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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einsetzen von Spulen in Nuten eines Statorblechpakets mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
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Bei einer bekannten Spulen-Einsetzvorrichtung dieser Art wird das Einziehteil zum völligen Einziehen der Spulen in die Nuten unabhängig von dem durch ein Gesperre festgehaltenen Nadelträger bewegt (DE-OS 20 62 153); dabei tritt unvermeidlich Reibung auf.
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Bei einer weiteren bekannten Spulen-Einsetzvorrichtung, bei welcher das Einziehteil keine Nadel trägt, werden zwei Nadelhalter mit zwei Gruppen von Nadeln beim Einziehen und beim Zurückfahren gemeinsam bewegt (EP-PS 52 852, Fig. 10).
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Es ist Aufgbe der Erfindung, ein Verfahren zum Einsetzen von Spulen in die Schlitze des Statorblechpaketes sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, die das störungs- und beschädigungsfreie Einsetzen von Spulen in reproduzierbarer Weise erlaubt und mittels der eine korrekte Lagerelation der Spulen und der Keile zu den Nuten des Statorblechpaketes erreicht wird.
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Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 und bei einer Vorrichtung gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 2 gelöst.
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Bei dem Verfahren nach der Erfindung werden zunächst die Spulen von den ersten Nadeln an dem Einziehteil und den zweiten Nadeln an dem Nadelträger gehalten; anschließend werden das Einziehteil und der Nadelträger, wie an sich bekannt (EP-PS 52 852), gemeinsam nach vorne bewegt, um die Spulen völlig in die Nuten des Statorblechpaketes mittels der ersten und zweiten Nadeln einzubringen; im Anschluß hieran wird zunächst lediglich der Nadelträger um eine bestimmte Strecke zurückgezogen; darauf wird das Einziehteil zusammen mit dem Nadelträger zurückgezogen, wodurch die zweiten Nadeln als erste zurückgezogen sind, während die ersten Nadeln während einer vorbestimmten Zeitspanne ihre Position beibehalten.
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Bei einer Spulen-Einsetzvorrichtung ist die Verwendung der im Anspruch 2 beanspruchten Kugelabstützung zum Kuppeln eines Einziehteiles mit einer Betätigungsstange an sich bekannt (US-PS 41 56 964, Fig. 8A).
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Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
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Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel des oberen Werkzeugs einer erfindungsgemäßen Spulen-Einsetzvorrichtung,
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Fig. 2 bis 4 zum Teil geschnittene Vorderansichten eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen oberen Werkzeugs zur Verdeutlichung der Arbeitsabläufe, wobei in Fig. 2 der Zustand vor dem Einsetzen der Spulen, in Fig. 3 der Zustand, nachdem die Spulen gerade eingesetzt worden sind, und in Fig. 4 der Zustand dargestellt ist, in dem die Nadeln zurückgezogen sind,
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Fig. 5 bis 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen oberen Werkzeugs, wobei Fig. 5 eine zum Teil geschnittene Vorderansicht des Zustandes kurz vor dem Einsetzen der Spulen in die Nuten des Statorblechpaketes ist, Fig. 6 den Zustand kurz nach dem Einsetzen der Spulen in die Nuten, Fig. 7 den Zustand zeigt, in dem eine Gruppe von Nadeln zurückgezogen ist, und Fig. 8 eine Draufsicht auf das obere Werkzeug darstellen.
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Im folgenden wird ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. In den Fig. 1 bis 4 ist dargestellt, daß erste Nadeln 3 fest an entsprechenden äußeren Umfangsausnehmungen 23 a eines Einziehteils 23 mit kleinen Schrauben befestigt sind; zweite Nadeln 21 sind ebenfalls mit kleinen Schrauben 7 fest an entsprechenden äußeren Umfangsausnehmungen 27 a eines Nadelträgers 27 befestigt, der unterhalb des Einziehteils 22 angeordnet ist.
