DE3223761C2 - Abziehwerkzeug für Schrämmeißel - Google Patents
Abziehwerkzeug für SchrämmeißelInfo
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Abstract
Abziehwerkzeug für Schrämmeißel, bei dem in Radialebenen schwenkbare Abziehklöppel (3) durch Anschlag von nach außen weisenden Steuernocken (3a) an schrägen Auflaufflächen (11) eines Gehäuses (1, 1a) nach innen geschwenkt werden und dabei mit ihren Greifnocken (9) in eine Ringnut (6) des Schrämmeißels (5) eingreifen, in der sie beim Abziehvorgang verbleibend gesichert sind, indem die Steuernocken am Gehäuseinneren (13a) entlanggleiten.
Description
Die Erfindung betrifft ein Abziehwerkzeug für Schrämmeißel, die mit einer Ringnut versehen und unter
Preßsitz in eine Halterung innerhalb des Schrämmwerkzeuges für den Bergbau eingesetzt sind.
Da diese Schrämmeißel einem hohen Verschleiß unterliegen, müssen sie häufig gewechselt werden, wozu
man bisher in die Ringnut eine Gnbcl einlegte, über die
mittels Hammerschlägen oder auch durch andere kraftbetätigtc
Vorrichtungen die Schrämmeißel aus ihren Halterungen herausgezogen wurden. Bei der großen
Anzahl von zu wechselnden Schrämmeißeln eines Schrämmwerkzeuges war das bisherige Verfahren zum
Herausziehen der Schrämmeißel aus ihren Halterungen mühselig und zeitraubend.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Abziehwerkzeug für Schrämmeißel zu schaffen, das ähnlich wie Rad- oder Kugellager-Abzieher wirkt und
ohne die Notwendigkeit von Änderungen an den handelsüblichen Schrämmeißeln anwendbar ist
In Lösung dieser Aufgabe besteht das erfindungsgemäße
Abziehwerkzeug für Schrämmeißel aus den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen. Hierdurch
wird ein Abziehwerkzeug mit an sich bekannten Abziehklöppeln besonderer Ausgestaltung geschaffen, bei
dem die Abziehklöppel beim Ansetzen des Werkzeuges mit ihren freien Enden bis in umfangsverteilte Öffnungen
eines einseitig offenen Führungsgehäuses eintreten können, aus welcher Ausgangstage die Ausziehklöppel
bei einer Relativverstellung zwischen Gehäuse und dem die schwenkbaren Abziehkiöppel tragenden Gleitstück
innerhalb des Gehäuses durch Anschlag ihrer nach außen weisenden Steuernocken an schrägen Auflaufflächen
der öffnungen nach innen geschwenkt werden, womit ihre nach innen weisenden Greifnocken in die
Ringnut des Schrämmeißels eintreten und über den Abziehweg in dieser Lage gesichert sind. Zur Betätigung
des Abziehwerkzeuges ist das Gleitstück mit einer Zugstange durch den Boden des Gehäuses hindurchgeführt,
an der eine Betätigungsvorrichtung angreift, die sich zur Aufnahme der Reaktionskraft beim Abziehen
des Schrämmeißels am Gehäuse abstützt, das seinerseits
am offenen Ende mit einer Stützfläche versehen ist, so daß die Reaktionskraft letztlich von dem Schrämmwerkzeug
selbst bzw. der Halterung für den Schrämmmeißel aufgenommen wird.
Das Arbeiten mit dem Abziehwerkzeug gemäß der Erfindung geht außerordentlich schnell vonstatten, da
man das Werkzeug lediglich mit der gehäuseseitigen Stützfläche bei nach außen gespreizten Abziehklöppeln
anzusetzen braucht, wonach über die Betätigungsvorrichtung die Klöppel den Schrämmeißel zwangsläufig
an der Ringnut erfassen und mit mehr oder weniger Kraftaufwand aus seiner Halterung herauslösen. Die
Betätigungsvorrichtung ist selbstverständlich für eine Kraftübersetzung ausgelegt, wie es bei handelsüblichen
Abziehern durch das hier vorgesehene Gewinde vorgezeichnet ist.
