DE337069C - Azetylenentwickler mit Tauchkarbidbehaelter - Google Patents

Azetylenentwickler mit Tauchkarbidbehaelter

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DE337069C
DE337069C DE1920337069D DE337069DD DE337069C DE 337069 C DE337069 C DE 337069C DE 1920337069 D DE1920337069 D DE 1920337069D DE 337069D D DE337069D D DE 337069DD DE 337069 C DE337069 C DE 337069C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H21/00Details of acetylene generators; Accessory equipment for, or features of, the wet production of acetylene
    • C10H21/08Safety devices for acetylene generators

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Azetylenentwickler mit Tauchkarbidbehälter. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Apparat zum Entwickeln von Azetylengas, der im besonderen auf dem Tauchsystem beruht. Bei einer dieser Einrichtungen werden die überschüssigen Gasmengen in besonderen Glasglocken aufgefangen, was indessen nur bei größeren Apparaten stationärer Verwendungsweise wegen der verhältnismäßig großen Anlagen zweckmäßig erscheint, wohingegen bei Anlagen, bei denen die besonderen ausdehnbaren Gassammelräume nicht verwendbar sind, die überschüssigen Gasmengen sich einen Weg durch das Wasserbad bahnen und somit zum mindesten nutzlos entweichen, oft aber auch Veranlassungen zu unliebsamen Nebenerscheinungen bieten. Hierbei soll dann aber auch erstrebt werden, das Gas unter einem gewissen Druck an die Verbrauchsstelle (Brenner) zu führen, was beim Tauchsystem eine verhältnismäßige hohe Wassersäule voraussetzt.
  • Bei anderen Einrichtungen sind zwar Rückschlagventile im Wege des Wasserzuflusses zum Entwicklerraum vorgesehen, welche indessen nur dann geöffnet werden, wenn im Wasserbehälter die Wassersäule einen Überdruck gegenüber dem Gasentwicklerraum hervorruft, die aber geschlossen sind, sobald im Gasentwicklerraum ein höherer Druck herrscht, was regelmäßig der Fall ist, sobald eine stürmische Gasentwicklung eintritt. In diesem Falle kann das in den Gassammelraum eingedrungene Wasser nicht zurückströmen, es findet sonach die stürmische Gasentwicklung auch weiterhin statt, wodurch unverhältnismäßig hohe gefährliche Drücke im Entwicklerraum entstehen. Da wo Rückschlagventile angeodnet sind, welche den Wasserabfluß aus dem" Entwicklerraum bei stürmischer Gasentwicklung gestatten, gestatten diese auch das Rückströmen von Gas, sind also zur Erreichung des angestrebten Zweckes völlig wertlos. Alle die hier erwähnten Erscheinungen verfolgen den Zweck, bei stürmischer Gasentwicklung dem überschüssigen Gas einen Weg zu bereiten oder dasselbe in dem Entwicklerraum unter voller Belassung des eingedrungenen Wassers abzusperren, wobei beide Wege schwerwiegende Übelstände im Gefolge haben. Es istdann auch schlechthin bei allen Apparaten, welche auf dem Tauchsystem beruhen, eine Einrichtung vorhanden, gemäß welcher der Entwicklerraum eine erhebliche Wassermenge faßt, ehe der Wasserspiegel an den Karbidbehälter heranreicht, um zu erreichen, daß unter Zurückdrückung des Wasserspiegels ein Reserveraum bei starker Gasentwicklung geschaffen wird. Indessen ist bei stürmischer Gasentwicklung die Gasmenge so groß, daß nicht nur das Wasser, sondern auch das Gas durch die Wasserzuflußleitung abströmt, wenn man nicht so große Wasserräume im Entwicklerraum vorsehen will, daß hierdurch der Apparat unhandlich und überaus schwer wird.
  • Nach der Erfindung werden die Nachteile, welche die bekannten Einrichtungen zeigen, dadurch beseitigt, daß in dem Wasserzufluß ein Rückschlagventil angeordnet ist, dessen Ventilkörper durch eine schwimmfähige Hohlkugel gebildet wird, welche demgemäß hei stürmischer Gasentwicklung dem Zurückfließen des Wassers aus dem Entwicklerracim keinen Widerstand entgegensetzt, das Ventil aber in dem Augenblick schließt, wo die Ktigel nicht mehr vom Wasser getragen wird, so daß ein Übertritt des Gases in den Wasserbehälter nicht stattfinden kann. Dies kann ohne Schaden und ohne Gefahr einer übermäßigen Spannung der Gase im Entwicklerraum geschehen, weil vermöge der erst erwähnten Einrichtung des Bodenbleches die Gasentwicklung nur auf verhältnismäßig geringem Raum stattfindet, wobei das in den Karbidraum eingedrungene Wasser nur geringe Mengen ausmacht, welche keinen übermäßig hohen Gasdruck in dem geschlossenen Entwicklerraum hervorrufen können.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen Vertikalmittelschnitt durch den Apparat, Fig.2 eine Draufsicht auf den Karbidbehälter, Fig. 3 eine Draufsicht auf den geschlossenen Apparat.
