DE3301735C2 - Übergangslager für hochradioaktiven Abfall - Google Patents

Übergangslager für hochradioaktiven Abfall

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DE3301735C2
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Abstract

Für ein Übergangslager für hochradioaktiven Abfall ist zur Nutzung der Wärme des Abfalls ein redundantes Kühlsystem vorgesehen. Im Übergangslager sind Behälter zur Aufnahme des Abfalls untergebracht, dessen Wärme, die bei der Lagerung des Abfalls entsteht, abzuführen ist. Zur Kühlung dient neben Kühlluft ein weiteres Kühlmedium, das im Kreislauf zwischen Kühlmittelleitungen, die den Lagerraum durchziehen, und einer außerhalb des Lagerraums angeordneten Wärmesenke geführt ist. Um bei sicherem Einschluß des Abfalls neben einer Nutzung der entstehenden Wärme im Betriebsfall auch eine gleichmäßige Wärmeabfuhr bei erforderlicher Notkühlung des Lagers zu gewährleisten, ist im Lagerraum ein Lagerbehälter eingesetzt, der zum Einfüllen des Abfalls geeignete Lagerschächte aufweist. Die Lagerschächte sind von den Kühlmittelleitungen des Kühlmediums umschlossen. Zusätzlich ist der Lagerbehälter zur Führung der Kühlluft von einem Kühlmantel umgeben, dessen Kühlluftkanäle zur äußeren Wandfläche des Lagerbehälters hin offen sind. Der Lagerbehälter kann z. B. aus Stahl oder Beton ausgeführt sein.

Description

10. Übcrgangslager nach einem der Ansprüche 8 oder 9. dadurch gekennzeichnet, daß die Teilstücke
(8) an ihren Fugen (14) gasdicht verschweißt sind.
11. Übergangslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zwischen dem Kühlmantel (20) des Lagerbehälters (7) und der Wand (2) des Lagerraums (1) gebildeten Zwischenraum weitere Kühlluftkanäle (37) verlaufen.
12. Übergangsbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
ίο der Wand (2) des Lagerraums (1) Kühlluftzuleitungen (5) vorgesehen sind, die zu einer am Boden (6) des Lagerraumes (1) angeordneten Verteilerkammer (22) führen.
13. Übergangslager nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlluftkanäle (21), der zentrale Kühlluftkanal (16) und die weiteren Kühlluftkanäie (37) an die Verteilerkammer (22) angeschlossen sind und in einem Kühlluftsammdraum (25) münden, der in seiner Decke (26) Abzugsöffnungen (27) für die erwärmte Kühlluft aufweist.
14. Ubergangslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbehälter (7) und der Kühlmantel (20) auf Auflagern (40) ruhen, die in der Verteilerkammer (22) im Strömungsbereich der zugeführten Kühlluft angeordnet sind.
15. Übergangslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlluftkanäle (21) des Kühlmantels (20) aus im Querschnitt U-förmigen Elementen (23) ausgebildet sind, die mit ihren freien Schenkeln (24) an der äußeren Wandoberfläche des Lagerbehälters (7) anliegen und im so gebildeten Zwischenraum von Kühlluft durchströmt sind.
16. Übergangslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zentrale Kühlluftkanal (16) im Lagerbehälter (7) mit von einem flüssigen Kühlmittel benetzbaren Rieselkörpern (41) gefüllt ist.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Übergangslager für hochradioaktiven Abfall nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Ubergangslager ist aus der US-PS Il 684 bereits bekannt.
Übergangslager dienen zur Aufbewahrung aufbereiteten hochradioaktiven Abfalls bis zu dessen Wiederverwendung oder bis zum Einbringen in ein Endlager.