Um die Abziehklöppel beim Abziehen eines Schrämmeißels zufolge von Keilwirkuiig daran zu hindern,
mit ihren Greifnocken aus der Ringnut des Schrämmeißels wieder auszutreten, sind sie über den
Abziehweg durch Anschlag der Steuernocken am Gehäuse-Inneren gesichert. Zweckmäßig sind die Steuer-
V) nocken der Abziehklöppel in von den umfangsverteilten
Öffnungen ausgehenden Längsnuten in der inneren Gehäusefläche geführt und nach außen abgestützt. Da hierbei
die freien Enden der Abziehklöppel unter erheblicher Kraft an die inneren Gehäuseflächen bzw. die
Grundflächen der Längsnuten gedruckt werden, empfiehlt es sich, daß das offene Ende des Gehäuses auf der
Länge, auf der die Steuernocken beim Abziehvorgang durch Anschlag am Gehäuse-Inneren gegen Ausschwenken
gesichert sind, als auswechselbares Gehäuseteil aus verschleißfestem Material ausgebildet ist.
Die Betätigungsvorrichtung mit innerhalb der beweglichen
Teile (Gehäuse und Gleitstück mit Ab/ichklöppcln)
geschlossenen Kräfteverlauf kann beliebig gestaltet sein. Für eine schnelle Betätigungsweise des Abzichb5
Werkzeuges wird gemäß der Neuerung empfohlen, daß die Betätigungsvorrichtung aus einem doppelarmigen
Hebel besteht, dessen kleinerer Hebelarm /wischen seinem gelenkigen Anschluß an der Zugstange des Gleit-
Stückes und seiner gelenkigen Abstützung an einem Ausleger des Gehäuses verläuft, wie in der Zeichnung
näher erläutert ist
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Abziehwerkzeuges
gemäß der Erfindung im Längsschnitt dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 das Werkzeug in Ausgangsstellung der Abziehklöppel,
F i g. 2 das Werkzeug nach F i g. 1 mit in die Ringnut eines Schrämmeißels eingesteuerten Greifnocken der
Abziehklöppel, und
F; g. 3 die Betriebsstellung des Werkzeuges bei gelöstem SchrämmeißeL
Der Aufbau des Abzi&hwerkzeuges gemäß der Erfindung wird anhand von F i g. 1 erläutert Im wesentlichen
besteht das Werkzeug aus einem länglichen, an einer Stirnseite offenen Gehäuse 1 und einem in dem Gehäuse
kolbenartig geführten Gleitstück 2, an dem im Ausführungsbeispiel
vier Abziehklöppel 3 um Gelenkzapfen 4 in verschiedenen Radialebenen schwenkbar befestigt
sind. Bei der Schnittdarstellung nach den Zeichnungen
sind jeweils nur zwei in einer Radialebev e schwenkbare Abziehklöppel 3 zu erkennen. Das Werkzeug dient
zum Abziehen eines strichpunktiert dargestellten Schrämmeißels 5 mit Ringnut 6 aus einer Halterung 7
des nicht dargestellten Schrämmwerkzeuges. Das Gleitstück 2 ist mit einer durch den Boden Xb des Gehäuses 1
hindurchgeführten Zugstange 2a versehen.
Das Gehäuse ist zweiteilig, indem das linke, offene Ende des Gehäuses auf einer bestimmten Länge als auswechselbares
Gehäuseteil la aus verschleißfestem Material ausgebildet ist, das gegenüber dem anderen, toplartigen
Teil des Gehäuses zentriert und in nicht näher dargestellter Weise lösbar befestigt ist.
