DE345588C - Ozobromverfahren zur Darstellung von photographischen Pigmentkopien - Google Patents

Ozobromverfahren zur Darstellung von photographischen Pigmentkopien

Info

Publication number
DE345588C
DE345588C DE1920345588D DE345588DD DE345588C DE 345588 C DE345588 C DE 345588C DE 1920345588 D DE1920345588 D DE 1920345588D DE 345588D D DE345588D D DE 345588DD DE 345588 C DE345588 C DE 345588C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
bath
copies
pigment
ozobrom
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920345588D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PHOTOGRAPHIE FRANCAISE SOC
Original Assignee
PHOTOGRAPHIE FRANCAISE SOC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PHOTOGRAPHIE FRANCAISE SOC filed Critical PHOTOGRAPHIE FRANCAISE SOC
Application granted granted Critical
Publication of DE345588C publication Critical patent/DE345588C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/26Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
    • G03C5/29Development processes or agents therefor
    • G03C5/315Tanning development

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 15. DEZEMBER 1921
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 345588 KLASSE 57b GRUPPE 14
Societe La Photographie Franpaise in Paris.
Ozobromverfahren zur Darstellung von photographischen Pigmentkopien.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Juli 1920 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 16. Juni 1919 beansprucht.
Bekanntlich bestellt das unter dem Namen »Ozobromverfahren« bekannte photographische Druckverfahren darin, daß eine primäre Kopie mit Silbersalzen mit einem besonders getränk-S ten Kohlenpapier in Berührung gebracht wird. Das Bad, in welchem das Papier getränkt wird,
besteht aus einer Lösung von Alkalibichromat, Alkaliferrizyanid, Alkalibromid in Wasser und wird unmittelbar vor der Anwendung des Papiers hergestellt, so daß das Papier nach dem Eintauchen von bestimmter Dauer unmittelbar auf der primären Kopie in Berührung gebracht
werden kann, wobei die Kopie selbst in Wasser getaucht ist.
Um die Entwickelung der Halbtöne zu fördern, hat man dem Bade, in welches das Papier getaucht werden soll, Alaun zugefügt. Durch die Zugabe von Alaun werden jedoch in diesem Bade unlösliche Verbindungen gebildet, welche sich absetzen und dieses Bad schwächen, so daß es unmöglich ist, eine Reihe von gleichen ίο Kopien zu erhalten, wenn man nicht dem Bade entsprechende Mengen der sich erschöpfenden Bestandteile zusetzt.
Um dies zu verhüten und Pigmentkopien mit gut entwickelten Halbtönen zu erhalten, ohne Alaun zu Hilfe zu nehmen, werden die Papiere erfindungsgemäß in einem Ozobrombade präpariert, welches kein Alaun enthält. Diese Papiere werden nach dem Trocknen von Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt, und es genügt, dieselben vor dem Gebrauch einfach in Wasser oder in eine Lösung eines der Bestandteile des Ozobrombades zu tauchen. Es ist klar, daß nicht alle Bestandteile des Ozobrombades bei der Imprägnierung des Papiers verwendet werden können. In diesem Falle empfiehlt es sich, das Papier in der Lösung desjenigen Bestandteiles zu tauchen, welcher bei der Vorimprägnierung nicht benutzt wurde. Die Vorimprägnierung kann benutzt werden, unabhängig von der Zusammensetzung des Papiers; die Gelatine kann durch Albumin, Gummi oder andere schleimartige Stoffe ersetzt sein, ebenso können die Pigmente aus anderen Stoffen als Kohle bestehen.
Anstatt von fertigem Papier auszugehen, kann man das Papier derart herstellen, daß man im vom Alaun freien Ozobrombade die Pigmente, die schleimhaltigen Stoffe und die sonstigen nötigen Bestandteile auflöst und diese Lösung auf dem Papier ausbreitet.
Beispielsweise kann man das Papier nach folgender Vorschrift herstellen:
Leim 35 Teile,
Emulsionsgelatine 10
Seife ι Teil,
Zucker 4-TeUe1
Pigment 6
Kaliumbromid 2
_o Kaliumferrizyanid 3
ö Wasser 100 - .
Man kann in folgender Weise verfahren; Man läßt die Gelatine in kaltem Wasser aufquellen und löst sie sowie die Seife und Zucker durch Erwärmen auf dem Wasserbade bei 30 bis 35 ° auf; man mengt die Pigmente mit etwas Gelatinewasser und fügt die letztere Lösung zu der ersteren zu; man löst das Bromid und das Ferrizyanid in 10 g Wasser und gießt es tropfenweise in das zuletzt dargesteUte Gemisch unter ständigem Umrühren. Das hergestellte Gemisch kann auf dem Papier ausgebreitet werden, wonach dasselbe getrocknet und aufbewahrt wird. Das hergestellte Papier wird in ein Ozobrombad getaucht, welches denjenigen Bestandteil enthält, welcher bei der Herstellung von Papier nicht verwendet worden ist, d. h. im vorliegenden Falle in Alkalibichromat. Das Papier kann alsdann mit der Silberkopie unter Wasser in Verbindung gebracht werden. Die Silberkopie kann in folgendem Bade behandelt werden:
Formol 5 ecm,
Wasserstoffsuperoxyd
12 VoI 2 -
Chromalaun 8
Wasser 1000 - .
Der Alaun spielt eine mäßigende Rolle, während Formol und Wasserstoffsuperoxyd als Erreger wirken. Somit läßt sich nach dem beschriebenen Verfahren ein Papier herstellen, welches Pigment und Bestandteile des Ozobrombades enthält und wie gewöhnliches Silberpapier aufbewahrt werden kann.

