DE34361C - Schleif lade für Orgeln und dergl - Google Patents

Schleif lade für Orgeln und dergl

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DE34361C
DE34361C DENDAT34361D DE34361DA DE34361C DE 34361 C DE34361 C DE 34361C DE NDAT34361 D DENDAT34361 D DE NDAT34361D DE 34361D A DE34361D A DE 34361DA DE 34361 C DE34361 C DE 34361C
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DE
Germany
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bellows
loop
loops
valve
double
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT34361D
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English (en)
Original Assignee
CH. MÜLLER in Mühlbach bei Eger, Böhmen
Publication of DE34361C publication Critical patent/DE34361C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/04Reservoirs

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Diese Erfindung bezieht sich auf Neuerungen im Bau von Orgeln und Orchestrions und umfafst insbesondere folgende neue Details der Construction:
ι. Eine elastische Doppelschleife, welche einen vorzüglichen hermetischen Registerverschlufs bewirkt und sich bei jeder Witterung sicher und leicht bewegt.
2. Eine neue Construction und Anordnung des pneumatischen Registerhebels, welcher eine leichte und sichere Registrirung bewirkt und die Anbringung, sowie den Gebrauch von sogenannten Collectivtritten bei Wahrung genügender Präcision und äufserster Sicherheit in der Function ermöglicht.
Fig. ι zeigt einen Schnitt durch den Windkasten , eine der Cancellen und durch die Doppelschleifen (quer durch die letzteren und in der Längsrichtung der Cancelle);
Fig. 2 zeigt die Oberansicht einer zu einer Schleife gehörigen Reihe von Löchern;
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Windkasten , durch die Cancellen und eine der Doppelschleifen (in der Längsrichtung der letzteren), sowie einen Schnitt des pneumatischen Registerhebels. In' dieser Figur ist über der linken Seite des Windkastens die obere Schleife offen, über der rechten Seite hingegen geschlossen dargestellt;
Fig. 4 zeigt den konischen Rahmen des Registerhebels besonders;
Fig. 5 ist ein Schnitt des Registerhebels nach der Linie X-X1, Fig. 3, in der Richtung des Pfeiles gesehen, und
Fig. 6 ist eine Stirnansicht des Registerhebels, in derselben Richtung gesehen.
In Fig. ι und 3 zeigt d den Windladenrahmen, e die Cancellen und g die Cancellenspunde, durchweiche die Löcher μ gebohrt sind. c sind die Registerdämme. 0 sind Ringe aus weichem, biegsamem Stoff, wie Filz, Tuch u. dergl., von ungefähr 7 mm Höhe und Randbreite.
Auf den Rand eines jeden Loches u ist ein solcher Ring aufgeleimt, ρ sind kleine Lederhauben, welche über die Ringe gestülpt sind. Diese Hauben werden in Gestalt einer flachen Scheibe hergestellt, in der Mitte durchlocht, auf den Filz- oder Tuchring ο gelegt, rund um denselben niedergedrückt und mit dem niedergedrückten Rande luftdicht an die Windlade geleimt. Es wird derart ein luftdicht schliefsender, elastischer Wulstring gebildet. s sind die unteren Schleifen, welche 2 bis 3 mm dick sind und auf den Wulstringen unbeweglich aufruhen.
An beiden Enden der Windlade oder auch in der Mitte derselben, wo die Löcher zu weit von einander entfernt sind, sind unter einer jeden dieser Schleifen Polster a, Fig. 2 und 3, angeordnet, welche, aus demselben Stoff wie die Wulstringe hergestellt, auf die Windlade geleimt sind und. ebenfalls dazu beitragen, die unteren Schleifen aufwärts zu drücken.
(Z1, Fig. ι und 3, sind starke Stifte -aus Messing, vernickeltem Eisen oder dergleichen, welche in den Windladenrahmen d oder in die Cancellenwände f hineingeschlagen sind
und durch die beiden Schleifen 5 und t bis an den Pfeifenstock b reichen. Diese Stifte haben den Zweck, die unteren Schleifen s an einer seitlichen Bewegung zu hindern. Die unteren Schleifen sind an solchen Stellen mit einem kleinen Führungsloch versehen, durch welches der Stift ^1 leicht hindurchgeht, so dafs den unteren Schleifen nur eine Bewegung in verticaler Richtung (auf- oder abwärts) gestattet ist.
t bezeichnet die oberen Schleifen, welche beweglich sind. Dieselben sind 3 bis 4 mm dick und besitzen an ihren beiden Enden angeleimte Backen tn Fig. 3, welche die Grenzen ihrer Bewegung bedingen und zur Versteifung der Schleife beitragen. Diese Backen können zur gröfseren Sicherheit noch mit kleinen Holzschrauben befestigt werden. Damit die oberen Schleifen, durch welche die Stifte CL1 hindurchragen, durch letztere in ihren Bewegungen nicht gehindert werden, sind diese Schleifen an den betreffenden Stellen mit länglichen Schlitzen versehen.
