DE32722C - Vorrichtung zur Fortbewegung von Schiffen mittelst explodirender Gase - Google Patents
Vorrichtung zur Fortbewegung von Schiffen mittelst explodirender GaseInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H11/00—Marine propulsion by water jets
- B63H11/12—Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas
- B63H11/14—Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas the gas being produced by combustion
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Description
PATENTAMT.
KAISERLICHES
(New-York, V. S. A.).
Dieser Treibapparat gestattet eine unmittelbare Einwirkung der treibenden Kraft auf das
Wasser, ohne dafs ein vermittelndes Organ, wie Schaufelrad oder Schraube, nöthig ist. Als
treibende Kraft wird die bei der Entzündung von Explosionsgemengen frei werdende Kraft
benutzt.
An dem Hintertheil des Schiffes münden zwei Rohre in das Wasser; dieselben werden
abwechselnd mit Explosionsgemenge gefüllt und durch einen elektrischen Funken entzündet;
die Expansivkraft der sich entwickelnden Gase bewirkt durch den Widerstand der hinter dem Schiffe befindlichen Wassermasse
eine Vorwärtsbewegung des Schiffes.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die Maschine zur Erzeugung des Explosionsgemenges in Verbindung mit den Explosionsrohren dargestellt.
Fig. ι ist ein Verticallängenschnitt durch den Treibapparat und
Fig. 2 ein Grundrifs desselben.
A sind drei neben einander gruppirte horizontale Luftcompressionsmaschinen; jede derselben
ist mit zwei Luftcompressionscylindernaa1
und einem zwischen denselben liegenden Treibcylinder α2 für Dampf oder irgend eine andere
entsprechende Triebkraft versehen. Die Luftcylinder α α1 sind durch Rohre a3 a* mit einander
und einem Rohr α5 verbunden. Die Kolben der Luftcylinder sind mit dem Kolben
des mittleren Treibcyliiiders durch eine Kolbenstange
a6 verbunden. Die Steuerung des Treibcylinders α2 kann auf irgend eine entsprechende
Weise construirt sein und durch ein Excenter von der Kurbelwelle a 7 getrieben werden.
Letztere Welle ist mit dem Schwungrad α10 versehen und durch die Pleuelstange a9 mit
der Kolbenstange verbunden.
Das Rohr α5 einer jeden Luftcompressionsmaschine
steht in Verbindung mit einem gemeinschaftlichen Windkessel B von cylindrischer
Gestalt aus Kesselblech. Durch Hähne oder Ventile a11 kann irgend eine der neben einander
gruppirten Luftcompressionsmaschinen A oder mehrere derselben vom gemeinschaftlichen
Windkessel B abgesperrt oder aufser Gebrauch gesetzt werden.
Der Windkessel B steht durch Rohre B1 in Verbindung mit den aufrecht stehenden Kesseln C.
Durch Ventile b kann diese Verbindung abgesperrt werden. Die Kessel C können mit
Druckmessern C1 versehen sein. Ueber den Kesseln C ist ein horizontaler »Windkessel D
angeordnet, welcher durch die mit Ventilen c versehenen Rohre C2 mit den Kesseln C communidrt.
Von dem Windkessel D führen Rohre JF nach dem Explosionsapparat, von welchem
zwei neben einander liegende auf der Zeichnung, Fig. 2, dargestellt sind. Zwischen der Verbrennungskammer
E von sphärischer Gestalt und dem Rohr F ist ein Hahn El eingeschaltet,
dessen Drehung selbstthätig durch die Hülfsmaschine F1 bewirkt wird. Die Einführung
und Abschliefsung der verdichteten Luft nach und von der Verbrennungskammer wird hierdurch
zu den geeigneten Zeitpunkten herbei-
geführt. Die Drehung des Hahnes E1 geschieht durch die auf- und abgehende verticale Zahnstange
e1, welche im Eingriff mit den Zähnen des auf der Achse des Hahnes sitzenden Zahnsegmentes
e ist. Die Zahnstange e1 ist in Lagern e2 verschiebbar und mit der Nase e3 versehen, an welche der Daumen e4 anschlägt.