Es ist bekannt, die hochradioaktiven Stoffe in nicht rostenden gasdichten Stahlbehältern einzuschließen. Der hockradioaktive Abfall ist nach seinem Einschluß in Lager zu überführen, die strahlenabschirmend wirken. Darüberhinaus ist aber auch dafür Sorge zu tragen, daß die bei der Lagerung infolge des Zerfalls der radioaktiven Stoffe entstehende Wärme, die als »Nachzerfallswärme« bezeichnet ist. abgeführt wird, damit die den radioaktiven Abfall enthaltenden Behälter und gegebenenfalls die den radioaktiven Abfall enthaltende Trägersubstanz selbst nicht durch die Wärmeentwicklung überhitzt wird. Das Lager wird deshalb gekühlt.
In der US-PS 38 66 424 wird ein Lager für radioakti-
b5 ven Abfall beschrieben, bei dem die den Abfall enthaltenden Abfallbehälter in Lagerrohre eingebracht sind, die mit einer Kühlflüssigkeit gefüllt sind und darüberhinaus ein Kühlbad durchdringen. Das Kühlmedium des
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Kuhibades wird in einem Primärkühlkreislauf über einen Wärmetauscher geführt, der außerhalb des Lagerraumes angeordnet ist. Im Wärmetauscher gibt das Kühlmedium seine mitgeführte Wärme an einen Arbeitsmittelkreislauf mit Kompressor und Turbine ab. Zum Schütze gegen Uberiiitzung und zur Redundanz des Systems sind für das Kühlbad selbst, aber auch für die Kühlflüssigkeit, die sich in den Lagerrohren befindet, zusätzliche ^Kundäre Kühleinrichtungen vorgesehen. Die Funktionstüchtigkeit und Sicherheit dieses bekannten Kühlsystems hängt vor allem von der Kühlung des Abfalls über die Kühlflüssigkeit in den Lagerrohren selbst ab. Bei Leckagen innerhalb der Lagerrohre muß deshalb mit erheblichen Störungen gerechnet werden.
Ein weiteres Lager für radioaktiven Abtall ist aus der US-PS 39 11 684 bekannt. Bei diesem Lager werden mit Abfall gefüllte Lagerrohre von Kühlluft umspült. Die Kühlluft wird zur wirtschaftlichen Nutzung im Kreislauf geführt, wobei beispielsweise die mitgeführte Wärme über einen Wärmetauscher an ein Arbeitsmittel eines Arbeitsmitteikreisiaufs mit Turbine abgegeben werden kann. Eine Redundanz des Systems wird nicnc nur durch Anordnung weiterer Wärmetauscher im Kreislauf der Kühlluft erreicht, sondern es ist auch dafür Sorge getragen, daß im Störfail unter Ausnutzung natürlicher Konvektion Kühlluft in den Lagerraum einströmen kann. Nachteilig ist, daß die Kühlluft im Lagerraum nur schwierig so zu führen ist, daß örtliche Überhitzungen vermieden werden. Tritt ein Bruch eines Ldgerrohres auf. befindet sich der hochradioaktive Abfall unmittelbar im Kühlluftstrom.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Übergangslager zu schaffen, bei dem neben einer Nutzung der entstehenden Wärme im Betriebsfall eine gleichmäßige Wärmeabfuhr auch bei erforderlicher Notkühlung gewährleistet ist. Zugleich soll selbst bei einer nicht gewünschten Überhitzung des hochradioaktiven Abfalls dessen sicherer Einschluß gegenüber den Kühlmitteln des Kühlsystems gegeben sein. Darüberhinaus soll das Übergangsalle! zur Behälterachse verlaufende Lagerschächte aufweist, d'irch zylindrische Ausbildung des Lagerbehälters erreicht. Die Kühlmittelleitungen sind in Bereichen der äußeren Wandfläche des zylindrischen Lagerbehälters angeordnet. Diese Bereiche umschließen die Lagerschächte.
Um Herstellung und Montage des Lagerbehälters zu vereinfachen und um dessen Volumen der jeweils erforderlichen Lagerkapazität anpassen zu können, besteht der Lagerbehälter bevorzugt aus zentriert aneinandergefügten Teüstücken. Die Teilstücke weisen die Form von Zylindersegmenten auf, in denen die Lagerschächte und Kühlmittelleitungen verlaufen. Die Fertigung solcher Segmente ist mit erhöhtem Aufwand verbunden. Zweckmäßig sind die Teilstücke deshalb stirnseitig mittels ringförmig verlaufenden Absätzen strahlendicht zusammengesetzt. Auf den Stirnseiten sind in Ringnuten Dichtungen einsetzbar.
