DE342129C - Fahrbare Einrichtung zum Graben, Entwaessern, Trocknen, Brikettieren und Verladen von Torf u. dgl. - Google Patents
Fahrbare Einrichtung zum Graben, Entwaessern, Trocknen, Brikettieren und Verladen von Torf u. dgl.Info
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C49/00—Obtaining peat; Machines therefor
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Description
Die Erfindung betrifft eine in Bauart und Wirkungsweise neue Einrichtung zur selbsttätigen
Aushebung, Entwässerung, Trocknung, Brikettierung und Verladung von Torf u. dgl.
und bezweckt Ersparung vieler menschlicher Arbeitskräfte und weitgehendste wirtschaftliche
Ausnutzung.
Die überdachte Gesamteinrichtung gliedert sich in eine Entwässerungs-, eine Trocknungs-
und eine Brikettierabteilung und ist am hinteren Ende mit einem Schneckenbagger und
vorn mit einer Verladeeinrichtung versehen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Abb. ι im Durchschnitt, in Abb. 2
als Grundriß, in Abb. 3 in. Einzelteilen dargestellt. Λ ist die Entwässerungseinrichtung,
B die Trockeneinrichtung und C die Brikettier- und Verladeeinrichtung.
Auf einem normalspurigen Eisenbahngleisstück ι ruht auf Rollen 2 ein aus Holzständern
3 mit Streben 4 bestehendes Gestell, an welchem Eisenträger 5 für das Wellblech 6
und die untere Verbindung 7 für die Rollenständer angebracht sind.
Die beiderseits je zu dreien durchgehenden T-Eisen 8,81,82 sind weitere Verbindungsstücke
und tragen die Walzmarke.
Am hinteren Ende ist die kranartige, gabelige, feststehende Tragkonstruktion 9 an dem
Holzständer 3 befestigt und mit zwei Eisenträgerstreben 10 verbunden.
Die Spitze 11 trägt eine bewegliche Seilrolle
12 und ist zu einem Befestigungshaken 13 abgebogen.
An der Lasthakenrolle 22 hängt ein weiteres Drahtseil mit Gewicht und Hängelager.
Zwischen dieser Tragkonstruktion liegt in Armen eines Hülsengelenkes 14 ein zweiteiliges,
ineinanderschiebbares Gehäuse 15 in Form eines Fernrohres. Das untere Rohr ist weiter als das
obere. An der durchgehenden Achse dieses Gehäuses sitzen im unteren Teil Grabschnecken 16
in Form kleiner Schiffsschrauben mit aufgeschraubten Wurzelschneidemessern 17 (Abb. 3)
und im oberen Teil Förderschnecken.
Die Achse wird durch ein konisches Zahnrad 18 und das Kammrad 19 in Bewegung
gesetzt.
An der durchgehenden Achse des Kammrades 19 sitzen zwei Seilscheiben 20 mit gekerbten
Rillen für die beiden Drahtseile 21, die unten an dem Gehäuse 15 in Ringen geführt
und am vorderen Ende des einziehbaren Rohrteiles befestigt sind. Oben vereinigen sich
die beiden Seile zu einem. Dieses läuft über die Rollen 12 und 22 zum Haken 13. (In
Abb. ι sind die Seile 21 der Deutlichkeit halber
über und unter dem Rohr 15 gezeichnet.)
Zur Hebung der Grabschnecken bzw. des ganzen Schneckengehäuses ist an der Achse
des Kammrades und der Seilrollen eine Zahnräderkuppelung 23 mit Einschalthebel 24 angeordnet.
Auf der oberen Strebe 4 des Holzgestelles laufen in verschiebbaren Lagern zwei einander
gegenüberliegende Metallwalzen 25 mit geschliffenen und quer durchkerbten Nuten, die
ineinander greifen (Abb. 3, 26).
