DE3442000C2 - - Google Patents

Info

Publication number
DE3442000C2
DE3442000C2 DE3442000A DE3442000A DE3442000C2 DE 3442000 C2 DE3442000 C2 DE 3442000C2 DE 3442000 A DE3442000 A DE 3442000A DE 3442000 A DE3442000 A DE 3442000A DE 3442000 C2 DE3442000 C2 DE 3442000C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
combustible
paper
band
calendered
specific weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE3442000A
Other languages
English (en)
Other versions
DE3442000A1 (de
Inventor
Alain Naillac Bergerac Fr Brasquies
Michel Bergerac Fr Maures
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NATIONALE DES POUDRES ET EXPLOSIFS PARIS FR Ste
Original Assignee
NATIONALE DES POUDRES ET EXPLOSIFS PARIS FR Ste
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NATIONALE DES POUDRES ET EXPLOSIFS PARIS FR Ste filed Critical NATIONALE DES POUDRES ET EXPLOSIFS PARIS FR Ste
Publication of DE3442000A1 publication Critical patent/DE3442000A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3442000C2 publication Critical patent/DE3442000C2/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B45/00Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product
    • C06B45/12Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product having contiguous layers or zones
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/02Cartridges, i.e. cases with charge and missile
    • F42B5/18Caseless ammunition; Cartridges having combustible cases
    • F42B5/188Manufacturing processes therefor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S102/00Ammunition and explosives
    • Y10S102/70Combustilbe cartridge