Die gev/ünschte freie Konvektion der Kühlluft ergibt sich optimal bei senkrechter Ano; ..;iung des Lagerbehälter im Lagerraum, wobei der Lagerbehälter zum Einfüllen des Abfalls von oben zugänglich ist.
Die Erfindung und weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend anhand eines AusführungsH°ispieles näher erläutert. Die Figuren zeigen im einzelnen
F i g. 1 Übergangslager im Schnitt in dimetrischer Ansicht,
Fig. 2 Längsschnitt eines Übergangslagers nach Fig. 1,
Fig. 3 Querschnitt eines Übergangslagers nach Fig. 2 gemäß Schnittlinie II1/III.
Fig. 4 Querschnitt eines Übereangslagers nach F i g. 2 gemäß Schnittlinie'V/IV.
Fig. 5 Querschnitt eines Übergangslagers nach F i g. 2 gemäß Schnittlinie V/V.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, besteht das Übergangslager aus einem Lagerraum l.ciessen Wände 2 zu etwa zwei Dritteln im Erdboden eingebettet sind. In
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lager ohne Beeinträchtigung seiner Sicherheit möglichst 40 Fig. 1 und 2 ist eine Oberflächenkante des Erdbodens
kompakt gestaltet sein.
Diese Aufgabe wird bei einem Übergangsiager der eingangs erwähnten Art gemäß der Erfindung durch die in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Der mit Bezugsziffer 3 angegeben. Der über der Oberfläche des Erdbodens hinausragende Teil der Wände 2 weist Einströmöffnungen 4 für Kühlluft auf. die über absperrbare Kühlluftzuleitungen 5 in den Wänden 2 zum Boden
im Lagerraum angeordnete Lagerbehälter weist zum 45 6 des Lagerraumes 1 einströmen kann.
Einfüllen des Abfalls mehrere Lagerschächte auf, die in' Lagerbehälter in einem Bereich angeordnet sind, der von Kühlmittelleitungcn umschlossen ist. Durch Anordnen dieser Kühlmitteüp.itungen. die das zur Auskopplung der Wärme zwischen Lagerraum und Wärmesenke im Kreislauf strömende Kühlmedium führen, unmittelbar im Lagerbehälter selbst ist ein hoher Wärmeübergang zwischen Lagerschächten und Kühimittelleitungen gegeben. Darüberhinaus ist der Lagerbehälter von Im Lagerraum 1 befindet sich ein Lagerbehälter 7. der zur Montageerleichterung aus einer Vielzahl zylindrischer Teilstücke 8 besteht, die jeweils /entricrbar mit ihren Stirnseiten aufeinandergesetzt sind. Im Lagerbehälter 7 verlaufen parallel zur Behälterachse 9 Lagerschächte 10, in die Abfallbehälter 11 über Einfüllöffnvngen 12 an der oberen S;irnseite des im Ausführungsbeirpie! senkrecht im Übergangslager angeordneten zylindrischen Lagerbehälters 7 absenkbar sind. Jede Einfüll-
einem Kühlmantel mit Kühlluftkanälen umgeben, in de- 55 öffnung 12 ist mit tinem abhebbaren gasdichten Deckelnen die Kühlluft unmittelbar an der äußeren Wandfläche des Lagerbehälters entlanggeführt wird. Die Kühlluft dient der Notkühlung des Systems und kann in erzwungener oder freier Konvektion strömen. Bei freier
Konvektion stellt sich die zur Kühlung des Lagerraumes 60
erforderliche Luftmenge selbsttätig ein. Der Luftstrom
verstärkt sich, je wärmer der Lagerbehälter wird. Während des Normalbetriebes sind die Kühlluftkanäle geschlossen.
system verschließbar, dessen Gasdichtheit kontrollierbar ist.
