DE3304792A1 - Zahnschutz fuer behandlungen des menschlichen koerpers im halsbereich - Google Patents
Zahnschutz fuer behandlungen des menschlichen koerpers im halsbereichInfo
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Description
- Patentanmeldung
- Zahnschutz für Behandlungen des menschlichen Körpers im Halsbereich Die Erfindung betrifft einen Zahnschutz für Behandlungen des menschlichen Körpers im Halsbereich, der insbesondere für direkte Einstellungen des Kehlkopfes geeignet ist.
- Bei der direkten Kehlkopfeinstellung müssen die Halsweichteile des Patienten bis zum Kehlkopf durch ein starres Rohr in eine Ebene gebracht werden, wobei durch Hebelwirkung des in den Hals des Patienten einge#führten Rohres erhebliche Drücke vor allem auf die obere Zahnreihe ausgeübt werden.
- Besonders bei schadhaftem Gebiß und bei ältersbedingten unregelmäßigen Zahnstellungen können dabei Zahnlockerungen bis hin zum Zahnabbrechen entstehen.
- Bislang werden als Zahnschutz Gummischeiben, verformbare Plastikmaterialien, zahnärztliche Abguß schalen oder ähnliche Hilfsmittel verwendet. Ein grundsätzlicher Nachteil dieser Hilfsmittel besteht darin, daß der Druck des eingeführten Rohres durch die verwendeten Materialien nicht gleichmäßig auf den Oberkiefer des Patienten verteilt wird, sondern vor-.
- wiegend besonders stark vorstehende Zähne oder alleinstehende Zähne trifft, die dann gelockert werden oder auch wegbrechen können.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und einen Zahnschutz zu schaffen, der so ausgebildet ist, daß die zu schützenden Zähne in ihm sicher eingebettet sind und die durch das eingeführte Rohr ausgeübten Drücke nicht auf die Zähne selbst, sondern auf den Oberkiefer des Patienten übertragen werden.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen durch den Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 gelöst, während in den Ansprüchen 2 bis 6 besonders vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gekennzeichnet sind.
- Durch den erfindungsgemäßen Zahnschutz wird der Druck des eingeführten Rohres oder gegebenenfalls auch anderer ärztlicher Geräte nicht mehr auf einzelne Zähne des Patienten, sondern gleichmäßig auf die gesamte vordere Zahnreihe des Oberkiefers und weiter auf den Alveolarkamm verteilt.
- Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Zahnschutz eine dem Verlauf der Vorder- und Eckzähne des Oberkiefers angepaßte, im Querschnitt etwa U-förmige, gekrümmte Schale aufweist, die zumindest im mittleren Querschnittsteil unterhalb der Zahnreihe im wesentlichen formsteif ausgebildet ist und mit den davon beiderseits der Zähne aufragenden konzentrisch gekrümmten Wandungen bis in den Bereich des Zahnfleisches oder Alveolarkammes reicht.
- Die obere Abdeckung der Schale kann aus einem flexiblen Kunststoff oder aus einem gummiartigen Material bestehen und auch die offenen Querschnittsenden der Schale abschlieoben, während das körnige Füllmaterial vorzugsweise aus kugeligen oder mehreckigen, im wesentlichen formbeständigen Kunststoff-, Hartgummikörpern oder dergleichen mit einer Korngröße von z.B. etwa 1 bis 5 mm, vorzugsweise etwa 2 bis 4 mm, bestehen kann.
- Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels.
- Es zeigen Fig. 1 die Anwendung eines derartigen Zahnschutzes bei einer ärztlichen Behandlung in teilweise geschnittener Darstellung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Zahnschutz gemäß Schnittlinie II - II von Fig. 1 und Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch den Zahnschutz gemäß Schnittlinie III - III von Fig. 2.
- Der für Behandlungen des menschlichen Körpers im Halsbereich und insbesondere für direkte Einstellungen des Kehlkopfes verwendete Zahnschutz besteht aus einem bogenförmig gekrümmten evakuierbaren Hohlkörper 1, der mit' einem körnigen Füllmaterial 2 lose gefüllt ist und auf die Vorder- und Eckzähne 3 des Oberkiefers 4 aufgesetzt wird.
- Wie in der Zeichnung im einzelnen zu erkennen ist, hat der Zahnschutz eine dem Verlauf der Vorder- und Eckzähne 3 des Oberkiefers 4 angepaßte, im Querschnitt etwa U-förmige, gekrümmte Schale s; die zumindest an dem dem Unterkiefer zugewandten Querschnittsmittelteil 6 unterhalb der Zahnreihe im wesentlichen formsteif ausgebildet ist und mit den davon beiderseits der Zähne 3 aufragenden beiden konzentrisch gekrümmten Wandungen 7, 8 bis in den Bereich des Zahnfleisches oder Alveolarkammes 9 reicht.
- Die das Unterteil des Hohlkörpers 1 bildende gekrümmte Schale 5 hat eine obere Abdeckung 10 aus einem dehnbaren folienartigen Material, die bis über die beiden offenen Querschnittsenden der Schale 5 reicht und derart ausoebildet ist, daß sich die Zähne 3 durch Eindrücken der flexiblen oberen Abdeckung 10 und unter Verdrängung des körnigen Füllmaterials 2 bis an das Zahnfleisch oder den Alveolarkamm 9 von oben her in den Hohlkörper 1 eindrücken können und nach Evakuieren des Hohlraumes in dem bis zum Oberkiefer 4 reichenden Zahnschutz in haftender Anlage sicher eingebettet sind.
