DE341986C - Verfahren zum Hobeln von Schraubenzaehnen, insbesondere fuer Kegelraeder - Google Patents
Verfahren zum Hobeln von Schraubenzaehnen, insbesondere fuer KegelraederInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23F—MAKING GEARS OR TOOTHED RACKS
- B23F1/00—Making gear teeth by tools of which the profile matches the profile of the required surface
- B23F1/04—Making gear teeth by tools of which the profile matches the profile of the required surface by planing or slotting
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Gear Transmission (AREA)
Description
Es ist bekannt, Schraubenzähne an Kegelrädern in der Weise durch Hobeln herzustellen,
daß sich das Kegelrad während der Bewegung des Schneidwerkzeuges zur Kegelspitze hin
dreht. Die Schnittrichtung ergibt sich dabei als Relativbewegung des Schneidwerkzeuges
auf dem Kegelrad. Die Teilung wurde dabei auf die Weise erreicht, daß das Schneidwerkzeug
immer den nächsten Zahn bearbeitete, wodurch Schraubenzähne mit sehr kleiner Spirale (Neigung) erhalten wurden.
Wird das Kegelrad nach einem Schnitt nicht wieder in seine ursprüngliche Stellung
zurückgedreht, sondern die Drehbewegung beim Schneiden zugleich als Teilbewegung
benutzt, so ist es möglich, ohne Anwendung einer Teilvorrichtung ein selbsttätiges Teilen
zu erreichen, wobei es, um eine große Neigung der Spiralzähne zu erhalten, günstig ist, mögliehst
viele Zähne zu überspringen. Die Drehung des Werkstückes ist hierbei eine stetige,
wobei sie entweder eine gleichförmige oder eine bei jedem Hub nach demselben Gesetz
wiederkehrende ungleichförmige Bewegung sein kann.
Abb. ι der Zeichnung veranschaulicht die Hubverhältnisse eines beispielsweisen Schnittes,
Abb. 2 unten die Spirale, die das Schneidwerkzeug am Teilrißkegel nach dem bekannten
Verfahren und Abb. 2 oben nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erzeugt; Abb. 3 stellt ein Schnittschema dar.
S in Abb. 1 stellt die Spitze des Kegelrades A, Strecke 1, 2 den Hub des Schneidwerkzeuges,
3, 4 den Schnittweg, somit 2, 4 den Anlauf und 1, 3 den Auslauf des Schneidwerkzeuges
dar. In Abb. 2 ist die Mantelfläche des Kegehrades in eine Ebene gebreitet.
Der Schneidstahlhalter werde z. B. durch eine Kurbel angetrieben, und sowohl die Bewegung
des Kegelrades als auch die des Kurbelzapfens sei gleichförmig. Die Spirale 5, 6, 7, 8
(Abb. 2 unten) stellt die Relativbewegung des Schneidwerkzeuges auf dem Mantel des Werk-
Stückes während des Schnitthubes, die Spirale 8, 9, io, Ii jene während des Rückganges
dar. Nachdem das Werkzeug in seine Anfangslage zurückgekehrt ist, hat sich das Werkstück (Kegelrad) um eine Teilung" weitergedreht,
so daß der nachfolgende Zahn geschnitten wird. Der Sprung, d. i. die Strecke, um welche Anfang und Ende eines Schraubenzahnes
gegeneinander versetzt sind, beträgt eine fünftel Teilung, der mittlere Schraubenwinkel
2°.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Hobeln von Schraubenzähnen,
insbesondere für Kegelräder, welches darin besteht, daß die Hubzahl des Schneidwerkzeuges
im Verhältnis zur Umdrehungszahl des Werkstückes so gewählt wird, daß das Schneidwerkzeug eine oder mehrere Teilungen
überspringt, wodurch die Herstellung von Schraubenzähnen mit möglichst großer Steigung
möglich ist.
Gemäß Abb. 2 oben wird z. B. das in Abb. 2 unten zugrunde gelegte Kegelrad mit
25 Zähnen auf die Weise hergestellt, daß das Werkstück sich um sieben Teilungen weitergedreht
hat, wenn sich das Schneidwe;kzeug in seine Anfangslage zurückbewegt hat.