Die Abfallbehälter 11 sind mit hockradioakt'vem Abfall gefüllt. Im Ausführungsbeispiel enthalten die Abfallbehälter in Borosilikatglas eingebettete radioaktive Stoffe. Der Abfallbehälter selbst besteht au* rostfreiem Edelstahl. In den Lagerschächten 10 läßt sich statt verglastem radioaktivem Abfall auch als Kalzinat anfallen
der Abfall einbringen. Zum gasdichten Abschluß sind Der Lagerbehälter läßt sich im Querschnitt vieleckig 65 die Lagerschächte mit einem Liner 13 aus Edelstahl auscder kreisförmig ausführen. Eine sehr kompakte Aus- gekleidet. Zwischen den Teüstücken 8 gebildete Fu<;en führung wird bei einem lagerbehälter, der an einer sei- 14 sind strahlenabschirir.cnd ausgebildet. Die Stirnfläner Stirnseiten verschließbare Einfüllöffnungen für par- chen der Teilstücke weisen hierzu ringförmig verlaufen-
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de Absatze auf. die einen direkten Strahlendurchgang verhindern. Der Liner liegt bündig an der Schachtwand an und verbessert so den Wärmeübergang zwischen Abfallbehältern 11 und Lagerschächten 10. Gasdicht und strahlenabschirmend ist auch das Deckelsysiem auf den Einfüllöffnungen 12 ausgeführt.
Die L.agerschächte 10 sind im Lagerbehälter 7 innerhalb eines Bereiches angeordnet, der von Kühlmittelleitungen 15 umgeben ist. Die Kühlmittelleitungen verlaufen im Lagerbehälter 7 sowohl an dessen äußerer Zylinderwand als auch im Wandbereich eines zentralen Kanals 16 parallel zur Behälterachse 9 und umschließen somit dun Bereich des Lagerbehälters 7. in dem sich die Lagerschächte 10 befinden. In den Kühlmittelleitungen 15 fließt ein Kühlmedium, das im Kreislauf geführt ist. was in F' i g. 2 schematisch dargestellt ist. Das Kühlmedium strömt den Kühlmittelleitungen 15 über einen Zulauf 17 zu und erhitzt sich in den Kühlmitteleitungcn durch Aufnahme der in den Lagerschächien entstehenden, vom radioaktiven Abfall abgegebenen Wärme. Über einen Ablauf 18 wird das erhitzte Kühlmedium zu einer Wärmesenke 19 geführt. Als Wärmesenke ist beispielsweise ein Wärmetauscher einsetzbar, in dem das Kühlmedium seine mitgeführte Wärme wieder abgibt. Die Wärme kann auch auf das Arbeitsmedium eines Arbeitsmittelkreislaufs mit Turbine übertragen werden oder unmittelbar einem Verbraucher zugeführt werden.
Neben der Kühlung des Lagerbehälters 7 durch das im Kreislauf geführte Kühlmedium ist als Notkühlsystem eine Kühlung mit Luft vorgesehen. Zur Führung der Kühlluft ist der Lagerbehälter 7 von einem Kühlmantel 20 umgeben, der Kühllufikanäle 21 aufweist, in denen die Kühlluft in freier Konvektion an der äußeren Wandfläche des Lagerbehälters 7 entlangströmt. Die Kühlluftkanäle 21 sind am Boden 6 des Lagerraumes 1 an einer Verteilerkammer 22 angeschlossen, in die die Kühlluft 2LJS der freien LJrTi0CbUn0 des Z^v!schen!2cfer<: nach Öffnen der Kühlluftzuleitungen 5 in der Wand 2 des Lagerraumes 1 strömen kann. Die Kühlluftkontakte
21 sind zur äußeren Wandfläche des Lagerbehälters 7 offen ausgebildet, wie aus F i g. 1 und 2 ersichtlich ist. Sie bestehen aus einem im Querschnit U-förmigen Element 23. dessen Schenkel 24 zur äußeren Wandfläche des Lagerbehälters 7 weisen. Zwischen der äußeren Wandfläche des Lagerbehälters und inneren Wandoberflächen des U-förmigen Elementes 23 entsteht io ein Zwischenraum, der zur Kühlluftführung dient. Die Kühlluft durchströmt die Kühlluftkanäle 21 von unten nach oben, wird unter Aufnahme der im Lagerbehälter entstehenden Wärme erhitzt und tritt in einen Kühlluftsammelraum 25 aus. in dessen Decke 26 eine Abzugsöffnung 27 für den Austritt der erhitzten Kühlluft vorgesehen ist. Über Abluftkamine 28 in Entlüftungstürmen 29. die eine Vielzahl von Luftaustrittsschlitzen 30 aufweisen, wird di; Kühlluft in die freie Umgebung abgeführt und abgeieite;.
