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Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf eine Platten-
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presse für die Herstellung von Holzwerkstoffplatten, insbes.
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von vergüteten Spanplatten, - mit zumindest einer oberen Pressenplatte
und zumindest einer unteren Pressenplatte, unter der oberen Pressenplatte angeordnetem
oberen Strukturblech-Aggregat, auf der unteren Presse aufliegendem, unteren Strukturblech-Aggregat
und Befestigungseinrichtungen für die Strukturblech-Aggregate an den Pressenplatten,
wobei zumindest das Strukturblech des oberen Strukturblech-Aggregates durch Unterdruck
gehalten ist, der in einer durch eine im Bereich des Randes dieses Strukturbleches
umlaufende Weichdichtung gebildeten Unterdruckkammer wirkt. - Strukturblech bezeichnet
die Tatsache, daß das Blech der zugeordneten Oberfläche des zu pressenden Gutes
seine Struktur verleiht, mag es sich dabei um eine extrem glatte Oberfläche oder
auch um eine solche mit vorgegebener Rauhigkeit oder vorgegebenen Profilierungen
handeln.
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Solche Strukturbleche werden in der Praxis auch als Pressbleche bezeichnet.
Strukturblech-Aggregate bezeichnet Gesamtheiten aus eben dem Strukturblech und einem
zwischen dem Strukturblech und der Pressenplatte wirkenden Presspolster.
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Strukturblech-Aggregate bezeichnet aber auch Blechplatten, die aus
eben dem Strukturblech und einem Randbereich für die Befestigung bestehen, d. h.
Aggregate, bei denen ein besonderes Presspolster fehlt.
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Bei der bekannten gattungsgemäßen Plattenpresse (DE-OS 26 12 322)
ist das Strukturblech des oberen Strukturblech-Aggregates unmittelbar an der oberen
Pressenplatte befestigt, die die Unterdruckkammer gleichsam nach oben abschließt.
Der ausgesprochene Zweck dieser Maßnahme ist der, gleichzeitig mit der Halterung
über Unterdruck auch ein Durchhängen des Strukturbleches zu vermeiden. Bei dieser
bekannten Ausführungsform ist wegen des Unterdruckes ein Durchhängen nicht möglich
und wird im Gegenteil eher eine entgegengesetzte Verformung des Strukturbleches
erreicht. Andererseits kennt man auch Plattenpressen (DE-OS 31 05 236), bei denen
das Strukturblech des oberen Strukturblech-Aggregates nicht durch Unterdruck gehalten,
sondern vielmehr durch hauptsächlich horizontal wirkende Spannvorrichtungen an der
zugeordneten Pressenplatte befestigt ist. Hier hängt das Strukturblech, zum Pressgut
hin konvex, durch. Im Rahmen der bekannten gattungsgemäßen Maßnahmen geht jedoch
die herrschende Lehre dahin, diese Durchhängungen zu unterdrücken. Demgegenüber
geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß ein durchhängendes Strukturblech
des oberen Strukturblech-Aggregates ein schnelleres Schließen der Plattenpresse
zuläßt, weil das Luftpolster zwischen dem oberen Strukturblech und dem Pressgut
beim Schließen der Plattenpresse aus den infolge des Durchhanges gebildeten Keilräumen
unschwer herausgedrückt wird. Darüber hinaus bewirkt der Durchhang auch Vorteile
beim Öffnen, weil er sich auch beim öffnen einstellt und bewirkt, daß sich das obere
Strukturblech von der fertiggepreßten Holzwerkstoffplatte löst. Das alles gilt insbes.
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dann, wenn es sich um die Herstellung von vergüteten Spanplatten
handelt.
Vergütete Spanplatten bezeichnet bekanntlich solche, bei denen zumindest die Oberseite
durch eine Schicht von melaminharzimprägnierten Papieren o. dergl. abgedeckt ist.
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Ausgehend von der vorstehenden Erkenntnis liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Plattenpresse so weiter auszubilden, daß trotz
der Halterung des Strukturbleches des oberen Strukturblech-Aggregates durch Unterdruck
ein Durchhängen des oberen Strukturbleches bei geöffneter Plattenpresse und beim
öffnen der Plattenpresse möglich ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß das Strukturblech
des oberen Strukturblech-Aggregates an einem elastisch verformbaren, oberen Trägerblech
gehalten ist, welches die obere Abdeckung der Unterdruckkammer bildet, und daß das
Trägerblech an der oberen Pressenplatte bei geöffneter Plattenpresse zusammen mit
dem Strukturblech-Aggregat durchhängbar befestigt ist. - Die Erfindung nutzt die
Tatsache, daß ein Strukturblech-Aggregat durch Unterdruck auch an einem Trägerblech
gehalten werden kann, welches bei geöffneter Plattenpresse oder beim Öffnen der
Plattenpresse durchhängt.
