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Einsätze für Küchenherde und Öfen mit Kocheinrichtung zur Verlängerung
des Feuerzuges. Geigenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche der besseren
Verteilung und Ausnutzung der Heizgase in Küchenherden und Ofen mit Kocheinrichtung
dient. Eine solche Vorrichtung, welche aus zwei U-förmig gebogenen; symmetrisch
angeordneten Zungen und einem T-förmig gestalteten Einsatzstück, die unter sich
durch Winkel, Stege usw. starr verbünden sind; von nicht veränderlicher Form und
Größe :besteht, ist bereits bekannt.
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Demgegenüber ist Merkmal der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung,
bei welcher gerade und gebogene Zungen und Verlängerungsstücke, die in beliebiger
Zahl und Aufeinanderfolge und durch ihre eigene Rundung oder Form oder durch seitliche
Stützen feststehend aneinand@ergestellt werden und mittels ineinanderpassend'er,
leicht lösbarer Teile o. dgl. miteinander verbunden werden können, zur Herstellung
beliebig geführter, der besseren Verteilung und Ausnutzung der Heizgase dienender
Feuerzüge verwendet werden. Der Einbau des gekennzeichneten Erfindungsgegenstandes
in Herden und Öfen der genannten Art verschafft den Vorteil, daß die Führung der
Heizgase, in den. verschiedensten Formen vorgenommen werden kann, je nachdem die
gegebenen Verhältnisse .das erfordern oder besondere Wünsche in bezug auf die Heizwirkung
zu erfüllen sind. Durch einfaches Umstellen oder Veränderung in der Zusammenstellung
der Einzelglieder lassen sich die neu zu schaffenden Feuerzüge in größerer oder
kürzerer Ausdehnung und an beliebigen. Stellen von größerem oder geringerem Querschnitt
herstellen, so daß die Wirkung der neuen Vorrichtung in bezug auf die günstigste
Ausnutzung der Heizgase von Fall zu Fall ausprobiert und nach den Ergebnissen ohne
Schwierigkeiten verändert werden kann. Eine leichte und schnelle Anpassung der Vorrichtung
an alle Arten von Feuerungen, an alle Anforderungen und alle möglichen Verhältnisse
auch hinsichtlich- des Brennstoffs; des vorhandenen Wärmegefälles usw. ist die hervorstechendste
Eigenschaft derselben und hat zur Folge, daß zwei Normalformen des Erfindungsgegenstandes
- Zunge und Verlängerungsstück - genügen, mit denen man in allen jenen genannten
Fällen auskommt.
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Dieses bedeutet sowohl in - der Herstellung wie im Aufbau der Vorrichtung
eine erhebliche Vereinfachung, neben welcher noch eine nicht unbeträchtliche Ersparung
an Herstellungsmaterial einhergeht.
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Es -sind beliebig viele Bauarten der Einsatzzungen, und Verlängerungsstücke
möglich, gerade, gebogene, mit und ohne Stützen oder Verbindungseinrichtungen u:sw.
Demgemäß können auch ganz einfache Flacheisenstücke und Zungen mit angespitztem
Ende, mit Kröpfungen oder Einschnürungen verwendet werden und sind dann in dieser
Zugehörigkeit bzw. Verwendung Bestandteil dieser Erfindung.
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Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise den Erfindungsgegenstand
in mehreren Ausführungsformen in vier verschiedenen Figuren, von denen Fig. z eine
einzelne gebogene Zunge in der Seitenansicht, Fig. 2 ein gerades Verlängerungsstück
mit
Verbindungslaschen an einer Seite in -der Seitenansicht und
Draufsicht, Fig.3 ebenfalls ein Verlängerungsstück mit Verbindungslaschen an beiden
Seiten in der Draufsicht, Fig.4 ein Übersichtsbeispiel für die Anordnung des Erfindu,ngsgeagenstandes
an einem Küchenherd mit Kochmaschine in der Draufsicht darstellt.
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Die gerade oder gebogene Zunge a besteht mit den seitlichen Stützen
b, deren Form und Anordnung in Berücksichtigung der Standsicherheit der Vorrichtung
gewählt wird, zweckmäßig aus Gußeisen. Die letzteren sind besonders für gebogene
Zungen nicht unbedingt oder nur in geringer Zahl oder mit kleinerer Ausladung erforderlich,
da die gebogene Form an sich schon ein. gewisses Maß Standsicherheit bietet. Die
geringe Stärke der Zungen bzw. der Verlängerungsstücke verringert den verfügbaren
Raum im Feuerzug nicht in dem Maße, daß dadurch eine merkliche Beeinträchtigung
der wirksamen Zugquerschnittsfläche eintritt, welche eine Unterteilung des ursprünglichen
Zuges in mehrere schlangenförmig bzw. hintereinander angeordnete Einzelzüge c,
d, e (Fig. 4) nachteilig beeinflussen würde. Der Kopf oder das Ende einer
Zunge a. oder eines Verlängerungsstückes g bildet einen Schnabel f o. d'gl., zwischen
dessen Backen das freie Ende des anschließenden Verlängerungsstückes g oder einer
anderen Zunge a eingeschoben wird.
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Die Verbindung zweier aufeinanderfolgender Teile kann auch auf eine
andere Weise geschehen, Voraussetzung aber dafür ist, daß sie auf so einfache Art
wie -die gekennzeichnete Befestigungsweise möglich, ist. Desgleichen ist die in
Fig.4 der Zeichnung dargestellte Schlangenform der neu hergestellten Zugführung
keine endgültige und kann durch andere, ebenfalls als zweckmäßig erkannte Abänderungeri
oder Umformungen ersetzt werden. Für eine solche ist <fer Zweck der Wärmeverteilung
in erster Linie bestimmend, beispielsweise, wenn irgendeine besondeTe Einrichtung
des Herdes oder Ofens. durch die neue Zugführung besonders begünstigt werden soll,
wie ein in den Herd eingebautes Wasserschiff, die Bratröhre usw. Ist für die letztere
noch eine Feuerung für sich vorhanden, so können auch deren Heizgase durch geeignet
geformte und in ihrer Länge abgepaßte oder zusammengesetzte Zungen nach der vorliegenden
Erfindung zwangläufig in einer Weise geführt werden, welche einer besseren Ausnutzung
jener entspricht (Fi:g:-4).
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_ Der gekennzeichnete Erfindungsgegenstand - Zunge, Verlängerungsstücke
usw. - wird in gangbaren Abmessungen und Formen im Handel geführt, was um: so' einfacher
ist, als die Höhe des Feuerzuges nach bestimmten Normen gebaut wird, die Länge sich
aber durch Ansetzeni und! Wegnehmen Bier verschieden langen Verlängerungsstücke
von Fall zu Fall leicht anpassen läßt.