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Die Nadeln 3 und 21 sind alternierend angeordnet (s. Fig. 1); mit anderen Worten ist jede Nadel 3 zwischen zwei Nadeln 21 angeordnet. Gemäß Fig. 1 wird jede der großen Spuen 16 a von zwei Nadeln 21 an deren Außenseite und von ersten Nadeln 3 an deren Innenseite getragen, so daß sie in das Innere der entsprechenden Nut 17 des Statorblechpaketes eingeführt werden können; jede der kleinen Spulen 16 b wird von den ersten Nadeln 3 an ihrer Außenseite und von den zweiten Nadeln 21 an ihrer Innenseite gehalten.
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Eine Kugelabstützung 30 ist in die Innenteile des Einziehteils 22 und des Lamellenträgers 27 eingepaßt. Die Kugelabstützung auf der Seite des Einziehteils 22 soll im folgenden beschrieben werden. Ein innerer Zylinder 23 ist mittels eines Gewindeabschnittes 23 a an dem einen Ende des Einziehteils 22 befestigt. Der innere Zylinder 23 ist in seinem Mittelteil mit mehreren Kugel-Aufnahmelöchern versehen und an seiner Außenseite von einem äußeren Zylinder 25 zum Rückhalten der Kugeln umgeben.
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Die Kugelabstützung 30 ist derart aufgebaut, daß, wenn der untere Teil des äußeren Zylinders 25 durch Zurückziehen einer Betätigungsstange 28 vom Nadelträger 27 gelöst wird, der äußere Zylinder 25 um eine Strecke h von einer Feder 26 nach unten gedrückt wird, wodurch ein Abschnitt mit kleinem Durchmesser am oberen Endteil des äußeren Zylinders 25 die Kugeln, die sich in den Kugel-Aufnahmelöchern frei bewegen können, nach innen drückt, so daß sie in Eingriff mit dem äußeren Durchmesserabschnitt der zweiten Ausnehmung 28 e der Betätigungsstange 28 kommen. Durch Absenken des im Durchmesser größeren Abschnitts 28 f der Betätigungsstange wird das Einziehteil 22 ebenfalls abgesenkt, weil die Kugeln 24 in Eingriff mit dem Abschnitt 28 f mit größerem Durchmesser stehen.
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Wenn der Nadelträger 27 und das Einziehteil 22 in Richtung auf den Innendurchmesser des Statorblechpaktetes 1 bewegt werden, wird dieser Vorgang daduch ausgeführt, daß der untere Teil des inneren Zylinders 23 der Kugelabstützung 30 in dem Nadelträger 27 durch die Schulter 28 b am Abschnitt 28 a vorwärts geschoben wird. Zwischen dem Teil 28 d mit mittlerem Durchmesser und der Schulter 28 b der Betätigungsstange 28 befindet sich eine erste Ausnehmung 28 c, die mit den Kugeln 24 der Kugelabstützung 30 für den Nadelträger 27 in Eingriff steht, um den Absenk- bzw. Rückziehvorgang des Nadelträgers 27 auszuführen.
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Im folgenden ist die Arbeitsweise beim Einsetzen von Spulen erläutert.
