DE32722C - Vorrichtung zur Fortbewegung von Schiffen mittelst explodirender Gase - Google Patents

Vorrichtung zur Fortbewegung von Schiffen mittelst explodirender Gase

Info

Publication number
DE32722C
DE32722C DENDAT32722D DE32722DA DE32722C DE 32722 C DE32722 C DE 32722C DE NDAT32722 D DENDAT32722 D DE NDAT32722D DE 32722D A DE32722D A DE 32722DA DE 32722 C DE32722 C DE 32722C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
explosion
combustion chamber
tube
cock
combination
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT32722D
Other languages
English (en)
Original Assignee
S. SECOR und J. A. SECOR in Brooklyn, New-York, V. St. A
Publication of DE32722C publication Critical patent/DE32722C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H11/00Marine propulsion by water jets
    • B63H11/12Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas
    • B63H11/14Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas the gas being produced by combustion

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

PATENTAMT.
KAISERLICHES
(New-York, V. S. A.).
Dieser Treibapparat gestattet eine unmittelbare Einwirkung der treibenden Kraft auf das Wasser, ohne dafs ein vermittelndes Organ, wie Schaufelrad oder Schraube, nöthig ist. Als treibende Kraft wird die bei der Entzündung von Explosionsgemengen frei werdende Kraft benutzt.
An dem Hintertheil des Schiffes münden zwei Rohre in das Wasser; dieselben werden abwechselnd mit Explosionsgemenge gefüllt und durch einen elektrischen Funken entzündet; die Expansivkraft der sich entwickelnden Gase bewirkt durch den Widerstand der hinter dem Schiffe befindlichen Wassermasse eine Vorwärtsbewegung des Schiffes.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die Maschine zur Erzeugung des Explosionsgemenges in Verbindung mit den Explosionsrohren dargestellt.
Fig. ι ist ein Verticallängenschnitt durch den Treibapparat und
Fig. 2 ein Grundrifs desselben.
A sind drei neben einander gruppirte horizontale Luftcompressionsmaschinen; jede derselben ist mit zwei Luftcompressionscylindernaa1 und einem zwischen denselben liegenden Treibcylinder α2 für Dampf oder irgend eine andere entsprechende Triebkraft versehen. Die Luftcylinder α α1 sind durch Rohre a3 a* mit einander und einem Rohr α5 verbunden. Die Kolben der Luftcylinder sind mit dem Kolben des mittleren Treibcyliiiders durch eine Kolbenstange a6 verbunden. Die Steuerung des Treibcylinders α2 kann auf irgend eine entsprechende Weise construirt sein und durch ein Excenter von der Kurbelwelle a 7 getrieben werden. Letztere Welle ist mit dem Schwungrad α10 versehen und durch die Pleuelstange a9 mit der Kolbenstange verbunden.
Das Rohr α5 einer jeden Luftcompressionsmaschine steht in Verbindung mit einem gemeinschaftlichen Windkessel B von cylindrischer Gestalt aus Kesselblech. Durch Hähne oder Ventile a11 kann irgend eine der neben einander gruppirten Luftcompressionsmaschinen A oder mehrere derselben vom gemeinschaftlichen Windkessel B abgesperrt oder aufser Gebrauch gesetzt werden.
Der Windkessel B steht durch Rohre B1 in Verbindung mit den aufrecht stehenden Kesseln C. Durch Ventile b kann diese Verbindung abgesperrt werden. Die Kessel C können mit Druckmessern C1 versehen sein. Ueber den Kesseln C ist ein horizontaler »Windkessel D angeordnet, welcher durch die mit Ventilen c versehenen Rohre C2 mit den Kesseln C communidrt.
Von dem Windkessel D führen Rohre JF nach dem Explosionsapparat, von welchem zwei neben einander liegende auf der Zeichnung, Fig. 2, dargestellt sind. Zwischen der Verbrennungskammer E von sphärischer Gestalt und dem Rohr F ist ein Hahn El eingeschaltet, dessen Drehung selbstthätig durch die Hülfsmaschine F1 bewirkt wird. Die Einführung und Abschliefsung der verdichteten Luft nach und von der Verbrennungskammer wird hierdurch zu den geeigneten Zeitpunkten herbei-
geführt. Die Drehung des Hahnes E1 geschieht durch die auf- und abgehende verticale Zahnstange e1, welche im Eingriff mit den Zähnen des auf der Achse des Hahnes sitzenden Zahnsegmentes e ist. Die Zahnstange e1 ist in Lagern e2 verschiebbar und mit der Nase e3 versehen, an welche der Daumen e4 anschlägt. Letzterer sitzt auf der hin- uud herschwingenden Welle e5 und theilt diese Bewegung dem Daumen mit, welcher die Zahnstange hebt und senkt. Die Welle e5 wird durch ein Excenter von der Kurbelwelle der Maschine F1 und die Stange F2 getrieben. Letztere ist an ihrem Ende mit einem Arm der Welle e5 verbunden. Die Verbrennungskammer E hat einen Auslafshahn E2, welcher auf ähnliche Wreise wie der Einströmungshahn E1 getrieben wird, näm-· lieh vermittelst einer in das Zahnsegment e6 der Hahnachse eingreifenden, in den Lagern e8 geführten verticalen Zahnstange e7. Die Nase e9 dieser Zahnstange kommt in Berührung mit sich auf- und abwärts drehenden Daumen e* der Welle e5 und hebt hierdurch die Zahnstange e7, während gleichzeitig die Stange e1 sinkt, und umgekehrt.
