DE3418348C2 - Abflußmengenregler - Google Patents

Abflußmengenregler

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    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F5/00Sewerage structures
    • E03F5/10Collecting-tanks; Equalising-tanks for regulating the run-off; Laying-up basins
    • E03F5/105Accessories, e.g. flow regulators or cleaning devices
    • E03F5/107Active flow control devices, i.e. moving during flow regulation

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Description

Die Erfindung betrifft einen Abflußmengenregler für Ausläufe aus Flüssigkeitsbehältern, insbesondere Regenrückhalteräumen, mit einem ersten Drosselorgan, das, abhängig von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels, gesteuert bzw. angetrieben ist, wobei in einem Reglerraum, an dessen Austrittsseite sich eine Auslauföff­ nung und an dessen Eintrittsseite sich eine Zulauföffnung befindet, das erste Drosselorgan an der Auslauföffnung angeord­ net ist, und an der Zulauföffnung ein zweites Drosselorgan angeordnet ist, das über ein Verbindungselement mit dem ersten Drosselorgan bewegungsschlüssig verbunden ist.
Ein derartiger Abflußmengenregler ist aus der DE 31 08 440 A1 bekannt. Dort sind die beiden Drosselorgane in vertikaler Richtung vor und über den beiden Öffnungen des Reglerraumes geführt. Oben an den Drosselorganen greifen Gestänge an, die mit einer mittig zwischen den beiden Drosselorganen angeordneten Schwimmerkonstruktion zusammenwirken. Diese weist eine vertikal geführte Schwimmerstange auf, die unten den eigentlichen Schwimmer aufnimmt; mit der Schwimmerstange sind die den Drosselorganen zugeordneten Gestänge verbunden.
Obwohl aufgrund der Anordnung zweier Schieber am Eingang und am Ausgang des Reglerraumes eine Schieberverlegung infolge Ablage­ rungen selbständig erkannt und automatisch beseitigt werden kann, sind bei dem Abflußmengenregler Nachteile zu verzeichnen: So ist dort die Schwimmerkonstruktion zwischen den Drossel­ organen angeordnet, so daß hinsichtlich des störungsfreien Umströmens des Schwimmers besondere, den Flüssigkeitsstrom umleitende, bauliche Vorkehrungen zu treffen sind. Des weiteren erfordert die den Drosselorganen und dem Schwimmer zugeordnete Gestängekonstruktion einen erheblichen Aufwand bei der Her­ stellung des Abflußmengenreglers und dessen Montage in einem Reglerraum.
In der DE 31 10 104 A1 ist eine Drosselvorrichtung beschrieben, bei der die vor der Auslauföffnung schwenkbare Blende in Form einer Mehrfachblende ausgeführt ist. Eine oder mehrere Blenden sind im Abstand zueinander angeordnet, untereinander und mit der ersten Drosselblende und mit der Schwimmerstange verbunden und um die gleiche Drehachse wie die erste Drosselblende schwenkbar gelagert. Verstopft der von der Blende mit dem Beckenboden gebildete Spalt durch Schmutzstoffe, so strömt das Wasser seitlich und von oben zwischen den Drosselblenden zur Auslauf­ öffnung. Eine selbsttätige Entleerung des Beckens ist aber nur so lange gewährleistet, wie der Zwischenraum zwischen den Blenden freibleibt. Da aber eine Verstopfung meist zu Beginn der Reglertätigkeit oder durch labil im Wasser mitgeführte Plastik­ folien oder dergleichen auftritt, hat die Drosselvorrichtung den Nachteil, daß die Verstopfung längere Zeit bestehen bleibt und nur schwer manuell behoben werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Abflußmengen­ regler der genannten Art so weiter zu bilden, daß dieser eine Verstopfung sofort behebt und dabei einfach hergestellt und einfach in einem Reglerraum montiert werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Abflußmengenregler der genannten Art dadurch, daß das erste Drosselorgan um eine erste ortsfeste Drehachse und das zweite Drosselorgan um eine zweite ortsfeste Drehachse schwenkbar gelagert ist und das Verbin­ dungselement aus einer Kardanwelle besteht. Die Kardanwelle ermöglicht es, die beiden Drosselorgane auch dann auf baulich einfache Art und Weise miteinander zu verbinden, wenn im Reglerraum ein Gefälle vorhanden ist.
Die Erfindung ist nicht auf schwimmergesteuerte Regler be­ schränkt. Der erfindungsgemäße Abflußmengenregler kann in Verbindung mit jedem anderen von der Höhe des Flüssigkeits­ spiegels abhängig gesteuerten Betätigungselement, wie zum Beispiel einer druckempfindlichen, am Beckenboden angebrachten Vorrichtung, betrieben werden.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Abflußmengen­ reglers ist im folgenden anhand der einzigen Zeichnung näher erläutert. Dort bestehen die Drosselorgane aus Blenden.
Die Figur zeigt eine perspektivische Darstellung des Abflußmen­ genreglers mit schwenkbaren Drosselorganen bzw. Blenden 1 und 29. Beispielhaft ist ein Abflußmengenregler dargestellt, der in einen Reglerraum bzw. Reglerschacht 5 eingebaut ist. Vor der Auslauföffnung 6 des Reglerschachtes ist eine Hauptblende 1 angebracht, die um eine ortsfeste Drehachse 10 schwenkbar ist. Über nicht dargestellte Übertragungselemente sowie einen Schwimmerarm 9 ist diese Hauptblende 1 mit einem Schwimmer 4 verbunden. Vor der Zulauföffnung 7 des Regler­ schachtes 5 ist eine zweite Blende, die Vorblende 2, schwenkbar um eine Drehachse 11 angebracht. Die Blende 2 kann gegebenenfalls als Doppelblende ausgeführt sein. Beide Blenden 1, 2 weisen die gleiche Gestalt bzw. Form auf. Aufgrund des notwendigerweise im Becken vorhandenen Gefälles sind die Drehachsen 10, 11 der Blenden 1, 2 nicht identisch, sondern gegeneinander versetzt. Damit sich beide Blenden 1, 2 entsprechend der Schwimmerbewegung synchron bewegen, ist die Hauptblende 1 mit der Vorblende 2 bewegungs­ schlüssig über eine Kardanwelle 3 verbunden.
Wird nun durch Schmutzstoffe die von der Vorblende 2 mit dem Beckenboden gebildete Durchflußöffnung bzw. Zulauföffnung 7 während eines Regelvor­ ganges verstopft, fließt kein Wasser mehr in den Reglerschacht 5 hinein, sondern nur noch das in ihm befindliche Wasser durch die Auslauföffnung 6 ab.
Der Schwimmer 4 bewegt sich nach unten und die Blenden 1 und 2 werden hochgeschwenkt, so daß beide Öffnungen 6, 7 vollständig freigegeben werden und die Schmutzstoffe fortgespült werden können. Das in den Reglerschacht 5 sofort nachströmende Wasser bewegt den Schwimmer 4 wieder nach oben, und die Regelung der Abflußmenge setzt wieder ein.