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Polymers With Sulfur, Phosphorus Or Metals In The Main Chain (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Körper für verbrennbare oder teilverbrennbare Hülsen, die durch mehrere Bänder aus verbrennbarem Papier gebildet sind, die auf ihrer gesamten Länge aufeinander geklebt und als koaxiale Wendel kontinuierlich aufgewickelt sind, wobei das verbrennbare Papier papierverarbeitungstechnisch aus einer wäßrigen Suspension hergestellt ist, die aus Nitrocellulosefasern, Cellulosefasern, einem Harz und gegebenenfalls einem Stabilisator besteht. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung von derartigen Hülsenkörpern.
Einen derartigen Körper, der als Munitionshülse, insbesondere Kartusche dient, zeigt die DE-OS 15 78 082. Die Hülse besteht dabei aus einem durch Viskose-Zellwolle und/oder Baumwollfasern unter Imprägnieren mit Nitrocellulose gebildeten Körper. Die innere Schicht der Hülse ist so ausgebildet, daß sie rasch brennfähig ist. Die mittlere Schicht besteht zur Steigerung der Fertigkeit aus mehreren Faservliesschichten und die äußere Schicht ist weniger leicht entflammbar und feuchtigkeitsundurchlässig ausgeführt.
Die FR-PS 24 85 182 zeigt ein Verfahren, bei dem der Körper aus einem verbrennbaren Rohr besteht, das durch Wickeln von Blättern aus nitrocellulosehaltigen verbrennbaren Papierblättern auf einen Dorn und Verkleben hergestellt ist. Diese Papierblätter sind ihrerseits durch eine Papierverarbeitungstechnik aus einer wäßrigen Suspension hergestellt, die Nitrocellulosefasern, Cellulosefasern, ein Harz und gegebenenfalls einen Stabilisator enthält. Bei ihrem Austritt aus der Papiermaschine werden die Blätter vor dem Wickeln und Kleben auf dem Dorn gegebenenfalls heiß kalandriert und bilden so das verbrennbare Rohr.
Die auf diese Weise hergestellten verbrennbaren oder teilverbrennbaren Hülsen lassen sich in Großserie herstellen. Es wurde jedoch festgestellt, daß sie nicht immer die geforderten Eigenschaften der Verbrennbarkeit und des mechanischen Verhaltens aufweisen, insbesondere wenn man sie als verbrennbare oder teilverbrennbare Hülsen in großen Kanonen oder Haubitzen verwendet. Derartige Hülsen neigen dazu, im Augenblick des mechanischen Einsetzens in die Kanone zu zerreißen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Körper für verbrennbare oder teilverbrennbare Hülsen der eingangs geschilderten Art dahingehend zu verbessern, daß der Körper den auftretenden Beanspruchungen sicher standhält, wobei eine rückstandslose Verbrennung beibehalten wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die in den Ansprüchen 1 bzw. 7 gekennzeichneten Merkmale.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Durch die verschiedenen Lagen mit im wesentlichen unterschiedlicher Dichte ergeben sich in überraschender Weise Körper, die allen vorkommenden Beanspruchungen bestens gewachsen sind und die völlig rückstandslos verbrennen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Körpers einer verbrennbaren oder teilverbrennbaren Hülse;
Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt AA des Hülsenkörpers;
Fig. 3 einen vergrößerten Schnitt des Bereichs B;
Fig. 4 bis 6 Prinzipschemata für die Durchführung des Verfahrens zur Herstellung des Körpers.
Nach Fig. 1 bestehen die Körper 1 aus mehreren Bändern 2 aus verbrennbarem Papier, die aufeinandergeklebt und kontinuierlich in Form von koaxialen Wendeln gewickelt sind. Der Körper 1 kann zylindrisch oder konisch sein. Die Bänder werden durch Schneiden von Blättern aus verbrennbarem Papier auf die gewünschte Breite hergestellt.
Die Herstellung der Blätter erfolgt aus einer wäßrigen Suspension, die Nitrocellulose, Cellulosefasern, ein Harz und gegebenenfalls einen Stabilisator, wie Diphenylamin, enthält.
Die Anwesenheit eines Harzes ist unerläßlich für die Verbesserung des Zusammenhalts der Fasern untereinander und die Stabilität des Papierblatts. Das Harz kann in die Suspension eingeführt und darin ausgeflockt werden, kann aber auch zusammen mit einem Ausflockungsmittel kontinuierlich in die Suspension stromauf des Stoffauflaufkastens der Papiermaschine eingeführt werden. Bei der Erfindung kann als Harz jedes organische Harz verwendet werden, das die Eigenschaft hat, auf den Nitrocellulose- oder Cellulosefasern auszuflocken, und das einen Durchlauf an der Papiermaschine aushält. Die bevorzugten Harze bei der Erfindung sind Acrylharze, Vinylharze, Latex auf Butadienbasis, wie Butadien-Styrol-Latex oder Butadien-Acrylnitril-Latex. Als Cellulose wird vorteilhaft Kraftzellstoff verwendet. Es eignen sich aber ebenso gut andere natürliche oder regenerierte Cellulosefasern, einschließlich Fasern aus mechanischem Holzstoff, halbchemische Fasern oder Viskose. Als Nitrocellulose kann jede industrielle Nitrocellulose mit einem Stickstoffgehalt von weniger als 13,8% verwendet werden, sobald der Stickstoffgehalt des aus der Papiermaschine austretenden Papiers 12% nicht übersteigt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird ein derartiger Nitrocellulosegehalt verwendet, daß der Stickstoffgehalt des aus der Papiermaschine austretenden Papiers in der Nähe von 9% liegt.
Die Verhältnisse der verschiedenen Bestandteile untereinander in der wäßrigen Suspension können in großem Ausmaß variieren je nach der Art der vom Fachmann gewünschten verbrennbaren Materialien. Trotzdem können gewisse Regeln bezüglich der Zusammensetzung der Suspension angegeben werden. Vor allem ist eine minimale Harzmenge erforderlich, um eine ausreichende Zusammenballung von Fasern zu ermöglichen. Wie beobachtet, ist es erforderlich, daß die Gewichtsmenge an Harz wenigstens 2% der Gewichtsmenge an verwendeter trockener Nitrocellulose und Cellulose ist, wobei vorzugsweise eine Gewichtsmenge von etwa 5% verwendet wird. Die Gewichtsverhältnisse von trockener Nitrocellulose zu trockener Cellulose können von 80 : 10 bis 10 : 80, vorzugsweise von 70 : 20 bis 20 : 70, variieren.
Die Bestandteile werden im allgemeinen in Anwesenheit von Wasser gemischt und werden nach dem Ausflocken des Harzes und der Reifung des Holzstoffes, einem im allgemeinen 12 Stunden dauerndem Vorgang, in einer Papiermaschine behandelt. Man kann jede beliebige im Handel befindliche Papiermaschine oder jede ähnliche Maschine verwenden, die für die Herstellung von Faservliesen verwendet wird. Am Austritt der Papiermaschine kann das erhaltene Blatt heiß kalandriert und getrocknet werden, entweder in einem Papiertrockner, wenn das Blatt aufgrund seiner Zusammensetzung die Trocknungsbedingungen aushalten kann, oder durch einen zweiten Durchgang an Heißkalandern.
Die auf diese Weise gebildeten Bänder aus verbrennbarem Papier werden auf ihrer ganzen Länge aufeinandergeklebt und kontinuierlich als koaxiale Wendel zur Bildung des Körpers 1 gewickelt. Als Klebstoffe werden Vinyl- oder Acrylklebstoffe in wäßriger Emulsion verwendet oder warmschmelzbare Klebstoffe auf der Basis von Ethylvinylacetat (E.V.A.), von Polyolefinen oder Polyamiden, oder auch Klebstoffe mit Lösungsmittel auf der Basis von Nitrocellulose.
