DE3216482C2 - Verriegelungseinrichtung zur Verwendung an einem aus einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen bestehenden Fenster, einer Tür od.dgl. - Google Patents
Verriegelungseinrichtung zur Verwendung an einem aus einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen bestehenden Fenster, einer Tür od.dgl.Info
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- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
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- E05B15/02—Striking-plates; Keepers; Bolt staples; Escutcheons
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verriegelungseinrichtung zur Verwen
dung an einem aus einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen be
stehenden Fenster, einer Tür od. dgl., bestehend aus zwei in und
außer Eingriff verschiebbaren Verriegelungselementen, von denen
ein erstes mindestens eine Eingriffskante mit einer Einweise
schräge für das zweite Verriegelungselement aufweist, wobei das
erste Verriegelungselememt zur Veränderung der Anzugscharakteri
stik auf einem Träger um eine Drehachse drehbar gelagert und
durch eine an dem von der Einweiseschräge fernen Ende vorgesehene,
eine Stellschraube einschließende Stelleinrichtung unter Nei
gungsveränderung der Eingriffskante gegenüber der relativen
Verschieberichtung der beiden Verriegelselemente in verschie
dene Drehstellungen einstellbar und in diesen feststellbar ist,
und die Drehachse des ersten Verriegelungselements im Längen
bereich von dessen Eingriffskante angeordnet ist.
Eine solche Verriegelungseinrichtung ist aus der DE-AS 18 17 902,
und zwar insbesondere aus deren Fig. 5, bekannt.
Bei der bekannten Verriegelungseinrichtung ist an der Treibstange
einer flügelrahmenseitigen Stulpschienentreibstangenbaugruppe ein
erstes Verriegelungselement im Bereich der Längserstreckung
seiner Eingriffskanten drehbar gelagert und durch eine senkrecht
zu der Treibstangen- und Stuplschienenebene senkrechte Exzenter
schraube verstellbar.
Diese Exzenterschraube kann unter bestimmten Einbaubedingungen
für ein Einstellwerkzeug schwer zugänglich sein.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 78 38 437 ist eine Verriege
lungseinrichtung bekannt, bei welcher eines der Verriegelungs
elemente mit Eingriffskanten und Eingriffsschrägen an den Enden
dieser Eingriffskanten ausgeführt ist. Dabei ist dieses Verriege
lungselement durch je eine Schnecke an beiden Enden wahlweise
parallel zu sich selbst senkrecht zur Fensterebene verschiebbar
oder durch unterschiedliche Betätigung der beiden Schnecken
schrägstellbar. Diese Ausführungsform ist äußerst aufwendig,
nicht nur deshalb, weil zwei Schnecken erforderlich sind, sondern
insbesondere auch deswegen, weil diese Schnecken einerseits in
dem Verriegelungselement durch komplementäre Schneckengänge eines
Trägers gelagert sein müssen und andererseits auch noch in kom
plementare Schneckengänge eines Trägers eingreifen müssen, so daß
eine besonders exakte Passung zwischen dem Verriegelungselement
und dem Träger erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelungsein
richtung gattungsgemäßer Art so auszugestalten, daß ein erleich
terter Zugriff zu der Stelleinrichtung insbesondere auch dann
möglich ist, wenn das erste Verriegelungselement etwa im Bereich
einer Ausstellvorrichtung am oberen Ende eines Drehkippfensters
angebracht ist, und ferner für eine kompakte und geschlossene
Ausgestaltung des ersten Verriegelungselements einschließlich
seiner Stelleinrichtung zu sorgen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
die Stellschraube in einer zur Drehachse im wesentlichen senk
rechten Ebene liegend sich im wesentlichen senkrecht zu der
Eingriffskante bzw. zu den Eingriffskanten erstreckt und mit
einer am von der Einweiseschräge abliegenden Ende angebrachten
Verlängerung des ersten Verriegelungselements zusammenwirkt und
daß diese Verlängerung von einem zum Träger hin offenen, an dem
Träger befestigten, im wesentlichen U-förmigen Käfig übergriffen
ist, von dessen Seitenwänden, mindestens eine einen Durchbruch
für die Heranführung eines Eingriffswerkzeugs an ein jeweils
zugeordnetes Ende der Stellschraube aufweist.