Dem Lagerbehälter 7 wird auch durch einen zentralen Kühllu::kanal 16 Kühlluft aus der Verteilerkammer
22 zugeführt. Der Kühlluftkanal 16 verläuft wie auch die zuvor genannten Kühlluftkanäie 21 von der Verteilerkammer 22 bis zum Kühlluftsammelraum 25. Auch die aus dem zentralen Kanal 16 strömende erwärmte Kühlluft wird über die Abluftkamine 28 ins Freie abgeführt.
Im Lagerbehälter 7 werden die Kühlmittelleitungen 15 in dafür vorgesehenen Ausnehmungen in den "T^ii. stücken 8 nach Montage der Teüstücke eingewalzt. Die Kühlmitielleitungen weisen so einen guten wärmeleitenden Kontakt im Lagerbehälter 7 auf. Die Kühlmittelleitungen 15 bestehen im Ausführungsbeispiel aus zwei ineinanderliegenden Rohren, die an ihrem unteren Ende 31 bis auf einen Spalt zwischen innerem Rohrraum 32 und Ringraum 33 verschlossen sind. Am oberen Ende der Kühlmitielleitungen mündet der Zulauf 17 für das Kühlmedium im inneren Rohrraum 32, der Ablauf 18 ist am Ringraum 33 angeschlossen. Das Kühlmedium durchströmt somit die Kühlmittelleitung zunächst im inneren Rohrraum 32, wird am unteren Ende 31 umgelenkt und im Ringraum 33 zum Ablauf 18 geführt. Die Wärmeaufnahme erfolgt dabei im wesentlichen im Ringraum 33 der Kühlmittelleitung.
Im Ausführungsbeispiel bestehen die Teüstücke 8 aus Stahlguß, um eine hohe Wärmeleitfähigkeit zwischen Lagerschächten 10 und Kühlmittelleitungen 15 sowie zur äußeren Wandflache des Lagerbehälters 7 zu erreichen, an der die Kühlluft entlangströmt.
Die Teüstücke 8 sind mittels Spannkabeln 34 miteinander verspamii. Die Spunn'näuei verlaufen ii'i Γύίιί'ίύΓ-migen Ausnehmungen 35, die im äußeren Wandbereich des Lagerbehälters zwischen den Kühlmittelleitungen 15 angeordnet sind. Damit ergibt sich eine kompakte raumsparende Ausbildung des Lagerbehälters 7. Das Verspannen der Teüstücke 8 ist erforderlich, um den Zusammenhalt der Teüstücke, insbesondere in Störfällen zu gewährleisten. Der in den Lagerschächten 10 eingebrachte radioaktive Abfall verbleibt somit stets in sicherem Einschluß. Zur Verhinderung von Gasaustritt sind die Teüstücke 8 an ihren Fugen 14 von innen und außen verschweißt. Statt die Teüstücke zu verschweißen, lassen sich auch in Ringnuten adf der Stirnseite der Teüstücke Dichtungen einlegen.