Claims (5)

1. Abflußmengenregler für Ausläufe aus Flüssigkeitsbehältern, insbesondere Regenrückhalteräumen, mit einem ersten Drosselorgan (1), das, abhängig von der Höhe des Flüssig­ keitsspiegels, gesteuert bzw. angetrieben ist, wobei in einem Reglerraum (5), an dessen Austrittsseite sich eine Auslauföffnung (6) und an dessen Eintrittsseite sich eine Zulauföffnung (7) befindet, das erste Drosselorgan (1) an der Auslauföffnung (6) angeordnet ist, und an der Zulauf­ öffnung (7) ein zweites Drosselorgan (2) angeordnet ist, das über ein Verbindungselement mit dem ersten Drossel­ organ (1) bewegungsschlüssig verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Drosselorgan (1) um eine erste ortsfeste Achse (10) und das zweite Drosselorgan (2) um eine zweite ortsfeste Achse (11) schwenkbar gelagert ist und das Verbindungselement aus einer Kardanwelle (3) besteht.
2. Abflußmengenregler nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das erste Drosselorgan (1) über eine Schwim­ merstange (9) mit einem Schwimmer (4) bewegungsschlüssig verbunden ist.
3. Abflußmengenregler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselorgane (1, 2) Blenden (1, 2) sind.
4. Abflußmengenregler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Blenden (1, 2) identische Gestalt aufweisen.
5. Abflußmengenregler nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die zweite Blende (2) als Mehrfachblende ausgeführt ist.
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