Bei der erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung ist durch die
Lage der Stellschraube in einer Drehachse im wesentlichen senk
rechten Ebene und im wesentlichen senkrecht zu der Eingriffskante
die Gewähr dafür gegeben, daß - wo auch immer die Verriegelungs
einrichtung am Fenster oder der Tür angeschlagen wird - für ein
Drehwerkzeug gute Zugangsverhältnisse geschaffen sind, insbeson
dere auch dann, wenn die Verriegelungseinrichtung im Bereich
einer Ausstellvorrichtung angebracht ist, etwa um einen Ausstell
arm für den Drehbetrieb eines Drehkippfensters mit dem Flügel
rahmen zur gemeinsamen Drehung zu verriegeln. Dabei ist durch den
Käfig gewährleistet, daß das erste Verriegelungselement und ins
besondere dessen Stelleinrichtung in ihren empfindlichen Be
reichen abgedeckt sind, beispielsweise gegen Schmutz und Späne,
so daß eine Blockierung der Stelleinrichtung nicht zu befürchten
ist. Überdies erhält die aus dem ersten Verriegelungselement und
seiner Stelleinrichtung bestehende Baugruppe eine kompakte,
optisch ansprechende Außenform und die Verletzungsgefahr durch
scharfkantige Teile der Stelleinrichtung ist unterbunden.
Die Zugänglichkeit für ein Drehwerkzeug zu der Stellschraube kann
noch dadurch verbessert werden, daß die Stellschraube an jedem
ihrer Enden einen Werkzeugeingriff aufweist; dies ist insbeson
dere bedeutsam, wenn es sich um eine für Rechts- und Linksan
schlag in verschiedene Einbaupositionen positionierbare Ver
riegelungseinrichtung handelt.
Das erste Verriegelungselement kann beispielsweise als Gabelkör
per ausgebildet sein mit zwei einander gegenüberliegenden Ein
griffskanten und mit einer in der Mittelebene der Eingriffskanten
gelegenen Drehachse. Damit ist eine Verriegelung in zwei entge
gengesetzten Richtungen möglich und außerdem eine Voraussetzung
für eine Rechts-Linksverwendbarkeit gegeben.
Bei der erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung kann der
Träger zum Anschlag an einem Blendrahmenschenkel ausgebildet sein
und demgemäß das zweite Verriegelungselement an einer Treibstange
des zugehörigen Flügelrahmenschenkels angeordnet sein, und zwar ist
bei einer bevorzugten Anwendung vorgesehen, daß das erste
Verriegelungselement an einem am Blendrahmen gelagerten Ausstell
arm einer Kippausstellvorrichtung eines Drehkippfensters ange
bracht ist und das zweite Verriegelungselement an einer Treib
stange eines zugehörigen Flügelrahmenschenkels, wobei durch Ein
griff der Verriegelungselemente der Ausstellarm an dem Flügel
rahmen feststellbar ist, um die Drehlagerung des Flügelrahmens an
dem Blendrahmen zu übernehmen.
Bei dieser Ausführungsform wird der Vorteil der leichten Zugäng
lichkeit der Stellschraube besonders spürbar. Dabei kann das
erste Verriegelungselement unmittelbar an dem Ausstellarm als
Träger angebracht sein.
Von besonderer Bedeutung ist die erfindungsgemäße Verriegelungs
einrichtung dann, wenn das erste Verriegelungselement an dem Aus
stellarm nahe seiner Lagerstelle an dem Blendrahmen angebracht
ist. An dieser Stelle legt man wegen der beengten räumlichen
Verhältnisse auf gute Zugänglichkeit der Stellschraube besonderen
Wert.
Die rückwärtige Verlängerung kann mindestens zum Teil von einer
Ausnehmung des Trägers aufgenommen sein. Dies führt zu einer
besonders raumsparenden und kompakten Gestaltung.
Der Käfig kann auch der Fixierung eines Verbindungsbolzens an dem
Ausstellarm dienen, der seinerseits den Ausstellarm längenein
stellbar und/oder für Rechts-Linksumstellung wendbar mit dem
Drehlager an dem Blendrahmen verbindet, was wiederum zu einer
kompakten Gestaltung der Kippausstellvorrichtung beiträgt.
Unterschiedliche Lagerungen der Stellschraube sind möglich. Nach
einer ersten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Stell
schraube in einer Gewindebohrung der Verlängerung des ersten
Verriegelungselements aufgenommen ist und mit den Seitenwänden
des Käfigs als Anschlägen zusammenwirkt.
