DE336987C - Vorrichtung zum Schutze gegen Roentgenstrahlen und die beim Roehrenbetrieb auftretenden schaedlichen Gase - Google Patents

Vorrichtung zum Schutze gegen Roentgenstrahlen und die beim Roehrenbetrieb auftretenden schaedlichen Gase

Info

Publication number
DE336987C
DE336987C DE1919336987D DE336987DD DE336987C DE 336987 C DE336987 C DE 336987C DE 1919336987 D DE1919336987 D DE 1919336987D DE 336987D D DE336987D D DE 336987DD DE 336987 C DE336987 C DE 336987C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
rays
protection against
lead
harmful gases
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919336987D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Application granted granted Critical
Publication of DE336987C publication Critical patent/DE336987C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05GX-RAY TECHNIQUE
    • H05G1/00X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
    • H05G1/02Constructional details
    • H05G1/04Mounting the X-ray tube within a closed housing

Landscapes

  • X-Ray Techniques (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Schutze gegen Röntgenstrahlen und die beim Röhrenbetrieb auftretenden schädlichen Gase. Bisher pflegte man Röntgenröhren beim Betriebe in Kästen oder Gehäusen unterzubringen, die als Haltevorrichtung für die Röhre und als Schutz gegen die Röntgenstrahlen dienen. Bei den bisher bekannten Ausführungsformen derartiger Röhrenkästen dringen aber die beim Betriebe mit Hochspannung auftretenden, auf Zersetzung der Luft beruhenden schädlichen Gase, wie salpetrige Säure, Ozon u. dgl., frei in den Behandlungs- oder Untersuchungsraum, beeinträchtigen also die darin befindlichen Personen. Eine Beseitigung dieses Übelstandes ist bei den bekannten Einrichtungen um so weniger möglich, als nur der kugelförmige Mittelteil der Röntgenröhre innerhalb des Schutzkastens angeordnet ist, während die Ansatzteile daraus heraustreten.
  • Gemäß der Erfindung sind die erwähnten, Nachteile dadurch vermieden, daß die Röntgenröhre mit ihren Ansatzteilen vollständig in einem' aus für Röntgenstrahlen schwer durchlässigen Isolationsmaterial bestehenden, rohrartigen Behälter untergebracht ist, durch den während des Röhrenbetriebes Luftstrom geleitet wird und der derart zu einer Öffnung in dem Behandlungsraum aufgestellt oder daran angeschlossen ist, daß die schädlichen Gase nicht in den Behandlungsraum gelangen können.
  • Die Röntgenröhre ist bei Verwendung eines zylindrischen Behälters an ihren Enden mittels besonderer Scheiben- oder radförmiger Haltestücke in diesem gelagert. Es ergibt sich hieraus neben dem Vorteil einer sehr einfachen Lagerungs- und Einstellungsmöglichkeit für die Röhre auch der weitere Vorteil, daß infolge der Röhrenbefestigung an deren Enden eine Störung des Potentialverlaufs längs der Röhre vermieden ist.
  • Auf der Zeichnung zeigt Fig. i einen Längsschnitt und Fig.2 eine Vorderansicht einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Fig. 3 veranschaulicht einen Längsschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels.
  • Die Röntgenröhre y ist mit ihren Endkappen e in durchbrochenen Scheiben d und durch diese in einem Isolierrohr b, zweckmäßig aus Bleiglas, gelagert. Der Anschluß der Anode an die Hochspannungsquelle erfolgt durch eine achsial in dem Isolierrohr geführte Leitung n, der der Kathode mittels einer seitlich durch .eine Öffnung im Isolierrohr geführte Leitung a. Das eine Ende dieses beiderseits offenen Rohres ragt in eine Öffnung p einer Wand w des Behandlungsraumes, dem anderen Ende steht ein Motor cq mit Ventilator v gegenüber. Dieser Ventilator v drückt Luft durch das Isolierrohr, die die beim Betrieb der Röntgenröhre entstehenden nitrosen und sonstigen Gase durch die Öffnung p ins Freie oder in einen von dem Behandlungsraum getrennten Raum befördert. Dadurch, daß der Ventilator die Luft durch das Schutzrohr drückt, wird verhindert, daß er mit den schädlichen Gasen in Berührung kommt.