Den Abziehklöppeln 3 sind in der Nähe des offenen Endes des Gehäuses 1, la umfangsverteilte Öffnungen 8
zugeordnet, in die die als Steuernocken 3a ausgebildeten freien Enden der Abziehklöppel 3 bei der in F i g. 1
dargestellten Ausgangslage einzutreten vermögen. Die Steuernoc'.:en 3a haben nach innen weisende Greifnokken
9, die zur Einleitung des Abziehvorganges in die Ringnut 6 des Schrämmeißels 5 eingesteuert werden
müssen (F i g. 2). Hierzu haben die Steuernocken 3a der Abziehklöppel 3 in der nach rechts weisenden Abziehrichtung
schräg nach innen verlaufende Auflaufflächen 10. deneii ebenso geneigte Auflatfflächen 11 der Öffnungen
8 zugeordnet sind. Die Abmessungen dieser Auflaufflächen sind derart, daß bei Zug an der Zugstange
2a die klöppelseitigen Auflaufflächen 10 an den gehäuseseitigen AuflauffiSchen 11 auflaufen, wodurch die
Abziehklöppel 3 nach innen geschwenkt werden und die Greifnociien 9 in die Ringnut 6 einireten. An dieser
Stelle sei vermerkt, daß umgekehrt bei Druck auf die Zugstange 2a die Steuernocken 3a, ggf. nach anfänglicher
Aufspreizbewegung durch Auflaufen an dem kegelförmigen Schrämmeißel 5, an den Auflaufflächen 12
der Öffnungen 8 auflaufen und die Abziehklöppel 3 in die Ausgangslage nach Fi g. 1 auswärtsschwenken.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Ringnut 6 des Schrämmeißels 5 gegenüber den Greifnocken 9 der Abziehklöppel
3 relativ breit, so daß die Abziehklöppel 3 bei in die Ringnut 6 gesteuerten Greifnocken 9 noch ein
gewisses axiales Bewegungsspiel haben. Dies ist erforderlich, damit die Steuernocken 3a aus den Öffnungen 8
ausgetreten sind 'ind einen sichernden Anschlag am Gehäuse-Inneren
gefunden haben, bevor beim Abziehvor gang aufgrund von Keüwirkung zwischen den Greifnokken
9 und der halbkreisförmig ausgenommenen Ringnut 6 nach außen gerichtete Kraftkomponenten wirksam
werden können, die die Abziehklöppel 3 nach außen zu schwenken versuchen. Aus F i g. 3 ist ersichtlich, daß die
Steuernocken 3a kurz nach dem Eintritt der Greifnokken 9 in die Ringnut 6 durch Anschlag an den Grundflächen
13a von Längsnuten 13 gesichert sind, an denen die Steuernocken 3a während des Abziehvorgangs vorbeigleiten,
aus welchem Grunde das Gehäuseteil la lösbar ist und aus verschleißfestem Material besteht. Die den
ίο Steuernocken 3a zugeordneten Längsnuten in den Innenflächen
des Gehäuseteils la gehen von den umfangsverteiiten Öffnungen 8 (Fig. 1) dieses Gehäuseteils aus
und erstrecken sich mindestens über den erforderlichen Abziehweg. F i g. 3 zeigt die Schlußphase des Abzieh-Vorganges,
bei dem wie vorbeschrieben die Greifnokken 9 in die Ringnut 6 des Schrämmeißels 5 eingesteuert
verbleiben.
