DE3469C - Rotirender Tropfenfänger an Verdampf-Apparaten - Google Patents

Rotirender Tropfenfänger an Verdampf-Apparaten

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DE3469C
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DENDAT3469D
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Original Assignee
J. H. F. PRILLWITZ in Berlin
Publication of DE3469C publication Critical patent/DE3469C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B25/00Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices
    • C13B25/02Details, e.g. for preventing foaming or for catching juice

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

1877.
Klasse 89.
J. H. F. PRILLWITZ in BERLIN. Rotirender Tropfenfänger an Verdampf-Apparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1877 ab. Längste Dauer: 27. Juni 1892.
Der Gegenstand dieser Erfindung besteht darin, Tropfen und kleine Theilchen Zuckerlösung, die aus dem Vacüumapparat durch den Dampf mitgerissen worden sind, aufzufangen und zu sammeln.
XJm dies zu bewerkstelligen, sind zwei Bedingungen zu erfüllen. Erstens mufs der Dampfstrom Flächen begegnen, welche demselben eine andere Richtung geben und an welchen Theilchen oder Tropfen Zuckerlösung sich anhängen und ansammeln. Zweitens müssen die so gesammelten Tropfen Zückerlösimg zurück in den Verdampfungsapparat oder in eine Kammer gelangen, von welcher sie abgezogen werden.. Die Erfindung benutzt zu diesem Zweck . die Centrifugalkraft, indem ein aus einer Axe mit geneigten und gekrümmten Flügeln gebildetes Rad innerhalb des Weges, welchen der entweichende Dampfstrom nimmt, angebracht wird. Dieses Rad wird in Rotation versetzt durch die Wirkung des Dampfstromes, auf die ge-' neigten und gekrümmten Oberflächen seines Flügels oder durch eine äufsere Kraft mittelst einer Riemscheibe; in diesem letzteren Falle geht die Axe des Rades durch die Wandung der Kammer, worin das Rad sich befindet.
Die durch den Dampfstrom mitgerissenen Tropfen schlagen gegen die Flächen des rotirenden Rades und werden durch die Wirkung der durch die Rotation desselben erzeugten Centrifugalkraft gegen die Wandungen der Kammer, in welcher sich das Rad befindet, geschleudert. Die Tropfen, die in dieser Weise von dem vom Dämpfe eingeschlagenen Wege abgelenkt worden sind, laufen infolge ihrer Schwere in die Kochpfanne zurück.
Beschreibung der Zeichnungen..
Fig. ι ist ein verticaler Schnitt durch die Mitte der oberen Kammer einer Vacuumpfanne mit einem auf einer verticalen Axe befindlichen Flügelrade in dem Halse dieser Kammer.
Fig. 2 ist ein horizontaler Schnitt durch die Linie x-x, Fig. 1.
Fig. 3 ist ein verticaler Schnitt durch die Mitte der oberen Kammer einer Vacuumpfanne mit einem, auf einer horizontalen Axe befindlichen Flügelrade in dem Knierohr dieser Kammer. ' .
Fig. 4 ist ein verticaler Schnitt nach der Linie y-y,^ Fig. 3. _ _ '
Fig. 5 ist ein horizontaler Schnitt nach der Linie z-z, Fig. 3.
Fig. 6 ist ein verticaler Schnitt durch die Mitte des Knierohres und der oberen Kammer einer Vacuumpfanne mit einem, dem in Fig. 3 gezeigten ähnlichen Rade, das in verticalen Lagern läuft.
Gleiche Buchstaben bezeichnen gleiche Theile in allen Zeichnungen.
Die Zeichnungen stellen die obere Kammer A einer Vacuumpfanne dar, welche Kammer die Communication zwischen der Vacuumpfanne und dem Condensator herstellt und mit einem Knierohr B versehen ist.
Es kann eine Menge verschiedener Formen von Rädern benutzt werden, welche in dieser Kammer oder- deren Knierohr angebracht, durch Benutzung der Centrifugalkraft die Trennung und Abscheidung der Tröpfen , von dem Dampf bewirken. Solche Räder bestehen hauptsächlich aus geneigten und gekrümmten Flügeln, die mit einer gemeinschaftlichen Axe rotiren. In Fig. 1 und 2 ist ein Flügelrad mit verticaler Axe in dem Knierohr der oberen Kammer der Kochpfanne dargestellt. Dieses Rad besteht aus einem Kranz geneigter Flügel //', die radial an dem unteren Ende der verticalen Axe F befestigt sind; letztere hat ihre.Lager g und gl in zwei Armen G, welche horizontal quer durch den Hals der Pfanne hindurchgehen und an die Wandung des Halses festgenietet sind. Auch kann die Axe F heraufgehen durch den oberen Theil .des Halses, und es kann die Verlängerung F1 der Axe mit einer Riemscheibe F~ versehen werden, durch welche Riemscheibe das Rad in Rotation versetzt werden kann. Es ist jedoch besser, das Rad so zu construiren, dafs der Dampfstrom der Vacuumpfanne dasselbe treibt.
