DE336772C - Verfahren zum Entwaessern sowie Destillieren von Teer, OEl usw. - Google Patents

Verfahren zum Entwaessern sowie Destillieren von Teer, OEl usw.

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DE336772C
DE336772C DE1919336772D DE336772DD DE336772C DE 336772 C DE336772 C DE 336772C DE 1919336772 D DE1919336772 D DE 1919336772D DE 336772D D DE336772D D DE 336772DD DE 336772 C DE336772 C DE 336772C
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DE
Germany
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tar
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HUGO BANSEN DIPL ING
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FACONEISEN WALZWERK L MANNSTAEDT
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/04Working-up tar by distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entwässern sowie Destillieren von Teer, Öl usw. Zum Entwässern von Teer bzw. zur Destillation von Teer, Öl und anderen zähen und flüssigen Stoffen ist es bereits vorgeschlagen worden, durch die zu behandelnden Stoffe einen heißen Gasstrom hindurchzudrücken oder zu saugen, wobei die Verdampfungswärme entweder unmittelbar durch den heißen Gasstrom geliefert oder ,ganz oder teilweise durch Außenbeheizung des Verdampfer- bzw. Destillationsgefäßes zugeführt wird. Für die Durchführung dieses Verfahrens ist eine große Berührungsfläche der zu destillierenden Stoffe mit dem Gas von wesentlicher Bedeutung. Die völlige Aufteilung des Gases in kleine Bläschen im Bade stößt aber auf erhebliche Schwierigkeiten. Selbst wenn das Gas durch feine öffnungen eines Verteilungsrohres in das Bad eintritt, schließen sich die Bläschen, ehe sie die Oberfläche erreichen, wieder zu wenigen großen Blasen zusammen. Die Folge ist, daß auf jeden Kubikmeter Heizgas nur eine verhältnismäßig geringe Menge von Verdampfungsprodükten entfällt.
  • Dieser Mangel des bekannten Verfahrens soll gemäß der Erfindung dadurch beseitigt werden, daß die zu entwässernden bzw. zu destillierenden Stoffe durch Schlagwirkung zerstäubt und zusammen mit dem Heizgas in wirbelnde Bewegung versetzt werden. Dadurch wird erreicht, daß die zu destillieren-_ den Stoffe mit dem Gas in feinster Tropfenform gemischt werden, so daß sie die denkbar günstigste Aufnahmefläche für die Verdampfungswärme bieten und mit dem Gas in innige Berührung kommen. Es ist bei der Entwässerung von Teer bereits vorgeschlagen worden, das zu entwässernde Gut mechanisch zu zerschlagen. Nach dem bekannten Verfahren wird der Teer ununterbrochen durch ein von außen beheiztes Gefäß oder Rohrsystem gepumpt und in letzterem auf etwa i io ° erhitzt, wodurch im Gefäß oder Rohrsystem ein überdruck von einigen Atmosphären entsteht. Der überhitzte Teer wird gegen ein Turbinenrad geleitet, das in einem besonderen, unbeheizten Gefäß gelagert ist. Dadurch wird das Rad in Umdrehung versetzt, wobei der erhitzte Teer in Richtung der Tangente fortgeschleudert und an den Gefäßwandungen zerspritzt wird. Der Teer läuft dann an den Wandungen des Gefäßes herab und gelangt abwechselnd auf äußere, an den Gefäßwandungen und innere, an der hohlen Turbinenwelle befestigte Ouerbleche, wobei er j edesmal erneut einer Schlag- und Schleuderwirkung unterliegt. Infolge der beim Verlassen des Erhitzergefäßes eintretenden Entspannung geht das im Teer enthaltene Wasser vermöge der dem Teer von der vorhergegangenen Erhitzung innewohnenden Wärme in Dampfform über. Die Hauptmenge des Dampfes entweicht vom Turbinenrad aus unmittelbar durch eine obere Dampfabführung des Gefäßes, während die noch vom Teer umschlossenen Dampfteilchen durch das Zerschlagen des Teeres frei werden und dann ebenfalls zur Dampfabführung emporsteigen sollen. Die Erhitzung des Teeres findet also ausschließlich in dem beheizten Gefäß oder Rohrsystem statt, während die Verdampfung des Wassers zeitlich und räumlich getrennt von der Erhitzung durch die in dem unbeheizten Gefäß -eintretende Entspannung erfolgt, wobei (las ebenfalls zeitlich und räumlich von der Erhitzung getrennte Zerschlagen des Teeres nur den Zweck hat, Teer und Wasserdampf mechanisch voneinander zu trennen.