Hierdurch werden die Hähne E1 und E2 gleichzeitig gedreht, und zwar so, dafs der eine den Zugang zur Kammer E abschliefst, wenn der andere dieselbe öffnet, und umgekehrt.
G ist das Zuleitungsrohr für Gas oder eine Kohlenwasserstoffverbindung, welche durch eine Druckpumpe oder dergleichen in die Verbrennungskammer E eingetrieben wird. Der im Rohr G befindliche Hahn G1 gestattet ein Eindringen von Gas oder Kohlenwasserstoff in die Verbrennungskammer, gleichzeitig mit dem Einströmen der verdichteten Luft in diese Kammer durch den Hahn E1. Wenn der Hahni?1 offen ist, ist auch Hahn G1 geöffnet, und wenn ersterer geschlossen ist, so ist auch der letztere geschlossen.
Die Drehung des Hahnes G1 wird durch den in das Zahnrad g1 eingreifenden Trieb g bewirkt. Ersteres sitzt auf der Welle g\ auf \velcher ein Schaltrad g3 aufgekeilt und ein Arm g4 lose aufgesteckt ist, an dessen Ende der in das Schaltrad eingreifende Zahn gs drehbar befestigt ist. Das äufsere Ende des Armes gi ist durch die Stange ge mit einem Arm der hin- und herschwingenden Welle e5 verbunden. Sobald sich also letztere hin- und zurückdreht, dreht sich auch Arm gi hin und zurück und bewirkt eine theilweise Drehung der Welle g2 und des Hahnes G1. Von der Verbrennungskammer E führt das Explosionsrohr IT nach dem Hintertheil des Schiffes und mündet daselbst im Wasser.
Wenn der Ausströmungshahn E2 offen ist, entweicht das in der Verbrennungskammer befindliche Explosionsgemenge in das Rohr H. Die Verbindung des letzteren an seinem hinteren Ende kann durch den mit Spindel und
rad h versehenen Schieber H1 regulirt oder
abgesperrt werden. . . . ;
Das Rohr H ist mit einem sich nach vorn abzweigenden Rohr Zf2 verbunden. '■■-'■■
Letzteres mündet am Schiffsboden und kann durch die Klappe Ha abgeschlossen werden, vermittelst des Gelenkes h2, der Spindel h1 und des Handrades h3. Vermittelst der Klappe Hi kann die Verbindung zwischen den Rohren if und H2 aufgehoben werden. Diese Klappe kann durch einen auf ihrer Achse sitzenden Arm gedreht werden. ·
Soll das Schiff vorwärts fahren, so wird die Klappe Hz geschlossen und die Klappe Hi nach vorwärts gedreht, so dafs däsZweigrohri/2 abgesperrt bleibt, während der Schieber H1 geöffnet ist.
Soll dagegen das Schiff plötzlich eingehalten werden oder nach rückwärts fahren, so wird die Klappe H^ nach hinten gedreht, so dafs durch dieselbe, wie durch punktirte Linien in Fig. ι angegeben, der Zugang der Explosionsgase nach dem Hintertheil des Schiffes abgesperrt ist; die Klappe HB wird in diesem Falle geöffnet, so dafs die Explosionsgase nach vorwärts auf die unter dem Schiffe befindliche Wassermasse drücken. Die Entzündung des Explosionsgemenges erfolgt durch einen elektrischen Funken im Rohr 27, da, wo die Enden J4 /5 des seeundären Drahtes einer Inductionsspule J3 in Rohr H hineinragen.
J ist die elektrische Batterie, deren Leitungsdrähte /1J2 mit den primären Drähten der Inductionsspule verbunden sind. Der Leitungsdraht /l ist mit einem unbeweglichen und J2 mit einem beweglichen Contactstück J1 versehen. Letzteres ist vermittelst einer Stange /8 mit dem Ende des Armes g"4 verbunden.
Durch die genannte Verbindung des beweglichen Contactstückes mit dem auf- und abschwingenden Arm wird die Leitung J1 J2 abwechselnd unterbrochen und geschlossen und eine Reihe von Entzündungsfunken hinter einander in regelmäfsigen Zwischenräumen erzeugt, welche eine gleiche Anzahl hinter einander stattfindender Explosionen bewirken.
Wird die Stange JB aus Metall hergestellt, so mufs sie aus zwei durch eine Kupplungshülse i von nicht leitendem Material verbundenen Theilen zusammengesetzt sein.
Anstatt durch den elektrischen Funken kann die Entzündung des Explosionsgemenges im Rohr H und der Kammer E auch auf andere Weise geschehen.
Die Schliefsung der elektrischen Stromleitung oder die Entzündung des Explosionsgemenges in der Verbrennungskammer E und dem Explosionsrohr H findet statt, wenn der Lufteinströmungshahn E1 sowie der Hahn G1 geschlossen, dagegen der Hahn E2 geöffnet ist,

