DE336285C - Einrichtung zur Verminderung des Ventilationswiderstandes bei umsteuerbaren Turbinen - Google Patents
Einrichtung zur Verminderung des Ventilationswiderstandes bei umsteuerbaren TurbinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D15/00—Adaptations of machines or engines for special use; Combinations of engines with devices driven thereby
- F01D15/02—Adaptations for driving vehicles, e.g. locomotives
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Control Of Turbines (AREA)
Description
AUSGEGEBiN
AM29;APRILi92i
- JVl 336285 -KLASSE 14 c GRUPPE
Ernst Carstens in Hamburg.
Die Erfindung bezweckt, die starke Ventilationsarbeit des leerlaufenden Teiles umsteuerbarer
Turbinen, bei denen für Rechts- und Linkslauf besondere Sätze vorgesehen sind, zu
verhindern oder mindestens doch stark herabzusetzen.
Es ist bekannt, daß eine in umgekehrter Drehrichtung laufende Beschauflung einer Turbine
trotz Anschlusses des Auslasses an den Kondensator Ventilationsverluste verursacht, die
oft ein Vielfaches desjenigen Drehsinnes betragen, für den die Beschauflung gebaut ist.
Dies wird dadurch hervorgerufen, daß die nicht arbeitende Beschauflung von der Abdampfseite
her infolge der umgekehrt laufenden Beschauflung Dampf nach der Eintrittsseite hin komprimiert. Es hat dies zur Folge,
daß der Wirkungsgrad der Turbine stark herabgedrückt wird. Auch können durch die
ao übergroße Kompressionsarbeit des im umgekehrten Drehsinn laufenden Schaufelteiles infolge
der übergroßen Erwärmung derart schädliche Beeinflussungen des Schaufelbaustoffes erfolgen,
daß dieser ganz oder teilweise zerstört wird.
Diese Übelstände sollen nun durch vorliegende Erfindung ganz oder zum Teil beseitigt
werden. Zu diesem Zweck sind sowohl vor der Rückwärtsturbine als auch vor der Vorwärtsturbine Organe (Ventile o. dgl.) vorgeschaltet,
die mit Anschluß nach dem Kondensator versehen sind. Bei Vorwärtsgang der Turbine wird das Organ vor der Rückwärtsturbine,
bei Rückwärtsgang das vor der Vorwärtsturbine geöffnet und somit mit dem Kondensator verbunden, so daß der sich stauende
Dampf, welcher eben die Ventilationsverluste verursacht, nach dem Kondensator abgeführt wird.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
In dem Turbinengehäuse α rotiert die Trommel b, c ist die Beschauflung
der Vorwärts- und d die der Rückwärtsturbine. Bei Vorwärtsgang tritt der Dampf bei e ein
und strömt durch den Abdampfstutzen g aus, bei Rückwärtsgang strömt der Dampf bei f
ein und tritt ebenfalls bei g aus. Das Ventil h ist das vorerwähnte Ventil zur Erreichung
des Ventilationsschutzes bei Rückwärtsgang der Turbine, Ventil i das für Vorwärtsgang.
Die Rohrleitungen k und I führen von den
Ventilen zum Kondensator der Turbine.
Nimmt man nun als Beispiel an, daß die Turbine sich im Vorwärtsgang drehen würde,
so befindet sich der Rückwärtsteil im Leerlauf, d. h. die Beschauflung würde, wie vorerwähnt,
Dampf nach der Eintrittseite bei f hin komprimieren, öffnet man nun Ventil f,
so wird dieser komprimierte Dampf nach dem Kondensator entweichen und wird im Abdampfstutzen
g wie auch im Kanal f alsdann gleicher Druck herrschen, und die Ventilationsarbeit
ist aufgehoben bzw. auf ein Mindestmaß herabgedrückt. Bei Rückwärtsgang der Turbine
würde natürlich VentilA geöffnet werden müssen und Ventil i müßte geschlossen sein.