- Damit sich die Zähne 3 in die Abdeckung 10 leicht eindrücken können, besteht diese vorzugsweise aus einem flexiblen Kunststoff oder aus einem geeigneten gummiartigen Material, während das körnige Füllmaterial 2 aus kugelförmigen oder mehreckigen, im wesentlichen formbeständigen Kunststoff- oder Hartgummikörpern mit einer Korngröße von etwa 1 bis 5 mm, vorzugsweise etwa 2 bis 4 mm, bestehen kann. Es können aber auch andere körnige Materialien verwendet werden, die nach dem Evakuieren des Hohlkörpers 1 den Zähnen 3 eine ausreichende Abstützung bieten.
- Bei der Benutzung wird der Zahnschutz auf die Zahnreihe des Patienten gepreßt, wobei sich die Zähne 3 entsprechend ihrer Form unterschiedlich tief in die obere Abdeckung 10 und zwischen das körnige Füllmaterial 2 in den Hohlkörper 1 eindrücken. Beispielsweise mit einer medizinischen Spritze 11 kann dann über einen Anschluß 12 im Hohlkörper 1 ein Unterdruck erzeugt werden, wodurch die Körper oder Kügelchen des Füllmaterials 2 fest aneinandergepreßt werden und eine harte Masse nach Art eines Zahnabdruckes formen. Die Zähne 3 sind dann durch den bis zum Zahnfleisch bzw. zum Alveolarkamm 9 reichenden Zahnschutz gleichmäßig geschützt, so daß sich bei einem anschließenden Druck auf den Zahnschutz - im Rahmen mikrolaryngoskopischer Untersuchungen - das eingeführte Rohr an allen Zähnen und am Alveolarkamm gleichmäßig abstützt und der Druck des Rohres auf diese Weise gleichmäßig verteilt wird.
- Die Schale 5 des Hohlkörpers 1 kann aus Kunststoff und/oder Metall bestehen, wobei bei einer Ausbilduna aus Kunststoff oder aus einer Kombination von Kunststoff und Metall der untere Querschnittsmittelteil 6 über die gesamte Länge der gekrümmten Schale 5 eine höhere Formsteifigkeit als die daran anschließenden Wandungen 7, 8 haben kann, um insbesondere die Schneidezähne gegen Beschädiguncen zu schützen.
- - Leerseite -
Claims (6)
- Patentansprüche 1 Zahnschutz für Behandlungen des menschlichen Körpers im Halsbereich, insbesondere für direkte Einstellungen des Kehlkopfes, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß der Zahnschutz aus einem auf die Vorder- und Eckzähne (3) des Oberkiefers (4) aufsetzbaren, bogenförmig gekrümmten evakuierbaren Hohlkörper (1) besteht, der mit einem körnigen Füllmaterial (2) lose gefüllt ist und eine obere Abdeckung (10) aus einem dehnbaren folienartigen Material derart aufweist, daß sich die Zähne (3) unter Verdrängung der oberen Abdeckung (10) und des körnigen Füllmaterials (2) bis an das Zahnfleisch bzw. bis an den Alveolarkamm (9) von oben her in den Hohlkörper (1) eindrücken können und nach Evakuieren des Hohlraumes in dem bis an den Oberkiefer (4) reichenden -Z-ahnschutz eingebettet sind.
- 2. Zahnschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnschutz eine dem Verlauf der Vorder- und Eckzähne (3) des Oberkiefers (4) angepaßte, im Querschnitt etwa U-förmige, gekrümmte Schale (5) aufweist, die zumindest im mittleren Querschnittsteil- (6) unterhalb der Zahnreihe im wesentlichen formsteif ausgebildet ist und mit den davon beiderseits der Zähne (3) aufragenden konzentrisch gekrümmten Wandungen (7, 8) bis in den Bereich des Zahnfleisches oder des Alveolarkammes (9) reicht.
- 3. Zahnschutz nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h a e -k e n n z e i c h n e t , daß die obere Abdeckung (10) der Schale (5) aus einem flexiblen Kunststoff oder aus einem gummiartigen Material besteht und die beiden offenen Querschnittsenden der Schale (5) abschließt.
- 4. Zahnschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das körnige Füllmaterial (2) aus kugeligen oder mehreckigen, im wesentlichen formbeständigen Kunststoff-, Hartgummikörpern oder dergleichen mit einer Korngröße von etwa 1 bis 5 mm, vorzugsweise etwa 2 bis 4 mm, besteht.
- 5. Zahnschutz nach Anspruch 1, d ad u r c h gek e n n -z e i c h n e t , daß der Hohlkörper (1) einen Anschluß (12) für eine Unterdruckpumpe (11) oder dergleichen aufweist.
- 6. Zahnschutz nach Anspruch 1 und 2, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Schale (5) des Hohlkörpers (1) aus Kunststoff und/oder Metall besteht.
Priority Applications (1)
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| DE3304792A1 true DE3304792A1 (de) | 1984-08-16 |
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1983
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