DE3417543A1 - Monofilament zur herauffuehrung von hopfen - Google Patents
Monofilament zur herauffuehrung von hopfenInfo
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Description
-
- MONOFILAMENT ZUR HERAUFFOHRUNG VON HOPFEN
- Die Erfindung betrifft ein spezielles Monfilament zur Heraufführung von Hopfen.
- Zur Anzucht des Hopfens werden im allgemeinen 6-7 m hohe Stützvorrichtungen verwendet, die aus den in den Boden eingestämmten starken Säulen und aus dem daran ausgespannten Tragnetz bestehen.
- Dem Tragdraht wird die Aufgabe zugeteilt, daß das die Ranke des Hopfens heraufführende, sogenannte ZAuftragsdrahtw oder heraufleitende Filament daran befestigt werden kann. Das andere Ende des heraufführenden Filaments wird neben dem Hopfenstock im Boden befestigt. Die Befestigung kann z. B. mit Hilfe von Pfählen oder sonstigen Vorrichtungen durchgeführt werden. Während der Zuchtzeit windet sich die Ranke der Hopfenpflanze an dem gespannten heraufführenden Draht nach oben.
- Im Laufe der Ernte wird die auf den heraufführenden Draht gewundene Hopfenranke vollkommen abgeschnitten und entfernt, wobei die Frucht, der Hopfenzapfen, mit fixangeordneten Pflückmaschinen geptückt wird.
- Die Stützvorrichtung wird nach jahrhundertalter Praxis in unveränderter Form angewendet. Die Lösung dieser Aufgabe durch verschiedene heraufführende Drähte ist bekannt, wobei die Verwendung von Stahldraht bzw. von verschiedenen synthetischen Fäden sich am meisten verbreiten konnte.
- Der Stahldraht wird mit einer Klemme oder einem Ansatz aus einem Bindfaden am Tragdraht befestigt. Früher geschah die Aufhängung der heraufführenden Fäden mit Hilfe langer Stangen. Demgegenüber ist heute die Gesteliverdrahtung verbreitet.
- Die Verwendung des Stahidrahtes ist jedoch mit zahlreichen Nachteilen verbundend der Draht rostet und bricht leicht, wodurch die Anwendung Unfälle hervorrufen kann. Der Abfall kann nur schwer behandelt und vernichtet werden. Der Draht hat ein großes Gewicht und beschädigt des Messer der Rankenhäckselmaschine in kürzester Zeit.
- Die verschiedenen Systeme mit den Kunststoffäden sollten die Nachteile der Stahidrähte beseitigen. Bei der Heraufführung mit Kunststoffäden wurden in den meisten Fällen Multifilamente verwendet. Obwohl der mechanische Widerstand der Multifilamente befriedend war, bestand ein ernstes Problem darin, daß die Filamente während des Häckselprozesses schwer zerstückelt werden konnten, bzw. wickelten sich diese auf den Zylinder bzw. auf das Messer. Bei der Verwendung der Monofilamente war die Befestigung dieser an dem Tragdraht infolge der glatten Fläche der Filamente beinahe unmöglich. Zu diesem Zweck mußte ein spezielles Hilfsmittel verwendet werden. Eine derartige Lösung ist z. B. aus der DT-GMS 72 16 343 bekannt, bei der ein durch Spritzguss erzeugtes Befestigungselement verwendet wird. Die DT-GMS 73 04 350 beschreibt einen Kunststoffhaken, der den Draht selbstpressend erfaßt, während in der deutschen DE-OS 24 50 062 eine Spezialmetallklemme vorgeschlagen wird, die mehrere Jahre lang an dem Stützsystem gelassen werden kann. Bei all diesen Lösungen werden jedoch separate Befestigungselemente verwendet. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß im Laufe des Hopfenpflückens, beim AbreiBen der Ranke diese Elemente mehr oder weniger beschädigt werden.
- Der Erfindung wurde das Ziel gesetzt einen heraufführenden Draht zu entwickeln, der über die erwähnten Nachteile nicht verfügt.
- Der erfindungsgemäße zur Heraufführung von Hopfen dienende spezielle Faden weist eine Re iß festigkeit von 150 bis 500 N auf, die Fläche ist aufgerauht oder gewellt und ist ein zweckmäßig aus Polyolefinmaterial verfertigtes Monofilament.
