DE33617C - Apparat zum Decken von hängenden Telegraphen- und anderen Leitungsdrähten mit Farbe oder einer sonstigen schützenden oder isolirenden Substanz - Google Patents
Apparat zum Decken von hängenden Telegraphen- und anderen Leitungsdrähten mit Farbe oder einer sonstigen schützenden oder isolirenden SubstanzInfo
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- DE33617C DE33617C DENDAT33617D DE33617DA DE33617C DE 33617 C DE33617 C DE 33617C DE NDAT33617 D DENDAT33617 D DE NDAT33617D DE 33617D A DE33617D A DE 33617DA DE 33617 C DE33617 C DE 33617C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C—APPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C1/00—Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating
- B05C1/04—Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating for applying liquid or other fluent material to work of indefinite length
- B05C1/06—Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating for applying liquid or other fluent material to work of indefinite length by rubbing contact, e.g. by brushes, by pads
Landscapes
- Coating Apparatus (AREA)
- Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49: Mechanische Metallbearbeitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Februar 1885 ab.
Der in Nachstehendem beschriebene Apparat soll zum Decken von aufgehängten Telegraphen-
und anderen Leitungsdrähten an Ort und Stelle mit Farbe oder anderen Substanzen dienen.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt dieses Apparates, Fig. 2 eine
Oberansicht mit zurückgeschlagenem Obertheile, Fig. 3 und 4 sind Querschnitte nach den
Linien 1-1 und 2-2, Fig. 1. Der Apparat besteht
aus zwei Theilen: dem oberen A und dem unteren B, welche durch ein Scharnier/,
Fig. 3 und 4, derart mit einander verbunden sind, dafs der obere Theil zurückgeschlagen
werden kann, wie in Fig. 2 gezeigt. Im oberen Theile befindet sich ein Behälter G, Fig. 1, für
die zum Decken des Drahtes bestimmte flüssige Farbe oder sonstige Substanz. Dieser Behälter '■■
ist mit einem sich in Angeln bewegenden Deckel a, einem drehbaren Schieber i für den:
Zutritt der Luft in den Behälter und einer; Oeffnung K versehen, welch letztere durch Anziehen
des Schiebers / geöffnet werden kann, Fig. i, 2 und 4.
Sowohl im oberen als auch im unteren Theile . des Apparates befinden sich Halbröhren
M mit beckenförmigen Erweiterungen N und O angebracht, die mittelst Schrauben an
den äufseren Seitenwandungen des Apparates befestigt sind. In die Erweiterungen O werden
zwei halbcylindrische Haarbürsten R eingesetzt, welche zum Anstreichen oder Decken
des Drahtes mit der Farbe oder Substanz be- . stimmt sind; von den zwei anderen flachen
Bürstenpaaren P und Q. dient P zum Verhindern des Ausfliefsens der Farbe oder Substanz
nach aufsen, Q. dagegen zur gleichmäfsigen Vertheilung der Farbe oder Substanz
auf dem Draht.
Der obere Theil des Apparates ist mit Führungen S versehen, in denen sich auf Achsen
hölzerne oder metallene Rädchen oder Rollen T drehen. An dem behufs Stabilität mit Blei
oder einem anderen Gewicht beschwerten unteren Theile des Apparates befindet sich ein
Ring u zum Befestigen eines Seiles, an welchem der Apparat den Draht entlang gezogen wird.
Eine durch den Schieber b verschliefsbare Oeffnung ν dient zum Ablassen der im unteren
Behälter sich angesammelten Farbe oder sonstigen Substanz. Die Manipulation mit diesem
Apparat ist folgende:
In den oberen Behälter G giefst man die Farbe oder andere zum Decken des Drahtes
bestimmte Substanz. Hierauf steigt man auf einer an den Telegraphenpfosten etc. gelehnten
Leiter zum Draht, schlägt den oberen Theil des Apparates zurück und, nachdem man den
Apparat auf den Draht aufgesetzt, vereinigt man beide Theile A und B desselben durch
den Verschlufs x. Sodann öffnet man die Schieber / und i und übergiebt das am Ring u
befestigte Seil einem anderen Arbeiter, welcher den Apparat längs des Drahtes zum nächsten
Telegraphenpfosten etc. zieht. Die färbende oder andere zum Decken des Drahtes bestimmte
Substanz, welche durch die Oeffnung K fliefst,
füllt die Erweiterung N an und geht von dort zu den Bürsten R, wobei der Draht ringsum
von der Farbe oder Substanz bedeckt wird. Die überflüssige Farbe oder Substanz fliefst
durch das an beiden Enden offene zweitheilige Rohr M in den unteren Behälter H, während
die Bürsten Q die Farbe oder Substanz auf dem Draht gleichmäfsig vertheilen. Diese
Bürsten können stabil oder durch die - Schrauben n>
n>, Fig. 3, in horizontaler Richtung, nach Mafsgabe der Abnutzung der Haare oder
Borsten, verstellbar eingerichtet sein. Sobald der Apparat beim Isolator des nächsten Telegraphenpfostens
etc. angelangt ist, steigt einer der Arbeiter zum Isolator hinauf, streicht den
Draht in der Nähe des Isolators mit einem Handpinsel an und setzt den Apparat auf den
Draht von der anderen Seite des Isolators zum Decken der nächsten Strecke, nachdem
nöthigerifalls, in ■ den oberen !Behälter noch von
der Farbe oder sonstigen Substanz hinzugegossen worden.
