DE3227429C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des
Anspruches 1 genannten Art.
Manche Fleischstücke gelten als von minderer Qualität, wenn sie
knorpelige Bestandteile, wie Flechsen oder Knorpelgewebe, ent
halten. Diese knorpeligen Bestandteile zu entfernen wird schon
seit langem angestrebt, besonders wenn ausgebeinte Produkte wie
beispielsweise Geflügelbrüste und zarte Lendenstücke von Geflügel
zugerichtet werden sollen, weil diese Produkte wenigstens einen
ziemlich ausgedehnten einheitlichen Knorpelteil haben, etwa die
Flechse und das daran hängende Bindegewebe, der sich im allgemei
nen mitten durch ein Truthahnlendenstück erstreckt. Solche Flech
sen und dergleichen sind besonders schwer vom Fleischer mit der
Hand zu entfernen, ohne das Fleisch zu beschädigen, weil dieser
Knorpel in hohem Maß in dem Lendenstück eingebettet und fest da
mit verwachsen ist.
Es ist allgemein bekannt, daß eine Möglichkeit zum Entfernen die
ser knorpeligen Teile von Fleischstücken darin besteht, einen
faßbaren Teil des Knorpels zu ergreifen und dann an diesem Teil
zu ziehen, um den gesamten Knorpel vom Fleischstück zu entfernen.
Ein solches Verfahren ist bisher ziemlich mühsam und langsam. Es
besteht daher ein Bedürfnis für eine Vorrichtung zum Abstreifen
knorpeliger Bestandteile von Fleischstücken auf eine rasche, wir
kungsvolle und sichere Weise, die nicht arbeitsintensiv ist.
Es ist bereits eine Vorrichtung der im Oberbegriff des neuen Pa
tentanspruches 1 genannten Art bekannt, bei welcher z. B. die
Hühnerbeinknochen in am Förderer befestigte Haltegabeln einge
hängt und der Halteeinrichtung zugeführt werden. Diese besteht
aus zwei gegeneinander zustellbaren Abstreifriegeln, welche das
Fleischstück vom Knochen abstreifen sollen (GB-PS 10 66 030).
Diese bekannte Einrichtung hat den Nachteil, daß zum Beschicken
des Förderers mit den Fleischstücken die Knochen jeweils exakt
in die Haltegabeln eingeführt werden müssen, was bei einem hohen
Verarbeitungstempo Schwierigkeiten bereitet. Außerdem sind die
Haltegabeln nur zum Halten bestimmter Bestandteile, nämlich Kno
chen mit einer Gelenkverdickung, geeignet, so daß Bestandteile
ohne eine derartige Verdickung nicht ohne weiteres gehalten wer
den können. Ein weiterer Nachteil wird darin gesehen, daß die
Abstreifriegel das Fleisch während des Abstreifvorganges sehr
stark zusammenschieben und damit deformieren, so daß die Fleisch
stücke sehr unansehnlich werden und unter Umständen sogar mehr
oder weniger stark zerfasern.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
der gattungsgemäßen Art so zu verbessern, daß sie zum Trennen
aller im Fleisch vorhandenen, harten Bestandteile mit beliebiger
Form geeignet ist, die ein hohes Verarbeitungstempo zuläßt und
die das zum Verzehr bestimmte Fleischstück weitgehend schont.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des
neuen Anspruches 1 enthaltenen Merkmale gelöst.
Das Fleischstück wird zunächst einfach auf ein Tablett aufgelegt,
d. h. es muß nicht in eine Halteeinrichtung eingeführt werden. Da
durch ist der Beschickungsvorgang gegenüber der bekannten Lösung
vereinfacht, so daß ein höheres Verarbeitungstempo möglich ist.
