DE334126C - Druckluftanlassvorrichtung fuer Kraftmaschinen - Google Patents

Druckluftanlassvorrichtung fuer Kraftmaschinen

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DE334126C
DE334126C DE1918334126D DE334126DD DE334126C DE 334126 C DE334126 C DE 334126C DE 1918334126 D DE1918334126 D DE 1918334126D DE 334126D D DE334126D D DE 334126DD DE 334126 C DE334126 C DE 334126C
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compressed air
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cam
piston
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckluftanlaßvorrichtung für Kraftmaschinen, bei welcher die Absperrorgane zur Regelung der Druckluftzuführung durch den Anlaßluftdruck mit dem Steuerorgan in Verbindung gebracht werden. Solche Anlaßvorrichtungen sind auch bereits· für mehrzylindrige Explosionskraftmaschinen in der Weise bekannt, daß durch die Anlaß druckluft eine Nockenscheibe auf
ίο das Absperrorgan wirkt, beispielsweise indem sie gegen einen auf ein Ventil wirkenden Stößel drückt. Während aber bei diesen bekannten Druckluftanlaßvorrichtungen dieser Art jedes Absperrorgan den Druckluftzulaß zu je einem der vorhandenen Zylinder steuert, verbindet gemäß der vorliegenden Erfindung jedes Absperrorgan in der einen ihm durch das Steuerorgan erteilten Endstellung einen der vorhandenen Arbeitszylinder, und in der anderen Endstellung einen anderen Arbeitszylinder mit der Druckluftzuleitung, was den erheblichen Vorteil hat, daß bei der Druckluftanlaßvorrichtung nur die Hälfte der Zahl der Arbeitszylinder an Steuerorganen nötig ist. Ein weiteres Kennzeichen der neuen Druckluftanlaßvorrichtung besteht darin, daß die Absperrorgane aus· Kolbenschiebern bestehen, welche hohl und nach der Druckluftzuführung hin offen sind, und daß durch die Einwirkung des Steuerorganes, beispielsweise einer Nockenscheibe, eine oder auch mehrere in der Wandung dieser hohlen Kolbenschieber vorgesehene Öffnungen zur Deckung mit Zulaßöffnungen zu dem einen oder anderen Arbeitszylinder gebracht werden. Hierdurch wird die an sich schon durch die verringerte Anzahl der Absperrorgane kleine und leichte Anlaßvorrichtung noch weiter in ihrem Gewicht vermindert und wegen des leichten Spieles der Absperrkolben die dauernde Betriebssicherheit erhöht. Die Ausführungsform kann so sein, daß die hohlen Absperrkolben unter Einwirkung des Anlaßluftdruckes selbst achsial verschoben und hierdurch zur Anlage an eine Nockenscheibe der Steuerwelle gebracht werden, oder auch letztere kann achsial verschiebbar angeordnet sein und durch den Anlaßluftdruck in eine Stellung gebracht werden, welche eine kraftschlüssige Verbindung mit Absperrschiebern zuläßt.
Die Zeichnung zeigt beide Ausführungsformen.
Fig. ι zeigt einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Anlaßverteiler im Längsschnitt und Fig. 2 im Querschnitt, während
Fig·. 3 im Grundriß eine Anschlußplatte für die Anschlußluftleitungen nach den einzelnen Arbeitszylindern der Maschine zeigt und
Fig. 4 eine Abwicklung des Steuernockens darstellt.
Fig. 5 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform mit in bekannter Weise durch die Druckluft verschiebbarer Nockenscheibe im Längsschnitt.
Bei Fig. 1 bis 4 ist am Ende einer Verlängerung α der Steuerwelle b eine Nockenscheibe c fest angeordnet. Die Verlängerungswelle α mit der Nockenscheibe c ist in einem
Gehäuse c? untergebracht, welches drei zylindrische Führungen f, f1, f2 für die hohlen Kolbenschieber g, gx, g2 besitzt.
In einer Kammer h des Gehäuses d wird S durch einen Stutzen i die Anlaßdruckluft eingeführt. Die Kolbenschieber g, g1, g2 sind an ihrem in diese Kammer h mündenden Ende offen, so daß die Anlaßdruckluft in das Innere der Kolbenschieber eintritt. Am anderen ίο Ende sind die Kolbenschieber geschlossen, so daß die Druckluft, sobald sie in die Kammer h eingelassen wird, die Kolbenschieber gegen die Nockenscheibe c drückt und hierdurch eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Schiebern und der Nockenscheibe herstellt. Etwa in der Mitte besitzen die Kolbenschieber in ihrer Wandung öffnungen k, weiche mit Öffnungen m und m1 in den zugehörigen zylindrischen Führungen/ bzw. f1 bzw. f zusammenwirken. Die öffnungen m, m1 münden in Stutzen η bzw. n1, welche an öffnungen o1 bis o6 einer Platte angeschlossen sind, von welcher die nach den einzelnen Arbeitszylindern führenden Druckluftleitungen ausgehen. Diese Ausbildung der Verteilerschieber und Steueröffnungen ist nur eine~beispielsweise, naturgemäß kann die Anordnung auch so getroffen sein, daß in jeder Endstellung jeder Kolbenschieber statt nur einen zwei oder mehrere Zylinder mit Druckluft versieht. Die Wirkung des Verteilers beim Anlassen ist folgende:
Wird durch den Stutzen i die Anlaßdruckluft in die Kammer h eingelassen, so drückt sie die Kolbenschieber g, g1, g2 gegen den Steuernocken c, so daß zwischen den Schiebern und dem Nocken eine kraftschlüssige Verbindung entsteht. Bei Drehung' der Steuerwelle mit der Verlängerungswelle a wirkt der Steuernocken c mit der Erhöhung c1 und einer Vertiefung c2, welch letztere der Erhöhung diametral gegenüberliegt, auf die Kolbenschieber g, g1, g2 ein, und zwar derart, daß bei Anlage des Kolbenschiebers g an der Erhöhung c1 die etwa in der Mitte befindliche Öffnung k in der Wandung des Kolbenschiebers zur Deckung mit der in den Stutzen η mündenden öffnung m gelangt, während beim Anliegen des Kolbenschiebers an der Vertiefungc2 des Nockens die öffnung k zur Dekkung mit der in den Stutzen n1 mündenden Öffnung w1 gelangt. Hierdurch wird in einem Falle dem an den Stutzen η angeschlossenen Arbeitszylinder Anlaßdruckluft zugeführt. In derselben Weise wirkt der Steuernocken natürlich auch auf die Kolbenschieber g1, g2 , ein.
Sobald nach beendetem Anlassen auf normalen Betrieb eingeschaltet und hierauf die Anlaßdruckluft abgesperrt wird, hört der . Druck auf die Kolbenschieber g, g1, g2 auf, so : daß sie nicht mehr in kraftschlüssiger Verbindung mit der Nockenscheibe c gehalten werden und daher bei Drehung der Nockenscheibe zurückgedrückt werden und in einer Stellung ; stehen bleiben, in welcher sie bei der weiteren Drehung der Nockenscheibe von dieser nicht j mehr berührt werden. Es erfolgt also ein ' selbsttätiges Ausschalten des Verteilers, sobald die Anlaßdruckluft abgestellt wird.
Da der Druck der Anlaßluft ziemlich erheblich ist, so wird beim Betrieb des Anlaßverteilers zwischen der Nockenscheibe c und den durch den Anlaßdruck gegen diese gepreßten Kolbenschiebern eine ziemlich erhebliche Rei- : bung entstehen. Um eine solche erhebliche Reibung zwischen den Anlageflächen zu vermeiden, kann man auch, anstatt die Kolbenschieber g, g"1, gz durch den Anlaßluftdruck zu verstellen und gegen die Nockenscheibe c zu drücken,· letztere achsial verschiebbar,' aber nicht drehbar, auf ihrer Welle anordnen und derart durch den Anlaßluftdruck beeinflussen, daß beim Anstellen der Anlaß druckluft die Nockenscheibe auf ihrer Welle so weit achsial verschoben wird, daß sie zur Anlage an die evtl. durch leichten Federdruck in der Richtung der Nockenscheibe belasteten Kolbenschieber g, g1, g2 gelangt und hierdurch die , kraftschlüssige Verbindung zwischen der Nockenscheibe und den Kolbenschiebern hergestellt ist, ohne daß der volle Druck 3er Anlaßluft auf die aneinander anliegenden Flächen dieser Teile einwirkt. Die Anordnung der : Nockenscheibe auf ihrer Welle müßte in diesem Falle so getroffen sein, daß die Einstellung, welche -die- Nockenscheibe durch -den Druck der Aniaßluft erfährt, begrenzt ist, so daß der von der Anlaßluft auf die Nockenscheibe ausgeübte Drück von -einem Begrenzungsanschlag der Nockenwelle aufgenommen wird. --"-"."
In Fig. 5 ist eine solche Ausführung dargestellt. :■■':■-.
Auf der Welle α ist der Nocken cs in Keilnuten achsial verschiebbar angeordnet. Der Nocken ist mit einer Führung c4 versehen, welche gleichzeitig einen Abschluß zwischen dem Raum der Kolbenschieber und dem Führungsraum des Nockens bildet. Der Führungsraum ist durch die Leitung i1 mit der Druckluftleitung i verbunden. Der Ringansatz cs bildet den Begrenzungsansehlag für den Hub des Nockens c3. Die Kolbenschieber g, g1 und! g·2 sind durch Zugfedern g3 leicht belastet.
Beim Einschalten der Druckluft wird der Nocken ca gegen die Kolbenschieber soweit verstellt, bis die Führung c4 am Anschlag cs anliegt. Gleichzeitig werden aber auch durch den Anlaßluftdruck die Kolbenschieber unter Spannung der Feder g3 ah'die'Noekenbahn an-
gedrückt. Infolgedessen entsteht zwischen dem Sdieitel der Kolbenschieber und der Nokkenbahn nur eine geringe Reibung.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche :
    i. Druckluftanlaßvorrichtung für Kraftmaschinen, bei welcher die Absperrorgane zur Regelung der Druckluftzuführung durch den Anlaßluftdruck mit einem Steuerorgan in Verbindung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Absperrorgan (g) in der einen ihm durch das Steuerorgan (c) erteilten Endstellung einen der Arbeitszylinder und in der anderen Eudstellung einen anderen Arbeitszylinder mit der Druckluftzuleitung verbindet.
  2. 2. Druckluftanlaßvorrichtung für Kraftmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrorgane aus hohlen Kolbenschiebern (g) bestehen, welche nach der . Druckluftzuführung hin offen sind1, und daß durch die Einwirkung des Steuerorganes (c) eine oder mehrere in ihrer Wandung vorgesehene Öffnungen (Ji) zur Deckung mit Zulaßöffnungen (m, m1) zu dem einen oder dem anderen Arbeitszylinder gebracht werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in der Reichsdruckerei.
DE1918334126D 1918-03-10 1918-03-10 Druckluftanlassvorrichtung fuer Kraftmaschinen Expired DE334126C (de)

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