Claims (3)

85 Patent-Ansprüche :
1. Ozobromverfahren zur Herstellung von photographischen Pigmentkopien, dadurch gekennzeichnet, daß das Pigmentpapier mit go Bestandteilen des Ozobrombades (Alaun ausgenommen) imprägniert und erst vor dem Gebrauch sensibüisiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sensibilisieren des Papiers durch Eintauchen in eine Lösung eines beliebigen im ersten Ozobrombade noch fehlenden Bestandteiles bewirkt wird.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Ver-Stärkung bzw. Abschwächung der Wirkung der positiven Silberkopie eine Lösung von Formol, Wasserstoffsuperoxyd und Alaun angewendet wird.
DE1920345588D 1919-06-16 1920-07-09 Ozobromverfahren zur Darstellung von photographischen Pigmentkopien Expired DE345588C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR345588X 1919-06-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE345588C true DE345588C (de) 1921-12-15

Family

ID=8892333

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1920345588D Expired DE345588C (de) 1919-06-16 1920-07-09 Ozobromverfahren zur Darstellung von photographischen Pigmentkopien

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE345588C (de)
FR (1) FR522998A (de)
GB (1) GB148462A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR522998A (fr) 1921-08-09
GB148462A (en) 1921-10-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE632602C (de) Licht- und strahlungsempfindliche Schicht
DE934512C (de) Verfahren zum gleichzeitigen Bleichen und Fixieren eines photographischen Farbbildes
DE345588C (de) Ozobromverfahren zur Darstellung von photographischen Pigmentkopien
DE1267977B (de) Umkehrentwicklungsverfahren fuer farbphotographisches Material
DE827754C (de) Verfahren und Material zur Herstellung von Flachdruckformen
DE1597512A1 (de) Photographische Bilder und Verfahren zur Herstellung derselben
DE1139021B (de) Verfahren zur Herstellung hektographischer Abzuege und photographisches Material hierfuer
DE1253049B (de) Waessriger Schwarz-Weiss-Entwickler fuer die photographische Umkehrverarbeitung farbphotographischer Materialien
DE1422926A1 (de) Verfahren zur Herstellung seitenrichtiger,positiver Abbildungen und Material zur Durchfuehrung dieses Verfahrens
DE1124355B (de) Verfahren zur Herstellung direkter Positive nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren
US2467359A (en) Photographic oxidizers and resists
DE954391C (de) Entwicklersubstanzen enthaltende Halogensilberschichten
DE1173799B (de) Photographisches Bilduebertragungsverfahren und hierfuer geeignete Entwickler- oder Aktivatorloesung
DE405765C (de) Verfahren zur Erzeugung photographischer Reproduktionen
AT158146B (de) Photographischer Entwickler.
DE599897C (de) Verfahren zur Herstellung von Druckformen mittels eines auf photographischem Wege erzeugten Auswaschreliefs
DE400951C (de) Pyrogallol-Entwickler
DE680268C (de) Entwicklungsverfahren fuer Diazoverbindungen enthaltende lichtempfindliche Schichten
DE728444C (de) Photographisches Kopierpapier
DE488017C (de) Positive Bilder nach dem Amin-Entwicklungsverfahren ergebendes lichtempfindliches Papier
DE1084570B (de) Verfahren zur Herstellung von photographischen Gelatinereliefbildern durch gerbende Entwicklung einer bildgemaess belichteten Halogensilberemulsionsschicht
DE619889C (de) Photographische, keine Mangansalze enthaltende Entwicklungsemulsion
DE1447937B2 (de) Verfahren zur herstellung von lithographischen druclplatten auf photographischem wege
DE1154347B (de) Photographisches Umkehrverfahren
DE599071C (de) Verfahren zur Herstellung von Kolloidreliefs