Die Wände 2 des Lagerraumes 1 bestehen entweder aus hitzebeständigem Material, beispielsweise aus Grauguß, oder sie sind, wie im Ausführungsbeispiel, gegen Überhitzung geschützt. Hierzu ist in aus Beton bestehenden Lagerwänden, in d?n Rrreirhen. die den Lagerraum 1 begrenzen, ein Überhitzungsschutz 36 aus Schamottstein eingesetzt. Darüberhinaus sind im Wandbereich weitere Kühlluftkanäle 37 vorgesehen. Diese äußeren Kühlluftkanäie werden durch Kühlringsegmente 38 gebildet, die im Zwischenraum zwischen Kühlmantel 20 des Lagerbehälter^ 7 und Lagerwänden 2 angeordnet sind. Die äußeren Kühlluftkanäle 37 sind zum Kühlmantel 20 hin offen gestaltet. Die Lagerwand weist Strömungsrippen 39 auf, die durch Verwirbelung der Kühlluftströmung einer Überhitzung der Lagerwand entgegenwirken.
Im Bereich der Kühlluftkanäle 37 ist zusätzlich eine Wasserkühlung vorgesehen, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Die vom Kühlwasser aufgenommene Wärme dient im Ausführungsbeispiel zur Vorwärmung von an Verbraucher abführbarem Warmwasser.
In der Verteilerkammer 22 sind Auflager 40 angeordnet, auf denen der Lagerbehälter 7 ruht. Für den Kühlmantel 20 sowie die äußeren Kühlluftkanäle 37 sind ebenfalls Auflager 40a vorgesehen. Die Auflager 40 und 40a sind von der in die Verteilerkammer 22 einieitbaren Kühlluft umströmbar, so daß die Kühlluft in alle Kanäle
bo des Kühlluftsystems ungehindert vordringen kann. Dabei wird auch für die Kühlung des Fundaments am Boden 6 des Lagerraumes 1 sowie für die Kühlung der Auflager 40,40a selbst gesorgt.
Im Ausführungsbeispiel ist der zentrale Kühlluftkanai 16 mit Rieselkörpern 41 gefüllt, an denen ein flüssiges Kühlmittel herabfließen kann, das über eine Zuleitung 42 in den Lagerraum 1 einführbar ist. Die Zuleitung 42 mündet am oberen Ende des zentralen Kanals 16 und
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wird im Notfall dann geöffnet, wenn neben der Notkühlung des Übergangslagers mittels Kühlluft oder statt dieser Luftkühlung eine weitere Temperaturabsenkung des Lagerbehälters 7 vorzunehmen ist. Das über die Zuleitung 42 einströmende Kühlmittel ist auch auf die äußere Wandfläche des Lagerbehälters 7 aufspritzbar. Hierzu dienen in den Kühlluftkanälen 21 eingeführte Kiiii.mittelzuführungen 43, von denen der Übersichtlichkeit halber in Fig. 2 nur eine der Kühlmittelzuführungen eingezeichnet ist. Die Kühlmittelzuführungen 43 weisen über ihre Länge verteilte Sprühdüsen auf, durch die das flüssige Kühlmittel über die äußere Wandfläche de:, Lagerbehälters 7 verteilt wird. Während der Wärmeaufnahme verdampft das Kühlmittel auf der äußeren Wandfläche des Lagerbehälters und auf den ebenfalls erhitzten Rieselkörpern.
In Fig. 2 sind schematisch auch die für das Einbringen des radioaktiven Abfalls erforderlichen Verbindungsstoiien 44 und Eingangsschieusen 45 dargestellt. Der hochradioaktive Abfall wird in Transportbehältern 46 über die Eingangsschleuse 45 in den Lagerraum I eingefahren. Im Lagerraum 1 befindet sich eine Beschikkungsbühne 47 mit Krananlagen. Die mit Abfall gefüllten Abfallbehälter 11 werden in die Lagerschächte 10 der Lagerbehälter 7 eingefüllt.