Gemäß einem wesentlichen Merkmal der Erfindung besteht die Wand 3 des Körpers 1 in ihrem Aufbau aus drei gesonderten koaxialen Lagen, vgl. Fig. 2 und 3.
Die Wand 3 des Körpers 1 hat eine innere Lage 4 aus einem Band aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier, d. h. aus einem verbrennbaren Papier, wie es am Austritt der Papiermaschine ohne Kalandrierung entsteht. Das spezifische Gewicht eines derartigen Papiers beträgt im allgemeinen 0,5 g/cm³. Die Windungen der durch dieses Band aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier gebildeten Wendel stoßen nicht aneinander an. Es befinden sich somit zwischen den Windungen der die innere Lage 4 des Körpers 1 bildenden Wendelinnere Nuten 7.
Die Wand 3 des Körpers 1 hat eine Zwischenlage 5, aus wenigstens einem Blatt aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 0,9 bis 1,2 g/cm³. Die Ränder der Windungen jeder durch ein derartiges Band gebildeten Wendel sind gegenüber den Rändern der Windungen jeder benachbarten Wendel so versetzt, daß für die Wand 3 ein stetiger Materialverlauf gewährleistet ist. Die Zwischenlage 5 kann bei gewissen Ausführungsformen nur aus einem Band aus verbrennbarem kalandriertem Papier bestehen. Die Zwischenlage 5 besteht aber vorzugsweise aus mehreren Bändern aus verbrennbarem kalandriertem Papier. Für die Zwischenlage 5 sind im allgemeinen fünf bis sieben, vorzugsweise sechs Bänder vorgesehen. Das die Bänder bildende verbrennbare Papier wurde beim Austritt aus der Papiermaschine derart kalandriert, daß es ein spezifisches Gewicht von 0,9 bis 1,2 g/cm³ besitzt. Der Wert 1,2 g/cm³ ist eine obere Grenze, die nicht überschritten werden darf, wenn unverbrannte Rückstände bei Schüssen mit Niederdruck vermieden werden sollen. Der Wert 0,9 g/cm³ entspricht einer unteren Grenze, unter welcher der Hülsenkörper 1 Gefahr läuft, ein unzureichendes mechanisches Verhalten beim Einbringen in die Waffe zu haben, wobei je nach dem Greifsystem für die Hülse Bruchstellen entstehen können. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt das spezifische Gewicht des für die Zwischenlage 5 verwendeten verbrennbaren Papiers 0,95 bis 1,10 g/cm³. Die Windungen der Wendel, die durch die die Zwischenlage 5 bildenden Bänder aus verbrennbarem Papier gebildet sind, können aneinanderstoßen oder nicht. Im letzteren Fall können sich die Ränder der Windungen derselben Wendel sogar überdecken. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung stoßen trotzdem die Windungen der verschiedenen Wendel der Zwischenlage 5 nicht aneinander an. Diese Ausführungsform wird unter der Aufnahme empfohlen, daß der Körper 1 für eine nicht an das Geschoß gebördelte Hülse bestimmt ist, wenn ein gutes Haften der Verkeilungsscheibe gewährleistet werden soll.
Fig. 3 zeigt schematisch eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, bei der die Zwischenlage 5 aus sechs Bändern 11 bis 16 aus verbrennbarem kalandriertem Papier besteht, deren Windungen nicht aneinanderstoßen, wobei bei dieser Darstellung die Breiten- und Dickenanteile der Bänder der Klarheit der Zeichnung wegen nicht beachtet wurden. Die Ränder 21 zweier nichtaneinanderstoßender Windungen des Bands 11 sind gegenüber den Rändern zweier nichtaneinanderstoßender Windungen der Lage 4 und gegenüber den Rändern 22 zweier nichtaneinanderstoßender Windungen des Bands 12 versetzt.
Die Wand 3 des Körpers 1 enthält erfindungsgemäß schließlich eine äußere Lage 6, die aus einem Band aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 1,15 bis 1,3 g/cm³ besteht. Die Ränder 8 der Windungen der durch dieses verbrennbare Papierband gebildeten Wendel überdecken sich gemäß Fig. 3. Dieses Merkmal ist unabhängig von der für die Zwischenlage 5 verwendeten Ausführungsform unbedingt erforderlich, wenn man einen Körper wünscht, der keinerlei Bruchgefahren beim Einsetzen in die Waffe und eine vorschriftsmäßige Verklebung der verschiedenen, die Wand 3 des Körpers 1 bildenden Bänder hat.
Die auf diese Weise gewonnenen Körper dienen hauptsächlich zur Herstellung von verbrennbaren Hülsen durch Hinzufügen eines verbrennbaren oder teilverbrennbaren Bodens oder eines metallischen Bodens. Die auf diese Weise hergestellten Hülsen werden mit Schießpulver gefüllt und entweder an das Geschoß gebördelt oder ungebördelt gehalten, wobei sie dann mit einer verbrennbaren Verkeilungsscheibe oder einem verbrennbaren Deckel versehen werden. Zur Verbesserung des Widerstands des Körpers 1 gegen Witterungseinflüsse insbesondere Feuchtigkeit, ist es vorteilhaft, ihn mit einem dem Fachmann bekannten Schutzlack zu überziehen. Ferner können selbstverständlich die Körper auch für andere Zwecke verwendet werden, insbesondere als verbrennbare Kartuschen oder Vorratsbehälter, ohne daß hierbei der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung der oben beschriebenen zylindrischen Körper. Dieses Verfahren wird im folgenden in Verbindung mit den Fig. 4 bis 6 beschrieben.
Zunächst wird eine Schicht hergestellt, die durch ein Band aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier und durch wenigstens ein Band aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 0,9 bis 1,2 g/cm³ gebildet ist, wobei die Bänder aus verbrennbarem Papier auf einer mit Klebstoff versehenen Seite derart gegeneinander versetzt angeordnet werden, daß sie sich nur teilweise überdecken, und wobei die mit Klebstoff versehene Seite jedes Bandes mit der nicht mit Klebstoff versehenen Seite eines der benachbarten Bänder in Berührung kommt.
Fig. 4 zeigt das Prinzip für den Aufbau einer derartigen Schicht gemäß einer bevorzugten Ausführungsform, bei der die Zwischenlage des Körpers sechs Bänder aus verbrennbarem kalandriertem Papier hat.
Eine Abwickelvorrichtung 30 trägt sieben Rollen 31 bis 37 aus verbrennbarem Papier. Die Rolle 31 besteht aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von etwa 0,5 g/cm³, während die Rollen 32 bis 37 aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 0,9 bis 1,2 g/cm³ bestehen. Die Rollen 31 bis 37 befinden sich in zueinander parallelen Ebenen, wobei die Mitte jeder Rolle gegenüber der Mitte der vorhergehenden Rollen leicht versetzt ist.
Die Rolle 31 gibt ein rechteckiges Band 41 ab, das nach dem Lauf auf Achsen 511 bis 513 das erste Band einer Bahn 70 bildet. Die Rolle 32 gibt ein rechteckiges Band 42 ab, das nach dem Lauf auf Achsen 520 bis 523 sich unter dem Band 41 in Berührung hiermit plaziert, jedoch demgegenüber leicht versetzt ist. Zwischen den Achsen 522 und 523 läuft das Band 42 in einem Klebekamm 62, der die Oberseite des Bands 42 auf seiner gesamten Breite mit Klebstoff versieht. Auf diese Weise klebt der Teil der Oberseite des Bands 42, der in Berührung mit der Unterseite des Bands 41 kommt, an dieser letzteren fest.
In gleicher Weise kommen die rechteckigen Bänder 43 bis 47 von den jeweiligen Rollen 33 bis 37, durchlaufen die Klebekämme 63 bis 67 und plazieren sich sowie kleben leicht versetzt untereinander zur Bildung der gesamten Bahn 70, von der in Fig. 5 ein Bruchstück dargestellt ist.
Fig. 5 zeigt das Band 41 aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier, unter welches die Bänder 42 bis 47 aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit dem spezifischen Gewicht 0,9 bis 1,2 g/cm³ gegeneinander versetzt geklebt sind.