Nach einer zweiten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Stell
schraube in einer Gewindebohrung des Trägers aufgenommen ist und
durch Anschlagmittel mit dem ersten Verriegelungselement zu
sammenwirkt.
Nach einer dritten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die
Stellschraube nach Art eines Schneckentriebs mit einem Zahn oder
einem Zahnsegment zusammenwirkt.
Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen. Es stellen dar:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Drehkipp
fensters
zur Anwendung einer erfindungs
gemäßen Verriegelungseinrichtung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Ausstellvorrichtung
des Drehkippfensters nach Fig. 1 mit einer
erfindungsgemäßen Verriegelungeinrichtung
zwischen dem Ausstellarm und der Flügelrahmen
oberkante in Richtung des Pfeiles 11 der Fig. 1;
Fig. 3 eine Teilansicht zu Fig. 2 in dem Bereich A
der Fig. 2 in Pfeilrichtung III gesehen;
Fig. 4 eine Untersicht in Pfeilrichtung IV der Fig. 3
auf den Ausstellarm im Bereich des (abgenommenen)
zugehörigen Verriegelungselement;
Fig. 5 eine Ansicht auf das Verriegelungselement (abge
nommen von dem Ausstellarm) in Pfeilrichtung V
der Fig. 3;
Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5;
Fig. 7 das Verriegelungselement, losgelöst von dem
Ausstellarm in Seitenansicht;
Fig. 8 das Verriegelungselement gemäß Fig. 7 in Betrach
tungsrichtung VIII der Fig. 7;
Fig. 9 eine Seitenansicht des Käfigs;
Fig. 10 eine Ansicht des Käfigs in einer Betrachtungs
richtung entsprechend Fig. 5 und
Fig. 11 eine Endansicht des Käfigs in Pfeilrichtung XI
der Fig. 10.
In Fig. 1 ist ein Blendrahmen mit 110 und ein Flügelrahmen mit
112 bezeichnet. Der Flügelrahmen 112 ist gegenüber dem Blendrah
men 110 um eine Kippachse 114 kippbar und um eine Drehachse 116
drehbar. Zur Beschränkung der Kippbewegung ist eine Ausstell-
Vorrichtung 118 vorgesehen. Diese Ausstellvorrichtung 118 um
faßt einen Ausstellarm 120, der am Blendrahmen in einem Aus
stellarmlager 122 um die Drehachse 116 drehbar gelagert ist und
am Flügelrahmenoberschenkel durch eine Drehschiebeverbindung 124
angreift. Weiter umfaßt die Ausstellvorrichtung einen Zusatz
lenker 126, der einerseits an dem Ausstellarm 120 und andererseits
an dem Flügelrahmenoberschenkel angelenkt ist. Der Ausstell
arm 120 übernimmt die Drehlagerung des Flügelrahmens 112 für
den Drehöffnungsbetrieb. Zu diesem Zweck wird in der Drehbe
reitschaftsstellung der Ausstellarm 120 an dem Flügelrahmen
oberschenkel in Parallelstellung zu diesem festgelegt. Hierzu
sind Verriegelungseinrichtungen 128 und 130 vorgesehen, welche
dazu bestimmt und geeignet sind, den Ausstellarm 120 in festem
Kontakt mit dem Flügelrahmenüberschlag 132 zu halten. Die Aus
stellvorrichtung 118 ist für Rechts- und Linksanschlag geeignet.
Zu diesem Zweck ist der Ausstellarm 120 um seine Längsachse
drehbar an dem zugehörigen Teil des Ausstellarmlagers ange
ordnet.
Zur Schließverriegelung des Flügelrahmens 112 gegenüber dem
Blendrahmen 110 ist eine weitere Verriegelungseinrichtung 134
zwischen den drehachsenfernen Rahmenschenkeln ange
ordnet.