  • Der Apparat besteht im wesentlichen aus dem äußeren Wasserbehälter a, aus dem inneren Tauchbehälter b und dem hochgelegenen Karbidbodeneinsatz c, welche durch einen gemeinsamen Deckel d geschlossen werden können, eine Einrichtung, welche an sich bekärint ist. Die Zusammenstellung des App_erätes geschieht in der Weise, daß zunächst- in den Behälter b auf den gelochten'Eihr- siebartigen Boden c das Karbid eingefüllt und' hierauf der Deckel hermetisch verschlossen wird, worauf dann der Behälter b in das Wassergefäß a eingesetzt wird. In einfachster Weise geschieht hier die Verbindung durch am Deckel befindliche Haken e, welche durch Aussparungen f unter den Rand des Gefäßes a geführt werden.
  • Da beim Einsetzen des Gefäßes b auch die Gasleitung g geschlossen ist, kann wohl ein Teil des Wassers in den Raum unter dem Boden c eintreten, ohne jedoch das Karbid zu berühren, da der Karbidteller mit Absicht hochgelegt ist. Erst nachdem auch die Gasleitung geöffnet wird, kann bei gleichzeitigem Entweichen der eingeschlossenen Luft das Wasser langsam bis zum Karbid steigen, ein Vorgang, der sich durch entsprechende Einstellung des (nichtgezeichneten) Gasleitungsventiles in einfachster und feinster Weise regeln läßt. Tritt nun die anfänglich etwas stürmische Gasentwicklung ein, so kann das Gasleitungsventil ganz geöffnet werden, wohingegen der weitere Wasserzufluß nun sofort aufgehoben wird, bis der Gasdruck unter dem Druck der Wassersäule im Gefäß a sinkt.
  • Um die sonst bei jeweiligem neuen Wasserztitritt durch das Wasserbad entweichenden Gasmengen nicht austreten zu lassen, ist das Ventil h angeordnet. Dieses besteht aus einer schwimmfähigen Kugel, die sich auf einen Sitz i aufsetzt, der mit samt der Kugel von einem kleinen Dach h überdeckt ist, das im Zusammenwirken mit dem Kragen 1, der gegen Verschlammung von der Seite her schützt, den herabrieselnden Karbidschlamm vom Ventil fernhält. Hiernach setz die Kugel an sich dem Wasser keinen Widerstand entgegen, -wird aber bei entstehendem Überdruck auf ihren Sitz gepreßt. Hierdurch wind der weitere wesentliche Vorteil erreicht, daß der Überdruck nur in dem Gefäß b herrscht, daß nur dieses entsprechend kräftig ausgeführt werden braucht, daß kein unter Umständen gefährlicher, immer aber auf den Wasserzufluß wirkender Druck im Gefäße a herrscht, dieses auch nicht verschlammt wird, und daß endlich das Wasser nicht herausgetrieben wird. Das @'oluinen des Gefäßes d ist so groß zu wählen, daß das bei Gasüberdruck aus dein Behälter b ausströmende Wasser genügend Raum findet.

Claims (2)

  1. PATEN T-ANsPRÜcHE: i. Azetylenentwickler mit Tauchkarbidbehälter, bei welchem der Entwicklerraum als Reservegassammelraum dadurch ausgebildet ist, daß die in den Entwicklerraum von untenher eintretende größere Wassermenge bei stürmischer Gasentwicklung in den Wasserfüllraum zurückgedrückt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Verhinderung des Gasübertritts aus dein Entwicklerraum in den Wasserbehälter der Boden des ersteren mit einer Ventilanordnung (h, i) versehen ist, dessen Ventilkörper aus einer im Wasser schwimmfähigen Kugel (h) besteht, welche durch ihre Schwimmfähigkeit den Rückfluß des Wassers gestattet, dagegen das* Ventil schließt, sobald das Wasser zurückgedrängt ist und in dem Entwicklerraum nur noch Gas vorhanden ist.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das über dem Ventil (h) angebrachte Dach (k) in Verbindung mit dem Kragen (1) das Ventil gegen Verschmutzung des herabrieselnden Karbidschlammes schützt.
DE1920337069D 1920-02-24 1920-02-24 Azetylenentwickler mit Tauchkarbidbehaelter Expired DE337069C (de)

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