Im folgenden werden anhand der Fig. 6 die Verfahrensschritte beschrieben.
Die auf diese Weise gebildete Bahn 70 wird auf einen zylindrischen Dorn 80 schraubenförmig gewickelt, der mittels eines nicht dargestellten Riemens gedreht wird und dessen Durchmesser D den Innendurchmesser des Körpers 1 bildet. Die Bahn 70 wird auf diesen Dorn gemäß Fig. 6 so gewickelt, daß ein Rohr gebildet wird, in dem die nicht mit Klebstoff versehene Seite des Bandes 41 aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier die Innenfläche dieses Rohres bildet. Wie oben ausgeführt, ist der Dorn praktisch zylindrisch. Um jedoch einen leichten Vorschub des durch Wickeln der Bahn 70 gebildeten Rohres zu ermöglichen, ist der Dorn vorzugsweise leicht konisch, im allgemeinen in der Größenordnung von 0,02%. Der durch die Symmetrieachse M des Bandes 41 und die Senkrechte N zur Achse des Dorns 80 gebildeten Wendelwinkel α ist so groß, daß die Wicklungsganghöhe P größer als die Breite l₁ des Bandes 41 aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier ist. Diese Bedingung ist zwingend, damit die Windungen der durch das Band 41 gebildeten inneren Wendel nicht aneinanderstoßen. Damit jedes Band der Bahn 70 beim Aufwickeln am vorhergehenden Band haftet, ist es zweckmäßig, daß die Wicklungsganghöhe P kleiner als die Breite l₃ der durch die Bänder 41 und 42 gebildeten Anordnung ist. Die Windungen der Wendel, die durch die Bänder 42 bis 47 gebildet sind und die Zwischenlage des Hülsenkörpers bilden, können aneinanderstoßen oder nicht, wobei die Bänder 42 bis 47 eine von der Breite l₁ des Bands 41 abweichende Breite haben können. Wenn man die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung herstellen will, bei der die Windungen der die Zwischenlage bildenden Wendel nicht aneinanderstoßen, gibt man jedenfalls vorzugsweise den Bändern 42 bis 47 aus verbrennbarem kalandriertem Papier eine Breite, die gleich der Breite l₁ des Bands 41 aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier ist. Auf diese Weise ist man sicher, daß diese Bänder Wendeln mit nichtaneinanderstoßenden Windungen bilden. Diese Ausführungsform ist in Fig. 6 dargestellt, in der die Windungen der durch das Band 47 gebildeten Wendel nicht aneinanderstoßen und eine Nut 91 bilden.
Schließlich wickelt man schraubenförmig auf das auf diese Weise gebildete Rohr ein Band aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 1,15 bis 1,3 g/cm³ derart, daß die Ränder der Windungen der durch dieses Band gebildeten Wendel sich überdecken. Dieses Band mit dem spezifischen Gewicht von 1,15 bis 1,3 g/cm³ wird gegebenenfalls auf einer seiner Seiten mit Klebstoff versehen, um an diesem Rohr in dem Ausmaß zu haften, in dem dessen Außenfläche keinen Klebstoff trägt. Dieses letztere Band kann gemeinsam mit der Bahn 70 gewickelt werden. In diesem letzteren Fall muß die Breite dieses Bands größer als die Wicklungsganghöhe P des Rohres sein, so daß die Ränder der Windungen der durch dieses Band gebildeten Wendel sich überdecken.
Gemäß einer in Fig. 6 dargestellten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Band 71 aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit dem spezifischen Gewicht von 1,15 bis 1,3 g/cm³ in unterschiedlicher Weise um das bereits durch Wickeln der Bahn 70 gebildete Rohr gewickelt. Das vorher auf seiner Oberseite mit Klebstoff versehene Band 71 wird in unterschiedlicher Weise unter einem Wendelwinkel β derart gewickelt, daß die Wicklungsgangshöhe des Bandes 71 größer als die Breite l₂ des Bandes 71 ist. Diese Ausführungsform ermöglicht insbesondere eine Breite l₂ des Bandes 71, die gleich der Breite l₁ des Bandes 41 ist.
Nach dem Wickeln des Bandes 71 genügt es, das auf diese Weise auf dem Dorn gebildete Rohr auf die für den Körper 1 gewünschte Länge abzuschneiden.
Durch schraubenförmiges Wickeln auf einem konischen Dorn kann man kegelstumpfförmige, verbrennbare oder teilverbrennbare Körper herstellen. In diesem letzteren Fall ist das Herstellungsverfahren intermittierend, es müssen die Körper einzeln hergestellt werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Ausführung der Erfindung.
Beispiele
Es wurde ein verbrennbares Papier aus einer wäßrigen Suspension mit der folgenden Gewichtszusammensetzung hergestellt, die durch die Gesamtheit der dem Wasser zugesetzten Zusätze ausgedrückt ist:
Nach einer Ausflockung und Reifung während 12 Stunden wird der Stoff in einen Trog gegeben, wo er auf eine Konzentration von 25 g/l gebracht und 2 Stunden lang homogenisiert wird. Der Stoff wird dann zur Papiermaschine gebracht. Gewisse Blätter werden dann einfach in der Trockenmaschine getrocknet und so wie sie sind verwendet, d. h. nicht kalandriert. Diese Blätter wiegen 250 g/m² bei einer mittleren Dicke von 0,5 mm, was einem spezifischen Gewicht von 0,5 g/cm³ entspricht. Das auf diese Weise hergestellte verbrennbare Papier hat einen Stickstoffgehalt von 9%.
Weitere Blätter werden dann kalandriert durch einen Durchgang zwischen zwei auf 65°C erhitzten Walzen, wobei die Verarbeitungsgeschwindigkeit 12 m/min beträgt.
Die auf diese Weise hergestellten Blätter werden zu rechteckigen Bändern geschnitten, aus denen die oben beschriebenen Körper hergestellt werden.
Beispiel 1
Es wurde ein zylindrischer Körper mit einem Durchmesser von 155 mm und einer Länge von 709 mm hergestellt aus einem rechteckigen inneren Band aus nichtkalandriertem Papier (wie oben beschrieben) und mit einer Breite von 170 mm, aus sechs rechteckigen kalandrierten Zwischenbändern mit einem spezifischen Gewicht von 1,15 g/cm³ (d. h. einer mittleren Dicke von 0,4 mm bei einem 460 g/m² wiegenden Blatt) und aus einem rechteckigen kalandrierten äußeren Band mit einem spezifischen Gewicht von 1,2 g/cm³ (d. h. einer mittleren Dicke von 0,21 mm bei einem 250 g/m² wiegenden Blatt).
Der Körper wurde hergestellt durch Wickeln einer Schicht, die durch das innere nichtkalandrierte Band und die sechs kalandrierten Zwischenbänder gebildet ist, und durch unterschiedliches Wickeln des äußeren kalandrierten Bands. Die Zwischenbänder hatten eine Breite von 170 mm, während das äußere Band eine Breite von 178 mm hatte. Der verwendete Klebstoff war ein Acrylklebstoff in wäßriger Emulsion. Die Wendelwinkel α und b, wie oben definiert, waren gleich groß und betrugen 34°. Die Zwischenbänder waren regelmäßig gegeneinander derart versetzt, daß die Gesamtbreite der Schicht 340 mm betrug.
Auf diese Weise wurde ein Körper hergestellt, dessen Breite 3,07 mm und dessen Masse 1132 g betrugen. Bei diesem Hülsenkörper stoßen die Windungen der die innere Lage und die Zwischenlage bildenden Wendeln nicht aneinander an, während die Ränder der Windungen der die äußere Lage bildenden Wendel sich überdecken.
Dieser Körper hat einen Zusammendrückungswiderstand von 585 N, wobei der Widerstand gegen die Zusammendrückung die Kraft ist, die für die radiale Zusammendrückung eines Körpers von 250 mm um 20 mm auszuüben ist. Dieser Körper wurde mit einem Schutzlack überzogen.