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Zu Beginn werden, wie in Fig. 1 gezeigt, die großen Spulen 16 a und die kleinen Spulen 16 b zwischen benachbarte, jeweils paarweise zugeordnete erste Nadeln 3 und zweite Nadeln 21 in einem vorgegebenen Einsetzmuster eingebracht und dann das Statorblechpaket 1 so an das obere Werkzeug herangebracht, daß der Innendurchmesser des Statorblechpaketes 1 den Außenumfang der ersten und zweiten Nadeln 3 bzw. 21 überlappt und in Berührung mit den oberen Enden der Keilführungen 4 kommt. Ein nicht gezeigtes Stopelement ist an die äußere Umfangsfläche des oberen Teils des Statorblechpaketes 1 angepaßt, um dieses an einem Herabfallen zu hindern. Wenn in diesem Zustand eine ausreichende Kraft auf den unteren Teil der Betätigungsstange 28 wirkt, wird die Schulter 28 b des Abschnitts der Betätigungsstange 28 mit großem Durchmesser in Kontakt mit der unteren Oberfläche des inneren Zylinders 23 der Kugelabstützung 30 für den Nadelträger 27 gebracht (siehe Fig. 2). Anschließend bewegt sich die Betätigungsstange 28 vorwärts in das Innere des Statorblechpaketes 1, wobei die Verbindung des Restteils 22 mit dem Nadelträger 27 aufrecherhalten wird, wodurch die Spulen 16 a und die kleinen Spulen 16 b, von denen jede von benachbarten ersten Nadeln 3 und zweiten Nadeln 21 gehalten wird, in vorgegebenen Nuten 17 des Statorblechpaketes eingesetzt werden (Fig. 3) .
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Zu diesem Zeitpunkt springt der äußere Zylinder 25 der Kugelabstützung 30 für den Nadelträger 27 um die Strecke h aufgrund der Wirkung der Feder 26 vor, weil der äußere Zylinder 25 von dem Trägerelement 29 freikommt; dies führt dazu, daß die in der Kugelabstützung 30 für den Nadelträger 27 gehaltenen Kugeln 24 in Eingriff mit der ersten Ausnehmung 28 c der Betätigungsstange 28 kommen.
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Durch das Einwirken einer ausreichenden Zugkraft auf den unteren Teil der Betätigungsstange 28 werden die Kugeln 24 nach unten hin zu dem Abschnitt 28 d mittleren Durchmessers bewegt. Infolgedessen wird der Nadelträger 27, der die zweiten Nadeln 21 trägt, von der unteren Oberfläche des Einziehteils 22 getrennt und nach rückwärts bewegt. Zu diesem Zeitpunkt springt der äußere Zylinder 25 der Kugelabstützung 30 für das Einziehteil 22 um die Strecke h aufgrund der Wirkung der Feder 26 vor, weil sich das Einziehteil 22 aufgrund der Reibungskraft zwischen der Nadel 3 und den Spulen 16 a und 16 b in seiner obersten Stellung befindet. Folglich werden die Kugeln 24 von dem inneren Zylinder 23 nach innen gedrängt, so daß sie in Eingriff mit der zweiten Ausnehmung 28 c kommen und sich die Betätigungsstange 28 rückwärts bewegt, wodurch der Abschnitt 28 f mit großem Durchmesser in Eingriff mit den Kugeln kommt (Fig. 4). Da die großen Spulen 16 a und die kleinen Spulen 16 b in dem in Fig. 6 gezeigten Zustand von den zweiten Nadeln 21 gelöst sind, besteht nicht die Gefahr, daß die eingesetzten Spulen beschädigt oder verschoben werden. Da sich der Betätigungsstab 28 weiter rückwärts bewegt, fährt das Einziehteil 22 zusammen mit den ersten Nadeln zurück. Gleichfalls bewegt sich der Nadelträger 27 rückwärts, wodurch der äußere Zylinder 25 an dem Trägerelement 29 aufläuft und gegen die Wirkung der Feder 26 zurückgezogen wird. Infolge hiervon wird die radiale Festlegung der Kugeln 24 aufgehoben, und der Abschnitt 28 d mittleren Durchmessers läßt die Kugeln 24 passieren.
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Wenn die Betätigungsstange 28 mit ihrer Rückwärtsbewegung fortläuft, kommt das Einziehteil 22 in Berührung mit der oberen Oberfläche des Nadelträgers 27, der in Kontakt mit dem Trägerelement 29 ist. Zu diesem Zeitpunkt bewegt sich der äußere Zylinder 25 der Kugelabstützung 30 für das Einziehteil 22 nach oben gegen die Wirkung der Feder 26, so daß die Kugeln 24 in Radialrichtung freigegeben werden. Dies hat zur Folge, daß die Kugeln 24 von dem Teil 28 f größeren Durchmessers freikommen, so daß sich sich rückwärts zu der vorgegebenen untersten Position bewegen.