Die Kurve 12, 13, 14, 15 stellt die Relativbewegung
des Schneidwerkzeuges am Kegelmantel während seines Hinganges, die Kurve
15, 16, 17, 18 jene während seines Rückganges
dar. Die Kurve 13, 14 ist die am Kegelrad erzeugte Furche, der Rückgang des
Stößels erfolgt mit zurückgeschwenktem Schneidwerkzeug.
Der Sprung des Schneidwerkzeuges zwischen zwei Schnitten ist, da sich das Kegelrad
während des Schnittes siebenmal schneller unter dem Schneidwerkzeug fortbewegt hat
als in Abb. 2 unten, siebenmal so groß, somit sieben Fünftel der Teilung; der mittlere
Schraubenwinkel beträgt etwa 14 °. Wird das Kegelrad zwischen zwei Schnitten um eine Zahl
von Teilungen weitergedreht, die in der Gesamtzähnezahl des zu schneidenden Kegehrades
weder enthalten ist noch ein mit ihr gemeinsames Maß hat, dann werden nach mehreren
Umdrehungen des Kegelrades alle Zähne geschnitten, ohne eine zusätzliche Teilung, also
eine Teilvorrichtung zu erfordern. Es findet vielmehr ein selbsttätiges Teilen ohne Teilvorrichtung
statt.
In Abb. 3 stellen die Geraden i1 bis 251
die Zähne des Kegelrades vor, während die darunter befindlichen Punkte die jeweilig bei
einer Umdrehung I, II ... VII des Kegelrades geschnittenen Zähne anzeigen. Da sich
das Kegelrad bei jedem Doppelhub des Schneidwerkzeuges um sieben Teilungen fortdreht,
so muß es sieben Umdrehungen machen, bis alle Zähne geschnitten sind. Durch noch
weiter getriebenes Überspringen von Zähnen können Schraubenräder von großer Schräge
erzeugt werden. Es ist z. B. möglich, das Werkstück (Kegelrad) so schnell zu drehen,
daß das Schneidwerkzeug in den dem geschnittenen Zahn jeweilig vorhergehenden Zahn einschneidet.
Theorie und Praxis lehren, daß die Vorteile um so größer sind, je mehr die schraubenförmige
Zahnung von der geraden Form abweicht; am günstigsten ist ein Winkel von
45 °. Diese Vorteile bestehen in einer größeren Widerstandskraft des ganzen Zahnrades, da
mehrere Zähne zu gleicher Zeit beansprucht werden, ferner in einem ruhigeren Gang der
Zahnräder unter Vermeidung von Stößen, weil die Zähne dem Drucke nicht auf einmal
mit der ganzen Breite ihrer Berührungsflächen dargeboten werden, sondern erst allmählich zum Eingriff gelangen. Weiter
wird, was für die Abnutzung der Zähne von großer Bedeutung ist, die Reibung zwischen
diesen keine gleitende, sondern mehr eine rollende sein, da der Eingriff zweier Zähne
nicht durch Abgleiten der Zahnflanken, sondern durch Abrollen der Schraubenlinie in der Teilrißfläche
erfolgt. Da man die Eingriffsdauer zweier Zahnräder immer größer als eins halten
muß, war man bis jetzt gezwungen, die durch Hobeln hergestellten Kegelräder mit einer
Zähnezahl nicht kleiner als 14 auszuführen, während nach vorliegendem Hobelverfahren
die Zähnezahl vier, nicht zu überschreiten braucht, wodurch der Gesamtaufbau einer
mit solchen Rädern ausgeführten Maschine bedeutend kleiner ausfällt.
Claims (2)
1. Verfahren zum Hobeln von Schraubenzähnen, insbesondere für Kegelräder, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hubzahl des Schneidwerkzeuges im Verhältnis zur
Umdrehungszahl des Werkstückes so gcwählt wird, daß das Schneidwerkzeug eine
Anzahl von Teilungen überspringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück zwischen
zwei Schnitten um eine Anzahl von Teilungen weitergedreht wird, die in der Gesamtanzahl
der am Werkstück herzustellenden Zähne nicht enthalten ist und mit ihr kein gemeinsames Maß hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT341986X | 1919-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE341986C true DE341986C (de) | 1921-10-11 |
Family
ID=3672163
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919341986D Expired DE341986C (de) | 1919-03-28 | 1919-11-11 | Verfahren zum Hobeln von Schraubenzaehnen, insbesondere fuer Kegelraeder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE341986C (de) |
-
1919
- 1919-11-11 DE DE1919341986D patent/DE341986C/de not_active Expired
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