Zum Verbinden des Knorpels (oder des Knochens) mit dem Förderer
wird dieser zwischen dem Tablett und der Klemmeinrichtung fest ein
geklemmt. Die Klemmeinrichtung arbeitet unabhängig von der Form
des einzuklemmenden Bestandteiles, so daß sie gleichermaßen zum
Festhalten von Knorpelstücken, Knochen oder beispielsweise auch
von Sehnen geeignet ist. Die erfindungsgemäße Keilbackenanordnung
erlaubt ein schonendes Halten des Fleischstückes während des Trenn
vorganges. Die Keilbacken lassen sich so dimensionieren und der
Keilwinkel so ausbilden, daß die Keilbacken an einem großen Teil
der Oberfläche des Fleischstückes angreifen und dieses festhalten,
ohne dessen Form zu verändern.
Wenn die Trennung erfolgt ist, werden das Fleisch und der abge
zogene Knorpel getrennt voneinander gesammelt. Die Keilbackenan
ordnung kann bei Bedarf geöffnet werden, nachdem das Abstreifen
beendet ist, um das Beseitigen des abgezogenen Knorpels aus der
Vorrichtung zu erleichtern.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet zwangsläufig, rasch,
sicher und nicht arbeitsintensiv.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an
hand der beigefügten Zeichnungen. Darin zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrich
tung, die ein Fleischstück unter einer Nieder
halteeinrichtung veranschaulicht, bevor die Nie
derhalteeinrichtung voll aufgesetzt ist und be
vor das Fleisch auf die Keilbackenanordnung stößt;
Fig. 2 eine Aufsicht der Fig. 1;
Fig. 3 eine Endansicht der in Fig. 1 gezeigten Vorrich
tung;
Fig. 4 eine Detailseitenansicht der Vorrichtung der Fig.
1, die die Festhaltefunktion der Backenanordnung
zeigt, während die Niederhalteeinrichtung auf
dem Knorpel geschlossen ist und die Vorrichtung
den Knorpel vom Fleisch abstreift;
Fig. 5 eine Detailseitenansicht der Vorrichtung kurz
nachdem der Knorpel vollständig vom Fleisch ge
löst ist und die Niederhalteeinrichtung den ab
gestreiften Knorpel freigegeben hat.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in den Fig. 1 bis 5
dargestellt. Sie weist ein insgesamt mit 11 bezeichnetes
Gestell auf, an dem ein insgesamt mit 12 bezeichneter För
derer befestigt ist, sowie eine insgesamt mit 13 bezeich
nete bewegliche Niederhalteeinrichtung und eine insgesamt
mit 14 bezeichnete Keilbackenanordnung. Auf dem Förderer
12 liegen Fleischstücke 15, und jedes Fleischstück 15 hat
einen Knorpel 16, der von der Niederhalteeinrichtung 13
erfaßt wird, bevor das Fleischstück 15 auf die Keilbacken
anordnung 14 trifft und von dieser aufgehalten wird, wäh
rend die bewegliche Niederhalteeinrichtung 13 sich weiter
mit dem Förderer 12 von der Keilbackenanordnung 14 weg be
wegt, bis der abgestreifte Knorpel 17 völlig vom Fleisch
gelöst ist. Danach gibt die bewegliche Niederhalteeinrich
tung 13 den abgelösten Knorpel 17 frei und bewegt sich
dann in einer zur Laufrichtung des Förderers 12 entge
gengesetzten Richtung, bis sie ihre Position für die Wie
derholung des Abstreifzyklus erreicht hat.
Der Förderer 12, der eine Bahn im wesentlichen in Längs
richtung des Gestells 11 durchläuft, weist mehrere Ta
bletts 18 auf und auf jedem Tablett ist eine Platte 19
befestigt. Vorzugsweise hat jede Platte 19 eine griffige
Oberfläche, beispielsweise die in den Figuren dargestell
te gerändelte Oberfläche mit Rillen, die in einer zur
Laufrichtung des Förderers 12 senkrechten Richtung orien
tiert sind. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind am Förderer
12 mehrere Tabletts 18 befestigt. In der Praxis kann die
Befestigung, wie dargestellt, mit Hilfe von Verlängerun
gen 21 an jedem Tablett 18 erleichtert werden. Der För
derer 12 muß ein verhältnismäßig präzis arbeitendes Ge
rät sein, so daß seine Geschwindigkeit genau gesteuert
werden kann, beispielsweise das dargestellte Fördersy
stem, das Rollenketten 22 hat, die von Kettenrädern 23,
23′, 23′′ getrieben werden, die ihrerseits von einer An
triebseinrichtung 24 gedreht werden, die in der Lage ist,
die Kettenräder mit einer vorgegebenen gewünschten Ge
schwindigkeit zu drehen, um so eine richtige Abstimmung
mit der beweglichen Niederhalteeinrichtung 13 und der
Keilbackenanordnung 14 zu erreichen.