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Das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel betrifft einen Stator mit drei Phasen und vier Polen mit zwei Spulenstufen, in denen sich 24 Nuten und eine 120°-Spulenteilung befinden. Die erfindungsgemäße Spulen-Einsetzvorrichtung ist jedoch für beliebige Nutenzahlen, Spulenteilungen, Zahl der Spulenstufen, der Phasen und Pole etc. verwendbar.
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Wie vorstehend beschrieben worden ist, weist das Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Spulen-Einsetzvorrichtung erste Nadeln, die einstückig mit einem Einziehteil ausgebildet sind, und zweite Nadeln auf, die einteilig mit einem Nadelträger ausgebildet sind, der unterhalb des Einziehteils angeordnet ist. Beide Nadelgruppen dienen zum Halten der Spulen, wobei sich bei Gruppen in der gleichen Weise beim Einsetzen und nach dem Einsetzten der Spulen bewegen. Der Nadelträger und die zweiten Nadeln werden zuerst rückwärts bewegt, während das Einziehteil und die ersten Nadeln für kurze Zeit in ihrer Position verbleiben. Mit dieser Konstruktion können die Spulen in reproduzierbarer (stabiler) Weise eingesetzt werden und es ist nicht erforderlich, die Lage der Spulen oder der Keile bzw. Backen, die teilweise aus den Nuten gerutscht sind, einzustellen oder eine Gegenkraft auf die Spulen auszuüben, um sie an einer Ortsveränderung zu hindern, wie dies bei herkömmlichen Vorrichtungen erforderlicht ist.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung soll im folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 8 beschrieben werden. Gleiche oder entsprechende Teile bei diesem Ausführungsbeispiel sind dabei mit denselben Bezugszeichen wie bei dem vorigen Ausfürhungsbeispiel versehen, so daß auf eine Erläuterung verzichtet werden kann.
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Fig. 8 zeigt einen Stator, der mit der erfindungsgemäßen Spulen-Einsetzvorrichtung hergestellt worden ist. In der inneren Umfangsfläche des Statorblechpaketes 1 sind 24 Nuten 104 ausgebildet, in die kleine Spulen 16 b mit einer Spulenteilung von 120° eingesetzt sind, so daß sich ein vierpoliger Stator für Dreiphasenbetrieb ergibt. Jede große Spule 16 a wird von paarweise benachbarten Nadeln 110 a, 110 b getragen, damit sie in entsprechende Nuten 104 des Statorblechpakets eingesetzt werden kann, während jede kleine Spule 16 b von paarweise benachbarten Nadeln 110 b, 110 c getragen wird, damit sie in die entsprechenden Nuten 104 des Statorblechpakets eingesetzt werden kann.
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Wie in den Fig. 5 bis 7 dargestellt ist, berührt jede Nadel 110 a mit ihrer Außenseite eine der Keil- bzw. Backenführungen 106, die an einem nicht gezeigten oberen Werkzeug angebracht sind, und ist fest mit einem nicht dargestellten Nadelhalter verbunden. Jede Nadel 110 b ist mit Schrauben 117 an einer zugeordneten Umfangsausnehmung 116 des Nadelträgers 115 befestigt, der unterhalb eines im folgenden beschriebenen Einziehteils 114 angeordnet ist. Jede Nadel 110 c ist mit Schrauben 119 an einer entsprechenden Umfangsausnehmung 118 des Einziehteils 114 befestigt.
