DE323704C - Hilfsgeraet fuer einarmige Weber - Google Patents

Hilfsgeraet fuer einarmige Weber

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DE323704C
DE323704C DE1918323704D DE323704DD DE323704C DE 323704 C DE323704 C DE 323704C DE 1918323704 D DE1918323704 D DE 1918323704D DE 323704D D DE323704D D DE 323704DD DE 323704 C DE323704 C DE 323704C
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DE1918323704D
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PAUL KOSELACK
WERKSTAETTEN fur FEINMECHANIK
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PAUL KOSELACK
WERKSTAETTEN fur FEINMECHANIK
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J3/00Weavers' tools, e.g. knot-tying tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Hilfsgerät für einarmige Weber. Gegenstand der Erfindung ist ein Hilfsgerät für einarmige Weber, dessen kennzeichnendes Merkmal im wesentlichen darin besteht, daß der Handersatz für den Oberarm-, Unterarm-'oder Handverletzten als Ein- und Ausrücker für den Webstuhl und gleichzeitig als Halter für diejenigen Werkzeuge ausgebildet ist, die der Weber vom Einrichten des Stuhles an bis zum Abheben des fertigen Gewebes braucht.
  • Diese Ausbildung des Handersatzes ermöglicht dem einarmigen. Weber, alle die Arbeitsvorgänge auszuführen, die an Webstühlen für Tuche, Leinen, Papierstoffe und deren Kombination ohne Gefahr vorgenommen werden können, weil sowohl beim Wechseln der einzelnen Werkzeuge, als auch bei ihrem Gebrauch, die Einrichtung zum Ein- und Ausrücken des Stuhles stets inArbeitsbereitschaft bleibt.
  • Eine besondere Ausführung erhält hierbei das mit dem Ausrücker in Verbindung zu bringende Gerät zum Knüpfen gerissener Fäden, durch welches der richtigeKnoten schnell hergestellt werden kann.
  • Diese Vorrichtung (besteht im wesentlichen aus zwei. zangenartig miteinander verbundenen Schenkeln mit flachen Mäulern, die durch Federwirkung zusammengedrückt werden können, und die in Verbindung mit einem Klemmstift das Legen der Fadenenden zueinander so ermöglichen, daß dann durch einem Zug an den Fäden der Knoten richtig geknüpft ist. Die Zeichnung zeigt die Erfindung.
  • Der Ersatz für Rechtsamputierte besteht zunächst aus dem Ein- und Ausrücker des Stuhles (Fig. i Aufsicht, Fig. 2 Seitenansicht, Fig. 3 Ansicht von oben). Bei Linksamputierten ist die Anordnung entgegengesetzt.
  • Der Ein- und Ausrücker (Fig._ i), versehen mit einem Normalansatz a, welcher in den künstlichen Armersatz des Amputierten paßt, hat in vorliegendem Falle die Form einer Krampe b, welche die Ein- und Ausrückstange eines Buckskinwebstuhles umfassen läßt. Bei einem Leinenwebstuhl kann dieser Ein- und Ausrücker z. B. in Form eines kegelförmigen Trichters gehalten sein. Dieser muß also der Ein- und Ausrückvorrichtung des jeweiligen Webstuhles angepaßt werden.
  • Zwischen das Federblatt c, welches durch eine spiralige Feder d angedrückt wird, kann das Ende des Schußfadens der Spule des Schützens eingeklemmt und beim Hineinwerfen des Schützens in den Schützenkasten gehalten werden.
  • Der Kopf f der Krampe b (Fig. i, 2, 3) hat eine Bohrung g mit Schnappfeder zur Befestigung des Einziehhäkchens (Fig. q. und 5) für den Ketten- und Schußfaden. Mit diesem Häkchen werden die Kettenfäden durch das Litzenauge und durch das Riet, und der Schußfaden durch das Auge des Schützens gezogen.
  • Die Krampe b (Fig. i) ist am vorderen Schenkel zu einer Kugel e -ausgebildet, an welche sich ein Weberkamm (Fig. 13 und i4.) auswechselbar durch Aufsetzen der KugelscheIle v anbringen läßt. Dieser zur -Besei-. tigung von Webfehlern übliche Kamm kann auf der Kugel in die verschiedensten Lagen gebracht und durch eine Schraube u, festgestellt werden.