Der aus der Zuckerflüssigkeit aufsteigende Dampf strömt gegen die geneigten, unteren Flächen der Flügel / und / l und, ein wenig durch dieselben abgelenkt, verfolgt er seinen Weg durch die Zwischenräume zwischen den
Flügeln und versetzt das Rad in Umdrehung. Die mitgerissenen Flüssigkeitstropfen werden durch die unteren Flächen der Flügel aufgefangen, der Centrifugalkraft des rotirenden Rades ausgesetzt und tangential gegen die umgebenden Wandungen des Halses geworfen. Auf diese Weise vom Dampfe getrennt, sammeln sie sich an der Wandung des Halses und infolge ihrer eigenen Schwere laufen sie in die Kochpfanne zurück.
Eine andere Constructionsweise des Rades ist in Fig. 3 angegeben.
In diesem Falle ist ein Kranz gekrümmter Flügel in der Längsrichtung radial an einer horizontalen Axe H befestigt. Diese gekrümmten Flügel h sind an einem Ende breiter wie am anderen, und die äufseren Kanten beschreiben bei der Rotation um eine gemeinschaftliche Axe einen Konus. Die äufseren Kanten der gekrümmten Flügel endigen an der Innenseite in Ablaufrinnen h *.·
Die Welle JI rotirt in den horizontalen Lagern ii an jeder Seite des Halses der Kammer A. Der Theil der Kammer, worin das Rad rotirt, wird theilweise der Form des Konus, der durch die gekrümmten Flügel bei ihrer Rotation beschrieben wird, mittelst der Platten k k angepafst, welche letztere an der Wandung der Kammer befestigt sind und zwei concave Flächen darbieten, deren jede ungefähr ein Viertel des Radumfanges an entgegengesetzten Seiten umgiebt. Mittelst dieser Platten wird der ganze Dampfstrom der kochenden Zuckerflüssigkeit auf das Rad geleitet. Weil die Flügel dieses Rades an einer Seite der Axe ihre concaven Flächen und auf der anderen Seite ihre convexen Flächen dem Strome darbieten, versetzt der nach oben gerichtete Stofs des Dampfstromes das Rad in Rotation und zwar in der durch den Pfeil in Fig. 4 angegebenen Richtung. Die durch den Dampfstrom mit fortgerissenen Tropfen Zuckerlösung bleiben hierbei an den Flügeln h haften, werden durch die Rotation des Rades centrifugal in die Ablaufrinnen/il und, der konischen Neigung der letzteren von ZT1 nach H- folgend, an dem äufsersten Ende dieser Rinnen h i bei H- centrifugal abgeschleudert gegen die umgebende Wandung der Kammer. An dieser Wandung laufen sie nach unten ab und in die kochende Zuckerlösung der Pfanne zurück.
Ein Rad von der gleichen Construction, d. li. mit den Flügeln h und den Ablaufrinnen h 1, kann auch in dem Knierohr, wie in Fig. 6 dargestellt, angebracht werden und so durch den Dampfstrom getrieben, um eine verticale Axe rotiren.
In diesem Falle werden die Flügel h von gleichmäfsiger Breite gemacht; die Schwere allein wirkt dann auf die in den Ablaufrinnen h ' sich ansammelnde Flüssigkeit, welche den Ablaufrinnen h 1 folgend, auf den Boden des Halses abläuft.
In diesem Falle, d. h. bei der in Fig. 6 angegebenen Construction des Rades . mit verticaler Axe, bewirkt die Centrifugalkraft und die Schwerkraft gemeinsam die Zurückführung der durch den Dampfstrom mit fortgerissenen Tropfen Zuckerflüssigkeit zunächst gegen die umgebende Wandung und dann von dieser in die Kochpfanne.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Ein aus einer Axe und geneigten und gekrümmten Flügeln bestehendes Rad, welches mit seiner verticalen Axe rotirt, und in dem Strome des von der Vacuumpfanne aufsteigenden Dampfes · innerhalb der oberen Kammer der Pfanne aufgestellt ist, und durch den Dampfstrom in Rotation versetzt wird. :
2. Ein aus einer Axe und gekrümmten Flügeln bestehendes Rad, welches mit seiner verticalen Axe innerhalb der oberen Kammer der Vacuumpfanne rotirt, und dessen Axe durch die obere Wandung der Kammer hinausreicht und hier durch eine darauf befestigte Riemscheibe ihre rotirende Bewegung empfängt.
3. Ein aus einer horizontalen Axe und gekrümmten Flügeln bestehendes Rad, welches innerhalb des aufsteigenden Dampfstromes in der oberen Kammer der Vacuumpfanne in an deren Halse befestigten Lagern durch die Einwirkung des Dampfstromes rotirt.
4. Ein aus einer verticalen Axe und gekrümmten Flügeln bestehendes Rad, welches innerhalb des aufsteigenden Dampfstromes
■ in dem horizontalen Schenkel der oberen Kammer der Vacuumpfanne in daselbst befestigten Lagern durch die Einwirkung des Dampfstromes rotirt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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