Letzterer sitzt auf der hin- uud herschwingenden Welle e5 und theilt diese Bewegung dem Daumen
mit, welcher die Zahnstange hebt und senkt. Die Welle e5 wird durch ein Excenter
von der Kurbelwelle der Maschine F1 und
die Stange F2 getrieben. Letztere ist an ihrem Ende mit einem Arm der Welle e5 verbunden.
Die Verbrennungskammer E hat einen Auslafshahn E2, welcher auf ähnliche Wreise wie
der Einströmungshahn E1 getrieben wird, näm-· lieh vermittelst einer in das Zahnsegment e6
der Hahnachse eingreifenden, in den Lagern e8 geführten verticalen Zahnstange e7. Die Nase e9
dieser Zahnstange kommt in Berührung mit sich auf- und abwärts drehenden Daumen e*
der Welle e5 und hebt hierdurch die Zahnstange e7, während gleichzeitig die Stange e1
sinkt, und umgekehrt.
Hierdurch werden die Hähne E1 und E2
gleichzeitig gedreht, und zwar so, dafs der eine den Zugang zur Kammer E abschliefst, wenn
der andere dieselbe öffnet, und umgekehrt.
G ist das Zuleitungsrohr für Gas oder eine Kohlenwasserstoffverbindung, welche durch eine
Druckpumpe oder dergleichen in die Verbrennungskammer E eingetrieben wird. Der
im Rohr G befindliche Hahn G1 gestattet ein Eindringen von Gas oder Kohlenwasserstoff in
die Verbrennungskammer, gleichzeitig mit dem Einströmen der verdichteten Luft in diese
Kammer durch den Hahn E1. Wenn der Hahni?1 offen ist, ist auch Hahn G1 geöffnet,
und wenn ersterer geschlossen ist, so ist auch der letztere geschlossen.
Die Drehung des Hahnes G1 wird durch den in das Zahnrad g1 eingreifenden Trieb g
bewirkt. Ersteres sitzt auf der Welle g\ auf \velcher ein Schaltrad g3 aufgekeilt und ein
Arm g4 lose aufgesteckt ist, an dessen Ende
der in das Schaltrad eingreifende Zahn gs drehbar
befestigt ist. Das äufsere Ende des Armes gi ist durch die Stange ge mit einem Arm der
hin- und herschwingenden Welle e5 verbunden. Sobald sich also letztere hin- und zurückdreht,
dreht sich auch Arm gi hin und zurück und
bewirkt eine theilweise Drehung der Welle g2 und des Hahnes G1. Von der Verbrennungskammer
E führt das Explosionsrohr IT nach dem Hintertheil des Schiffes und mündet daselbst
im Wasser.
Wenn der Ausströmungshahn E2 offen ist, entweicht das in der Verbrennungskammer befindliche
Explosionsgemenge in das Rohr H. Die Verbindung des letzteren an seinem hinteren
Ende kann durch den mit Spindel und
rad h versehenen Schieber H1 regulirt oder
abgesperrt werden. . . . ;
Das Rohr H ist mit einem sich nach vorn
abzweigenden Rohr Zf2 verbunden. '■■-'■■
Letzteres mündet am Schiffsboden und kann durch die Klappe Ha abgeschlossen werden,
vermittelst des Gelenkes h2, der Spindel h1 und
des Handrades h3. Vermittelst der Klappe Hi
kann die Verbindung zwischen den Rohren if und H2 aufgehoben werden. Diese Klappe
kann durch einen auf ihrer Achse sitzenden Arm gedreht werden. ·
Soll das Schiff vorwärts fahren, so wird die Klappe Hz geschlossen und die Klappe Hi
nach vorwärts gedreht, so dafs däsZweigrohri/2
abgesperrt bleibt, während der Schieber H1
geöffnet ist.
Soll dagegen das Schiff plötzlich eingehalten werden oder nach rückwärts fahren, so wird
die Klappe H^ nach hinten gedreht, so dafs durch dieselbe, wie durch punktirte Linien in
Fig. ι angegeben, der Zugang der Explosionsgase nach dem Hintertheil des Schiffes abgesperrt
ist; die Klappe HB wird in diesem Falle geöffnet, so dafs die Explosionsgase nach
vorwärts auf die unter dem Schiffe befindliche Wassermasse drücken. Die Entzündung des
Explosionsgemenges erfolgt durch einen elektrischen Funken im Rohr 27, da, wo die Enden
J4 /5 des seeundären Drahtes einer Inductionsspule
J3 in Rohr H hineinragen.