In Fig. 2 erkennt man, daß der Ausstellarm 120 der Ausstellvor
richtung 118 durch die Drehschiebeverbindung 124 mit einer Stulp
schiene 166 verbunden ist, welche eine Baueinheit mit einer
Treibstange 168 bildet. Die Treibstange 168 trägt das zweite
Verriegelungselement 128b zum Eingriff mit dem ersten Verriegelungs
element 128a, welches auf der Unterseite des Ausstellarms
120 angeordnet ist. Die Verbindung des Ausstellarms 120 mit dem
blendrahmenseitigen Drehlager 122 ist im einzelnen in der
DE 30 45 003 A1 be
schrieben. Im vorliegenden Zusammenhang genügt der Hinweis,
daß der Ausstellarm 120 um seine Längsachse 170 um mindestens
180° drehbar ist, so daß die Ausstellvorrichtung die bezüg
lich der Drehachse 170 und der Symmetrieachse 172 symmetrisch
ist, für Rechts- und Linksanschlag verwendet werden kann.
Die zusätzliche Verriegelungseinrichtung 130, die insbesondere
zu dem Zwecke vorhanden ist, um einen frühzeitigen Anzug des
Flügelrahmens an den Ausstellarm 120 zu erzielen, d. h. einen
Anzug bereits dann, wenn der Flügelrahmen aus der Kippöff
nungsstellung kommend noch nicht vollständig geschlossen ist,
ist entsprechend den Angaben in der DE 28 17 353 A1 aufge
baut. Es kann aber auch die Verriegelungs
einrichtung 130 so aufgebaut sein, wie die Verriegelungsein
richtung 128, auf die im folgenden näher eingegangen wird.
Gemäß den Fig. 3 bis 11 ist an der Unterseite des Aus
stellarms 120 das erste Verriegelungselement 128a angebracht.
Es ist mittels des Nietbolzens 148 in einem Niet
loch 174 des Ausstellarms drehbar gelagert. Die rückwärti
ge Verlängerung 150 umfaßt eine zu der Ebene des Ausstell
arms 120 parallele Platte 150a, über der sich ein Lappen 150b
erhebt. Die Gewindebohrung 152 für den Schraubenbolzen 154
erstreckt sich durch den Lappen 150b hindurch und schneidet
die Platte 150a an. Der Lappen 150b greift durch eine Durch
brechung 176 des Ausstellarms 120 hindurch und schlägt gegen
die Kanten 176a und 176b der Durchbrechung 176 an, wodurch
der Schwenkweg des ersten Verriegelungselements 128a be
schränkt wird. Der Schraubenbolzen 154 liegt in Ansenkungen
178a und 178b beidseits der Durchbrechung 176 des Ausstell
arms 120, wobei die Enden des Schraubenbolzens 154 den Kanten
178c und 178d dieser Ansenkungen gegenüber stehen und dort
anschlagen. Auf die Unterseite des Ausstellarms 120 ist ein
Käfig 180 aufgenietet, der im wesentlichen U-förmigen Quer
schnitt besitzt mit einem Steg 180a und seitenwänden 180b
und 180c. Der Steg übergreift die Platte 150a der rückwärti
gen Verlängerung 150. Die Seitenwände 180b und 180c sind
mit Durchbrechungen 160 1 und 160 2 versehen, durch die hin
durch ein Inbus-Schraubenzieher 184 in die Inbuseingriffe
156 1 und 156 2 eingeführt werden kann. Die Durchbrechungen
160 1 und 160 2 sind so bemessen, daß der Schraubenbolzen 154
unverlierbar innerhalb des Käfigs untergebracht ist, wobei
die Wände 180b und 180c zusätzlich zu den Kanten 180a und 180b
als Anschläge für den Schraubenbolzen 154 dienen können.
In dem rückwärtigen Teil des Käfigs 180 ist ein Drehlager
für einen Schraubenbolzen 186 ausgebildet, der zwischen dem Kä
fig 180 und dem Ausstellarm 120 eingelegt und fixiert wird.
Die Fixierung des Käfigs 180 auf dem Ausstellarm 120 erfolgt
durch Niete 188. Der Bolzen 186 (siehe auch Fig. 2) dient
der Verbindung mit dem blendrahmenseitigen Lager des Ausstell
arms. Er ist als Gewindebolzen ausgebildet, so daß der Aus
stellarm 120 in seiner Längsrichtung längs der Linie 170 der
Fig. 2 durch Verschrauben verstellt werden kann.
Der Schraubbolzen 186 wird mit einem verjüngten Fortsatz
in einer Mulde 190 des Käfigs 180 aufgenommen und greift
mit einem Kopf 192 in eine Ausnehmung 194 des Käfigs 180
ein. Entsprechende Mulden und Ausnehmungen 190a bzw. 194a
sind in dem Ausstellarm angeordnet.