Claims (5)

  1. wie Fig. ι zeigt. Unmittelbar nach der Entzündung findet die Explosion statt, worauf sich der Hahn E* schliefst, während die Hähne .E1 und G1 sich öffnen, damit eine frische Füllung der Verbrennungskammer E stattfinden kann.
  2. ,j=. Patent-Ansprüche:
    ;: An dem in Fig. ι und 2 dargestellten Treibapparat für Schiffe, bei welchem die Expansivkraft von durch ' Entzündung explodirenden Gasen unmittelbar auf das Wasser drückt und die Bewegung des Schiffes bewirkt:
    i. Die durch den Hahn E1 mit Luft und :;'\ durch G1 mit Gas oder flüssigem Kohlen- '[-. wasserstoff gespeiste Verbrennungskammer E, • : aus welcher durch den Hahn E'2 das Ex- ! ■■;... plosionsgemenge in das Explosionsrohr H oder dessen Zweigrohr H2 strömt, um dai,,. selbst entzündet zu werden.
    ?. Die Combination der Luftcompressions- ;; maschinen A mit der Verbrennungskammer E, .'■■■'■ den Hähnen E1E2 und G1 und den Explosionsrohren H und H2.
  3. 3. Die Steuerung der Speisehähne E1 und G1 und des Ausströmungshahnes is2 vermittelst der auf- und abgehenden, durch die Daumen e4 der hin- und herschwingenden Welle e5 getriebenen Zahnstangen e1 e7 und des auf der Welle g2 sitzenden Schaltwerkes, in Combination mit der Verbrennungskammer E und dem Explosionsrohr H.
  4. 4. Die Combination des zur Steuerung des , Hahnes G1 dienenden Schaltwerkes mit der beweglichen Contactplatte J7 eines elektrischen Stromkreises J1 J2, wodurch ein secundärer Strom in der Spirale /3 und ein elektrischer Funke zwischen den Inductionsschliefsungsdrähten Ji J5 im Innern des Explosionsrohres H behufs Entzündung des
    ■ in der Verbrennungskammer und dem Explosionsrohr befindlichen Explosionsgemenges erzeugt wird.
  5. 5. Die Combination des Explosionsrohres H und des Schiebers H1 mit dem Abzweigrohr H2, der Klappe Hs und der Klappe H\ wodurch die Explosionswirkung nach der einen oder der anderen Richtung erfolgt und die Bewegung des Schiffes eingehalten oder umgekehrt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT32722D Vorrichtung zur Fortbewegung von Schiffen mittelst explodirender Gase Expired - Lifetime DE32722C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE32722C true DE32722C (de)

Family

ID=308718

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT32722D Expired - Lifetime DE32722C (de) Vorrichtung zur Fortbewegung von Schiffen mittelst explodirender Gase

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE32722C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE32722C (de) Vorrichtung zur Fortbewegung von Schiffen mittelst explodirender Gase
DE271661C (de)
DE232597C (de)
DE141077C (de)
DE128488C (de)
DE113625C (de)
DE27711C (de) - Regulirvorricnturig für Dampf, maschinen
DE196860C (de)
DE186905C (de)
DE30369C (de) Neuerungen an Gasmotoren
DE41225C (de) Neuerung an Kraftmaschinen
DE315190C (de)
DE336260C (de) Motor mit mehreren Zylindern
DE185187C (de)
DE54979C (de) Nach dem Tandemsystem angeordnete Maschine zum gleichzeitigen Betriebe durch Gas und Druckluft
DE109308C (de)
DE183127C (de)
DE81132C (de)
DE265228C (de)
DE32067C (de) Neuerung an Entlastungsventilen für Dampfcylinder
AT125181B (de) Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Ruß durch Druckspaltung von Gasen.
AT82345B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Anlassen der Heißluftmaschfnen von Torpedos.
DE132983C (de)
DE61350C (de) Petroleummaschine
DE34793C (de) Verfahren und Maschine zur Erzeugung von Triebkraft durch bei ihrer Vereinigung explodirende Körper