  • Für den - Durchtritt der Röntgenstrahlen durch das Bleiglasrohr b ist unterhalb der Stelle, an der die Röhrenantikathode sich befindet, ein kreisrundes Fenster f ausgeschnitten, das durch ein dünnes Aluminiumblech a verschlossen sein kann, um den Austritt der Gase zu verhindern.
  • Da für harte Strahlung die Wandstärke des Bleiglasrohres b nicht ausreicht, um den 'Patienten und das bedienende Personal genügend zu schützen, ist dieses in der Mitte mit einem Bleimantel m umgeben. Da bei zufälliger Erdung dieses Bleimantels leicht ein Durchschlag der Spannung von Röhrenteilen nach diesem durch das Bleiglasrohr b stattfinden könnte, sind um den Bleimantel m mehrere Schichten von Isolationsniaterial i und von Metall m,., m2, mg gelegt. Auf diese Weise wird die Wirkung einer Nagelschen Durchführungsklemme erreicht. Für den Strahlendurchtritt sind auch in diesen Schichten Ausschnitte f,. vorgesehen.
  • Das Bleiglasrohr wird mit der Röntgenröhre r von einem Träger t gehalten, der es mittels schellenartig ausgebildeter Teile s in der Mitte umfaßt. Diese Teile s tragen auch eine Röhrenblende u, über der in einen Schlitz ein Aluminium- o. dgl. Filter c eingeschoben werden kann.
  • In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im Längsschnitt dargestellt. Es unterscheidet sich von demjeingen nach den Fig. i und 2 dadurch, daß das isolierende Bleiglasrohr b die Röntgenröhre nur so weit an Länge übertrifft, daß deren Enden davon noch bedeckt sind. Hierbei besteht die Gefahr, daß bei Anwendung auch nur eines verhältnismäßig kurzen, um das Bleiglasrohr gelegten Bleimantels die Spannung um das Rohr herum nach dem Bleimantel, womöglich von einem Röhrenanschluß nach dem anderen überschlägt. Um dies zu verhüten, sind sämtliche Metallagen m,_ bis m4 der das Isolierrohr b umgebenden Nagelschen Klemme aus Blei gefertigt und derart unterteilt und zwischen den Isolationsschichten i zueinander angeordnet, daß jede folgende Lage die vorhergehende ein Stück überlappt. Es entsteht so zwar ein zusammenhängender Schutz gegen die Röntgenstrahlung, aber der elektrische Zusammenhang der Metallteile ist derart unterbrochen, daß ein Spannungsübergang ausgeschlossen ist.
  • Da der die Luft durch das Rohr b treibende Ventilator v bei der Kürze des Rohres b ziemlich dicht an das Kathodenende der Röntgenröhre kommt, muß auch er und sein Motor q isoliert sein. Er ist daher auf einem Isolator la angeordnet und wird aus einem Transformator k gespeist, der zweckmäßig bei Verwendung von Röntgenröhren mit Glühkathode der Heiztransformator der Röhrenkathode sein. kann, wie durch das Schaltungsschema der Fig. 3 angedeutet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Schutze gegen Röntgenstrahlen und die beim Röhrenbetrieb auftretenden Gase, dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgenröhre in einem rohrartigen Behälter aus die Röntgenstrahlen absorbierendem Isoliermaterial, zweckmäßig Bleiglas, angeorndet und darin an ihren Enden befestigt ist, der mindestens die Länge der Röhre aufweist und durch den während des Röhrenbetriebes ein die Gase abführender Luftstrom geleitet wird. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzrohr namentlich in der Mitte von einer Bleibelegung umgeben ist, über der nach außen hin abwechselnd Isolations- und Metallschichten nach Art einer Nagelschen Klemme angeordnet sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweckmäßig auS Bleiblech bestehenden Metallschichten bis auf die äußerste geteilt und derart angeordnet sind, daß sie sich nur an den Rändern etwas überlappen. d.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Luftströmung in dem Schutzrohr erzeugender Ventilator derart aufgestellt ist, daß er die Luft durch das Rohr hindurchdrückt. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß beim Betrieb von Glühkathodenröhren der isoliert aufgestellte Ventilatormotor an den Heiztransformator angeschlossen ist.
DE1919336987D 1919-11-26 1919-11-26 Vorrichtung zum Schutze gegen Roentgenstrahlen und die beim Roehrenbetrieb auftretenden schaedlichen Gase Expired DE336987C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE336987T 1919-11-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE336987C true DE336987C (de) 1921-05-20