Wie beispielsweise aus Fig. 5 zu ersehen, ist das erste
Verriegelungselement 128a in Richtung zu den Gabelschenkel
enden hin tropfenförmig verjüngt, so daß es auch bei Ver
schwenken in Richtung des Doppelpfeils der Fig. 5 nicht
über die Begrenzungskanten des Ausstellarms wesentlich
übersteht. Man erkennt aus Fig. 1, daß bei kippgeöffnetem
Fenster die beiden Inbus-Eingriffe 156 1 und 156 2 zugänglich
sind. Bei drehgeöffnetem Fenster (nicht dargestellt) ist
immer noch einer der Inbus-Eingriffe 156 1 und 156 2 zugäng
lich, nämlich der dem Außenraum zugekehrte.
Eine blendrahmenseitige Verriegelungsbaugruppe ist in Fig.
1 mit 134a bezeichnet, eine flügelrahmenseitige Verriege
lungsbaugruppe mit 134b. Durch Verdrehen des Schrauben
bolzens 154 kann die Schwenklage des ersten Verriegelungs
elements 128a um die Drehachse 142 verändert werden. Das mit
128b bezeichnete zweite Verriegelungselement kann an der
Eingriffskante 146 1 verriegelnd anliegen. Man erkennt aus
Fig. 5, daß dank der Abknickung der Eingriffskante 146 1
bzw. 146 2 an ihren in Fig. 5 linken Enden diese bereits
zum Eingriff mit dem zweiten Verriegelungselement 128b
gebracht werden kann, bevor der Flügelrahmen vollständig
geschlossen ist. Man spricht von einem Anzugsweg, den die
Verriegelungseinrichtung beim Herbeiführen der Verriegelung
überwinden kann und meint damit diejenige Restöffnungsweite
des Flügelrahmens gegenüber dem Blendrahmen, die durch den
Eingriff des zweiten Verriegelungselements 128b mit der
Eingriffskante 146 1 überwunden werden kann. Man erkennt aus
der Fig. 5 ohne weiteres, daß durch Verschwenken des ersten
Verriegelungselements 128a um die Drehachse 142 im Uhr
zeigersinn der Anzugsweg verändert werden kann, in dem
Sinne, daß das zweite Verriegelungselement 128b schon
früher, d. h. bei noch etwas weiter geöffnetem Flügelrahmen,
zum Eingriff kommen kann.
Man erkennt weiter aus Fig. 5, daß dank der Anordnung der
Drehachse 142 im Längsbereich der Eingriffskanten 146 1 und
146 2, etwa im Mittelbereich dieses Längsbereichs, bei einer
Verschwenkung des ersten Verriegelungselements 128a im
Uhrzeigersinn nicht nur eine früher eintretende Anzugswir
kung erzielt werden kann, sondern überdies der durch das
Zusammenwirken des zweiten Verriegelungselements 128b mit
der Eingriffskante 146 1 bewirkte Andruck des Flügelrahmens
112 gegen den Blendrahmen 110 verstärkt werden kann. Dies
bedeutet, daß die Verriegelungseinrichtung eine sehr
erwünschte Eingriffscharakteristik besitzt, die besser ist,
als die Eingriffscharakteristiken wären, die sich dann
ergeben würden, wenn die Drehachse 142 beispielsweise im
Bereich der rückwärtigen Verlängerung 150 oder im Bereich
der freien Gabelschenkelenden sich befinden würde. Im
ersteren Fall würde zwar ein frühzeitiger Anzug ohne
weiteres zu erreichen sein, gleichzeitig würde aber die
Anzugswirkung, die sich einstellt, wenn das zweite Ver
riegelungselement 128b in seiner rechten Endstellung ist,
verringert werden, so daß z. B. der Dichtschluß des
Flügelrahmens gegenüber dem Blendrahmen unzureichend würde.
Im zweiten Fall wäre es nicht möglich, den Anzug wesentlich
früher eintreten zu lassen; es wäre andererseits aber
möglich, die Anzugswirkung zu verstärken, die sich ergibt,
wenn das zweite Verriegelungselement 128b in seine rechte
Endstellung getreten ist. Aus der vorstehenden Extremwert
betrachtung ergibt sich, daß die Anordnung der Drehachse
142 im Längsmittelbereich der Eingriffskanten 146 1 und 146 2
günstig ist.
