DE339341C - Verfahren zur Vorwaermung des Gichtgases bei Trockengasreinigungsanlagen - Google Patents

Verfahren zur Vorwaermung des Gichtgases bei Trockengasreinigungsanlagen

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DE339341C
DE339341C DE1914339341D DE339341DD DE339341C DE 339341 C DE339341 C DE 339341C DE 1914339341 D DE1914339341 D DE 1914339341D DE 339341D D DE339341D D DE 339341DD DE 339341 C DE339341 C DE 339341C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D51/00Auxiliary pretreatment of gases or vapours to be cleaned

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zur Vorwärmung des Gichtgas bei Trockengasreinigungsanlagen.
  • Das vorliegende Verfahren zur Vonvärmung des Gichtgases bei Trockengasreinigungsanlagen besteht darin, daß ein Teil des gereinigten oder Rohgases in besonderenHeizkammern oder Öfen verbrannt wird und die erzielten Heizgase in Vorwärmer geleitet werden, wo sie in bekannter Weise ihre Wärme durch die Vorwärmerwände hindurch an das zu erwärmende Gichtgas abgeben. Die Regelung der in den Heizkammern oder Öfen verbrannten Gase findet in der Weise statt, daß entweder die Gaszufuhr zu dem Ofen oder zu den Öfen geregelt wird, oder nachträglich Luft oder andere nicht entzündbare Gase den Verbrennungsgasen zugeführt werden.
  • Es können aber auch beide Regelungsarten angewendet werden. In diesem Falle ist es zweckmäßig, zwei Öfen zu gebrauchen, z. B. einen großen für das Rohgas, und einen kleinen für das zur Reinigung der Filter im Gegenstrom dienende, bereits gereinigte, sogenannte Abreinigungsgas. Dadurch ist man in der Lage, das Abreinigungsgas stets auf einer gewünschten Temperatur zu halten, unabhängig von der Temperatur des geheizten Rohgases.
  • Man kann, wenn notwendig, den Hauptofen geringer betreiben oder vorübergehend ganz ausschalten und den kleinen Ofen noch im Betrieb lassen. Es ist dies wichtig, da die Temperaturen der Abreinigungsgase zweckmäßig gleich oder höher gehalten werden, als diejenigen des geheizten Rohgases, da die Abreinigungsgase im Betrieb vor Eintritt in die Filter der Abkühlung mehr ausgesetzt sind, als die Rohgase.
  • Die in den besonderen, oben erwähnten Öfen erzeugten Verbrennungsgase werden z. B. mittels Ventilatoren durch die Vorwärmer für das Rohgas und das Abreinigungsgas hindurch gesaugt bzw. gedrückt.
  • Es sind zwar schon Verfahren bekannt, bei denen ein Teil heißer Rohgase zur Wiedererwärmung der zu reinigenden Gase verwendet wird. Die Erwärmung erfolgt aber hierbei durch Vermischen des vorgekühlten Rohgases mit ungekühltem, heißen Rohgas; beide in ungereinigtem Zustand gemischt, werden alsdann zusammen gereinigt.
  • Den bekannten Verfahren haften die Nachteile an: Unwirtschaftlichkeit, schlechte Regelfähigkeit, starke Abhängigkeit vom Winderhitzer- oder Kesselbetrieb und häufige Betriebsstörungen.