Dieser Körper wurde zur Herstellung einer vollständig verbrennbaren Hülse für eine Munition von 155 mm verwendet durch Hinzufügen eines verbrennbaren Bodens, eines verbrennbaren Deckels und einer verbrennbaren Verkeilungsscheibe. Die auf diese Weise hergestellte Hülse wurde in einem Waffensystem abgeschossen, das mit einem nicht an die Hülse gebördelten Geschoß arbeitete. Die Hülse war mit 1,47 kg zweibasischem Pulver aus rohrförmigen Körnern (Nitrocellulose und Nitroglycerin) gefüllt.
Das Geschoß wog 43 kg. Die Positionierung der Hülse erfolgte automatisch, ohne daß der Hülsenkörper den mindesten Riß zeigte.
Abgeschossen bei Umgebungstemperatur und unter diesen Bedingungen hatte das Geschoß eine Geschwindigkeit von 423 m/sec in einem Abstand von 40 m von der Kanonenmündung, wobei der in der Waffe entwickelte maximale Druck 1290 bar betrug.
Beispiel 2
In ähnlicher Weise wie beim Beispiel 1 beschrieben wurde ein zylindrischer Körper hergestellt aus einem demjenigen von Beispiel 1 ähnlichen nichtkalandrierten inneren Band, aus sechs kalandrierten Zwischenbändern mit einem spezifischen Gewicht von 1,08 g/cm³ (das ist eine mittlere Dicke von 0,39 mm bei einem 420 g/m² wiegenden Blatt) und aus einem demjenigen von Beispiel 1 verwendeten ähnlichen äußeren Band.
Auf diese Weise wurde ein Körper mit einer Dicke von 3 mm bei einer Länge von 709 mm und einem Gewicht von 1108 g hergestellt. Der Widerstand gegen Zusammendrückung dieses Körpers beträgt 555 N.
Nach dem Überziehen mit einem Schutzlack wurde dieser Körper verwendet zur Herstellung einer vollständig verbrennbaren Hülse für eine Munition von 155 mm durch Hinzufügen eines verbrennbaren Bodens, eines verbrennbaren Deckels und einer verbrennbaren Verkeilungsscheibe. Die auf diese Weise hergestellte Hülse wurde in einem Waffensystem abgeschossen, das mit einem nicht an die Hülse gebördelten Geschoß arbeitete. Die Hülse war mit 1,47 kg Pulver aus rohrförmigen Körnern (Nitrocellulose und Nitroglycerin) gefüllt. Das Geschoß wog 43 kg. Die automatische Positionierung der Hülse erfolgte, ohne daß der Hülsenkörper den mindesten Riß aufwies.
Abgeschossen bei +51°C hatte das Geschoß eine Geschwindigkeit von 423 m/sec in einem Abstand von 40 m von der Kanonenmündung, wobei der in der Waffe entwickelte maximale Druck 1230 bar war und die Verbrennung der Hülse ohne Zurücklassung von Rückständen vollständig erfolgte.
Beispiel 3
In ähnlicher Weise wie beim Beispiel 1 beschrieben, wurde ein zylindrischer Körper hergestellt aus einem inneren nichtkalandrierten Band mit einer Dicke von 0,64 mm (das ist ein spezifisches Gewicht von 0,5 g/cm³ bei einem 320 g/m² wiegenden Blatt), aus sechs Zwischenbändern mit einem spezifischen Gewicht von 1,2 g/cm³ (das ist eine mittlere Dicke von 0,41 mm bei einem 500 g/m² wiegenden Blatt) und aus einem dem in Beispiel 1 verwendeten ähnlichen äußeren Band.
Auf diese Weise wurde ein Körper mit einer Dicke von 3,25 mm bei einer Länge von 709 mm und einem Gewicht von 1236 g hergestellt. Der Widerstand gegen Zusammendrückung dieses Körpers beträgt 790 N.
Nach dem Überziehen mit einem Schutzlack wurde dieser Hülsenkörper verwendet zur Herstellung einer vollständig verbrennbaren Hülse für eine Munition von 155 mm durch Hinzufügen eines verbrennbaren Bodens, eines verbrennbaren Deckels und einer verbrennbaren Verkeilungsscheibe.
Die auf diese Weise hergestellte Hülse wurde in einem Waffensystem abgefeuert, das mit einem nicht an die Hülse gebördelten Geschoß arbeitete. Die Hülse wurde mit 1,47 kg Pulver aus rohrförmigen Körnern (Nitrocellulose und Nitroglycerin) gefüllt.
Das Geschoß wog 43 kg. Die automatische Positionierung der Hülse erfolgte, ohne daß der Hülsenkörper den mindesten Riß zeigte.
Abgeschossen bei +51°C hatte das Geschoß eine Geschwindigkeit von 422 m/sec in einem Abstand von 40 m von der Kanonenmündung, wobei der in der Waffe entwickelte Maximaldruck 1140 bar betrug.
Beim Öffnen der Waffe wurden Rückstände festgestellt, die sich erneut entflammen können. Dies beweist, daß bei einem spezifischen Gewicht von 1,2 g/cm³ für die die Zwischenlage bildenden Bänder eine obere Grenze erreicht ist, über welcher bei einer geringen Pulverladung eine vollständige Verbrennung des Hülsenkörpers nicht mehr gewährleistet werden kann.
Beispiel 4
In ähnlicher Weise wie beim Beispiel 1 wurde ein zylindrischer Körper hergestellt aus einem demjenigen von Beispiel 1 ähnlichen inneren nichtkalandrierten Band, aus sechs Zwischenbändern mit einem spezifischen Gewicht von 1,0 g/cm³ (das ist eine mittlere Dicke von 0,45 mm bei einem 450 g/m² wiegenden Blatt) und aus einem dem in Beispiel 1 verwendeten ähnlichen äußeren Band.
Auf diese Weise wurde ein Körper hergestellt mit einer Dicke von 3,4 mm bei einer Länge von 709 mm und einem Gewicht von 1135 g. Der Widerstand gegen Zusammendrücken dieses Hülsenkörpers beträgt 490 N.
Der mit einem Schutzlack überzogene Körper wurde verwendet zur Herstellung einer vollständig verbrennbaren Hülse für eine Munition von 155 mm durch Hinzufügen eines verbrennbaren Bodens, eines verbrennbaren Deckels und einer verbrennbaren Verkleidungsscheibe.
Die auf diese Weise hergestellte Hülse wurde in einem Waffensystem abgefeuert, das mit einem nicht an die Hülse gebördelten Geschoß arbeitet. Die Hülse wurde mit 0,850 kg Pulver aus rohrförmigen Körnern (Nitrocellulose und Nitroglycerin) gefüllt.
Das Geschoß wog 43 kg. Das automatische Positionieren der Hülse erfolgte, ohne daß der Hülsenkörper den mindesten Riß aufwies.
Abgeschossen bei -31°C hatte das Geschoß eine Geschwindigkeit von 361 m/sec in einem Abstand von 40 m von der Kanonenmündung, wobei der in der Waffe entwickelte maximale Druck 936 bar betrug und die Verbrennung der Hülse ohne Zurücklassung von Rückständen vollständig erfolgte.
Beispiel 5
In ähnlicher Weise wie bei Beispiel 1 wurde ein zylindrischer Körper hergestellt aus einem demjenigen von Beispiel 1 ähnlichen inneren nichtkalandrierten Band, aus sieben Zwischenbändern mit einem spezifischen Gewicht von 0,95 g/cm³ (das ist eine mittlere Dicke von 0,48 mm bei einem 460 g/m² wiegenden Blatt) und aus einem äußeren Band mit einem spezifischen Gewicht von 1,2 g/cm³ (das ist eine mittlere Dicke von 0,38 mm bei einem 450 g/m² wiegenden Blatt).
Auf diese Weise wurde ein Körper mit einer Dicke von 4,2 mm bei einer Länge von 709 mm und einem Gewicht von 1342 g hergestellt.
Der mit einem Schutzlack überzogene Körper wurde zur Herstellung einer vollständig verbrennbaren Hülse für eine Munition von 155 mm verwendet durch Hinzufügen eines verbrennbaren Bodens, eines verbrennbaren Deckels und einer verbrennbaren Verkeilungsscheibe.
Die auf diese Weise hergestellte Hülse wurde in einem Waffensystem abgefeuert, das mit einem nicht an die Hülse gebördelten Geschoß arbeitete. Die Hülse wurde mit 1,47 kg Pulver aus rohrförmigen Körnern (Nitrocellulose und Nitroglycerin) gefüllt.
Das Geschoß wog 43 kg. Das automatische Positionieren der Hülse erfolgte, ohne daß der Hülsenkörper den mindesten Riß zeigte.
Abgeschossen bei Umgebungstemperatur hatte das Geschoß eine Geschwindigkeit von 434 m/sec in einem Abstand von 40 m von der Kanonenmündung, wobei der in der Waffe entwickelte maximale Druck 1354 bar betrug.