Das Übergangslager weist im Ausführungsbeispiel eine gesamte Höhe von etwa 40 m auf. Davon sind etwa 23 m von Erdboden umgeben, 17 m überragen dessen Oberfläche 3. Der äußere Durchmesser des Übergangslagers beträgt etwa 15 m. Der Lagerraum weist einen Ruumdiirchmesser von etwa 9 m auf, der Lagerbehälter ist mit einem äußeren Durchmesser von ca. 6 m ausgelegt. Im beschriebenen Übergangslager lassen sich etwa 450 Abfallbehälter mit einem Durchmesser von 0,4 m und einer Höhe von 1,3 m lagern. Kühlung und Sicherheit des Übergangslagers sind so ausgelegt, daß der Vtr\t*hrrtAir\<i\sttijt* ΔΚΓαΙΙ ΓιΚλγ linnti 7aitrönma kiniuan In
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sicherem Einschluß aufbewahrt werden kann.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
45
50
55
60

Claims (9)

33 Ol 735 Patentansprüche:
1. Übergangslager für hochradioaktiven Abfall, mit einem in einem Lagerraum angeordneten Lagerbehälter mit zum Einfüllen des Abfalls geeignetem Lagerschacht und mit einem die bei der Lagerung des Abfalls entstehende Wärme abführenden Kühlsystem, das sowohl eine Kühlluftführung als auch einen Kühlmittelkreislauf für ein Kühlmedium aufweist, das im Kreislauf zwischen im Lagerraum erzeugte Wärme abführenden Kühlmittelleitungen und einer außerhalb des Lagerraums angeordneten Wärmesenke geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der im Lagerraum (1) angeordnete Lagerbehälter (7) mehrere Lagerschächte (10) aufweist, die im Lagerbehälter (7) innerhalb eines von den Kühlmittelleitungen (15) umschlossenen Bereiches angeordnet sind, und daß der Lagerbehälter (7) von einem Kühlmantel (20) umgeben ist, der zur äußeren Wandiläche des Lagerbehältcrs (7) hin offene Kühlluftkanäle (21) aufweist.
2. Übergangslager nach Patentanspruch 1 bei dem der Lagerbehälter an einer seiner Stirnseiten verschließbare Einfüllöffnungen für parallel zur Behälterachse verlaufende Lagerschächte aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbehälter (7) zylindrisch ausgeführt ist.
3. Übergangslager nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbehälter (7) aus zentriert ι -einandergefügten Teilstücken (8) besteht, und daß die Teilstücke (8) zylinderförmig ausgebildet und stirnseitig mittels ringförmig verlaufender Absätze strahlendicht zusammengesetzt sind.
4. Übergangslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbehälter (7) zusätzlich einen zentralen Kühlluftkanal (16) aufweist, und daß im Lagerbehälter (7) im Wandbereich dieses Kanals (16) Kühlmittelleitungen (15) angeordnet sind.
5. Übergangslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschächte (7) mit an ihrer Schachtwand bündig anliegenden Linern (13) ausgekleidet sind.
6. Übergangslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittelleitungen (15) aus zwei ineinander liegenden Rohren bestehen, von denen das äußere Rohr an einem seiner Enden (31) geschlossen ist. und daß am anderen Ende ein zum inneren Rohrraum (32) geführter Zulauf (17) für Kühlmedium und ein mit dem Ringraum (33) des Doppelrohres verbundenen Ablauf (18) für das Kühlmedium angeschlossen sind.
7. Übergangslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbehälter (7) aus Grauguß, Sphäroguß oder Stahlguß besteht.
8. Übergangslager nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß die aus Grauguß. Sphäroguß oder Stahlguß bestehenden Teilstücke (8) mittels Spannkabeln (34) miteinander verspannt sind.
9. Übergangslager nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der Spannkabel (34) rohrförmige Ausnehmungen (35) vorgesehen sind, die parallel zu den Kühlmittclleitungen (15) und zwischen diesen verlaufen.
DE3301735A 1983-01-20 1983-01-20 Übergangslager für hochradioaktiven Abfall Expired DE3301735C2 (de)

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AT84100544T ATE44838T1 (de) 1983-01-20 1984-01-19 Uebergangslager fuer hochradioaktiven abfall.
JP59007420A JPS59193000A (ja) 1983-01-20 1984-01-20 高レベル放射性廃棄物のための中間貯蔵槽
US06/572,636 US4634875A (en) 1983-01-20 1984-01-20 Transitory storage for highly-radioactive wastes

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DE3301735A DE3301735C2 (de) 1983-01-20 1983-01-20 Übergangslager für hochradioaktiven Abfall

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