DE332001C - Vakuumdestillationsanlage - Google Patents

Vakuumdestillationsanlage

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DE332001C
DE332001C DE1920332001D DE332001DD DE332001C DE 332001 C DE332001 C DE 332001C DE 1920332001 D DE1920332001 D DE 1920332001D DE 332001D D DE332001D D DE 332001DD DE 332001 C DE332001 C DE 332001C
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DE
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distillation
vacuum
boiler
condensation
shut
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DE1920332001D
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EDUARD LUEHR
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/10Vacuum distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Vakuumdestillationsanlage.
  • Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Anlage zur fraktionierten Destillation von Flüssigkeiten (z. B. Erdöl oder Teer) im Vakuum, bei welcher ein evakuierbarer Destillationskessel mit zwei oder mehreren absperrbaren, abwechselnd anzuschließenden Koudensationsvorlagen versehen ist, an welche, ebenfalls absperrbar, die Evakuierleitungen angeschlossen sind. Eine solche Analge kann dadurch für kontinuierlichen Betrieb eingerichtet werden, daß man über dem Destillierkessel eine zu diesem hin und auch nach außen abschließbare Auffüllkammer für die Ausgangsflüssigkeit und unter dem Kessel eine gleichfalls doppelt absperrbare. Ablaßkammer für die Destillationsrückstände anschließt, wobei die letztere Kammer für sich evakuierbar sein muß.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellt, Fig, I zeigt einen Aufriß, Fig. 2 einen Grundriß einer beispielsweise beschriebenen Anlage.
  • In der Zeichnung bezeichnet a einen Destillationskessel mit direkter Öldampfluftheizung in der Heizschlange b. Die Heizflamme c entsteht in dem Brenner d in bekannter Weise, indem aus einer Brennstoffleitung e mit dem Regulierorgan e2 durch Preßluft aus der Leitung f mit Regulierungsorgan fX Brennstoff eingeblasen wird. während aus der Luftleitung g und ihrem Regulierorgan g1 mit geringem Überdruck die Verbrennungsluft zugeführt wird. Vom Destillationskessel a, der mit Wärmeisolierung a1 bekleidet ist, führt je ein bei h1 absperrbares Rohr h zu den Kondensationsvorlagen t, ii. Diese sind mit Wasserkühlmänteln il umgeben. Von den Vorlagen i, führt je eine bei k, k1 absperrbare Evakuierleitung l, l1 zu einer nicht gezeichneten Vakuumpumpe. Am Boden der Vorlagen i, i1 sind Abflußorgane m, m1, am höchsten Punkt Lufteinströmventile n, n1 angebracllt. Am oberen Teil des Destillierkessels a ist eine Auffüllkammer o vorgesehen, welche zum Kessel a hin durch Hahn 01, nach außen durch Ventil °2 abgesperrt werden kann. Der Inhalt der Auffüllkammer o kann vorteilhaft durch eine regulierbare Abzweigleitung der lIeizschlange b, d. h. durch Abgase. vorgewärmt werden, damit nicht zu kalte Ausgangsflüssigkcit in den Destillationskessel ci gelangt.
  • Am unteren Teil des Kessels n befindet sich eine Auslaßkammer p, welche durch Hähne p1 1 bzw. P2 zum Kessel bzw, nach außen hin abgeschlossen werden kann. Von der Kammer p fübrt noch eine bei q1 abschließbare Evakuierleitung q zur Vakuumpumpe. Der Kessel a @ und ebenfalls die Vorlagen i, i1 sind mit Ölstandsrohren r, r1, r, ferner mit Vakuummetern s, s1, s und endlich mit Thermometern t, t1, t, t ausgerüstet, an welchen der Gang des Destillationsprozesses beobachtet werden kann.
  • Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Bei Beginn eines Prozesses wird durch die Auffüllkammer o und ihre geöffneten Ab-@ sperrorgane 'o2, o1 hindurch der Destillationsraum des Kessels a aufgefüllt. Darauf wird, während die Vorlage i1 abgeschaltet ist, durch die Evakuierleitung I die Vorlage i und der Destillationsraum a evakuiert. Ist der Druck der Anlage genügend tief gefallen, so wird die Heizung am Brenner de angestellt und bei e1, t1 einreguliert sowie die Verbrennungsluft und die Wasserkühlung angestellt.
  • Nun wird die Destillation in a und die nachfolgende Kondensation der Dämpfe in i erfolgen, und der Kesselwärter hat vorläufig nur den Gang des Prozesses and den Thermometern t, t1, t2, den Vakuummetern s, s1 und den Ölständen r, r1 zu beobachten und alleufalls die Heizflamme c zu vergrößern oder zu verkleinern. Inzwischen wird auch die Vorlage i1 evakuiert. Ist dann die Vorlage i mit Kondensat gefüllt, wird sie bei h1 abgeschaltet und dafür die Vorlage i1 zum Destillationsraum a hin geöffnet, und es erfolgt in diese Vorlage i1 hinein die weitere Destillation.
  • Sind nun in i alle Dämpfe kondensiert, so wird durch den Lufthahn n vorsichtig der Atmosphärendruck eingelassen, und es kann dann die Vorlage i bei iit entleert werden.
  • Nach vollkommener Entleerung der Vorlage i werden m und n wieder geschlossen, und es kann die Vorlage i von neuem evakuiert werden, um nach Füllung von i1 wieder iii Betrieb genommen zu werden. Mit der fortschreitenden Abdestillation aus n erfolgt gleichzeitig eine höhere Erwärmung der Restflüssigkeit, so daß eine gleichmäßige Abdestillation stattfindet, ohne daß vieles Einregulieren der Flamme c erforderlich ist. Ist die Abdestillation beendet, so wird die Flamme c klein gestellt und durch das Absperrorgan p1 der Rückstand aus a in die rorher durch q, q1 evakuierte Auslaßkammer p abgelassen. Nach Abschluß des Hanges p1 und der Vakuumleitung q, q1 kann darauf der Rückstand vorsichtig durch p2 in einen Behälter im Atmosphärendruck entleert werden; dann wird auch p2 wieder geschlossen. Zur Auffüllung von neuer Ausgangsflüssigkeit wird bei geschlossenem Hahn 01 die Auffüllkammer o bei Atmosphärendruck selbsttätig durch den Hahn 0-., ganz gefüllt. Nach Vorwärmung der Auffüllflüssigkeit mittels Abgase wird der Hahn 02 abgeschlossen und die Flüssigkeit dann bei geöffnetem Hahn o1 in den Kessel a eingesaugt, und die Destillation kanal von neuem beginnen, ohne daß das Vakuum und die Erwärmung des Kessels aufgehoben war.
  • Naturgemäß kann das Auffüllen auch erfolgen, ohne daß die Rückstände erst entfernt wurden, so daß überhaupt keine Unterbrechung der Destillation stattfindet.
  • Statt eines Ofens Icann man auch mehrere übereinander anordnen und aus dem oberen in den jeweils tiefer liegenden Restflüssigkeit liineinlassen und dabei die Heizleitung zur besseren Wärmeausnutzung aus den untersten Ofen in den jeweils höher liegenden weiterführen. So kann man in beschleunigter Weisc eine glecihzeitige fraktionierte Destillation zur Durchführung bringen. Auch kann man statt der beschriebenen irgendeine andere Heizung, z. B. die dammenlose Heizung oder auch Dampfheizung, verwenden.