Auf der zweiten Strebe 4 unterhalb sind in gleichen Lagern zwei Lattentrommeln in
Walzenform angeordnet, und zwar eine mit einem gelochten Metallradkranz 27 und die
andere mit einem runden, etwas nach außen gebogenen Federkranz 28, der über den gelochten
Radkranz 27 der ersteren Walze streift (Abb. 3, 29), zeigt die beiden Trommeln, welche
aus Holzlatten so gebildet sind, daß sie einem breitzähnigen Kammrade gleichen und in der
Bewegung die Latten ineinandergreifen. Über diese beiden Lattentrommeln ist je eine Art
Steppdecke aus Bastgewebe mit Torfmooseinlage gezogen.
Eine unter diesen Trommeln liegende Förderschnecke nimmt den entwässerten Torf auf und gibt ihn an eine stehende Schnecke 30 der Trockenvorrichtung B. Oben fällt der Torf den Vollwalzen 31 aus porösem Betongemisch zu und gelangt von da in zwei übereinanderliegende Walzenpaare aus porösen, gelochten, z. B. aus Bimssteinmasse bestehenden Walzen 32, 321, die durch Metallscheiben 33 (Abb. 3) zusammengehalten werden. Die Walzen 32, 32 * sind verschieden stark. Die schwächeren und die stärkeren Walzen liegen sich je diametral gegenüber. Einige der Walzen können außer der drehenden eine achsiale Hin- und Herbewegung erhalten, z. B. durch Keilflächen 34 und Rollen 35 (Abb. 3). Die oberen Walzen 32, 321 drehen sich einwärts von oben nach unten, die unteren umgekehrt. Dadurch entsteht zwischen den Walzengängen eine Stauung und die Torfmasse wird zwischen den übereinanderliegenden Walzen nochmals gewalzt und tritt seitlich der unteren Walzen aus.
Eine unter diesen Trommeln liegende Förderschnecke nimmt den entwässerten Torf auf und gibt ihn an eine stehende Schnecke 30 der Trockenvorrichtung B. Oben fällt der Torf den Vollwalzen 31 aus porösem Betongemisch zu und gelangt von da in zwei übereinanderliegende Walzenpaare aus porösen, gelochten, z. B. aus Bimssteinmasse bestehenden Walzen 32, 321, die durch Metallscheiben 33 (Abb. 3) zusammengehalten werden. Die Walzen 32, 32 * sind verschieden stark. Die schwächeren und die stärkeren Walzen liegen sich je diametral gegenüber. Einige der Walzen können außer der drehenden eine achsiale Hin- und Herbewegung erhalten, z. B. durch Keilflächen 34 und Rollen 35 (Abb. 3). Die oberen Walzen 32, 321 drehen sich einwärts von oben nach unten, die unteren umgekehrt. Dadurch entsteht zwischen den Walzengängen eine Stauung und die Torfmasse wird zwischen den übereinanderliegenden Walzen nochmals gewalzt und tritt seitlich der unteren Walzen aus.
Die ganze Abteilung JS ist von einem aus Röhren bestehenden Heißdampfkörper 36 umgeben,
der in die stehenden Schneckengehäuse 30 und 37 einmündet.
Die unterhalb der Walzen 32 1 befindliche
Schnecke fördert den Torf in die senkrechte Schnecke 37, deren Gehäuse über einem
Kessel 38 mündet.
Die beiden stehenden Schnecken 30 und 37 werden durch ein Schrauben- und Schneckenradgetriebe
39 in Bewegung gesetzt.
Der Kessel 38 dient zur Aufnahme von Pech und ist ein konisches, im Grundriß
quadratisches Hohlgehäuse mit einer in der Mitte durchgehenden Speiseöffnung 40 für die
Heißwalzen 41 und 411 und hat unten zwei Ventile 42 und 42 1.
Die HeißwaJzen 41 und 411 bestehen aus
zwei Eisenblechtrommeln, welche mit Sand gefüllt sind; die treibende Walze 411 hat
einen hervortretenden Kranz 42, dessen Zähne mit den Bolzen 43 des Kranzes an der
Walze 41 kämmen. Die unterhalb angeordnete Preßvorrichtung besteht aus einem sich
auf der starren Achse lose drehenden Rade 44 mit radialen, von der Achse aus einwärts
stehenden Armen 45 (Abb. 3) und Schmierlager. Der Radkranz ist auf beiden Seiten
mit einem gelochten Scheibenkranze 46 und 461 versehen, welcher mit den radialen Zapfenzähnen
47 (Abb. 3) verbunden ist, wodurch Zellen 48 gebildet sind.
