DE336038C - Verfahren zum Impraegnieren von Eisen mit Nickel - Google Patents

Verfahren zum Impraegnieren von Eisen mit Nickel

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DE336038C
DE336038C DE1919336038D DE336038DD DE336038C DE 336038 C DE336038 C DE 336038C DE 1919336038 D DE1919336038 D DE 1919336038D DE 336038D D DE336038D D DE 336038DD DE 336038 C DE336038 C DE 336038C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C10/00Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces
    • C23C10/06Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using gases
    • C23C10/08Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using gases only one element being diffused

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Description

  • Verfahren zum Imprägnieren von Eisen mit Nickel. Vorliegende Erfindung beziehii sich auf ein Verfahren zum Imprägnieren von Eisen als solches, als Stahl, als Gußeisen oder in irgendwelcher anderer Form mit Nickel, zum Zwecke, ein Produkt herzustellen, welches in der Industrie verschiedene vorteilhafte Verwendungen finden kann, z. B. zur Bildung von Elektroden zu elektrochemischen Prozessen, als Katalysator bei katalytischen Prozessen und speziell zu Schmelzzwecken in dem Falle, wo es erforderlich ist, einen Zuführungsdraht zu verwenden, wie beim Schmelzen mit Azetylen und Sauerstoff. Das Eisen kann durch und durch oder nur bis zu einer gewissen Tiefe mit Nickel imprägniert werden. So ist z. B. allgemein notwendig, das Eisen durch und durch mit Nickel zu imprägnieren, wenn es zu Schmelzzwecken verwendet werden soll, während, falls das Metall zu Zwecken dienen soll, wo nur der äußere Teil benutzt wird, wie z. B. wenn es zu elektrochemischen oder katalytischen Zwecken dienen soll, die Imprägnierung des Eisens mit Nickel nicht durch und durch zu erfolgen hat und nur diejenigen Teile, die an der Operation teilnehmen sollen, mit Nickel imprägniert werden müssen.
  • Der Imprägnierungsgrad des Eisens mit Nickel hängt von der Zeitdauer und der Temperatur des Behandlungsprozesses ab. Letzterer beruht, gemäß der Erfindung, darauf, daß das Eisenprodukt einer derartig unter dessen Schmelztemperatur liegenden Temperatur gehalten wird, d'aß es Nickel zu absorbieren vermag, wenn letzteres mittels eines Stromes von Kohlenoxydgas, Wassergas, Generatorgas, Steinkohlengas, Wasserstoff oder Mischungen dieser Gase dem Eisen. zugeführt wird. Diese Temperatur darf aber selbstverständlich nicht so tief sein, daß bloß ein Überziehen des Eisenproduktes mit Nickel stattfindet, sondern muß genügend hoch sein, damit das Nickel wirklich rin das Eisenprodukt hineindringen kann.
  • Das Verfahren kann z. B. wie folgt ausgeführt werden: Kohlenoxydgas wird über gepulverten Nikkel oder Nickeloxyd bei einer unter Rotglut liegenden Temperatur geführt, so daß Nickel chemisch an das Kohlenoxydgas gebunden wird. Das so mit Nickel beladene Gas wird dann in einen geschlossenen Behälter, z. B. eine Muffel, welche aus einem der angewandten hohen Temperatur widerstehenden Material gebildet ist und das zu behandelnde Eisenprodukt z. B. in Stab- oder Plattenform enthält, eingeführt. Wenn Gußeisen behandelt werden soll, so ist die Temperatur des geschlossenenBehälters oder derMuffel während zwei Stunden auf 5oo bis iooo° C zu halten und das nickelhaltige Gas kontinuierlich unter einem Druck- von etwas über Atmosphärendruck durch denselben zu führen. Die Behandlungsdauer variiert jedoch notwendigerweise mit dem zu erzielenden Imprägnierungsgrad und mit der Dicke sowie der Qualität des behandelten Eisens.
  • Anstatt das Gas über Nickel oder Nickeloxyd zu führen, könnte das Eisen im Behälter bzw. in der Muffel in gepulvertes Nickel oder Nickeloxyd gepackt sein und das Gas (Kohlenoxydgas) in den so beladenen Behälter bzw. die Muffel eingeführt werden, während er auf der gewünschten Temperatur gehalten wird, damit das Eisen, ohne zu schmelzen, mit Nickel imprägniert wird'. Wenn die Dehandlung beendigt ist, wird das Eisenprodukt vorzugsweise in einer Wässerstoffätmosphäre oder in einem anderen inerten Gas abgekühlt.
  • Das Verfahren kann auch in der Weise ausgeführt werden, daß ein Nickelanstrich durch Mischen von feingepulvertem Nickel bzw. Nickeloxyd mit einem Bindemittel, z. B. einer mit Wasser angerührten Mehlpaste, - hergestellt wird und daß das Eisen mit einer Schicht dieses Anstrichmaterials überzogen wird. Nach Trocknen des Anstrichs auf dem Eisen wird letzteres in einen geschlossenen Behälter oder Muffel gebracht und darin den Gasstrom, z. B.-Kohlenoxydgasstrom, ausgesetzt, währendes auf die-erforderliche Temperatur erhitzt erhalten wird, um sein Imprägnieren, ohne Schmelzung, mit Nickel zu bewirken.
  • Es wurde allerdings schon ein Verfahren zum Vernickeln von Gegenständen und zur Herstellung von Gegenständen und Abdrükken aus Nickel bekannt, bei welchem die zu vernickelnden Gegenstände oder mit Graphit u. dgl. Material überzogene Formstücke der Einwirkung von Nickelkohlenoxyd ausgesetzt werden, und zwar bei einer Temperatur, die jeweilen von der gewünschten Dicke, Farbe, Natur des Überzuges und ebenso von der Größe, Natur usw. des Gegenstandes abhing, aber in keinem Falle 300° C überstieg, während beim Verfahren der vorliegenden Erfindung bei beträchtlich höheren Temperaturen (soo bis iooo° C) gearbeitet wird, wodurch allein eine in die Tiefe dringende Nickelimprägnierung des Eisens bzw. der Eisenprodukte und nicht nur eine Oberflächenablagerung des_ Nickels auf dem Eisen bzw. den Eisenproukten erzielt wird.

Claims (1)

  1. Pr1TLN T-ANSPRUCH: Verfahren -zur Imprägnierung von Eisen mit Nickel, dadurch - gekennzeichnet, daß man Eisen bzw. ein Eisenprodukt auf eine unter seiner Schmelztemperatur liegende, jedoch die Absorbierung des Nickels durch das Eisen bzw. Eisenprädukt bewirkende Temperatur erhitzt und hierauf Nickel mittels Kohlenoxydgases, Wasserstoffs, Wassergases, Generatorgases, Steinkohlengases u_ dgl. cfiemselben zuführt; während'das Eisen atif der erwähnten-Temperatur erhalten bleibt: -
DE1919336038D 1913-11-20 1919-11-21 Verfahren zum Impraegnieren von Eisen mit Nickel Expired DE336038C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748993C (de) * 1941-04-08 1944-11-14 Stromzufuehrungskontakt fuer die elektrische Widerstandserhitzung von Werkstuecken aus Eisen
US5439480A (en) * 1991-04-25 1995-08-08 Temova Etablissement Method of using a woven cloth to increase oxygen partial pressure in musculature

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748993C (de) * 1941-04-08 1944-11-14 Stromzufuehrungskontakt fuer die elektrische Widerstandserhitzung von Werkstuecken aus Eisen
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