Claims (11)

1. Körper für verbrennbare oder teilverbrennbare Hülsen,
  • - die durch mehrere Bänder aus verbrennbarem Papier gebildet sind, die auf ihrer gesamten Länge aufeinander geklebt und als koaxiale Wendel kontinuierlich aufgewickelt sind,
  • - wobei das verbrennbare Papier papierverarbeitungstechnisch aus einer wäßrigen Suspension hergestellt ist, die aus Nitrocellulosefasern, Cellulosefasern, einem Harz und gegebenenfalls einem Stabilisator besteht,
dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Bänder (2) aus verbrennbarem Papier drei koaxiale Lagen bilden, und zwar
    • a) eine innere Lage (4), die durch ein Band aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier gebildet ist, wobei die Windungen der durch dieses Band gebildete Wendel nicht aneinanderstoßen,
    • b) eine Zwischenlage (5), die durch wenigstens ein Band (11-16) aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 0,9 bis 1,2 g/cm³ gebildet ist, wobei die Ränder der Windungen jeder durch derartiges Band (11-16) gebildeten Wendel gegenüber den Rändern der Windungen jeder benachbarten Wendel versetzt sind, und
    • c) eine äußere Lage (6), die durch ein Band aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 1,15 bis 1,3 g/cm³ gebildet ist, wobei die Ränder der Windungen der durch dieses Band gebildeten Wendel sich überdecken.
2. Körper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß das spezifische Gewicht des die innere Lage (4) bildenden Bands aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier etwa 0,5 g/cm³ beträgt.
3. Körper nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
  • - durch 5 bis 7 Bänder (11-16) aus verbrennbarem kalandriertem Papier für die Zwischenlage (5).
4. Körper nach Anspruch 3, gekennzeichnet
  • - durch sechs Bänder (11-16) aus verbrennbarem kalandriertem Papier für die Zwischenlage (5).
5. Körper nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß das spezifische Gewicht der die Zwischenlage (5) bildenden Bänder (11-16) aus verbrennbarem kalandriertem Papier 0,95 bis 1,10 g/cm³ beträgt.
6. Körper nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Windungen der verschiedenen die Zwischenlage (5) bildenden Wendel nicht aneinanderstoßen.
7. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von zylindrischen Körpern für verbrennbare oder teilverbrennbare Hülsen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
  • a) Herstellen einer Bahn, die durch ein rechteckiges Band aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier und durch wenigstens ein rechteckiges Band aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 0,9 bis 1,2 g/cm³ gebildet ist, wobei die Bänder aus verbrennbarem Papier auf einer Seite mit Klebstoff versehen und derart gegeneinander versetzt angeordnet werden, daß sie sich nur teilweise überdecken, wobei die mit Klebstoff versehene Seite jedes Bands mit der nicht mit Klebstoff versehenen Seite eines der benachbarten Bänder in Berührung kommt,
  • b) durch schraubenförmiges Wickeln der auf diese Weise gebildeten Bahn auf einen zylindrischen Dorn zur Bildung eines Rohrs, bei dem die nicht mit Klebstoff versehene Seite des Bands aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier die Innenfläche des Rohrs bildet, wobei die Wicklungsganghöhe größer als die Breite des Bands aus brennbarem nichtkalandriertem Papier ist,
  • c) durch schraubenförmiges Wickeln eines gegebenenfalls auf einer Seite mit Klebstoff versehenen rechteckigen Bands aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 1,15 bis 1,3 g/cm³ auf das auf diese Weise gebildete Rohr derart, daß die Ränder der Windungen der durch das Band gebildeten Wendel sich überdecken, und
  • d) Abschneiden des auf diese Weise fertiggestellten Rohrs auf die für den Hülsenkörper gewünschte Länge.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Breite der rechteckigen Bänder aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit einem spezifischen Gewicht von 0,9 bis 1,2 g/cm³ gleich der Breite des Bands aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß das rechteckige Band aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit dem spezifischen Gewicht von 1,15 bis 1,3 g/cm³ in unterschiedlicher Weise auf das bereits durch Wickeln der Lage gebildete Rohr gewickelt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Breite des rechteckigen Bands aus verbrennbarem kalandriertem Papier mit dem spezifischen Gewicht von 1,15 bis 1,3 g/cm³ gleich der Breite des Bands aus verbrennbarem nichtkalandriertem Papier ist.
DE19843442000 1983-11-18 1984-11-16 Koerper fuer verbrennbare oder halbverbrennbare huelsen und verfahren zu dessen herstellung Granted DE3442000A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR8318351A FR2555302B1 (fr) 1983-11-18 1983-11-18 Corps de douilles combustibles ou semi-combustibles constitues par une pluralite de bandes en papier combustible et leur procede de fabrication

