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Schutzpolster für Fahrzeug-, insbesondere Flugzeugteile. Die Erfindung
bezieht sich auf Schutz. Polster für die Bedeckung von Flugzeug- und anderen Fahrzeugteilen,
gegen die ein Insasse bei einem Unfall mögdlicherweise stoßen kann. Es ist bekannt,
solche Teile mit einem Luftkissen zu bedecken, das aus einem aufblähbaren Gummi-
oder anderem Rohr besteht. Die Erfahrung beweist, @daß ein solches Kissen tatsächlich
unbrauchbar ist, da das Kissen einen hohen Grad- von Aufblähung fordert, weil der
Widerstand, den :das Kissen leistet, mit -der Formveränderung wächst, die durch
den Druck hervorgerufen wird. Ein starker Rückstoß wird infolgedessen auf den auftreffendenKörper
ausgeübt, und d er Druck dieses Rückstoßes genügt, Verletzungen zu verursachen.
Bei Flugzeugen z. B. kann die Ecke der Versteifung unmittelbar vor dem Flugzeugführer
mit einem aufgeblasenen Gummirohr bedeckt wenden. Bei einem Unfall kann das Gesicht
des Führers mit großer Kraft auf :das Kissen, stoßen. Beim Beginn des Druckes kann
das Rohr bereitwillig nachgeben, aber der Widerstand gegen die Formveränderung wächst
sehr schnell und infolgedessen ist - wenn überhäupt-wenig Schutz gegen Verletzung
des Angesichts des Flugzeugführers gegeben. Davon wird auch nichts wesentliches
geändert, wenn die aufgeblähten Gummirohre u. dgl., wie es bekannt ist, eine Einlage
von Gummi oder anderen elastischen Stoffen erhalten. Diese Nachteile sollen bei
dem Gegenstand: der Erfindung dadurch vermieden werden, -daß :der Druck des Luftkissens,
,durch den das Kissen nach> einer Formveränderung .seine Gestalt wiedererlangt,
verhältnismäßig klein gemacht ist, und daß der Widerstand gegen Formveränderung
praktisch' gleichförmig oder abgestuft, wie gewünscht, gemacht werden kann.
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Zu diesem Zweck ist das Schutzpolster gemäß der Erfindung aus einem
Gummischwamm hergestellt, der von einer luftunid@urchlässi@gen biegsamen Decke :eingeschlossen
ist. Diese biegsame Decke besitzt eine Öffnung, durch welche die von ihr eingeschlossene
Luft mit der Außenluft in Verbindung steht, und deren Größe so gewählt ist, daß
der Widerstand beim Zusammendrücken des Schutzpolsters die je gewünschte Größe erhält.
Die Wiederherstellung der vorigen Gestalt des Schutzpolsters nach der Formveränderung
wird durch die Wiederausdehnung dies Gummischwamms infolge seiner, natürlichen'
Elastizität bewirkt. Nach einer besonderen Ausführungsform oder Erfindung ist der
Gummischwamm in eine Anzahl von Abteilungen geteilt und mit -einer Unterlage so
verbunden, daß d as Entweichen von Luft aus :dem Innern des Schwammes hauptsächlich
oder ganz
durch,die Unterlage oder Rückseite der Abteilungen erfolgt.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt und
es zeigt: Fig. i einen Querschnitt einer einfachen Form einer Polsterung gemäß der
Erfindung, Fig. 2 einen Querschnitt und Fig. 3 einen Längsschnitt einer Polsterung
mit Unterteilung.
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In Fig. i ist eine Polsterung dargestellt, wie sie zur Anbringung
auf einen Holzstab oder einer anderen Unterlage des Flugzeuges geeignet ist. Der
Gummischwamm a, der: nicht in Berührung mit der Unterläge b steht, ist in einer
luftundurchlässigen Hülse c eingeschlossen. Die Verbindung der Hülse mit der Unterlage
b ist nicht luftdicht, kann also einen beschränkten Durchtritt von Luft aus dem
Innenraum nach außen und umgekehrt gestatten. Wenn nötig, können Löcher in der Unterlage
b angebracht werden, um die notwendigen Luftdurchgänge zu schaffen. Ein solches
Polster vermeidet .die Nachteile des aufgeblasenen Kissens und besitzt die gewünschten
stoßverbrauchenden Eigenschaften.
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In den Fig. 2 und 3 ist ein aus einer Anzahl ähnlicher Abteilungen
von Gummischwamm a hergestelltes Polster dargestellt. Die einzelnen Abteilungen
sind; in der Regel m eine luftundurchlässige Haut von Gummi eingeschlossen, welche
fest an dem schwammigen Teil sitzt oder mit ihm verbunden ist; die von .der Gummihaut
eingeschlossenen Teile sind durch ',dicke Linien bezeichnet. An der Rückseite ist
die Gummihaut an den Stellen d durchbohrt, um das Entweichen der Luftaus dern Innern
des Schwammes zu gestatten, wenn die Abteilung zusammengedrückt wird. Wenn gewünscht,
können die Abteilungen zusammen in eine luftundurchlässige oder andere Hülse c eingeschlossen
werden, die an den Stellen auf der Rückseite, wo idie Durchbohrungen d angebracht
sind, Durchbrechungen aufweist. Das Schutzpolster ist auf einer Unterlage b aus
Holz o. dgl. oder unmittelbar an dem Teil des Flugzeuges angebracht, der eine Verletzung
des Fliegers usw. verursachen kann. Die Unterlage b wird reit Durchbohrungen e versehen,
um dlas Entweichen der Luft aus dem Innern des Posters. zu gestatten. Es können
aber auch eine oder mehrere Mittelöffnungen f angebracht werden, um die Abteilungen
untereinander ' in Verbindung zu bringen. Dies, verringert den Widerstand des Polsters
im ersten Augenblick des Zusammendrüclaens. Wenn sich die Mittelöffnungen geschlossen
haben, kann ein weiteres Zusammendrücken ides Polsters nur in -.dem Maße stattfinden,
als die Luft durch die rückwärtigen Öffnungen d, e entweicht.