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Vertikale Durchgangslöcher 120, 121 sind im Mittelteil des Einziehteils 114 und des Nadelhalters 115 vorgesehen. Jedes Durchgangsloch 120 bzw. 121 hat einen oberen Abschnitt 124 bzw 125 kleinen Durchmessers, einen unteren Abschnitt 126 bzw. 127 großen Durchmessers und einen Absatz 122, 123. Die Durchgangslöcher 120, 121 nehmen Kugelabstützungen 128, 129 auf. Die Kugelabstützung 128 für das Einziehteil 114 hat einen inneren Zylinder 132 mit mehreren radialen Kugelaufnahmelöchern 130, 130 . . ., von denen jedes eine Kugel 131 aufnimmt, und einen den Außenumfang des inneren Zylinders 132 umgebenen äußeren Zylinder 133. Die Kugelabstützung 128 ist so ausgebildet, daß bei Inkontaktkommen des oberen Endes 134 des äußeren Zylinders 133 mit den Kugeln 131 diese durch das Kugelaufnahmeloch 130 nach innen gedrängt werden, wobei der äußere Zylinder 133 durch eine Schraubfeder 135 nach unten gedrängt wird. Die Vorspannkraft der Feder 135 bewirkt eine Relativbewegung des äußeren Zylinders 133 nach unten bezüglich des inneren Zylinders 132; wenn die Bewegung des äußeren Zylinders 133 von einem Stopelement 136 gestoppt wird, berührt das obere Ende 134 des äußeren Zylinders 133 die Kugeln 131. Wenn der Nadelträger 115 die untere Oberfläche des Einziehteils 114 berührt, berührt die untere Oberfläche des äußeren Zylinders 133 die obere Oberfläche des Nadelträgers 115, so daß sie gegen die Kraft der Feder 135 zurückgezogen ist, wodurch die Kugeln 131 nich nach innen aus dem inneren Zylinder 132 vorstehen.
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Die in dem Nadelträger 115 aufgenommene Kugelabstützung 129 hat den gleichen Aufbau wie die Kugelabstützung 128 in dem Einziehteil 114, wobei das obere Ende des inneren Zylinders 132 der Kugelabstützung 129 so ausgebildet ist, daß es das untere Ende des inneren Zylinders 132 der Kugelabstützung 128 berühren kann. Die untere Oberfläche des Nadelträgers 115 berührt in seiner untersten Stellung ein Trägerelement 137 in einem nicht gezeigten oberen Werkzeug, wodurch der äußere Zylinder 133 der Kugelabstützung 129 des Nadelträgers 115 gegen die Federkraft in die Kugelabstützung 129 zurückgezogen ist. Ein oberer Abschnitt 139 kleinen Durchmessers einer Betätigungsstange 138 ist lose in das Durchgangsloch 120 des Einziehteils 114 und das Durchgangsloch 121 des Nadelträgers 115 eingepaßt. Eine Schulter 140 a an dem Abschnitt 140 mit großem Durchmesser der Betätigungsstange 138 berührt das untere Ende des inneren Zylinders 132 der Kugelabstützung 129. An dem unteren und dem oberen Ende des Abschnitts 139 kleinen Durchmessers der Betätigungsstange 138 befinden sich vergrößerte Abschnitte 141 bzw. 142. Ein unterer abgesetzter Abschnitt 143 des vergrößerten Abschnitts 141 bzw. ein unterer abgesetzter Abschnitt 144 des vergrößerten Abschnitts 142 verhindern, daß die Kugeln 131 aus den vergrößerten Abschnitten 141 bzw. 142 austreten, wenn die Kugeln diese Abschnitte berühren.
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Im folgenden soll die Wirkungsweise des beschriebenen Ausführungsbeispiels erläutert werden.