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3442000A1 DE3442000A1 (de) 1985-06-13
DE3442000C2 true DE3442000C2 (de) 1988-02-04

Family

ID=9294256

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19843442000 Granted DE3442000A1 (de) 1983-11-18 1984-11-16 Koerper fuer verbrennbare oder halbverbrennbare huelsen und verfahren zu dessen herstellung

Country Status (9)

Country Link
US (1) US4649827A (de)
JP (1) JPS60122899A (de)
BE (1) BE901070A (de)
CA (1) CA1273241A (de)
DE (1) DE3442000A1 (de)
FR (1) FR2555302B1 (de)
GB (1) GB2149892B (de)
IT (1) IT1179822B (de)
SE (1) SE462302B (de)

Families Citing this family (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2596145B1 (fr) * 1986-03-21 1990-03-09 Poudres & Explosifs Ste Nale Procede de fabrication d'objets combustibles par emboutissage de disques de papier combustible au moyen d'un poincon souple
JPS63135798A (ja) * 1986-11-28 1988-06-08 日本油脂株式会社 燃焼ケ−ス
DE3825581C1 (en) * 1988-07-28 1993-05-13 Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf, De Combustible or consumable cartridge cases for ammunition - made of wrapping(s) of fibres of polyester, polyamide, polyolefin. polyacrylate, polyurethane, metal glass, coal etc.
US5237928A (en) * 1988-07-28 1993-08-24 Dynamit Nobel Aktiengesellschaft Combustible cartridge case
US5237927A (en) * 1991-10-21 1993-08-24 Olin Corporation Energetic consumable cartridge case
US5230726A (en) * 1992-04-30 1993-07-27 Morton International, Inc. Spiral wrapped gas generator filter
DE10013686B4 (de) * 2000-03-21 2009-11-26 Ruag Ammotec Gmbh Teleskoppatrone mit verbrennbarer oder verzehrbarer Hülse
DE10038751A1 (de) * 2000-05-26 2001-11-29 Dynamit Nobel Ag Wickelkörper als Hülse für Munition
JP5199002B2 (ja) * 2008-09-25 2013-05-15 旭化成ケミカルズ株式会社 少なくとも2層から構成された焼尽性容器
US10107054B2 (en) * 2014-08-25 2018-10-23 Diamondback Industries, Inc. Power charge having a combustible sleeve
RU2654758C2 (ru) * 2016-11-08 2018-05-22 Федеральное казенное предприятие "Государственный научно-исследовательский институт химических продуктов" (ФКП "ГосНИИХП") Материал имитатора жесткого сгорающего картуза
RU2684785C1 (ru) * 2018-03-29 2019-04-15 Федеральное казенное предприятие "Государственный научно-исследовательский институт химических продуктов" (ФКП "ГосНИИХП") Материал жесткого сгорающего картуза
RU2712867C1 (ru) * 2019-02-20 2020-01-31 Федеральное государственное бюджетное учреждение "Центральный научно-исследовательский испытательный институт инженерных войск" Министерства обороны Российской Федерации Заряд для проделывания проломов в элементах строительных конструкций
DE102020001052A1 (de) 2020-02-19 2021-08-19 Nitrochemie Aschau Gmbh Hülsenmantel