- Der Vorteil des in dieser Weise ausgestatteten Monofilaments besteht darin, daß es die während der Vegetationsperiode immer zunehmende Belastung verträgt, gleichzeitig jedoch eine entsprechende 8iegsamkeit aufweist. Infolge der aufgerauhten bzw. gewellten Fläche kann das Monofilament einerseits mit höchster Sicherheit, ohne etwaige Hilfsvorrichtung am Tragdraht befestigt werden, andererseits fördert es das Heraufwinden des Hopfens. Der Grundstoff ist vorzugsweise Polyolefin und enthält vorteilhaft einen Zuschlag wie z. B. Styrol-Polymer. Auf Wirkung des genannten Zuschlages und der UV-Strahlen des während der Vegetationsperiode absorbierten Sonnenlichtes nimmt die Steifheit in kleinen Maße zu, wodurch die Reißdehnung abnimmt.
- Auf diese Weise wird das Häckseln nach der Ernte der Hopfenranke vereinfacht, da in der Häckselmaschine weder Aufwicklungen, noch Schmelzungen auftreten.
- Durch die befriedigende Reißfestigkeit ist die Dauerhaftigkeit während des Hopfenbaus gewährleSiet, gleichzeitig kann das Monofilament bei der Ernte einfach abgeschnitten oder abrissen werden. Das untere Ende wird ebenfalls ohnen jede Schwierigkeit befestigt, da der an dem unteren Ende gebundene Knoten,z. B. mit Hilfe eines gabelformigen Stabes, ohne einen Pfahl in den Boden gestochen und dort befestigt wird.
- Zu Verwendungszwecken wird der Faden in dem gewünschten Längenmaß, in Form eines aus einer beliebigen Zahl von Filamenten bestehenden Bündels, im aufgewundenen Zustand geliefert.
- Das Monofilament wird zweckmäßig aus einem Polyolefinstoff, z. B. Polypropylen, Polyäthylen, durch Extrudieren und Dehnen, sowie Stabilisierung hergestellt. Die Oberfläche des Monfilaments ist, wie bereits erwähnt, aufgerauht oder gewellt, die Flächengestaltung findet zweckmäßig mit mechanischen Methoden statt. Es besteht jedoch die Möglichkeit die Fläche während des Extrudierens oder Dehnens unmittelbar in die gewünschte Form zu bringen.
- Den obengenennten Grenzwerten der Reißfestigkeit wird besondere Bedeutung beigemessen, da eine ReiSfestigkeit unter 150 N zum Lasttragen nicht ausreichend ist, hingegen ist das Monofilament bei einer Reißfestigkeit von über 500 N bereits überdimensioniert. Wenn die Reißfestigkeit über 500 N liegt, kann das zur Heraufführung dienende Monofilament selbstverständlich gleicherweise verwendet werden.
- Das gehört ebenso zum Kreise des Schutzbegehrens.
- Vorzugsweise liegt die Re iß festigkeit des zur Heraufführung des Hopfens dienenden vorgeschlagenen Monofilaments bei 350 N.
- Bei dem zur Verwendung kommenden Polyolefin-Grundstoff bedeutet die obenerwähnte Reißfestigkeit vorzugsweise einen Querschnitt von 0,5-3,00 mm2. Sollte der Querschnitt wesentlich größer sein, geht einer der wichtigsten Vorteile der Erfindung, die Fähigkeit zum leichten Zusammenbinden, verloren. Die Reißdehnung des erfindungsgemäßen Monofilaments ist gering, und liegt bei max. 25 % bei einer Zugkraft von 200 m/Min. Somit kann eine blei- bande Dehnung auch bei einer Dauerbelastung vermieden werden.
- Das Gewicht je Meter beträgt beim erfindungsgeuiäßen Monofilament vorzugsweise und im allgemeinen 0,3-5,0 g, was 1/8 des Gewichtes des gegenwärtig verwendeten Stahidrahtes entspricht.
Claims (2)
- MONOFILAMFNT ZUR HERAUFFOHRUNG VON HOPFEN PATE NTANS PROC HE 1. Montfilament zur Heraufführung des Hopfens, aus einem Kunststoff, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß es eine Reißfestigkeit von mindestens 150 N aufweist, aus Polyolefin hergestellt wird und die Fläche aufgerauht oder gewellt ist.
- 2. Monofilament nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Reißfestigkeit im Bereich zwischen 250 N und 400 N liegt.
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