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Dazu muß zwar eine Relativbewegung zwischen dem Trägerblech und dem
Strukturblech-Aggregat bzw. dem Strukturblech zugelassen werden, wenn anders eher
ein versteiftes Kastentragwerk entsteht, diese Verformung stellt sich jedoch in
ausreichendem Maße von selbst ein, wenn in der beschriebenen Weise mit einer umlaufenden
Weichdichtung gearbeitet und dadurch eine Unterdruckkammer gebildet wird. Die Weichdichtung
kann an dem Trägerblech oder auch an dem Strukturblech befestigt
sein.
überraschenderweise tritt beim Durchhängen des Trägerbleches mit dem über Unterdruck
gehaltenen Strukturblech-Aggregat eine Beeinträchtigung der Halterung des Strukturblech-Aggregates
nicht ein, der Unterdruck bleibt vielmehr vollständig wirksam. Der Unterdruck in
der Unterdruckkammer kann, wie bei Befestigungssaugnäpfen üblich, durch Zusammendrücken
der Weichdichtung im Rahmen eines Hubes der Plattenpresse gegen eine Holzwerkstoffplatte
bzw. gegen eine zwischengelegte Hilfspalette bewirkt werden. Es besteht aber auch
die Möglichkeit, die Unterdruckkammer an eine Unterdruckquelle anzuschließen.
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Im einzelnen bestehen im Rahmen der Erfindung verschiedene Möglichkeiten
der weiteren Ausbildung und Gestaltung. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung
ist das Trägerblech im Bereich seiner Längsränder an der oberen Pressenplatte durchhängbar
befestigt. Dazu wird zweckmäßigerweise mit Spannvorrichtungen gearbeitet, die hauptsächlich
in horizontaler Richtung, mit einer Komponente aber auch gegen die obere Pressenplatte
wirken.
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Im Rahmen der Erfindung ist die Befestigung des Strukturblech-Aggregates
an oder auf der unteren Pressenplatte grundsätzlich beliebig. Um zu erreichen, daß
sowohl das obere Strukturblech-Aggregat als auch das untere Strukturblech-Aggregat
auf einfache Weise ausgetauscht werden können, lehrt die Erfindung, daß in Kombination
zu den beschriebenen Maßnahmen das Strukturblech eines unteren Strukturblech-Aggregates
ebenfalls
durch Unterdruck an einem unteren Trägerblech gehalten ist, welches die untere Abdeckung
einer Unterdruckkammer bildet. Auch das untere Trägerblech ist in diesem Falle zweckmäßigerweise
mit hauptsächlich in horizontaler Richtung wirkenden Spannvorrichtungen befestigt.
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Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß bei einer erfindungsgemäßen
Plattenpresse, trotz Halterung des Strukturbleches des oberen Strukturblech-Aggregates
durch Unterdruck mit einem durchhängenden, oberen Strukturblech gearbeitet werden
kann, was sowohl beim Schließen als auch beim öffnen der Plattenpresse zu den eingangs
angegebenen Vorteilen führt.
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Darüber hinaus kann das obere Strukturblech-Aggregat bei einer erfindungsgemäßen
Plattenpresse auf einfache Weise ausgetauscht werden. Das gilt auch für das untere
Strukturblech-Aggregat, wenn es entsprechend durch Unterdruck gehalten ist, weil
zum Zwecke des Auswechselns der Unterdruck auf einfache Weise aufgehoben und folglich
die Strukturblech-Aggregate zum Zwecke des Auswechselns freigegeben werden können.
Das alles wird im folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert.
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Es zeigen in schematischer Darstellung Fig. 1 einen Querschnitt durch
eine erfindungsgemäße Plattenpresse in vertikaler Richtung, Fig. 2 in gegenüber
der Fig. 1 vergrößerter Ausführungsform den Ausschnitt A aus dem Gegenstand nach
Fig. 1,
Fig. 3 entsprechend der Fig. 2 eine erfindungsgemäße Plattenpresse
im geschlossenen Zustand und Fig. 4 entsprechend der Fig. 3 eine andere Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Plattenpresse.
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Die in den Figuren dargestellte Plattenpresse ist für die Herstellung
von Holzwerkstoffplatten 1, insbes. von vergüteten Spanplatten, bestimmt. Es mag
sich um eine Einetagenpresse oder um eine Zweietagenpresse handeln. Zum grundsätzlichen
Aufbau gehören zumindest eine obere Pressenplatte 2 und eine untere Pressenplatte
3. Unter der oberen Pressenplatte 2 ist ein Strukturblech-Aggregat 4 angeordnet.
Auf der unteren Pressenplatte 3 liegt ein Strukturblech-Aggregat 5 auf. Im übrigen
sind Befestigungseinrichtungen 6, 7 für die Strukturblech-Aggregate 4, 5 an den
Pressenplatten 2, 3 vorgesehen.