Die bewegliche Niederhalteeinrichtung 13, die einen ge
steuerten Weg durchläuft, vorzugsweise geführt längs ei
ner Schiene 25, ist in funktioneller Verbindung mit einem
Antriebsorgan 26, das in einem typischen Beispiel die
Form eines pneumatischen Zylinders mit ausgefahrener Kol
benstange 27, wie dargestellt, haben kann. Die Einrich
tung 13 erhält ihre Beweglichkeit mit Hilfe irgendeiner
geeigneten reibungsmindernden Einrichtung, die prakti
scherweise die Form einer Laufkatze, wie dargestellt, mit
Rollen 28 haben kann, die entlang der Schiene 25 laufen,
so daß die Einrichtung 13 eine Strecke durchläuft, die
praktisch mit der Länge der Schiene 25 übereinstimmt.
Das Antriebsorgan 26 liefert eine einseitige Belastung
zugunsten des Ausfahrens der Kolbenstange 27 aus dem An
triebsorgan 26 und diese einseitige Vorbelastung ist so
bemessen, daß sie die Einrichtung 13 in Richtung zu und
vorzugsweise bis zur Berührung mit einem Anschlag 29 be
wegt.
Ein erster Mikroschalter 31, der an dem Gestell 11 an ei
ner Stelle nahe dem Förderer 12 und stromaufwärts von der
Keilbackenanordnung 14 angebracht ist, wird von jedem Ta
blett 18 oder von dessen Verlängerung 21 geschaltet kurz
vor dem Zeitpunkt, an dem die Platte 19 des Tabletts ver
tikal mit einem Fuß 32 der Niederhalteeinrichtung 13 fluch
tet. Vorzugsweise hat der Fuß 32 eine griffige Bodenflä
che, etwa die dargestellte gerändelte Fläche, die vor
zugsweise Rillen aufweist, welche in einer zu den Rillen
der Rändelfläche jeder Platte 19 senkrechten Richtung
laufen. Der erste Schalter 31 betätigt einen doppelt wir
kenden Zylinder 33 der Niederhalteeinrichtung 13, um den
Fuß 32 abzusenken bis zu einem annähernden Kontakt mit
der Platte 19, und zu diesem Zeitpunkt erfaßt ein An
schlagstift 34 die Platte 19.
Da die Platte 19 am Förderer 12 befestigt ist und sich
mit diesem bewegt, wird, wenn der Fuß 32 die Platte 19
berührt, sowohl auf den Boden des Fußes 32 als auch auf
den Anschlagstift 34 eine Kraft ausgeübt, wodurch der
Fuß 32 und die gesamte bewegliche Niederhalteeinrichtung
13 sich entgegen der Vorbelastung durch das Antriebsor
gan 26 bewegen. Diese Bewegung erfolgt in Richtung auf
die Keilbackenanordnung 14, an dieser entlang und dann
über sie hinaus und setzt sich fort, bis die Niederhalte
einrichtung 13 einen zweiten Mikroschalter 35 betätigt,
der seinerseits den doppelt wirkenden Zylinder 33 in
Gang setzt, um unmittelbar den Fuß 32 anzuheben. Da
durch gibt der Anschlagstift 34 die Platte 19 frei, wäh
rend diese ihren Weg mit dem Förderer 12 fortsetzt, wo
gegen die Niederhalteeinrichtung aufhört, sich entgegen
der Vorbelastung durch das Antriebsorgan 26 zu bewegen.