Family

ID=6220969

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919336987D Expired DE336987C (de) 1919-11-26 1919-11-26 Vorrichtung zum Schutze gegen Roentgenstrahlen und die beim Roehrenbetrieb auftretenden schaedlichen Gase

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE336987C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE336987C (de) Vorrichtung zum Schutze gegen Roentgenstrahlen und die beim Roehrenbetrieb auftretenden schaedlichen Gase
DE629476C (de) Einrichtung zur Behandlung von Koerperteilen o. dgl. mittels kuenstlich erzeugter schneller Elektronen
DE657422C (de) Hochspannungssicherung grosser Unterbrechungsstromstaerke
DE888447C (de) Einrichtung zur Ultraviolettbestrahlung von Stoffen, insbesondere von Fluessigkeiten
DE120688C (de)
DE373240C (de) Mit einer Lichtquelle versehene Vorrichtung zum Vernichten von Insekten mittels eines hochgespannten elektrischen Stromes
DE360583C (de) Elektrische Heilvorrichtung
DE417710C (de) Einrichtung fuer Tiefenbestrahlung mit Roentgenstrahlen
DE665541C (de) Kassettenwechselvorrichtung fuer Roentgenaufnahmen
DE888598C (de) Verfahren und Einrichtung zur Sterilisierung von Luft mittels ultravioletter Strahlen
DE832439C (de) Einrichtung zur Bestrahlung von Fluessigkeiten mit ultraviolettem Licht, insbesondere zum Entkeimen und Vitaminisieren
DE539588C (de) Gluehkathodenroentgenroehre mit spitz auslaufender Anode und ringfoermiger, die Anode mit geringem Abstand umgebender Kathode
DE357578C (de) Vorrichtung zum Behandeln von Fluessigkeiten mit ultravioletten Strahlen
DE2738481C3 (de) Stufenschalter mit einem in einem zylindrischen Gehäuse sitzenden Lastumschalter und mit einem darunter angeordneten Stufenwähler
AT91251B (de) Einrichtung für Tiefenbestrahlung.
DE417121C (de) Einrichtung fuer Tiefenbestrahlung mit Roentgenstrahlen
DE351235C (de) Vorrichtung zur Roentgenbestrahlung
DE596270C (de) Einrichtung zur Behandlung von Lebewesen im Kondensatorfeld kurzwelliger elektrischer Schwingungen
DE658777C (de) Roentgenroehre nach Patent 643507 mit einer Vorrichtung zum Drehen der Roentgenroehre um ihre Laengsachse
DE445330C (de) Einrichtung fuer Tiefenbestrahlung mit Roentgenstrahlen
DE102012205539A1 (de) Kombinierter dielektrischer Barriere-Entladungs-Reaktor
DE19627509C2 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Erzeugung von Ozon
AT142671B (de) Hochspannungsentladungsgefäß.
DE335123C (de) Verfahren zum Haerten von Lackleder
DE557568C (de) Blankgluehofen fuer Draehte u. dgl.