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Wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, werden die großen Spulen 16 a und die kleinen Spulen 16 b zwischen paarweise benachbarte Nadeln 110 a&min; 110b bzw. 110 c eingebracht und ein Statorblechpaket 1 derart auf den Außenumfang der Nadeln 110 a, 110 b und 110 c aufgebracht, daß es das obere Ende der Führungsbacken bzw. Führungskeile 106 (Fig. 5) berührt. Dann wird ein nicht gezeigtes Stopelement auf den Außenumfang des oberen Teils des Statorblechpaketes 1 aufgebracht, so daß dieses nicht herabfallen kann. Wenn die Betätigungsstange nach oben gedrückt wird, berührt die Schulter 140 a des Abschnitts 140 großen Durchmessers der Betätigungsstange 138 die untere Stirnfläche des inneren Zylinders 132 der Kugelabstützung 129 des Nadelträgers 115. Anschließend bewegen sich die Betätigungsstange 138, der Nadelträger 115 und das Einziehteil 114 gemeinsam nach oben und treten zusammen mit den Nadeln 110 b und 110 c entlang den feststehenden Nadeln 110 a und den Führungsbacken 106 als Führungseinrichtungen in die Öffnung des Statorblechpaketes 1 ein. Folglich werden die großen Spulen 16 a, die von den paarweise zugeordneten Nadeln 110 a und 110 b gehalten werden, und die kleinen Spulen 16 b, die von den paarweise zugeordneten Nadeln 110 b und 110 c gehalten werden, in vorbestimmte Nuten 104 des Statorblechpaketes eingesetzt, wie dies in Fig. 6 gezeigt ist.
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Wenn der Nadelträger 115 angehoben wird und seine untere Oberfläche vom Trägerelement entfernt ist, springt der äußere Zylinder 133, der aufgrund des Trägerelementes 137 zurückgezogen gewesen ist, aufgrund der Wirkung der Feder 135 um die Strecke h vor, die durch die Berührung des äußeren Zylinders 133 mit dem Stopelement 136 des inneren Zylinders 132 begrenzt ist. Dies hat zur Folge, daß die Kugeln 131 in der Kugelabstützung 129 für den Nadelträger 115 durch das obere Ende 134 des äußeren Zylinders 133 nach innen gedrückt werden, so daß sie mit dem unteren abgesetzten Abschnitt 143 im Eingriff kommen. Wenn das Einziehteil 114 und der Nadelträger 115 angehoben sind, wird der Nadelträger 115, an dem die Nadeln 110 c angebracht sind, durch Abwärtsziehen der Betätigungsstange 138 (Fig. 7) gegenüber der unteren Oberfläche des Einziehteils 114 abgesenkt, weil der vergrößerte Abschnitt 141 der Betätigungsstange 138 die Kugeln 131 und damit den inneren, mit dem Nadelträger 115 verbundenen Zylinder 132 nach unten drückt. In diesem Moment spring der äußere Zylinder 133 der Kugelabstützung 128 des Einziehteils 114 aufgrund der Wirkung der Feder 135 um die Strecke h vor. Dadurch werden die Kugeln vom oberen Ende des äußeren Zylinders 133 derart beaufschlagt, daß sie teilweise nach innen aus den Kugel- Aufnahmelöchern des inneren Zylinders 132 vorspringen, so daß sie mit dem unteren abgesetzten Abschnitt 143 der Betätigungsstange 138 in Eingriff kommen. Wenn sich die Betätigungsstange 138 nach unten bewegt, kommen folglich die Kugeln 131 in Eingriff mit dem vergrößerten Abschnitt 142 (Fig. 7). Dadurch lösen sich die großen Spulen 16 a und die kleinen Spulen 16 b von den Nadeln 110 b, die zusammen mit dem Nadelträger 115 abgesenkt werden. Hierdurch ergibt sich ein störungsfreies Einsetzen der Spulen 16 a und 16 b in die Nuten 104 des Statorblechpaketes. Wenn die Betätigungsstange 138 weiter abgesenkt wird, werden das Einziehteil 114 zusammen mit den Nadeln 110 c sowie der Nadelträger 115 abgesenkt; schließich berührt der äußere Zylinder 133 der Kugelabstützung 129 das Trägerteil 137. Infolge davon wird der äußere Zylinder nach oben gegen die Feder 135 belastet und die Kugeln 131 werden in Radialrichtung frei, wodurch der vergrößerte Abschnitt 141 der Betätigungsstange 138 die kreisförmig angeordneten Kugeln 131 passieren kann. Wenn die betätigungsstange 138 sich weiter nach unten bewegt, wird das Einziehteil 114 in Kontakt mit der oberen Oberfläche des Nadelträgers 115 gebracht, der das Trägerelement 136 berührt; der äußere Zylinder 133 der Kugelabstützung 128 des Einziehteils 114 wird gegen die Kraft der Feder 135 zurückgezogen, so daß die Kugeln 124 in Radialrichtung genauso wie die Kugeln 131 des Nadelträgers 115 freigegeben werden, wodurch der vergrößerte Abschnitt 142 die kreisförmig angeordneten Kugeln 131 passieren und seine vorgegebene untere Position einnehmen kann.