Auf dem Verbindungsring 49 zwischen den Radarmen liegen in den konischen Zellen 48
Ausstoßböden 50, die mittels eines durchgehenden federnden Bolzens mit im Innern
des Radkranzes liegenden gebogenen Spannfedern 51 verbunden sind.
Zwischen den Armen des Zellenrades ist auf derselben Achse eine Laufrolle 52 in etwas
seitlicher Stellung befestigt, welche auf 'das wellenartige Spannfederband 51 während der
Bewegung des Zellenrades drückt.
Oberhalb etwas seitlich ist ein Klobenrad 53 mit konischen, konvexen- Zähnen 54 in ein verstellbares
Lager gebettet, welche in die Zellen 48 während der Drehung eingreifen
und somit auf eine gefüllte Zelle eine Pressung ausüben.
Eine oberhalb angeordnete, mit Filz überzogene und gefettete Holzrolle 55 bezweckt
das Bestreichen der Zähne des Klobenrades. Ein endloses Fördernetz 56 aus Bastgeflecht
gleitet unterhalb des Zellenrades in schiefer Ebene über verstellbare Rollen 57 an der
Wagenwand in den Wagen und zurück.
Die Wirkungsweise der ganzen Maschine ist folgende: ·
Durch Aufsetzen des Hohlgehäuses 15 auf den Boden eines Torffeldes arbeiten sich die
Grabschnecken 16 durch die Belastung und Bewegung der Achse in die Torfmasse ein
und befördern diese nach oben. Die Förderschnecke bringt sie dann zu den Walzen 25,26.
Je mehr sich die Grabschnecken unter Drehung des Baggers in den" Torfgrund einarbeiten,
je mehr ziehen die Drahtseile 21 das untere Hohlgehäuse in das Gehäuse 15 hinein.
Die Nutenwalzen 25 bewirken eine gründliche Zerkleinerung des Rohtorfes, welcher
durch die Lattentrommeln 27 und 28 entwässert wird, und zwar so, daß bei dem Ineinandergreifen der mit Bastmatratzen überspannten
Lattentrommeln der Rohtorf gewissermaßen ausgewrungen wird.
Das aus der Bastmatratze gepreßte Wasser drängt sich durch die Lochungen des Radkranzes
27 und wird durch die vorbeistreichenden Federn des anderen Radkranzes abgestreift. Das ausgepreßte Gut, welches
blattförmig abfällt, gelangt in die darunter- liegende Förderschnecke, welche es in die
stehende, von Heißdampf durchströmte Schnecke 30 drückt, die es zu den Trockenwalzen
31 befördert.
Das entwässerte und erhitzte Gut wird von
diesen porösen Walzen so fest gepreßt, daß es in Blättern zu den untenliegenden doppelten
Walzenpaaren 32 und 321 fällt, wo es zu Torfpulver verrieben wird.
Um zwecks dauernder Aufsaugefähigkeit der Walzenpaare 32 und 321 die Verdampfung
der von den Walzen aufgenommenen Feuchtigkeit zu befördern, sind die Walzen mit breiten Lochungen versehen.
Das Torfpulver fällt seitlich von den Walzen 32 x in eine Schnecke und wird in die
von Abdampf erhitzte stehende Schnecke 37 geleitet, die dieses Torfpulver in heißem Zu-
stände durch die Öffnung 40 des Kessels 38 den Heißwalzen 41 und 411 zubringt.
Der Kessel 38 wird von den anliegenden Heißdampfröhren 36 so erwärmt, daß das
Brikettierpech flüssig wird.
Je nachdem man eine mehr oder weniger starke Mischung des Torfpulvers mit dem
Bindemittel vornehmen will, öffnet man die Ventile 42 und 421 verschieden weit.
