DE323913C - Verfahren zur Herstellung eines Korkersatzes aus Pflanzenfasern beliebiger Art - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Korkersatzes aus Pflanzenfasern beliebiger Art

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DE323913C
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    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H8/00Macromolecular compounds derived from lignocellulosic materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Korkersatzes aus Pflanzenfasern beliebiger Art. Um Pflanzenteile, welche nicht, wie z. B. das Mark von Sonnenblumen, Mais u. dgl:; schon von Natur 'aus teilweise korkähnliche Eigenschaften haben, zu einem brauchbaren Korkersatz umzuwandeln, werden sie zunächst nach bekannten Verfahren, wie z. B: Holz beim Braunschliffverfahren, gedämpft und dadurch von ihren wasserlöslichen und gärungsfähigen Anteilen unter gleichzeitiger Gerinnung der nicht in Lösung gehenden Eiweißanteile befreit.
  • Nach vorhergehender feinster Zerfaserung werden sie mit Seifenlösungen, die mit leicht schmelzenden Stoffen - vornehmlich Kohlenwasserstoffen - vermischt (emulgiert) worden sind, in bekannter Weise. getränkt und die Seife ebenfalls in gebräuchlicher Weise in wasserunlösliche Form übergeführt.
  • Die so erhaltenen Massen werden nach Bedarf geformt und getrocknet, nach Erreichung ausreichender Trocknung jedoch solchen durch jeweilige Vorproben leicht. festzustellenden Hitzegraden ausgesetzt, bei welchen die Zusätze in der Seife schmelzen, wodurch der Masse eine bisher noch nicht beobachtete Festigkeit verliehen wird.
  • Die so behandelten Massen erhalten durch dieses Verfahren alle Eigenschaften des Korkes und lassen sich wie natürlicher Kork leicht schneiden oder bearbeiten. Ausführungsbeispiel. Es werden zunächst Pflanzenfasern, z. B. Schilf, Stroh oder Gramineen überhaupt oder Holz, namentlich leicht zu verarbeitende Schöß'linge u. dgl., in beliebiger Weise mög licl--st zerkleinert (bei Schilf o. dgl. z. B. durch Schroten, bei Holz z. B. durch Schleifen) und in geschlossenen Gefäßen einem Dampfdruck von drei bis vier Atmosphären so lange ausgesetzt, bis alle wasserlöslichen und die durch den Dampfdruck erst in den wasserlöslichen Zustand überführten Anteile entfernt sind, wobei die Pflanzenteile eine hellbraungelbe Farbe -annehmen. Soweit sie nicht durch Schleifen schon genügend fein zerfasert sind, erfolgt sodann die notwendige Zerfaserung zweckmäßig in den bekannten Holländern oder S tampfgeschirren. -Andererseits werden z. B. 5o Teile einer beliebigen Seife zu einem dicken Brei aufgekocht und in diesen z. B. 5o Teile feinst gepulverter, beliebiger leicht schmelzender Stoffe, wie z. B. das nach dem Patent 257o6o behandelte Bitumen o. dgl., bis zur feinsten Verteilung. verrührt.
  • Von dem vorstehend beschriebenen, aus dem Holländer oder Stampfgeschirr erhaltenen Faserbrei, der gewöhnlich nur zo Prozent Trockensubstanz enthält, werden in 8o bis 85 Teile (auf Trockenstoff gerechnet) 15 bis 2o Teile (ebenfalls auf Trockenstoff gerechnet) von der eben beschriebenen Seifenmischung bis zur feinsten Verteilung eingerührt, sodann die Seife durch Kochen mit z. B. Kalkwasser in wasserunlösliche Form übergeführt.
  • Die auf diese Weise erhaltene Mischung von Pflanzenfaser, Seife und z. B. Biturnen wird nunmehr beliebig geformt und langsam getrocknet, bis alle Wasseranteile entfernt sind. Sodann setzt man die Formlinge (Platten, Stopfen u. dgl.) einer etwas höheren als der zum Trocknen notwendigen Temperatur, z. B. i3o° C, aus, wobei alle Bitumenanteile zum' Schmelzen gebracht werden und die Fasern, die darin- au@feipste verteilt sind, sich mit=. einander so- verbinden; daß sie auch beim Kochen in Wässer= die ihnen gegebenen Formen beibehalten.
  • Im Gegensatz zu anderen den gleichen Zielen zustrebenden Verfahren erreicht das vorliegende Verfahren eine den natürlichen Korken nahezu völlig gleiche Farbe und eine den natürlichen Kork sogar weit übertreffende Keimfreiheit, sowie durch das Verschmelzen der in feinster Verteilung eingetragenen Kohlenwasserstoffe o. d0-l. einen Verband, der eine hohe Festigkeit und Wasserabstoßung gewährleistet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Korkersatzes aus Pflanzenfasern beliebiger Art, die zwecks Koagulieiung und Entfernung der darin enthaltenen wasserlöslichen und gärungsfähigen Bestandteile der Einwirkung von Dampf unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzenfasern nach der Dämpfung mit einer Emulsion von Seifen und leicht schmelzenden Kohlenwasserstoffen o. dgl. erhitzt werden.
DE1917323913D 1917-10-31 1917-10-31 Verfahren zur Herstellung eines Korkersatzes aus Pflanzenfasern beliebiger Art Expired DE323913C (de)

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