DE334309C - Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus Erzen und Rueckstaenden durch Einbringen inein fluessiges Salzbad - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus Erzen und Rueckstaenden durch Einbringen inein fluessiges Salzbad

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DE334309C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/10General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals with refining or fluxing agents; Use of materials therefor, e.g. slagging or scorifying agents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von metallen aus Erzen und Rückständen durch Einbringen in ein flüssiges Salzbad. Die Schwierigkeit der Metallbeschaffung verlangt die restlose Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Rohstoffe (Erze und Abfälle). Die bisher gebräuchlichen Verfahren lassen dieses Ziel bei vielen Metallen nur unvollkommen erreichen.
  • Es ist z. B. bereits bekannt, Metallabfälle, wie Späne, Krätzen und Aschen, in der Weise einzuschmelzen, daß man sie mit einem durch Luft mehr oder weniger abschließenden neutralen Salz (Kochsalz, Chlorammonium u. dgl.) mischt und dann herunterschmilzt, dabei sind die Metallverluste immer noch verhältnismäßig hoch, bis zu dem Augenblick, in welchem alles heruntergeschmolzen ist. Es ist ferner bekannt, die Metallabfälle in neutrale Salzbäder einzurühren. Hierbei treten leicht große Verluste durch Schwimmen der Abfälle auf der Oberfläche des geschmolzenen Salzbades ein.
  • Das Verfahren vorliegender Erfindung zeichnet sich nun durch eine restlose Rückgewinnung der Metalle der metalle aus. Es besteht darin, daß die zu verarbeitenden Erze bzw. Metalrückstände in ein flüssiges Bad von geschmolzenem Salz allmählich eingebracht werden, das reduzierende Eigenschaften besitzt.
  • Als Salze mit reduzierenden Eigenschaften kommen beispielsweise in Anwendung: Zyankalium, das gleichzeitig stark entschwefelnd wirkt, Zyannatrium, das gleichzeitig stark entschwefelndwirkt, Weinstein (K C4 H5O6), ameisensaures Natrium (Na2 C H O2 H20), Blutlaugensalz (K4Fe[CN]6), dabei kann das Bad aus einem reduzierenden Salz allein bestehen, oder aus einem Gemisch eines neutralen und einem reduzierenden Salz. Als neutrale Salze können z. B. Verwendung finden: Chlornatrium (NaCl), Schmelzpunkt etwa 77o ° C, Chlorkalium (KCl), Schmelzpunkt etwa 730' C, Chlorkalzium (CaCl2), Schmelzpunkt etwa 720°C, Pottasche (K2CO3), Schmelzpunkt etwa 830°C, Soda (Na, CO,), Schmelzpunkt etwa 714° C, Kalziumfluorid (CaFl2), Schmelzpunkt etwa 1000°C, oder Gemische wie Pottasche und Soda, Chlornatrium und Flußspat, Chlorkalium und Kryolith u. dgl.
  • Die mit einem geeigneten Reduktionsmittel innig gemischten Erze bzw. Abfälle können auch mit einem Reduktionsmittel trocken gemischt und in ein feuerflüssiges, neutrales Salz eingeführt werden. Schließlich kann an Stelle eines reduzierenden Salzes auch ein solches technisches Erzeugnis treten, welches erst bei der Reaktionstemperatur reduzierend wirkt. .Als solche `techi-ü"isc`-e Erzeugnisse; die-en. t bei. der Reaktionstemperatur, evtl. vermischt mit neutralen Salzen, reduzierend wirken, kommen z. B. in Betracht: Kohlenstaub mit Pottasche, Stärkemehl und Soda, Kalkstickstoff und Chlornatrium.
  • Die Wahl der verschiedenen Salze und Reduktionsmittel ist abhängig von der Natur der Erze bzw. Metallabfälle.
  • Die Auswahl der verschiedenen Stoffe ist bedingt durch wirtschaftliche und technische Erwägungen. In den meisten Fällen kommt bei Verarbeitung geringwertigerer Metallrückstände geschmolzenes Kochsalz mit einem Zusatz von Kalkstickstoff in Frage; in dieses Bad werden die zu verarbeitenden Abfälle (Weißblech, Al-, Sn-, Pb-Aschen und -Kratzen) allmählich eingetragen, wobei, außer Al2 03, die meisten anderen Oxyde reduziert wurden. Das Metall sammelt sich am Boden als Regulus und wird bis zum Abstechen vor Oxydation geschützt. Die Wirkung des als Beispiel gewählten Bades besteht darin, daß bei Schmelztemperatur Zyannatrium entsteht, dessen stark reduzierende Eigenschaften bekannt sind.
  • Auch bei Verarbeitung solcher Metalle, die nur durch feuerflüssige Elektrolyte reduziert werden können (z. B. Aluminium), hat sich das Verfahren vorliegender Erfindung bewährt, insofern, als die Ausbeute an gewinnbarem Metall gestiegen ist. In diesem Fall wirkt das Reduktionsmittel als Schutz gegen Oxydation.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPR U cHE: r. Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus Erzen und Rückständen durch Einbringen in ein flüssiges Salzbad, dadurch gekennzeichnet, daß hierzu ein Salz verwendet wird, welches reduzierende Eigenschaften besitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß das Salzbad aus einer Mischung von neutralem Salz und einem reduzierenden Salz besteht.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt eines reduzierenden Salzes ein sonstiges Reduktionsmittel benutzt wird, welches erst bei Reaktionstemperatur reduzierend wirkt. 4.. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Salz benutzt wird, dessen reduzierende Eigenschaft erst durch Einbringen des trockenen Gemisches von Erzen bzw. Metallabfällen mit einem Reduktionsmittel wirksam wird.
DE1920334309D 1920-03-23 1920-03-23 Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus Erzen und Rueckstaenden durch Einbringen inein fluessiges Salzbad Expired DE334309C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2189522A1 (de) * 1972-06-20 1974-01-25 Rockwell International Corp
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CN111566235B (zh) * 2017-12-14 2022-09-27 梅塔洛比利时公司 改进的焊料生产方法
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US11746395B2 (en) 2017-12-14 2023-09-05 Metallo Belgium Solder production process
US11920210B2 (en) 2017-12-14 2024-03-05 Metallo Belgium Pyrometallurgical process

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