-
Wasserverteiler an Speibecken für Zahn- und Wundärzte. Die gebräuchlichsten
Wasserverteiler an Speibecken für Zahn- und Wundärzte weisen drei miteinander verschraubte
Ventile nebeneinander auf, von denen das mittlere zur Trinkwasserleitung gehört
und die beiden seitlichen die unmittelbar in das Speibecken führenden Leitungen
abschließen können. Da jedes dieser drei Ventile mit seinem kugeligen Körper, seinem
senkrechten Rohranschlußaufsatz und seinem wagerechten Aufsatz zur Aufnahme der
Ventilspindeln mit Antriebsrädchen sehr vielteilig ist, sieht die ganze Ausrüstung
so unstet aus, daß sie auf die meist ohnehin ängstlichen Patienten einen beunruhigenden
Eindruck machen kann (Bauart Lee S. Smith k Son Co., Pittsburgh). Man hat die Erweckung
eines solchen Eindruckes schon dadurch zu beseitigen gesucht, daß man die kugeligen
Körper aller drei Ventile aus einem einzigen Stück goß, die Spindelaufsätze durch
kappenförmige Handmuttern teilweise verdeckte und die Spülrohre ohne senkrechten
Aufsatz s-2itlich an die kugeligen Ventilkörper anschloß. Bei dieser Einrichtung
bildet das Ventilkörpergußstück aber nicht nur drei, sondern vier deutlich ins Auge
springende Kugeln, nämlich zwei seitliche für die Spülventile, eine mittlere lediglich
zur Wasserabzweigung und eine obere für das Trinkwasserventil. Wenn auch die Ventilaufsätze
durch die kappenförmigen Handmuttern teilweise verdeckt und die senkrechten Rohranschlußaufsätze
'beseitigt sind, so wirken dagegen die vier Kugeln statt der sonstigen drei und
die an den Seiten im Bogen über den Beckenrand greifenden Spülrohre um so störender.
-
Die Erfindung bezweckt nun die Ausbildung eines solchen Wasserverteilers
derart, daß er in dem Patienten womöglich gar keine, mindestens aber keine falschen
Vorstellungen über seinen Zweck aufkommen läßt und in keiner Weise zu seiner Beunruhigung
beitragen kann. Dies ist gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß eine einzige
Kugel die durch Handmutterkappen vollständig verdeckbaren Spülventile sowie das
Hohlgewinde für die Anschlußmuffe des Trinkwasserrohres enthält, daß letzteres als
Schaft seines eigenen Ventils verwendet wird, und daß die Verschiebung dieses Schaftes
durch Drehen einer kaum als Ventilgriff erkennbaren Handmutter erfolgt, die durch
Aufschrauben auf einen in die Trinkwasserrohrmuffe eingreifenden, federnden Sprengring
gegen LängsverEchiebung gesichert ist. -
Auf der Zeichnung ist eine
Ausführungsform des neuen Wasserverteilers beispielsweise veranschaulicht.
-
Abb. i zeigt seine Innenrichtung im Längsschnitt und Abb.
a dieselbe im Querschnitt nach A-B der Abb. i in größerem Maßstabe.
-
Abb.3 zeigt einen Sprengring von oben: und die Abb.4 eine Außenansicht
des linken oder rechten Ventilschaftes, während die Abb. 5, 6 und 7 in Rück-, Seiten-
und Oberansicht die außerordentliche Einfachheit des ganzen Wasserverteilers erkennen
lassen.
-
Eine einzige Ventilkugel a enthält außer dem Gewinde für das Zuleitungsrohr
b die beiden Spülleitungsventile c sowie das Anschlußgewinde d für die Anschlußmuffe
f des Trinkwasserrohrs g. Die Stopfbüchsen la der Ventile c sitzen unter
den Handmutterkappen i, welche sich bei geschlossenem Ventil dicht an die Kugel
a anschließen und den an diese angegossenen Aufsatz k bis auf seine Anschlußkehle
verdecken. Die Kappenmuttern sind auf dem Aufsatz k verschraubbar und greifen mit
einem Schlitz l über das beiderseits abgeflächte Ende na (Abb. 4) des Ventilschaftes
n, auf dessen Schultern n sie durch die Mütterchen o gehalten werden. Dreht man
also die kordierten Kappen i, so wird der Ventilschaft in bekannter Weise mitgedreht
und mitverschoben und das Ventil c geöffnet oder geschlobsen.
-
Wichtiger als die vollkommene Verdeckung der Stutzen k durch
die Kappen i ist für die Erzielung des angestrebten Zweckes die Benutzung
des Trinkwasserrohres g als Schaft seines eigenenVentils p. Während die Achse aller
Ventile nämlich senkrecht zur Leitung gerichtet ist, so daß die Ventildrehkappe
ebenfalls senkrecht vom Leitungsrohr absteht, fällt infolge der Verwendung des Leitungsrohres
als Schaft seines eigenen Ventils die Achse der Leitung mit derjenigen der Ventilkappe
i' zusammen, so daß diese für eine in solcher Anordnung bekannte Stopfbüchsenüberwurfmutter
o. dgl. und nicht für einen Ventilgriff gehalten werden wird, die ganze Vorrichtung
demnach nur zweiventilig erscheint. Das Trinkwasserrohr g, welches durch eine in
seine Längsnut q eingreifende, unbemerkliche Schraube y gegen Verdrehen gesichert
ist, wird durch Drehen der auf seinen oberen linksgängigen Gewindeteil g' geschraubten
Kappe i' verschoben. Die Kappe i' ist zur Verhinderung ihrer Verschiebung auf einen
mit einem Längsschlitz versehenen Sprengring t aufgeschraubt, der mit seinem- einspringenden
Bunde u in eine Kreisnut v der Muffe f eingreift. Dieser Sprengring
spreizt sich beim Aufschieb°n auf die Muffe f, wird dabei gespannt und springt dann
mit seinem Bund in die Kreisnut v ein. Wird nun die Mutter i' auf ihn aufgeschraubt,
so entsteht. durch sein Zusammenklemmen eine Gewindereibung, welche weit größer
ist als die Reibung, die der Bund u in seiner Nut erfährt. Es wird also nur der
Bund in der Nut gedreht, nicht aber die «Mutter von dem Sprengring abgeschraubt,
wenn man sie zur Verstellung des Schaftes dreht. Der Schaft ist unten als Träger
des abdichtenden Ventilstückes ausgebildet und mit mehreren seitlichen Wassereinströmöffnungen
w versehen. Der Schaft kann auch bis in das Innere der Kugel a herabgeführt werden,
so auch das Trinkwasserventil in dieser enthalten ist. Das Wasser tritt durch die
schräg über dem Rand des Speibeckens liegenden Gewindenippel y in die nicht dargestellten
Spülrohre ein, an deren eines der Speichelzieher angeschlossen werden kann. Durch
den Träger z des Trinkglases wird auch diese Zuleitung verdeckt.
-
Die neue Bauart tritt nicht nur einfacher, ruhiger und gediegener
in die Erscheinung als alle bekannten Wasserverteiler an Speibecken für Zahnärzte,
sondern sie kommt auch wesentlich billiger in der Herstellung, weil sie nur die
Bearbeitung einer einzigen Kugel statt deren drei oder vier erforderlich macht und
eine besondere Spindel für das Trinkwasserventil nicht benötigt. Die Bauart weist
auch nur verhältnismäßig wenige, kräftige, unempfindliche Teile auf und wird daher
nur äußerst selten oder nie reparaturbedürftig und von unbegrenzter Haltbarkeit
sein.