In den Heißwalzen 41 und 41Λ wird der Torf zu
einer Art Pappe gewalzt, die abgestrichen wird, und fällt in die Zellen 48 des Zellenrades 44, wo
der Torf durch das Klobenrad 53 gepreßt und infolge des Druckes der Laufrolle 52 auf
das Spannfederband 51 durch den Ausstoßboden 50 losgelöst wird. Der Preßling gelangt
auf das Bastnetz 56 zur Verladung in den Waggon.
Claims (1)
- Patent-Anspeuch :Fahrbare Einrichtung zum Graben, Entwässern, Trocknen, Brikettieren und Verladen von Torf u. dgl., die sich wie folgt kennzeichnet: Die überdachte Gesamteinrichtung gliedert sich in eine Entwässerungs-, eine Trocknungs- und eine Brikettierabteilung und ist am hinteren Ende mit einem Schneckenbagger und vorn mit einer Verladeeinrichtung versehen. Die mit Wurzelschneidern besetzten Grabschnecken des Schneckenbaggers sind von einem über das Gehäuse der sich nach oben anschließenden Förderschnecke einschiebbaren Rohr umgeben, das bei der Senkung des Schneckenbaggers durch eine Seilverbindung(21) zurückgezogen wird, und dabei entsprechend dem Eindringen des Baggers in das Moor die Grabschnecken freilegt. Die von dem Bagger beschickte Entwässerungseinrichtung (A) besteht 'aus einem Zerkleinerungswalzwerk mit verschiebbaren Lagern und mit zwei mit geschliffenen, quer gekerbten Rippen ineinandergreifenden Metallwalzen (25, 26), sowie einem darunter befindlichen Walzwerk aus z. B. mit einer Decke aus Bastgeflecht und Torfmooseinlage bespannten Lattentrommeln (29), deren eine den gelochten Flansch der anderen Trommel mit einer nach außen gebogenen Kranzfeder übergreift. Eine darunter liegende Schnecke fördert den entwässerten Torf einem stehenden Schneckenförderer zu, der ebenso wie die ganze Trockenabteilung (B) mit Dampf beheizt wird und den Torf einen Satz übereinanderliegender Walzengänge zuhebt. Das oberste Walzwerk besteht aus porösen Vollwalzen (31). Bei den beiden unteren Walzwerken aus porösen, gelochten Walzen, z. B. aus Bimsstein, liegen sich je zwei stärkere und zwei schwächere Walzen diametral gegenüber. Das obere aus einer starken und einer schwachen Walze bestehende Paar dreht sich von oben nach unten einwärts, das untere umgekehrt, so daß der Torf zwischen den Walzwerken gestaut, zwischen den übereinanderliegenden Walzen nochmals gewalzt wird und seitlich der unteren Walzen austritt. Einige der Walzen können außer der drehenden eine achsiale Hin- und Herbewegung erhalten. Darauf wird der Torf wieder von einer liegenden und dann von einer stehenden Schnecke weiterbefördert und fällt in der Brikettierabteilung (C) durch die Durchbrechung (40) eines erhitzten Pechkessels (38) mit Auslaßventilen (42, 421) unter Pechzugabe einem Heißwalzwerk aus sandgefüllten Blechtrommeln (41, 411) zu, das die Zellen eines Zellenformrades (44) füllt, das mit einem laufend zu fettenden Klobenstern (53, 54) zusammenarbeitet und dessen Zellenbodenstempel (50) die Formlinge auf einen die Torfwagen beschickenden Gurtförderer (56) ausstoßen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE342129T | 1920-10-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE342129C true DE342129C (de) | 1921-10-13 |
Family
ID=6237876
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920342129D Expired DE342129C (de) | 1920-10-02 | 1920-10-02 | Fahrbare Einrichtung zum Graben, Entwaessern, Trocknen, Brikettieren und Verladen von Torf u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE342129C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2813607C1 (ru) * | 2023-07-05 | 2024-02-13 | Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Уральский государственный горный университет" | Подвижное устройство для подборки, сушки и измельчения фрезерного торфа |
-
1920
- 1920-10-02 DE DE1920342129D patent/DE342129C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2813607C1 (ru) * | 2023-07-05 | 2024-02-13 | Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Уральский государственный горный университет" | Подвижное устройство для подборки, сушки и измельчения фрезерного торфа |
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