  • Gegenüber der seither üblichen Methode, zur Wiedererwärmung der Rohgase bereits vorhandene, im sonstigen Betrieb anfallende Abhitze, etwa von Winderhitzern, zu verwenden bedeutet das vorliegende Verfahren einen wesentlichen Fortschritt. Der Nutzeffekt einer jeden Kesselanlage ist bekanntlich von der Höhe der erzielbaren Anfangstemperatur abhängig, und der Wärmeübergang wächst mit Zunahme der Temperatur. Bei unmittelbarer Verfeuerung von Gasen bei der Verbrennungsstelle, d. h. bei der Trockenreinigungsanlage selbst, wird also nicht nur eine ökonomischere, leicht regelbare und intensivere Vorwärmung der zu reinigenden Gase ermöglicht, sondern man ist bei einer solchen Maßnahme wesentlich unabhängiger von dem sonstigen, oft starken Schwankungen unterworfenen Hochofen bzw. Kesselbetrieb. Die Abgangstemperaturen der Gase sind bei modernen Winderhitzer - und Kesselanlagen usw. infolge stetiger Vervollkommnung der Feuerungen sowieso schon so niedrig, daß sich deren Weiterverweitduflg zu Qichtgasvorwärmung, zumal bel. der durch örtliche Verhältnisse oft gegebenen oßen Enttënungen der Gasreinigungsanlage vom übrigen Hiittenbetrieb nicht lohnt bzw. gar nicht möglich ist, bei der infolge der niedrigen Abhitzetemperatur außerordentlich verminderten Heizwirkung und den großen in langen Leitungen entstehenden Wärmeverlusten hinreichende Energiemengen in den Vorwärmern auszutauschen.
  • Durch Beistellung besonders gefeuerter Öfen für die Vorwärmer der Reinigungsanlage werden ganz neuartige und bisher auch von der Fachwelt nicht beachtete Verhältnisse geschaffen, die es mit sich bringen, daß eine bisher nicht gekannte, für Durchführung und Aufrechterhaltung eines geordneten Betriebes unbedingt erforderliche Unabhängigkeit und Anpassungsfähigkeit gewährleistet wird.
  • Im Gegensatz zu früheren Anordnungen ist es erst durch Vorschaltung direkt gefeuerter Öfen vor die Vorwärmer ermöglicht worden, die Temperatur im Vorwärmer innerhalb weiter Grenzen, auch durch Zugabe kalter Luft oder inerter Gase zu den Ofengasen leicht und einfach, gegebenen Falles durch selbsttätige Einrichtungen zu regeln. Höchste Temperaturen sind in wenigen Minuten erzielbar und die Reinigungsanlage ist ohne Rücksicht auf den Abwärmeanfall im sonstigen Betrieb ständig oder sofort betriebsbereit. Bei allfälligen Betriebspausen hat man nicht mit sonst unvermeidlichen Wärmeverlusten zu rechnen, da es nur weniger Handgriffe bedarf, um den ganzen Ofen stillzalegen. Bei dem einfachen und reinlichen Betrieb kann naturgemäß, da der Wärmeaustausch intensiver ist, die ganze Vorwärmeranlage wesentlich kleiner ausfallen als bisher, ganz abgesehen davon, daß Betriebstörungen und Wärmevergeudung infolge häufigen Undichtwerdens langer und hierbei starken Wärmedehnungen unterworfen er Abhitzezuleitungen ausgeschlossen sind.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Vorwärmung des Gichtgases bei Trockengasreinigungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Verbrennen eines Teiles des gereinigten oder Rohgases in einer oder mehreren besonderen Heizkammern (Öfen) erzielten Heizgase in bekannter Weise durch die Vorwärmerwände hindurch ihre Wärme an das zu erwärmende Gichtgas abgeben, wobei eine Regelung der im Ofen bzw. in den Öfen verbrannten Gase in der Weise stattfindet, daß entweder die Gaszufuhr zum Ofen bzw. den Öfen geregelt wird, oder nachträglich Luft oder andere nicht entzündbare Gase den Verbrennungsgasen zugeführt werden, oder daß beides zusammen erfolgt, wobei zweckmäßig zwei Öfen verwendet werden, einer für das Rohgas und ein zweiter für das Filterabreinigungsgas.
DE1914339341D 1914-01-18 1914-01-18 Verfahren zur Vorwaermung des Gichtgases bei Trockengasreinigungsanlagen Expired DE339341C (de)

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