Claims (1)

  1. Von den bekannten Vakuumdestillationsapparaten (z. B. nach Patent 24092) unterscheidet sich die yorliegende Anlage dadurch, daß durch die Verwendung von zwei oder mehreren, abwechselnd zur Wirkung kommenden einzeln evakuierbaren Kondensationsvorlagen i, i1 in einfacher Weise eine fraktionierte Destillation erzielt wird, ohne daß mehr als ein Verdampfungsapparat ci erforderlich ist (im Gegensatz zum Patent 221898) oder daß ein für den Großbetrieb zu empfindliches Mehrwegorgan (wie etwa der Hahn I des Patents 200928) zur Anwendung kommt, Hierzu kommt noch zur Kennzeichnung des wesentlich Neuen die gleichzeitige Verwendung einer Auffüllkammer 0 und einer für sich evakuierbaren Auslaßkammer p. so daß durch die Kombination aller beschriebenen, im Großbetrieb bewährten Einzelheiten die fraktionierte Destillation im Vakuum bei vollkommen kontinuierlichen Betriebe gewährleistet ist.
    Beachteuswert ist noch, daß für den Betrieb der Analge nur ein Wärter erforderlich ist, der den Prozeßgaug beobachtet und nach Bedarf die Absperrorgane öffnet und schließt.
    PATENT-ANSPRUCH: Vakuumdestillationsanlage zur fraktionierten Destillation mit nachfolgender Kondensation von Flüssigkeiten (z. B.
    Erdöl, Teeröl, Teer u. ä.) im Vaknum, dadurch gekennzeichnet, daß ein Destillationskessel mit zwei oder mehreren, abwecheslnd anzuschließenden Kondensationsvorlagen versehen ist, an welche ebenfalls absperrbar die Evakiiierleitungen angeschlossen sind, und daß zur Durchführung eines vollkommen kontinuierlichen Betriebes für das Einlassen der Ausgangsflüssigkeit über dem Destillierkessel eine nach außen und zum Kessel hin abschließbare. Auffüllkammer und zum Ablassen der Destillationsrückstände unter dem Kessel eine gleichfalls doppelt absperrbare, für sich besonders evakuierbare Auslaßkammer angebracht ist.
DE1920332001D 1920-01-01 1920-01-01 Vakuumdestillationsanlage Expired DE332001C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116370990A (zh) * 2023-02-09 2023-07-04 青岛海力加化学新材料有限公司 一种负压精馏工艺方法

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116370990A (zh) * 2023-02-09 2023-07-04 青岛海力加化学新材料有限公司 一种负压精馏工艺方法
CN116370990B (zh) * 2023-02-09 2025-12-02 青岛海力加化学新材料有限公司 一种负压精馏工艺方法

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