  • Das neue Verfahren unterscheidet sich von jenem bekannten Verfahren grundsätzlich dadurch, daß der Teer in einem Verdampfergefäß mechanisch zerschlagen und zerstäubt und gleichzeitig mit einem heißen Gas in Berührung gebracht wird. Erhitzen, Zerschlagen und Verdampfen stellen also hier einen zeitlich und räumlich zusammenfallenden Arbeitsvorgang dar, wobei durch das Zerschlagen des Teeres o. dgl. die denkbar günstigste Aufnahmefläche für die vom Heizgas übermittelte Verdampfungswärme geschaffen werden soll. Während bei dem bekannten Verfahren das Überschäumen des Teeres dadurch verhindert wird, daß die Erhitzung unter Überdruck erfolgt, ist bei dem neuen Verfahren das Überschäumen des Teeres dadurch ausgeschlossen, daß einmal die jeweils in Behandlung befindliche Teermenge verhältnismäßig gering ist, andererseits die Verdampfung durch unmittelbare Berührung mit dem Heizgas, also unter einem Teildruck erfolgt, was mit einer wesentlichen Erniedrigung des Siedepunktes verbunden ist.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens schematisch im senkrechten Schnitt dargestellt.
  • a ist ein Verdampfer- oder Destilliergefäß, dessen unterer Abschluß durch einen Tauchverschluß b erfolgt. Durch das Rohr treten die heißen Gase in das Gefäß a ein, während das Gasdampfgemisch durch den Stutzen d abzieht. Im Gefäß a ist auf einer Welle e ein nach Art eines Ventilatorrades oder eines Desintegratorkorbes eingerichteter Mischer und Zerstäuber f gelagert, der beim Betriebe der Vorrichtung ständig umläuft. Die zu destillierenden Stoffe werden kalt oder vorgewärmt durch das Rohr g zugeführt und treten durch ein feststehendes Verteilungsrohr h in feinen Strahlen in den Mischer f. Durch den letzteren werden die Stoffe durch Schlagwirkung vollständig zerstäubt und mit dem Heizgas durcheinandergewirbelt. Die Stoffe kommen also mit dem Gas in Form feinster Tröpfchen in innige Berührung, so rlaß die darin enthaltenen flüssigen oder flüchtigen Bestandteile vollständig verdampft werden. Durch stufenweise Erhöhung der NerdampfungAwärme können natürlich in fraktionierter Destillation sämtliche flüssigen und flüchtigen Stoffe getrennt verdampft werden. Die Verdampfungsprodukte ziehen mit dem Gas durch den Stutzen d ab und werden in bekannter Weise in einem Kühler o. dgl. niedergeschlagen. Die nicht verdampfbaren Tropfen fallen in den Tauchverschluß b, von wo sie abgezogen werden. Für den Tauchverschluß werden hierbei zweckmäßig dem Destillationsgut entsprechende reine Stoffe, z. B. reiner Teer, 0I o. dgl., gewählt.
  • Das Heizgas kann gegebenenfalls erst im Verdampfergefäß auf die erforderliche Arbeitstemperatur gebracht werden, indem z. B. das Verdampfergefäß durch die Wandungen hindurch von außen oder mittels Heizrohre oder -schlangen von innen beheizt wird. In jedem Falle bildet aber das Gas den eigentlichen Wärmeträger, welcher die Verdampfungswärme an die zu verdampfenden Stoffe abgibt. Ferner können die zu destillierenden Stoffe überhitzt in den Verdampfer eingespritzt werden; dies empfiehlt sich jedoch nicht für Teerwasseremulsionen, weil dabei leicht Dampfstöße eintreten können.
  • Das neue Verfahren eignet sich besonders vorteilhaft für die Entwässerung von Teer bzw. Teerwasseremulsionen. Da ein Überschäumen nicht eintritt, ist es möglich, mit der Arbeitstemperatur bis an die Grenze des Siedepunktes der niedrigst siedenden Teeröle hinaufzugehen, wodurch der Entwässerungsvorgang wesentlich beschleunigt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Entwässern sowie Destillieren von Teer, öl und anderen , zähen oder flüssigen Stoffen durch unmittelbare Beheizung mit einem heißen Gasstrom, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnden Stoffe während der Beheizung durch Schlagwirkung zerstäubt und zusammen mit dem Gas in wirbelnde Bewegung versetzt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem vom Heizgas (lurchströmten Verdampfer- bzw. Destilliergefäß ein nach Art eines Ventilatorrades oder eines Desintegratorkorbes eingerichteter Zerstäuber und Mischer umläuft, in welchen die zu destillierenden Stoffe in feinen Strahlen eingeführt werden.
DE1919336772D 1919-02-18 1919-02-18 Verfahren zum Entwaessern sowie Destillieren von Teer, OEl usw. Expired DE336772C (de)

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DE336772T 1919-02-18

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DE1919336772D Expired DE336772C (de) 1919-02-18 1919-02-18 Verfahren zum Entwaessern sowie Destillieren von Teer, OEl usw.

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DE (1) DE336772C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE947311C (de) * 1953-10-27 1956-08-16 Koppers Gmbh Heinrich Verfahren zur Entwaesserung von Steinkohlenteer

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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