Family Cites Families (15)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US622994A (en) * 1899-04-11 Shell for high explosives
US2751936A (en) * 1953-01-08 1956-06-26 Sonoco Products Co Textile carrier and means for forming same
US2785700A (en) * 1955-09-27 1957-03-19 Pennsylvania Papyrus Corp Paper tube and method of making the same
GB829982A (en) * 1958-05-12 1960-03-09 Sonoco Products Co Paper tubes for moulding concrete columns and the like
US3098444A (en) * 1960-10-12 1963-07-23 Lockheed Aircraft Corp Expendable propellant casing
US3515038A (en) * 1965-12-16 1970-06-02 Wiremold Co Helically ribbed tubing and method and apparatus for making the same
DE1578082A1 (de) * 1967-03-25 1971-07-15 Curt Berger Munitionshuelle,insbesondere Kartusche,sowie Verfahren zu deren Herstellung
FR1563024A (de) * 1968-02-07 1969-04-11
US3538817A (en) * 1968-10-28 1970-11-10 Brown Products Inc Apparatus for forming spiral tubing
US3901153A (en) * 1972-10-04 1975-08-26 Us Air Force Wrapped laminated felted monolithic combustible cartridge case
US3823668A (en) * 1972-10-19 1974-07-16 Us Air Force Duplex combustible cartridge case
US3987731A (en) * 1976-01-16 1976-10-26 The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army Composite protective coating for combustible cartridge cases
US4026690A (en) * 1976-06-22 1977-05-31 J.C. Baxter Co. Forming tube for winding glass fibers and method for using same
JPS5841195B2 (ja) * 1979-09-17 1983-09-10 七之助 生田 スパイラル紙管製造装置
FR2485182B1 (fr) * 1980-06-20 1986-03-07 Poudres & Explosifs Ste Nale Tubes combustibles contenant de la nitrocellulose fabriques par des techniques papetieres, leur procede de fabrication et douilles combustibles ou semi-combustibles contenant de tels tubes

Also Published As

Publication number Publication date
IT8468152A0 (it) 1984-11-16
SE8405712L (sv) 1985-05-19
CA1273241A (en) 1990-08-28
DE3442000A1 (de) 1985-06-13
FR2555302A1 (fr) 1985-05-24
JPS60122899A (ja) 1985-07-01
GB8427092D0 (en) 1984-12-05
SE8405712D0 (sv) 1984-11-14
US4649827A (en) 1987-03-17
SE462302B (sv) 1990-05-28
GB2149892A (en) 1985-06-19
IT8468152A1 (it) 1986-05-16
IT1179822B (it) 1987-09-16
FR2555302B1 (fr) 1986-02-21
BE901070A (fr) 1985-05-17
GB2149892B (en) 1987-10-21
JPH0217799B2 (de) 1990-04-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3442000C2 (de)
DE19849824A1 (de) Munition mit einer Hülse, deren Wand aus einem verbrennbaren oder verzehrbaren Wickelkörper besteht
DE2541084B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer im Wicklungsbereich freitragend ausgebildeten Spule
DE3871653T2 (de) Verfahren zum herstellen von treibladungen und mittels eines solchen verfahrens hergestellte treibladungen.
DE3534972C1 (de) Huelsenlose Munition
DE3500784A1 (de) Verfahren zur herstellung von progressiv brennendem artillerietreibladungspulver und hierfuer geeignetes agens
DE3534021C2 (de)
EP0238959A2 (de) Selbsttragender Treibladungskörper und daraus hergestellte Kompaktladung
DE2063618C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung gefalteter Wellpappebehälter
EP0314818A1 (de) Spund für Wickelhülsen aus Papier oder Karton
DE2807309C1 (de) Sprengladung mit stachel- oder projektilbildenden Belegungen
DE2854094A1 (de) Zweikomponenten-klebstoffkoerper
DE923948C (de) Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen trennbaren Rohren
DE1428680A1 (de) Verbesserungen an Huelsen fuer Feuerwaffenmunition
DE2432517B2 (de) Sprengschnur und verfahren zu ihrer herstellung
DE1942440C3 (de) Schwanzrohr mit ausklappbaren Leitflächen zur Erzeugung einer stabilen Flugbahn bei Geschossen ohne Drall
DE3020957C2 (de) Wasserfeste Sprengschnur
DE2738611B2 (de) Vorrichtung zum Formen von Kantenschutzwinkel aus Preßspan für Scheibenspulen von Transformator- und Drosselwicklungen
CH658714A5 (de) Kanone mit zugehoeriger munition und mit einem kanonenrohr.
DE924602C (de) Lager, Lagermaterial zur Verwendung in einer Klaviermechanik und Verfahren zu seinerHerstellung
DE10013686B4 (de) Teleskoppatrone mit verbrennbarer oder verzehrbarer Hülse
DE4312348A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Walze
AT269624B (de) Papierrohr
DE2215697C3 (de) Splittergeschoß, insbes. zur Personenbekämpfung
DE2227210A1 (de) Verbesserte jagdpatronenhuelse

Legal Events

Date Code Title Description
OR8 Request for search as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8105 Search report available
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8365 Fully valid after opposition proceedings
8339 Ceased/non-payment of the annual fee