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Maschine zum Schälen kugeliger Früchte. Zusatz zum Patent 3o6682.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Maschine zum Schälen kugeliger Früchte
nach Patent so668i. .
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Bei der letzteren Schälvorrichtung owird die Frucht zwischen die Spitzen
zweier in einer gemeinsamen Achse liegender Wellen eingespannt, die in ihrer Längsrichtung
verschiebbar sind, ihre Höhenlage jedoch stets beibehalten; wohingegen das Schälmesser,
welches um eine unterhalb der Einspannwellen gelagerte wagerechte Achse federnd
angeordnet ist, beim Schälen von Früchten von verschiedener Größe seine Läge der
Höhe nach verändert. Dies hat den Nachteil, daß das Messer nicht jede Frucht in
ihrer wagerechten Mittelebene; sondern beispielsweise bei sehr großen Früchten verhältnismäßig
tief unterhalb :der Mitte angreift. Dadurch wird die Wirkungsweise der Schälvorrichtung
nachteilig beeinflußt.
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Bei der verbesserten Schälvorrichtung soll dieser Cbeistand dadurch
beseitigt werden, daß in demselben Maße, wie das Schälmesser beim Schälen verschieden
großer Früchte jeweils eine bestimmte. vom Durchmesser der Frucht abhängige Höhenlage
einnimmt, auch die Einspannwellen entsprechend der Größe der eingespannten Früchte
ihre Höhenlage verändern, und zwar so, daß die Wellen nach dein Einspannen der Frucht
in derselben Höhe mit dem an die Frucht angesetzten Messer eingestellt sind, so
daß jede hügelige Frucht genau am Umfang ihrer wagerechten Mittelebene von dem Messer
bearbeitef wird, wodurch erreicht wird, daß der größtmögliche Teil der Oberfläche
geschält wird.
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Abb. r zeigt die Vorderansicht der Maschine, Abb. 2 den Lagerbock
für das große Zahnrad der zwangläufigen Schwenkvorrichtung des Messers in Oberansicht,
Abb..1 den Schnitt durch den Maschinenrahmen
nach A-B der Abb.
i mit einem Schwingarm der linksseitigen Hälfte der Einspannv orrichtung, und Abb.
q. den Mittelschnitt durch die Maschine nach C-D der Abb. i.
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In dem Rahmen a sind zu beiden Seiten der Drehachse h., um die das
Schälmesser g in Kreisbewegung geführt wird, je zwei gleich lange und parallel gerichtete
Arme in und lt um ihre unteren, gleichgerichteten und auf gleicher Höhe liegenden
Lagerachsen schwingbar angeordnet. In den oberen Lagern der Schwingarme in und it
sind die Einspannwellen b und c drehbar so gelagert, daß der Abstand der Lager jeder
Welle voneinander gleich dem der unteren Lager der Schwingarme voneinander ist,
daß ferner bei gleichem Ausschlag Ider vier Schwinghebel von der Mitte der Maschine
aus nach: den Seiten die Achsen der beiden Wellen b und c -zusammenfallen und ihre
Einspannspitzen sich gleich: weit von der Drehachse h befinden. Durch diese Anordnung
wird erreicht, daß bei gleichmäßiger Veränderung der Neigung der Arme in und
n die E'inspannwellen b und c ihre horizontale Lage und gemeinsame Achse
beibehalten. Damit die beim Einspannen des Schälguts erforderlich werdende Veränderung
des Spitzenabstandes der Einspannwellen und die dadurch bedingte Veränderung des
Ausschlags der Schwinghebel in und it gleichmäßig von der Drehachse lt. aus nach
beiden Seiten erfolgt, ist an den beiden inneren Schwingarmen je ein Zahnsegment
so angeordnet, daß beide Segmente, die den gleichen Zahnkranzdurclrmesser haben,
miteinander in Eingriff stehen. Zum Zweck, bei Benutzung der Maschine die Schwingarme
in und x in ihrer Lage festzuhalten, damit der Spitzenabstand der Einspannwellen
unverändert bleibt, dient die zwischen die :beiden inneren Schwingarme gespannte
Zugfeder d.
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Damit die Höhenlage der Einspannwellen sich bei Gebrauch der Maschine
genau entsprechend derjenigen des Messers verändert, ist die Länge der Schwingarme
an und. it gleich dem Abstande der Messerschneide von der unteren Schwingungsachse
o, um die das Messer senkrecht federt. Außerdem sind die unteren Achsen der Arme
in und n auf derselben Höbe mit der Schwingungsachse o des Messers g so gelagert,
daß bei gleichem Ausschlag der Schwingarme an und n von der :litte der Maschine
aus nach den Seiten und bei demselben Ausschlag des Hebelarms des Messers, bezogen
auf die Achse o, die Aibstände der Einspannspitzen und des Messers von der
Drehachse h, einander gleich sind.
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Bei der vorstehend beschriebenen Schälvorrichtumg wird weiterhin die
horizontale Kreisbewegung des Messers um den Umfang der Frucht zwangläufig durch
die Drehbewegung der die Umdrehung des Schälguts verursachenden Welle c durch folgende
Mittel bewirkt: Auf der Welle c ist das Zahnrad p befestigt, welches in das Zahnrad
q eingreift. Letzteres Zahnrad ist in dem Bock r drehbar gelagert, welcher auf zwei
wagerechten, senkrecht zur Achse der Einspannwelle c in den Schwingarmen n fest
eingesetzten Zapfen s angeordnet ist, deren Achsen durch die Mitten der Kugeln der
oberen Lager der Schwingarme it gehen. Bei einer eintretenden Neigungsänderung der
Schwinghebel za wird also die Lage des Bockes y und somit des Zahnrades, q zur Welle
c unverändert bleiben. Der Lagerzapfen des Zahnrades q steht durch Kniegelenke und
die teleskopartig in sich verschiebbare, zweiteilige Welle t mit der Zahnschnecke
ic in Verbindung. Die Schnecke u greift in das Schneckenrad v ein, welches die Drehung
des Messerhalterteils w, um dessen wagerechten Zapfen o das Messer g in bekannter
Weise federt, durch Übertragung mittels des Mitnehmers x bewirkt.