Die Pfeifenstöcke b werden mittelst der Schrauben r, Fig. i, so fest angeschraubt, dafs sie auf den Dämmen c fest aufliegen, wobei die Wulstringe um 2 bis 3 mm zusammengepreßt werden. Diese Wulstringe drücken infolge dessen zunächst auf die unteren Schleifen und diese pressen die oberen an die Pfeifenstöcke sanft, jedoch hermetisch an.
Das Quellen des Holzes bei feuchter Witterung wird durch die Elasticität der Wulstringe ausgeglichen, umsomehr, als bei den verschiedenen Bestandteilen sorgfältige Rücksicht auf die Faserlagerung des Materials genommen wird. Doch wird auch andererseits die Spannkraft der Wulstringe nicht zu sehr in Anspruch genommen, um das dichte Schliefsen der Schleifen zu sichern, da der Wind durch den Filzring unter die Haube dringt, den Wulst aufbläht und diesen gegen die Schleifen drückt.
Die Schleifen werden mit Graphit geglättet und vorzugsweise aus feinem Fichtenholz (Resonanzholz) hergestellt.
Es soll nun die Construction des pneumatischen Präcisions-Registerhebels erläutert werden. Fig. 3 zeigt rechts einen pneumatischen Registerhebel in der Stellung für eine zugeschobene Schleife der Windlade, ν ist ein kleiner Balg von solcher Gröfse, dafs seine Druckfläche im Stande ist, die Schleife ί zu verschieben, wozu eine Balgplatte mit 0,1 qm Flächenraum auf alle Fälle ausreicht, w ist ein Balg von doppelter Druckfläche des Balges v, also mit 0,2 qm Balgplattenfläche.
X1 X2 X3 ist ein konischer Rahmen, welcher durch eine Scheidewand χ und durch zwei Seitenwände xi und X6, Fig. 5, in zwei Windkammern z2 und i3, Fig. 3 und 4, abgetheilt ist. Z1, Fig. 3, ist ein Windkanal, welcher sämmtlichen pneumatischen Hebeln den Wind zuführt.
Die Wirkungsweise eines solchen Hebels ist folgende: Die von dem Gebläse kommende geprefste Luft tritt aus dem Kanal I1 durch die Oeffhung ie in den Raum Z2. Von diesem Raum geht sie direct durch die Oeffnung Z5 in den kleinen pneumatischen Balg und treibt denselben auf. Der kleine Balg ν zieht den: grofsen Balg n> mittelst der Zugstange ^3 zu. Durch diesen Vorgang wird die Schleife t mittelst eines gewöhnlichen Hebels ^5 einwärts geschoben (geschlossen).
Wird nun die Abstracte m m, Fig. 3 rechts, langsam angezogen, so schliefst zuerst der Hebel \ den Raum is mittelst seines Auslafsventils ha vollständig ab. Wird die Abstracte m m noch mehr angezogen, so wird durch den Zugdraht ^4 zuerst ein kleines Ventil h4, welches auf dem Haupteinlafsventil h2 eine kleine Oeffnung Z7 von 4 bis 5 qcm zu verschliefsen hat, geöffnet. Ist das kleine Ventil hi 3 mm hoch abgehoben, so tritt Wind durch die Oeffnung z'7 des Haupteinlafsventils in den grofsen pneumatischen Balg w und verdichtet die in demselben befindliche Luft, bis diese derjenigen im Raum z'2 gleich kommt. Bei fernerem Anziehen der Abstracte m m wird das Haupteinlafsventil durch die Ledermutter h7 von dem kleinen Ventil Zj4 mitgenommen und geht nun auch sehr leicht mit, da der Luftdruck im Balg w und im Raum Z2 durch das Oeffnen des kleinen Ventils hi bereits ausgeglichen ist. Bei diesem Vorgang springt der gröfsere Balg auf und zieht die Schleife und den kleinen Balg an.
Die Feder \, Fig. 7, welche das kleine Ventil an das grofse, mithin das gesammte Doppelventil an die Oeffnung z'8 drückt, mufs derart gespannt sein, dafs sie bei angezogener Abstracte mm das Ventil Zj4 derart andrückt, dafs keine Luft durch dasselbe entweichen kann.
Y1 ist eine Lederpulpette, durch welche sich der Zugdraht ^4 hindurchbewegt.
Zz5 und h6 sind Schutzmütterchen, welche die Ventile an ihrem Platz halten.
V1, Fig. 6, ist die Stirnfalte des pneumatischen Balges, welche nach einwärts geht (in der Zeichnung verdeckt).
V2 V2 sind Seitenfalten, welche nach auswärts gehen. Diese Falten bestehen aus schwachen Brettchen von 2 bis 3 mm Stärke und sind inwendig mit Baumwolle oder Leinwand, aufsen aber mit Leder überzogen. Damit das Leder von den Balgplatten sich nicht ablöst, sind noch besondere schwache Leistchen darüber genagelt und letztere, sowie die Balgplatten mit Papier überzogen.

Claims (2)

  1. Pa te nt-An sprüche:
    ι. Die elastische Doppelschleife für Orgeln, Orchestrions u. dergl., im wesentlichen bestehend aus der verschiebbaren oberen Schleife t und der unteren Schleife s, welche auf den mit Hauben ρ versehenen Ringen ο unbeweglich aufruht, wie in Fig. ι, 2 und 3 dargestellt.
  2. 2. Die Construction und Anordnung eines doppeltwirkenden pneumatischen Registerhebels, im wesentlichen bestehend aus einem kleinen Balg ν und einem doppelt so grofsen pneumatischen Balg w mit blos einem einzigen Auslafsventil h3 und einem einzigen Einlafsventil H2H*, welch letzteres «ein Doppelventil ist und infolge der eigenthümlichen, oben beschriebenen Anordnung erst aufgezogen wird, wenn das Auslafsventil zuvor niedergedrückt ist, wie in Fig. 3, 4, 5 und 6 dargestellt.
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