  • Fig.7 zeigt die Fadenknüpfvorrichtung in Seitenansicht, Fig. 8 diese in der Aufsicht. Die Befestigung erfolgt durch den Schnäpper l:. in dem Kopf f der Krampe b (Fig. i, 2, 3) in der Bohrung i. Mittels dieser Vorrichtung wird der gerissene Kettenfaden zu einem Kreuzknoten (Weberknoten) wie folgt geknüpft.
  • Durch einen kleinen Druck auf dien Bügel k (Fig. 7 und io) öffnet sich der Fadenknüpfapparat zum Einlegen der beiden aneinander zu knüpfenden Fäden und schließt sich nach Aufhebung des Druckes durch Wirkung der spirgligen Feder 1. Faden m wird zuerst eingelegt (Fig.8), das Fadenende in der unmittelbaren Nähe der Abgleitfeder o; Faden v. (Fig. 9) wird jetzt über Kreuz zu Faden na eingelegt, daß das Fadenende ia auf der anderen Seite der Abgleitfeder o zu liegen kommt. Mit Fadenfortsatz in' wird die in Fie. i i gezeichnete Bewegung ausgeführt; er wird dabei über den Bügel p, den Fadenfortsatz n1, unter das Fadenende m und die Abgleitfeder c, - dagegen über den Bügel k und Fadenende st geführt. Jetzt wird Fadenfortsatz ml mit dem kleinen Finger durch Druck gegen den Handteller festgehalten und das Fadenende yz über Fadenfortsatz m' mit dem Daumen umgelegt; ein gleichzeitiger leichter Druck des Daumens auf den Bügel k öffnet den Fadenknüpfapparat (Fig. io) und legt das Fadenende n. über die unter dem Bügel p im Kreuz liegenden Fäden so, daß es die Fäden nochmals kreuzt (Fig. i2). Durch Ziehen am Fadenfortsatz in' in Richtung der Abgleitfeder o ziehen sich die Fäden zum Kreuzknoten zusammen. Zur Regulierung der Spannung für das Festhalten der Fäden verschiedener Stärke dient die Schraube (Fig. 7). Die Auflage s muß, um ein besseres Anschmiegen der Fäden zu sichern, mit Stoff oder Leder verkleidet sein. Dieses wird durch eine bei t drehbare Klappe u festgehalten. Fig. 6 stellt einen mehrfach gekröpften Haken, versehen mit dem in- den künstlichen Armersatz passenden Normalansatz, dar, mit welchem das fertige Gewebe vom Warenbaum abgezogen und aufgelegt wird. Der Haken ist so konstruiert, daß er beim Einhaken die Fäden beiseite drängt, aber ein Loch in den Stoff nicht verursacht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hilfsgerät für einarmige Weber, dadurch gekennzeichnet, daß der Hand---ersatz für den Oberarm-, Unterarm- oder Handverletzten als Ein- und Ausrücker für den Webstuhl in Gestalt einer Krampe, eines kegelförmigen Trichters o. dgl. ausgebildet ist, und gleichzeitig als Halter für diejenigen Werkzeuge dient, die der Weber vom Einrichten des Stuhles an bis zum Abheben des fertigen Gewebes braucht.
  2. 2. Fadenknüpfvorrichtung für das Hilfsgerät nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei zangenartig miteinander verbundene Bügel (k, p) mit flachen Mäulern, die durch die Wirkung einer Feder (1) zusammengedrückt werden können, und die in Verbindung mit einer Abgleitfeder (o) das Legen der Fadenenden zueinander so ermöglichen, daß dann durch einen Zug an den Fäden der Knoten geknüpft ist.
DE1918323704D 1918-07-16 1918-07-16 Hilfsgeraet fuer einarmige Weber Expired DE323704C (de)

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DE (1) DE323704C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4187656A (en) * 1977-01-13 1980-02-12 Hermann Lutz Tacking strip or rail

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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