Der Fuß 32 setzt seine Aufwärtsbewegung fort, bis er ei
nen dritten Mikroschalter 36 betätigt, der das Antriebs
organ 26 freigibt, um die Niederhalteeinrichtung 13 in
der Richtung zum Anschlag 29 und weg vom zweiten Mikro
schalter 35 zu bewegen. Danach wird der Zyklus wiederholt
und jeder Zyklus wird durch Betätigung des ersten Mikro
schalters 31 von jedem Tablett 18 oder dessen Verlänge
rung 21 eingeleitet, wobei der Antrieb 24 des Förderers
12 auf eine solche vorbestimmte Geschwindigkeit einge
stellt ist, daß die Niederhalteeinrichtung 13 in die Nä
he des Anschlags 29 zurückgekehrt ist, bevor der erste
Mikroschalter 31 wieder betätigt wird.
Die Keilbackenanordnung 14 hat eine solche Lage, daß sie
in den Weg der Platten 19 und der daraufliegenden Fleisch
stücke 15 hineinragt, und diese Anordnung ist so, daß das
Fleischstück 15 vor der Keilbackenanordnung 14 liegen
bleibt und nicht durch diese weiterläuft, wie in Fig. 4
gezeigt, wogegen der Knorpel 16 die Keilbackenanordnung
14 passiert und/oder im wesentlichen hinter derselben zu
liegen kommt, bis der Knorpel vom Fleisch losgelöst ist,
worauf der abgestreifte Knorpel 17 die Keilbackenanordnung
14 verläßt. Die Keilbackenanordnung 14 kann stationär
sein und dabei doch ihre Aufhaltefunktion ausüben, die
Beseitigung des abgestreiften Knorpels von der Keil
backenanordnung wird jedoch erleichtert, wenn die Keil
backenanordnung 14 so weit mechanisch ist, daß sie ge
öffnet und geschlossen werden kann, wie dargestellt.
Die Keilbackenanordnung 14, die von maschineller Bauart
ist, weist eine obere Backe 37 auf, die sich gegenüber
einer unteren Backe 38, die vorzugsweise stationär ist,
bewegen kann. Mit Hilfe dieser Anordnung schließt die
obere Backe 37 nach unten zur unteren Backe 38 hin, aber
dieser Schluß ist unvollständig, so daß eine schmale
Keilöffnung 40 zwischen beiden Backen bleibt. Fig. 4
veranschaulicht die geschlossene Stellung der Backen
anordnung 14 und die Keilöffnung 40, wogegen Fig. 5 die
offene Stellung zeigt, die dafür vorgesehen ist, das Be
seitigen des abgestreiften Knorpels 17 von der Backen
anordnung 14 zu erleichtern.
Die Absenkbewegung der oberen Backe 37, um die Keilöff
nung 40 zu formen, geschieht, wenn der erste Mikroschal
ter 31 betätigt wird, und eine Schwenkbewegung der obe
ren Backe 37 um einen Zapfen 41 mit Hilfe eines Zylin
ders 39 bewirkt, der vorzugsweise vom einfach wirkenden
Typ ist. Wenn das Abstreifen beendet ist, hat die Nie
derhalteeinrichtung 13 den zweiten Mikroschalter 35 be
tätigt, der dem Zylinder 39 signalisiert, die obere Backe
37 um den Zapfen 41 nach oben zu schwenken. Dieses Öffnen
der Backenanordnung 14 weitet die Keilöffnung 40 aus, so
daß ein weiter Kanal vorgesehen wird, durch den der ab
gestreifte Knorpel 17 von der Backenanordnung 14 freikom
men kann. Sollte der abgestreifte Knorpel dann noch in
der Backenanordnung 14 verbleiben, so wird mit der Besei
tigung eines weiteren Knorpels während des nächsten Zy
klus gewöhnlich auch jeder etwa in der Backenanordnung
vom vorhergehenden Zyklus noch zurückgebliebene Knorpel
entfernt.