Man erkennt aus Fig. 5 weiter, daß die blendrahmenseitige
Verriegelungsbaugruppe 128a voll symmetrisch ist in bezug
auf eine Längsachse, so daß sie ohne irgendwelche Verände
rungen für Rechtsanschlag und für Linksanschlag verwendet
werden kann.
Der Durchmesser des zweiten Verriegelungselements 128b
entspricht annähernd dem Abstand zwischen den Eingriffs
kanten 146 1 und 146 2 und ist jedenfalls nur wenig kleiner
als dieser Abstand. Dies ist nur dank dem Rundquerschnitt
des Verriegelungselements 128b möglich, so daß die Gesamt
breite des Verriegelungselements 128b ohne Material
schwächung verhältnismäßig gering gehalten werden kann.
Außerdem kann das Verriegelungselement 128b zwischen den
Eingriffskanten 146 1, 146 2 nicht klappern. Gleichwohl ist
eine unbehinderte Verstellung des Verriegelungselements 128a
möglich, wobei gleichzeitig frühzeitiger Anzug und große
Anzugswirkung erzielt werden können.
Es ist auch eine Alternative möglich, bei welcher die
Verlängerung 150 als ein Eingriffszahn zum Eingriff in eine
lediglich drehbar, im übrigen aber unbeweglich an dem Träger
des ersten Verriegelungselements 128a gelagerte Schnecke
ausgebildet ist, wobei die Schnecke eine dem Schraubbolzen
154 entsprechende Lage einnimmt und an ihren Enden ebenfalls
mit Inbusöffnungen ausgeführt ist.
Claims (11)
1. Verriegelungseinrichtung zur Verwendung an einem aus einem
Blendrahmen und einem Flügelrahmen bestehenden Fenster, einer
Tür od. dgl., bestehend aus zwei in und außer Eingriff ver
schiebbaren Verriegelungselementen (128a, 128b), von denen ein
erstes (128a) mindestens eine Eingriffskante (146 1, 146 2) mit
einer Einweiseschräge für das zweite Verriegelungselement (128b)
aufweist, wobei das erste Verriegelungselement (128a) zur Ver
änderung der Anzugscharakteristik auf einem Träger (120) um
eine Drehachse (142) drehbar gelagert und durch eine an dem
von der Einweiseschräge fernen Ende vorgesehene, eine Stell
schraube (154) einschließende Stelleinrichtung (150, 154) unter
Neigungsveränderung der Eingriffskante (146 1, 146 2) gegenüber
der relativen Verschieberichtung der beiden Verriegelungsele
mente (128a, 128b) in verschiedene Drehstellungen einstellbar
und in diesen feststellbar ist, und die Drehachse (142) des
ersten Verriegelungselements (128a) im Längenbereich von dessen
Eingriffskante (146 1, 146 2) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellschraube (154) in einer zur Drehachse (142) im
wesentlichen senkrechten Ebene liegend sich im wesentlichen
senkrecht zu der Eingriffskante bzw. zu den Eingriffskanten
(146 1, 146 2) erstreckt und mit einer am von der Einweiseschräge
abliegenden Ende angebrachten Verlängerung (150) des ersten
Verriegelungselements (128a) zusammenwirkt und daß diese Ver
längerung (150) von einem zum Träger (120) hin offenen, an dem
Träger (120) befestigten, im wesentlichen U-förmigen Käfig
(180) übergriffen ist, von dessen Seitenwänden (180b, 180c)
mindestens eine einen Durchbruch (160 1, 160 2) für die Heran
führung eines Eingriffswerkzeugs (184) an ein jeweils zuge
ordnetes Ende der Stellschraube (154) aufweist.
2. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellschraube (154) an jedem
ihrer Enden einen Werkzeugeingriff (156 1, 156 2) aufweist.
3. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Verriegelungselement (128a)
als Gabelkörper ausgebildet ist mit zwei einander gegenüber
liegenden Eingriffskanten (146 1, 146 2) und mit einer in der Mittel
ebene der Eingriffskanten (146 1, 146 2) gelegenen Drehachse (142).
4. Verriegelungsseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Verriegelungselement
(128a) an einem am Blendrahmen gelagerten Ausstellarm (120) einer
Kippausstellvorrichtung (118) eines Drehkippfensters angebracht
ist und das zweite Verriegelungselement (128b) an einer Treib
stange (168) eines zugehörigen Flügelrahmenschenkels, wobei
durch Eingriff der Verriegelungselemente (128a, 128b) der
Ausstellarm (120) an dem Flügelrahmen (112) feststellbar ist,
um die Drehlagerung des Flügelrahmens an dem Blendrahmen zu
übernehmen.
5. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste Verriegelungselement (128a) unmittel
bar an dem Ausstellarm (120) als Träger angebracht ist.
6. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste Verriegelungselement (128a) an dem
Ausstellarm (120) nahe seiner Lagerstelle (122) an dem Blend
rahmen (110) angebracht ist.
7. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtige Verlängerung (150)
mindestens zum Teil von einer Ausnehmung (176, 178a, 178b)
des Trägers (120) aufgenommen ist.
8. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Käfig (180) der Fixierung
eines Verbindungsbolzens (186) an dem Ausstellarm (120) dient,
der seinerseits den Ausstellarm (120) längeneinstellbar und/oder
für Rechts-Linksumstellung wendbar mit dem Drehlager (122) an
dem Blendrahmen (110) verbindet.
9. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem ersten Verriegelungselement
(128a) und an dem Träger (120) Drehbegrenzungsanschläge (150b,
176a, 176b) angebracht sind.
10. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellschraube in einer Gewindebohrung des
Trägers aufgenommen ist und durch Anschlagmittel mit
dem ersten Verriegelungselement zusammenwirkt.
11. Verriegelungseinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellschraube nach Art eines Schneckentriebs mit
einem Zahn oder einem Zahnsegment zusammenwirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823216482 DE3216482C2 (de) | 1982-04-30 | 1982-04-30 | Verriegelungseinrichtung zur Verwendung an einem aus einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen bestehenden Fenster, einer Tür od.dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823216482 DE3216482C2 (de) | 1982-04-30 | 1982-04-30 | Verriegelungseinrichtung zur Verwendung an einem aus einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen bestehenden Fenster, einer Tür od.dgl. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3216482A1 DE3216482A1 (de) | 1983-11-03 |
| DE3216482C2 true DE3216482C2 (de) | 1994-02-10 |
Family
ID=6162574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823216482 Expired - Fee Related DE3216482C2 (de) | 1982-04-30 | 1982-04-30 | Verriegelungseinrichtung zur Verwendung an einem aus einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen bestehenden Fenster, einer Tür od.dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3216482C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19602025A1 (de) * | 1996-01-20 | 1997-07-24 | Aubi Baubeschlaege Gmbh | Verfahren zum Herstellen eines Flügelrahmens für ein Fenster oder eine Tür |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1708443B2 (de) * | 1967-08-08 | 1975-07-17 | Fa. Wilhelm Weidtmann, 5620 Velbert | Beschlag für Kipp-SchwenkflUgel von Fenstern |
| DE1817902B2 (de) * | 1968-12-23 | 1977-08-18 | Siegenia-Frank KG, 5900 Siegen-Kaan-Marienborn | Fluegelverschlussvorrichtung fuer fenster, tueren o.dgl. |
| DE7809937U1 (de) * | 1978-04-04 | 1978-07-20 | Wilh. Frank Gmbh, 7022 Leinfelden- Echterdingen | Schliesstueck fuer fenster- oder tuerverschluesse |
| DE7838437U1 (de) * | 1978-12-27 | 1979-03-29 | Wilh. Frank Gmbh, 7022 Leinfelden- Echterdingen | Schliesstueck fuer ein fenster, eine tuer o.dgl. |
| DE3045003C2 (de) * | 1980-11-28 | 1984-09-27 | Fa. Aug. Winkhaus, 4404 Telgte | Ausstellvorrichtung für Drehkippfenster |
-
1982
- 1982-04-30 DE DE19823216482 patent/DE3216482C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19602025A1 (de) * | 1996-01-20 | 1997-07-24 | Aubi Baubeschlaege Gmbh | Verfahren zum Herstellen eines Flügelrahmens für ein Fenster oder eine Tür |
| DE19602025C2 (de) * | 1996-01-20 | 1998-06-04 | Aubi Baubeschlaege Gmbh | Verfahren zum Herstellen eines Flügelrahmens für ein Fenster oder eine Tür, sowie Schubstangenbeschlag zur Verwendung für das Verfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3216482A1 (de) | 1983-11-03 |
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