werkstuck auf, finit dein es sich durch Schmelzung verbindet.
  • Vorteilhafter als diese beiden üblichen Methoden kann aber in gewissen Fällen, z. B.-ganz besonders zwecks Ausbesserung schadhafter Stellen, das vom Erfinder erstmalig vorgeschlagene Emailspritzverfahren angewandt werden,.d. h. man spritzt das in Pulverform einem offenen, durch gespanntes Mischgas, z. B. Wasserstoff-Satierstoff, gespeisten Flammenstrahl zugeführte und in der Flamme geschmolzene Email mit großer Wucht gegen das z. B. durch einen zweiten Flammenstrahl genügend stark vorgewärmte Werkstück an. Wird in solcher Weise werfahren, so dringen die finit Wucht gegen die spritzmetallisierte Werkstückoberfläche geschleuderten Schmelzkörperchen in die vielen feinen Unebenheiten des 1Jetalliberzuges und verankern und verklammern sich mit denselben so stark, daß die bereits geschilderte Widerstandskraft :des Emails gegen ein Abspringen von der Unterlage infolge Stoß-und Schlagwirkungen noch weiter erhöht wird, wobei natürlich auch der Ausdehnungskoeffizient ödes Emails, welcher demjenigen des Kupfers näherlegt wie dem des Eisens, die so behandelten Gegenstände starken Teinperaturschwankungen gegenüber sehr widerstandsfähig gestaltet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Emaillieren und Verglasen von metallischen Gegenständen, "welche behufs unbehinderten Aufbringens von leicht reduzierbare Metalloxvde enthaltenden Emailsätzen niit einer metallischen Haut aus Kupfer, -Nickel, Kobalt oder anderen gtit emaillierbaren Metallen ausgestattet sind, dadurch gekennzeichnet, daß man die metallische Zwischenschicht nach dein Metallspritzverfahren herstellt.
DE1921347496D 1921-04-03 1921-04-03 Verfahren zum Emaillieren und Verglasen von metallischen Gegenstaenden Expired DE347496C (de)

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