Sobald der abgestreifte Knorpel 17 von den Fleischstüc
ken entfernt ist, fallen diese durch eine Öffnung 46
(Fig. 2), was in hohem Maße auf der Tatsache beruht, daß
die Fleischstücke 15 vor der Keilbackenanordnung an dem
Knorpel hängen, wenn der Knorpel aus dem Fleisch 15 her
ausgezogen wird. Vorzugsweise wird das Sammeln der
Fleischstücke durch einen Bandförderer 42 ermöglicht,
der die ausgeschälten Fleischstücke 47 in einen Sammelbe
hälter 43 transportiert. Der abgezogene Knorpel 17
bleibt auf den Tabletts 18, bis diese über das Ketten
rad 23 laufen; danach fällt der abgezogene Knorpel 17
typischerweise in einen Abfallbehälter 44. Falls der
abgezogene Knorpel 17 nicht unter der Wirkung der Schwer
kraft herabfällt, weil er von der gerändelten Oberfläche
der Platte 19 festgehalten wird, wird er von der Platte
19 mit Hilfe eines Kratzers 45 entfernt, der über dem Ab
fallbehälter 44 angeordnet ist.
Bezüglich der Keilbackenanordnung ist zu erwähnen, daß
diese vorzugsweise Backen hat, deren freie Enden 48 und
49 umgebogen sind und im wesentlichen über jeder Platte
19 zu liegen kommen, wenn diese unter der Keilbackenan
ordnung 14 entlang dem vorbestimmten Förderabschnitt
läuft. Diese umgebogenen freien Enden 48 und 49 sind prak
tisch in Längsrichtung des Förderers 12 ausgerichtet, wo
gegen jede Backe vorzugsweise unter einem spitzen Winkel
zur Längsachse des Förderers 12 angebracht ist, wie in
Fig. 2 dargestellt. Der spitze Winkel ist so gewählt,
daß die freien Enden der Backen stromaufwärts von den Be
festigungsenden der Backen zu liegen kommen. Mit Hilfe
dieser Konstruktion trennt die Keilbackenanordnung 14
den Knorpel 16 vom Fleisch 15 auf eine Weise, die beson
ders rasch und wirkungsvoll und zwangsläufig ist, weil
durch die Anordnung unter einem spitzen Winkel die
Fleischstücke 15 in die schmale Keilöffnung 40 gezwängt
werden, um den Knorpel 16 von ihnen abzustreifen.
Im Betrieb legt der Arbeiter ein oder mehrere Fleisch
stücke, vorzugsweise vier, auf ein Tablett 18 und rich
tet dabei die Fleischstücke so aus, daß ihr Knorpel 16
auf der Platte 19 liegt. Dieses Anbringen der Fleisch
stücke 15 in der richtigen Lage, das gut aus Fig. 2 er
sichtlich ist, geschieht im typischen Fall, während der
Förderer 12 in Betrieb ist. Der Abstreifzyklus beginnt,
wenn das Tablett 18, oder falls vorgesehen, dessen Ver
längerung 21, den ersten Mikroschalter 31 betätigt, wo
durch der Fuß 32 auf die Oberseite der Platte 19 abge
senkt wird, um das vorstehende Stück des Knorpels 16
zwischen der Platte 19 und dem Fuß 32 einzuklemmen. An
dieser Stelle des Zyklus bewegt sich der Fuß 32 mit dem
betreffenden Tablett 18 mit, um den Knorpel 16 fest zwi
schen der Platte 19 und dem Fuß 32 zu halten, während das
spezielle Tablett 18 seine Bewegung mit dem Förderer 12
zu der Keilbackenanordnung 14 hin fortsetzt.