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Zumindest das Strukturblech 8 des oberen Strukturblech-Aggregates
4 ist durch Unterdruck gehalten, der in einer durch eine im Bereich des Randes dieses
Strukturbleches 8 umlaufende Weichdichtung 9 gebildeten Unterdruckkammer 10 wirkt.
Im Ausführungsbeispiel ist entsprechend auch das Strukturblech 11 des unteren Strukturblech-Aggregates
5 gehalten. Das Strukturblech-Aggregat 4 bzw. 5 besteht im Ausführungsbeispiel aus
dem eigentlichen Strukturblech 8 bzw. 11 und einem Presspolster 12 bzw. 13. Das
Presspolster 12 bzw. 13 kann jedoch auch fehlen. Insbes. aus den Fig. 1 und 2 entnimmt
man, daß das Strukturblech 8 des oberen Strukturblech-Aggregates 4 an einem elastisch
verformbaren oberen Trägerblech 14 gehalten ist, welches die obere Abdeckung der
Unterdruckkammer 10 bildet,
wobei das Trägerblech 14 an der oberen
Pressenplatte 2 bei geöffneter Plattenpresse zusammen mit dem Strukturblech-Aggregat
4 durchhängbar befestigt ist. Das Trägerblech 14 ist im Bereich seiner Längsränder
an der oberen Pressenplatte 2 durchhängbar befestigt. Das geschieht im Ausführungsbeispiel
mit Hilfe von hauptsächlich in horizontaler Richtung wirkenden Spannvorrichtungen
15 an der oberen Pressenplatte 2. In Kombination dazu ist, wie bereits erwähnt,
auch das Strukturblech 11 des unteren Strukturblech-Aggregates 5 durch Unterdruck
an einem unteren Trägerblech 16 gehalten, welches die untere Abdeckung einer Unterdruckkammer
10 bildet. Auch das untere Trägerblech 16 ist mit Hilfe von hauptsächlich in horizontaler
Richtung wirkenden Spannvorrichtungen 15 befestigt.
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Infolge des Durchhängens des oberen Trägerbleches 14 mit dem über
Unterdruck angeschlossenen Strukturblech-Aggregat 4 erreicht man die eingangs beschriebenen
Vorteile beim Schließen und öffnen der Plattenpresse. Darüber hinaus ist auf einfache
Weise ein Wechseln der Strukturblech-Aggregate 4 möglich.
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Zur Vorbereitung des Wechsels eines oberen Strukturblech-Aggregates
4 wird eine Holzwerkstoffplatte 1 in die Presse eingebracht. Nach dem Schließen
der Plattenpresse wird durch Öffnung einer außerhalb der eigentlichen Holzwerkstoffpreßfläche
im Strukturblech 8 angeordneten Abschlußschraube 17 mit zugehöriger Ringdichtung
18 der Unterdruck in der entsprechenden Unterdruckkammer 10 abgebaut. Anschließend
wird die Plattenpresse geöffnet. Das auszuwechselnde Strukturblech-Aggregat 4 wird
von der Holzwerkstoffplatte 1 abgenommen
und aus der Plattenpresse
herausgeführt. In gleicher Weise wird anschließend ein neues Strukturblech-Aggregat
4 in die geöffnete Plattenpresse eingebracht und auf die dort liegende Holzwerkstoffplatte
1 abgelegt. Die Plattenpresse wird nunmehr geschlossen, wobei die in der Unterdruckkammer
10 befindliche Luft unter Verformung der elastischen Weichdichtung 9 aus der Unterdruckkammer
10 herausgedrückt wird. Da die Luft durch die umlaufende elastische Weichdichtung
9 am Wiedereindringen in die Unterdruckkammer 10 gehindert wird, bildet sich nach
öffnen der Plattenpresse zwischen dem Strukturblech-Aggregat 4 und dem zugeordneten
Trägerblech 14 ein Unterdruck, welcher das Strukturblech-Aggregat 4 unverrückbar
am zugeordneten Trägerblech 14 fixiert.
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Der Wechsel des unteren Strukturblech-Aggregates 5 geschieht grundsätzlich
in gleicher Weise, jedoch mit dem Unterschied, daß die zur Erzeugung des Unterdrucks
dienende Holzwerkstoffplatte 1 erst nach Einbringen eines neuen Strukturblech-Aggregates
5 in die Plattenpresse eingelegt wird, die danach geschlossen wird.
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Wird die Unterdruckkammer 10 bzw. werden die Unterdruckkammern 10
an eine Unterdruckquelle angeschlossen, so kann der Unterdruck selbstverständlich
auch mit Hilfe der Unterdruckquelle erzeugt werden. Es versteht sich, daß dazu mit
den üblichen Armaturen gearbeitet wird, wie es die Fig. 4 andeutet.