Vorbeschriebene Anordnung ist die einfachste, da sie ja jedesmal würde von Hand betätigt
werden müssen, was jedoch beispielsweise für den normalen Schiffsbetrieb genügen würde.
Es lassen sich jedoch verschiedene andere
Ausführungen denken, die rein selbsttätig denselben Zweck erfüllen würden.
Beispielsweise könnte das Ventil h unter den Einfluß des Dampfdruckes hinter den
Manövrierventilen bzw. im Stutzen f oder dem einer Zwischenstufe gesetzt werden, derart,,
daß der Druck auf einen Kolben wirken würde, dem eine entsprechend berechnete Feder entgegen
wirken müßte. Würde nun die Rückwärtsturbine angestellt, d. h, arbeiten, so würde
unter dem Einfluß des Druckes das Ventil h geöffnet, während es bei nicht arbeitender
Rückwärtsturbine durch den Federdruck geschlossen gehalten würde. In gleicher Art
könnte das Ventil i unter den Einfluß des Druckes der Vorwärtsturbine gebracht werden.
Ferner könnten die Ventile auch von dem Drehsinn der Welle in Abhängigkeit gebracht
werden, d. h. bei Drehsinn im Vorwärtsgange würde von der Welle aus Ventil i geöffnet,
während Ventil h geschlossen bleibt, bei Rückwärtsgang würde Ventil h geöffnet, während
Ventil i geschlossen bleibt. Endlich könnten beide Ventile noch derartig miteinander verblockt
werden, daß, wenn eins geöffnet ist, das andere stets geschlossen sein muß, so daß
nur eine Betätigung in diesem Falle möglich wäre.
Claims (4)
- ." Patent-Ansprüche:i. Einrichtung zur Verminderung des Ventilationswiderstandes bei auf gemeinsamer Welle angeordneten Vorwärts- und Rückwärtsturbinen, dadurch gekennzeichnet, daß an der Eintrittsseite sowohl der Vorwärtsals auch an der Rückwärtsturbine Organe eingeschaltet sind, welche mit dem Kondensator in Verbindung stehen und geöffnet werden, wenn der zugehörige Trommelteil der Turbine im Leerlauf arbeitet, wodurch erreicht wird, daß der sich an der Eintrittsseite der leerlaufenden Turbine stauende Dampf zum Kondensator abgeführt wird, wodurch die Ventilationsarbeit auf ein Mindestmaß herabgedrückt wird.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe selbsttätig betätigt werden unter dem Einfluß des hinter den Manövrierventilen für Vor- und Rückwärtsgang oder einer Zwischenstufe herrschenden Druckes, derart, daß unter dem Einfluß des Druckes der arbeitenden Turbine das Organ der nicht arbeitenden geöffnet wird.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Betätigung der Organe unter dem Einflüsse der jeweiligen Drehrichtung der Welle geschieht.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1,2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe zwangläufig miteinander verblockt sind, derart, daß ein Ventil geschlossen sein muß, wenn das andere geöffnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.■fifiliLlH. GEDRUCKT IN DER
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE336285T | 1920-03-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE336285C true DE336285C (de) | 1921-04-29 |
Family
ID=6220196
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920336285D Expired DE336285C (de) | 1920-03-10 | 1920-03-10 | Einrichtung zur Verminderung des Ventilationswiderstandes bei umsteuerbaren Turbinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE336285C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE940950C (de) * | 1952-09-29 | 1956-03-29 | Participations Eau Soc Et | Mechanisch zeitweilig in einem ihrer normalen Laufrichtung entgegengesetzten Sinn angetriebene Gasturbine |
-
1920
- 1920-03-10 DE DE1920336285D patent/DE336285C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE940950C (de) * | 1952-09-29 | 1956-03-29 | Participations Eau Soc Et | Mechanisch zeitweilig in einem ihrer normalen Laufrichtung entgegengesetzten Sinn angetriebene Gasturbine |
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