Wenn ein Fleischstück 15 auf dem Tablett 18 den Ort der
Keilbackenanordnung 14 erreicht, läuft der Knorpel 16 in
die schmale Keilöffnung 40 hinein und durch die Keilbac
kenanordnung 14, der Fleischteil jedoch passiert die Keil
backenanordnung nicht, was zur Folge hat, daß bei der
fortgesetzten Bewegung des Förderers 12 und des daran an
gebrachten Tabletts 18 der abgestreifte Knorpel 17 aus
dem Fleisch herausgezogen wird, worauf das Fleisch zum
Sammeln in den Behälter 43 fällt. Der abgestreifte Knor
pel 17 setzt seine Bewegung auf dem Förderer 12 fort,
bis der zweite Mikroschalter 35 betätigt wird, wodurch
der Fuß 32 angehoben wird und, wenn die Keilbackenanord
nung 14 maschinell geöffnet und geschlossen werden kann,
auch noch die Backenanordnung 14 geöffnet wird, damit der
abgestreifte Knorpel 17 leichter entfernt werden kann.
Durch die Aufwärtsbewegung des Fußes 32 kommt der abge
streifte Knorpel 17 aus seiner eingeklemmten Lage zwi
schen der Platte 19 und dem Fuß 32 frei und wird danach
in dem Behälter 44 gesammelt. Sobald der Fuß 32 weit ge
nug angehoben ist, um den dritten Mikroschalter 36 zu be
tätigen, kehrt die bewegliche Niederhalteeinrichtung 13
in ihre Lage am oder nahe am Anschlag 29 zurück, worauf
der nächste Abstreifzyklus beginnt, wenn das nächste Ta
blett 18 den ersten Mikroschalter 31 betätigt.
Im Rahmen der Erfindung, der durch die Ansprüche gegeben
ist, sind weitere Ausführungsformen möglich.
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Trennen harter Bestandteile, wie z. B.
Knorpel oder Knochen, von Fleischstücken, mit einem
in einem Gestell angeordneten
Förderer mit wenigstens einer Aufnahmevorrichtung, welche zur Aufnahme
eines Fleichstücks dient und
welches wenigstens über einen Teil des Förderweges ei
ne geradlinige Längsbahn durchläuft, und einer in dem Gestell
ortsfest angeordneten, zum Zwecke des Trennens des Be
standteils vom Fleischstück an diesem angreifende Halte
einrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Aufnahmeeinrichtung als Tablett (18) ausgebildet ist,
- - daß eine über einem vorbestimmten Abschnitt der Längs bahn des Tabletts (18) parallel verschiebbar angeord nete Niederhalteeinrichtung (13) vorgesehen ist, welche in einer den knorpeligen Bestandteil wenigstens teilwei se zwischen sich und dem Tablett (18) einklemmenden und eine Mitnahmeverbindung zwischen der Klemmeinrich tung (13) und dem Tablett (18) herstellenden Weise gegen das Tablett (18) zustellbar ist,
- - und daß die Halteeinrichtung als Keilbackenanordnung (14) mit Doppelkeilbacken (37, 38) ausgebildet ist, deren stromaufwärtige, sich im wesentlichen gegenüber liegende Enden so in die Längsbahn des Tabletts (18) ragen, daß sie das Fleischstück (15) erfassen und des sen Passage verhindern, die Passage des Tabletts (18) und der Niederhalteeinrichtung (13) mit dem knorpeligen Be standteil (16) jedoch erlauben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Niederhalteeinrichtung (13) eine Laufkatze auf
weist, die im wesentlichen parallel zur Längsbahn des
Tabletts auf einer Schiene (25) bewegbar ist, deren funk
tionelle Länge annähernd gleich der Länge des vorbestimm
ten Abschnitts des Förderers ist, wobei die Laufkatze mit
einer ausfahrbaren Stange (27) eines Antriebsorgans (26)
in funktioneller Verbindung ist, um die Laufkatze entlang
einer vom Tablett beabstandeten Bahn zu bewegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Niederhalteeinrichtung (13) einen Fuß (32) auf
weist, und daß sie einen zyklischen Betriebsmodus hat,
in dessen Verlauf der Fuß (32) das Tablett (18) erfaßt,
während dieses einen Teil des vorbestimmten Abschnitts
durchläuft.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tablett (18) eine Platte (19) mit einer griffi
gen Oberfläche aufweist und die Niederhalteeinrichtung
eine griffige Bodenfläche hat, und daß diese griffigen