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Gemäß dem Beschriebenen Ausführungsbeipiel der vorliegenden Erfindung bewirkt eine einfache Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der Betätigungsstange 138 eine zeitlich unterschiedliche Rückwärtsbewegung der Nadeln 110 b und 110 c; dabei ist es möglich, die erfindungsgemäße Spulen-Einsetzvorrichtung mit herkömmlichen Vorrichtungen zu kombinieren. Da ferner bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel fixierte Nadeln 110 a verwendet werden, kann eine stabile und reproduzierbare Lagerelation der Spulen zu dem Statorblechpaket 1 erreicht werden, wodurch die Lebensdauer erhöht wird.
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Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist ein Stator für drei Phasen zugrundegelegt worden, der vier Pole mit zwei Spulenstegen aufweist, in denen sich 24 Nuten und eine 120°-Spulenteilung befindet. Die erfindungsgemäße Spulen-Einsetzvorrichtung ist jedoch bei beliebigen Nutenzahlen, Spulenteilen, Zahl der Spulenstege, Phasenzahlen und Polen verwendbar; ferner kann die Anordnung der beweglichen und der feststehenden Naden beliebig sein.
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Als Modifikation der in Fig. 8 beschriebenen Spulen-Einsetzvorrichtung ist es möglich, die Nadeln 110 c zu fixierten Nadeln 110 a und die fixierten Nadeln 110 a zu beweglichen Nadeln 110 c zu machen, so daß die kleinen Spulen 16 bbeim Einsetzen vom oberen Ende der festen Nadeln 110 a wegbewegt werden. Hierdurch wird vorteilhafterweise die durchschnittliche Länge der Spulen verringert.
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Wie vorstehend beschrieben, weist die erfindungsgemäße Spulen-Einsetzvorichtung ein Einziehteil, das sich auf das Statorblechpaket zubewegt und von diesem wegbewegt, sowie einem Nadelträger auf, der sich synchron mit dem Einziehteil bei der Annäherung an das Statorblechpaket bewegt, und der beim Wegbewegen von dem Statorblechpaket von dem Einziehteil getrennt wird. Das Einziehteil und der Nadelträger sind mit einer Vielzahl von Nadeln versehen, die die Spulen halten, um die von den Nadeln gehaltenen Spulen während des Arbeitsablaufs zu lösen. Mit diesem Aufbau können die Spulen reproduzierbar eingesetzt werden und es ist unnötig, die Lage der Spulen und von Keilen einzustellen, die aus den Nuten herrausgezogen werden könnten, oder eine Gegenkraft auf die Spulen wie bei herkömmlichen Vorrichtungen aufzubringen. Die erfindungsgemäße Spulen-Einsetzvorrichtung arbeitet zuverlässig und kann in automatischen Fertigungsstraßen eingesetzt werden.