Die Betätigungsvorrichtung für das dargestellte Abziehwerkzeug ist nur schematisch durch die strichpunktierte
Linie 14 dargestellt Diese Linie steht für einen doppelarmigen Hebel, dessen klemmer Hebelarm zwischen
seinem gelenkigen Anschluß 15 &n der Zugstange 2a und seiner gelenkigen Abstützung 16 an einem Ausleger
17 des Gehäuses 1 verläuft. Eine der beiden gelenkigen Abstützungen muß mit einem Langloch versehen
sein. Der längere Hebelarm des Hebels 14 erstreckt sich
zweckmäßig nach unten, ggf. unter einer Abwinkeiung mit einer Handhabe zum Ergreifen des Hebels. Der Hebel
14 wird beim Betätigen des Abziehwerkzeuges in
ίο dem Sinne verschwenkt, wie es aus dem verschiedenartigen
Verlauf der strichpunktierten Linie 14 in Fig. 1,2 und 3 hervorgeht. Da die Reaktionskräfte bei Zugwirkung
an der Zugstange 2a von der gelenkigen Abstützung 16 am gehäuseseitigen Ausleger 17 aufgenommen
werden, ist das offene Ende des Gehäuseteils Xa mit einer Stützfläche 18 versehen (F i g. 3), über die sich das
Gehäuse beim Abziehen des Schrämmeißels 5 an der Halterung 7 des nicht dargestellten Schrämmwerkzeuges
abstützt. Im Ausführungsbeispie! ist diese Halterung 7 abgeschrägt, und dementsprechend auch die Stützfläche
18, so daß das Gerät beim Ansetzen (Fig. 1) gut vorzentriert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Abziehwerkzeug für Schrämmeißel, die mit einer Ringnut versehen sind, gekennzeichnet
durch ein längliches, an einer Stirnseite offenes Gehäuse (1, la,)und ein in dem Gehäuse kolbenartig
geführtes Gleitstück (2) mit mindestens drei in verschiedenen Radialebenen schwenkbar gehalterten
Abziehklöppeln (3) und mit einer durch den Boden (\b) des Gehäuses hindurchgeführten Zugstange
(2a), wobei die freien Enden der Abziehklöppel mit nach innen weisenden Greifnocken (9) zum Eingriff
in die Ringnut (6) des Schrämmeißels (5) und mit nach außen weisenden Steuernocken (3a) versehen
sind, denen umfangsverteilte Öffnungen (8) im Gehäuse nahe dessen offenem Ende zugeordnet sind,
die mit in Abziehrichtung schräg nach innen geneigten Auflaufflächen (11) für die Steuernocken versehen
sind derart, daß bei Zug an der Zugstange (2a) die Abziehkiöppel mit ihren Greifnocken in die
Ringnut des Schrämmeißels eintreten und über den Abziehweg durch Anschlag der Steuernocken am
Gehäuse-Inneren (i3a) in der Ringnut verbleibend gesichert sind, und gekennzeichnet ferner durch eine
an der Zugstange angreifende Betätigungsvorrichtung (14), die sich an dem Gehäuse abstützt, das am
offenen Ende mit einer Stützfläche (18) versehen ist, über die die beim Abziehen des Schrämmeißels vom
Gehäuse übertragene Reaktionskraft sich an dem Schrämmwerkzeug abstützt.
2. Abzishwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sieuern·; jken (3a^der Abziehklöppel
(3) in von den unfangsverteilten öffnungen
(8) ausgehenden Längsnuten (1:' in der inneren Gehäusefläche
geführt und nach außen abgestützt sind.
3. Abziehwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das offene Ende des Gehäuses
(1, Xa) auf der Länge, auf der die Steuernokken (3a) beim Abziehvorgang durch Anschlag am
Gehäuse-Inneren (\3a) gegen Ausschwenken gesichert sind, als auswechselbares Gehäuseteil (IaJ aus
verschleißfestem Material ausgebildet ist.
4. Abziehwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung aus
einem doppelarmigen Hebel (14) besteht, dessen kleinerer Hebelarm zwischen seinem gelenkigen
Anschluß (15) an der Zugstange (2a) und seiner gelenkigen Abstützung (16) an einem Ausleger (17) des
Gehäuses(l,la;verläuft.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE3223761A DE3223761C2 (de) | 1982-06-25 | 1982-06-25 | Abziehwerkzeug für Schrämmeißel |
Applications Claiming Priority (1)
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