J ist die elektrische Batterie, deren Leitungsdrähte
/1J2 mit den primären Drähten der
Inductionsspule verbunden sind. Der Leitungsdraht /l ist mit einem unbeweglichen und J2
mit einem beweglichen Contactstück J1 versehen. Letzteres ist vermittelst einer Stange /8
mit dem Ende des Armes g"4 verbunden.
Durch die genannte Verbindung des beweglichen Contactstückes mit dem auf- und abschwingenden
Arm wird die Leitung J1 J2 abwechselnd unterbrochen und geschlossen und
eine Reihe von Entzündungsfunken hinter einander in regelmäfsigen Zwischenräumen erzeugt,
welche eine gleiche Anzahl hinter einander stattfindender Explosionen bewirken.
Wird die Stange JB aus Metall hergestellt,
so mufs sie aus zwei durch eine Kupplungshülse i von nicht leitendem Material verbundenen
Theilen zusammengesetzt sein.
Anstatt durch den elektrischen Funken kann die Entzündung des Explosionsgemenges im
Rohr H und der Kammer E auch auf andere Weise geschehen.
Die Schliefsung der elektrischen Stromleitung oder die Entzündung des Explosionsgemenges
in der Verbrennungskammer E und dem Explosionsrohr H findet statt, wenn der Lufteinströmungshahn
E1 sowie der Hahn G1 geschlossen,
dagegen der Hahn E2 geöffnet ist,
Claims (5)
- wie Fig. ι zeigt. Unmittelbar nach der Entzündung findet die Explosion statt, worauf sich der Hahn E* schliefst, während die Hähne .E1 und G1 sich öffnen, damit eine frische Füllung der Verbrennungskammer E stattfinden kann.
- ,j=. Patent-Ansprüche:
;: An dem in Fig. ι und 2 dargestellten Treibapparat für Schiffe, bei welchem die Expansivkraft von durch ' Entzündung explodirenden Gasen unmittelbar auf das Wasser drückt und die Bewegung des Schiffes bewirkt:
i. Die durch den Hahn E1 mit Luft und :;'\ durch G1 mit Gas oder flüssigem Kohlen- '[-. wasserstoff gespeiste Verbrennungskammer E, • : aus welcher durch den Hahn E'2 das Ex- ! ■■;... plosionsgemenge in das Explosionsrohr H oder dessen Zweigrohr H2 strömt, um dai,,. selbst entzündet zu werden.
?. Die Combination der Luftcompressions- ;; maschinen A mit der Verbrennungskammer E, .'■■■'■ den Hähnen E1E2 und G1 und den Explosionsrohren H und H2.
- 3. Die Steuerung der Speisehähne E1 und G1 und des Ausströmungshahnes is2 vermittelst der auf- und abgehenden, durch die Daumen e4 der hin- und herschwingenden Welle e5 getriebenen Zahnstangen e1 e7 und des auf der Welle g2 sitzenden Schaltwerkes, in Combination mit der Verbrennungskammer E und dem Explosionsrohr H.
- 4. Die Combination des zur Steuerung des , Hahnes G1 dienenden Schaltwerkes mit der beweglichen Contactplatte J7 eines elektrischen Stromkreises J1 J2, wodurch ein secundärer Strom in der Spirale /3 und ein elektrischer Funke zwischen den Inductionsschliefsungsdrähten Ji J5 im Innern des Explosionsrohres H behufs Entzündung des■ in der Verbrennungskammer und dem Explosionsrohr befindlichen Explosionsgemenges erzeugt wird.
- 5. Die Combination des Explosionsrohres H und des Schiebers H1 mit dem Abzweigrohr H2, der Klappe Hs und der Klappe H\ wodurch die Explosionswirkung nach der einen oder der anderen Richtung erfolgt und die Bewegung des Schiffes eingehalten oder umgekehrt werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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