Die Knoten der Drähte gehen ungehindert durch den Apparat und werden ebenfalls mit
gutem Erfolge gedeckt.
Der beschriebene Apparat ermöglicht, die Drähte wohlfeil und bequem an Ort und Stelle
mit Farbe zu streichen oder mit schützenden oder isolirenden Substanzen zu bedecken.
Es ist zu bemerken, dafs das Anstreichen der Telegraphen- oder anderer Drähte mit
Farbe oder deren Deckung mit einer schützenden oder isolirenden Substanz von sehr grofser
Bedeutung ist, indem dadurch das Rosten des Drahtes verhütet und der Einflufs der Atmosphäre
auf den Strom gemäfsigt, die Möglichkeit des Vorkommens von Nebenströmen bei feuchtem Wetter vollkommen beseitigt und
jeder Unterbrechung der Thätigkeit des Telegraphen durch zufällige Verbindung der Leitungen
unter einander vorgebeugt wird. Um durch Anstreichen der Leitungen mit Farbe vollkommene Isolation zu erreichen, ist es
nützlich, auf jeder Strecke die den Isolatoren zunächst liegenden Theile der Leitungen mit
einem mit Farbe getränkten Stoff zu bewickeln, um welchen dann der die Leitung am Isolator
befestigende Draht gewunden wird.
Selbstverständlich können die Einzelheiten der Construction des im Obigen beschriebenen
Apparates modifirirt werden, ohne das Wesentliche der Erfindung zu ändern.
Claims (3)
1. Ein Apparat, dazu dienend, um Telegraphenoder andere aufgehängte Drahtleitungen mit
Farbe zu streichen oder mit einer beliebigen schützenden Substanz zu bedecken, bestehend
in der Combination des Behälters G für die Farbe oder entsprechende sonstige
Substanz: 1. mit den den Draht umfassenden Halbröhren MAi, in denen das Auftragen
der Farbe oder sonstigen Substanz auf den Draht mittelst der halbrunden Bürsten R R vor sich geht; 2. mit den
flachen Bürsten P.P, bestimmt, um das Aus-■flielsen
der Farbe oder Substanz aus dem Apparat zu verhüten; 3. mit den flachen, stabilen oder in horizontaler Richtung verstellbaren
Bürsten Q. Q zum gleichmäfsigen Vertheilen der Farbe oder Substanz auf
dem Draht, und 4. mit dem Behälter H zur Aufnahme der vom Draht abfliefsenden
Farbe oder sonstigen Substanz.
2. Der in Anspruch 1. erwähnte Apparat, bestehend
aus zwei Theilen A und 5, die durch ein Scharnier f mit einander verbunden
sind und in dessen oberen zurückschlagbaren Theil A sich der Behälter G,
die obere Halbröhre M und die oberen Bürsten PQ und R befinden, während der
untere Theil B die untere Halbröhre. M,
die unteren Bürsten PQ und R, sowie den
. behufs gröfserer Stabilität des Apparates entsprechend beschwerten und mit einer
Ausflufsöffnung ν versehenen Behälter H enthält, an welch letzterem ein Ring oder
Haken angebracht ist, um daran das Seil, die Kette oder den Draht zu befestigen,
mittelst deren der Apparat den Draht entlang geführt wird.
3. Der in Anspruch 1. erwähnte Apparat in Verbindung mit den Führungsrädchen oder
Rollen T T, mittelst deren der Apparat auf dem Draht in der gewünschten Stellung
erhalten und von einem Ende zum anderen fortbewegt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33617C true DE33617C (de) |
Family
ID=309574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33617D Expired - Lifetime DE33617C (de) | Apparat zum Decken von hängenden Telegraphen- und anderen Leitungsdrähten mit Farbe oder einer sonstigen schützenden oder isolirenden Substanz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33617C (de) |
-
0
- DE DENDAT33617D patent/DE33617C/de not_active Expired - Lifetime
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