Flächen zyklisch in der Weise zusammenwirken, daß sie
reibschlüssig gegeneinander gedrückt werden, während ein
Teil des Knorpels dazwischen eingeklemmt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die griffige Oberfläche der Platte (19) mit Rillen
versehen ist, die im wesentlichen in einer zur Längs
bahn des Tabletts im wesentlichen senkrechten Richtung
laufen, und daß die griffige Bodenfläche der Niederhalte
einrichtung mit Rillen versehen ist, die im wesentlichen
in Richtung der Längsbahn des Tabletts laufen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Niederhalteeinrichtung ein Anschlag (29) an
einer Stelle vorgesehen ist, die sich etwa an dem stromaufwärti
gen Ende des vorbestimmten Abschnitts des Förderers befindet,
und daß die Niederhalteeinrichtung in funktio
neller Verbindung mit einem Antriebsorgan (26) zum Betä
tigen der Niederhalteeinrichtung in Richtung zum An
schlag (29) ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tablett (18) und die Niederhalteeinrichtung (13)
zyklisch in reibschlüssigen Kontakt bringbar sind, so
daß die Bewegung des Tabletts auf die Niederhalteeinrich
tung übertragen wird und diese sich in Richtung zu der
Keilbackenanordnung (14), bis an diese heran und dann
von dieser weg bewegt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Doppelkeilbacken eine obere Backe (37) und eine
untere Backe (38) umfassen, welche eine enge keilförmi
ge Öffnung (40) bilden.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Keilbackenanordnung (14) im wesentlichen in
Längsrichtung umgebogene freie Enden (48, 49) hat, wel
che das Tablett überdecken, wenn dieses die Keilbacken
anordnung entlang dem vorbestimmten Abschnitt passiert.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Keilbackenanordnung (14) unter einem spitzen
Winkel zur Längsbahn des Tabletts (18) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden (48, 49) der Keilbacken (37, 38) hakenartig
ausgebildet sind und in die Längsbahn des
Tabletts (18) hineinragen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine der Keilbacken (37, 38) gegenüber der anderen
Keilbacke beweglich ist, und daß sie eine geöffnete Stel
lung sowie eine geschlossene Stellung einnehmen können,
in der sie die enge keilförmige Öffnung (40) bilden.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein erster Schalter (31), der die Bewegung der Nie
derhalteeinrichtung (14) zum Kontakt mit dem Tablett in
Gang setzt, entlang dem Förderer an einer solchen Stelle
angebracht ist, daß er vom Tablett schaltbar ist, daß ferner
ein zweiter Schalter (35), der das Abheben der Niederhal
teeinrichtung (14) vom Tablett einleitet, von der Nieder
halteeinrichtung schaltbar ist und an einer Stelle angebracht
ist, die dem stromabwärtigen Ende des vorbestimmten Förde
rerabschnitts etwa entspricht, und daß ein dritter Schal
ter (36), der die Bewegung der Niederhalteeinrichtung zu
einer dem stromaufwärtigen Ende des vorbestimmten Förderer
abschnitts etwa entsprechenden Stelle einleitet, so angeordnet ist, daß er von der
Niederhalteeinrichtung (14) schaltbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/258,042 US4359807A (en) | 1981-04-28 | 1981-04-28 | Meat gristle puller |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3227429A1 DE3227429A1 (de) | 1984-01-26 |
| DE3227429C2 true DE3227429C2 (de) | 1987-07-09 |
Family
ID=22978852
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823227429 Granted DE3227429A1 (de) | 1981-04-28 | 1982-07-22 | Vorrichtung zum entfernen knorpeliger bestandteile von fleischstuecken |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4359807A (de) |
| JP (1) | JPS585135A (de) |
| DE (1) | DE3227429A1 (de) |
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| FR (1) | FR2530927B1 (de) |
| GB (1) | GB2124884B (de) |
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