DE3214569C2 - Geregelter kollektorloser Gleichstrommotor - Google Patents
Geregelter kollektorloser GleichstrommotorInfo
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Abstract
Gemäß einem Regelverfahren zur Antriebsregelung eines kollektorlosen bzw. bürstenlosen Gleichstrommotors mit einem Rotor mit einer Reihe von alternierenden Magnetfeldern und einem Stator mit einer Vielzahl von Ankerwicklungen findet eine Regelschaltung Verwendung, die zumindest zwei Hall-Generatoren umfaßt, welche in bezug auf den Rotor stationär angebracht sind und die jeweilige Winkelstellung des Rotors zur Erzeugung eines Schaltsignals ermitteln. Den Ankerwicklungen wird in Abhängigkeit von dem Schaltsignal aufeinanderfolgend ein Eingangsdrehmoment-Steuersignal zugeführt, um den Rotor in Drehung zu versetzen. Die Feldstärke des mit den Ankerwicklungen gekoppelten Magnetfeldes und die in den Ankerwicklungen auftretende Stromstärke werden zur Erzeugung eines drehmomentrepräsentativen Signals ermittelt und multipliziert, das sodann von dem Eingangsdrehmoment-Steuersignal vor dessen Zuführung zu den Ankerwicklungen subtrahiert wird.
Description
Die Erfindung betrifft einen geregelten kollektorlosen Gleichstrommotor gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Aus der DE-AS 23 49 770 ist ein derartiger kollektorloser Gleichstrommotor bekannt, bei dem eine geeigne-
:z Stromregelung erreicht weren soll. Hierzu wird unter
Ausnutzung der Erkenntnis, daß der Mittelwert des Ständerwicklungsstroms in bestimmter Abhängigkeit
von dem Strom in der zugeordneten Glättungsdrossel steht, der Strom in der Glättungsdrossel mittels eines
Operationsverstärkers geregelt. Der Operationsverstärker ist dabei als Zweipunktregler ausgestaltet und
steuert über mehrere UND-Glieder, an denen gegebenenfalls durch Hallgeuerätoren erzeugte Läuferstellungssignale
anliegen, die Motorerregung. Bei dieser Zweipunktregelung treten allerdings relativ große
Drehmomentschwankungen auf.
Weiterhin ist in »Siemens-Zeitschrift«, August 1974, S. 299 bis 302, und September 1954, S. 381, 283, offenbart,
daß sich das Drehmoment eines mit Kollektor arbeitenden Gleichstrommotors durch Multiplikation des
magnetischen Polschuhflusses und des Ankerstroms erfassen läßt Zur Realisierung dieser Überlegung ist im
mittleren Bereich des Polschuhs ein Hallgenerator angeordnet, der einerseits dem magnetischen Polschuhfluß
ausgesetzt und andererseits von einem dem Ankerstrom proportionalen Steuerstrom durchsetzt ist
Die am Hallgenerator auftretende Meßspannung kann dann nach Verstärkung, wie beispielsweise in B i 1 d 12
der zweitgenannten Literaturstelle ;?*zeigt, das Regelfeld
derart beeinflussen, daß das Drehmoment auf einem im wesentlichen konstanten Sollwert gehalten
wird.
Schließlich ist in »Archiv für technisches Messen«, Blatt Z 562-1 (April 1968), S. 79 bis 82, ein kollektorloser
Gleichstrommotor offenbart, dessen vier Ankerwicklungen jeweils über einen zugeordneten Transistor angesteuert
werden und mit ihren Ausgangsanschlüssen gemeinsam auf Massepontential liegen. Zur Steuerung
des Leitzustands der vier Transistoren sind zwei Hallelemente vorgesehen, die durch den Magnetfluß des
zweipoligen permanentmagnetisierten Rotors erregt werden und derart angeordnet und verschaltet sind, daß
jeweils eine oder maximal zwei Wicklungen angesteuert werden. Auch mit dieser bekannten Ausgestaltung lassen
sich allerdings Gleichlaufschwankungen und damit Drehmomentschwankungen nicht mit Sicherheit ausschalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen geregelten kollektorlosen Gleichstrommotor gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart auszugestalten, daß bei verhältnismäßig einfachem Aufbau Drehmomentschwankungen
weitestgehend unterdrückt werden können.
Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 genannten Maßnahmen gelöst.
Bei dem ertindungsgemäßin Gleichstrommotor sind
somit jeweils zwei Ankerwicklungen mit jeweils einem Drehmomentsensor verbunden. Mit dieser Ausgestaltung
wird erreicht, daß nicht für jede Ankerwicklung ein
3 4
eigener Drehmomentsensor erforderlich ist, sondern die Hall-Generatoren HiQ und //20 zur Ermittlung der
Anzahl benötigter Drehmomentsensoren auf die Hälfte Winkelstellung des Rotors 1 in bezug auf die Ankerder
Ankerwicklungsanzahl beschränkt werden kann. wicklungen des jeweiligen Wicklungspaares im gleichen
Durch die weiter vorgesehene additive Zusammenfas- elektrischen Winkelabstand, wie zwischen den Ankersung
der Ausgangssignale der Drehmomentsensoren 5 wicklungen LIl und L21 zueinander angeordnet Die
über eine Summierstelle zur Bildung des Istwerts als Hall-Generatoren HiQ und H20 können zu diesem
Gegenkopplungssignal und dessen Rückführung zu ei- Zweck unter den Ankerwicklungen L 12 und L 22 angener
Substrahierschaltung, an der ein Drehmoment-Soll- ordnet sein.
wert anliegt wird weiter erreicht, daß Drehmoment- Zur Drehmomentermittlung sind zwei weitere Hallschwankungen
sofort ausgeregelt werden, so daß bei io Generatoren HH und //21 in entsprechender Ausrichverhältnismäßig
einfachem Aufbau ein sehr drehmo- tung zu den stromschaltenden Hall-Generatoren HiQ
mentstabiler Gleichstrommotorbetrieb gewährleistet und H 20 angebracht Wie nachstehend noch näher beist
schrieben wird, dienen die zur Drehmomentermittlung
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Ge- vorgesehenen Hall-Generatoren zur Feststellung von
genstand der Unteransprüche. 15 durch die Ankerwicklungen LIl, L12, L 21 und L 22
Der erfindungsgemäße kollektorlose Gleichstrom- fließenden Strömen und gleichzeitig zur Ermittlung der
motor ist insbesondere für Audio- oder Video-Systeme Feldstärke des in der Nähe einer Ankerwicklung eines
geeignet, bei denen hohe Anforderungen an die Genau- jeden Wicklungspaares befindlichen Magnetfeldes,
igkeit und Gleichmäßigkeit des erzeugten Drehmo- In Fig. 2 ist eine Regelschaltung 10 zur Antriebsrege-
ments gestellt werden. 20 lung des kollektorlosen Gleich?-·, ommoiors veran-
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausfüh- schaulicht die einen Addierer 11 aufweist der als Subrungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung trahierschaltung dient und über einen Eingang 12 von
näher beschrieben. einer nicht dargestellten externen Signalquelle nut einer
Es zeigt Drehmoment-Regelspannung und über einen weiteren
F i g. 1 eine schematische auseinandergezogene Dar- 25 Einga'-.g von einem zweiten Addierer 13 als SummiersteHung
eines kollektorlosen Gleichstrommotors. stelle mit einem Gegenkopplungssteuersignal beauf-
F i g. 2 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels schlagt wird. Ferner ist eine symmetrische eisenlose
einer Regelschaltung zur Antriebsregelung des Gleich- Verstärkerschaltung aus einem ersten Verstärker 14
Strommotors gemäß Fig. 1, und einem zweiten Verstärker 15 vorgesehen, die Aus-
F i g. 3 ein Blockschaltbild eines modifizierten Teils 30 gangssignale entgegengesetzter Polarität abgeben. Das
der Regelschaltung gemäß Fi g. 2, Ausgangssignal des Addierers 11 wird dem Verstärker
F i g. 4 ein Blockschaltbild eines weiteren Ausfüh- 14 und über diesen dem Verstärker 15 zur Erzeugung
rungsbeispiels der Regelschaltung, zweier Drehmoment-Fehlerspannungen entgegenge-
F i g. 5 eine schematische Darstellung einer der Re- setzter Polarität zugeführt Die Drehmoment-Fehlergelschaltung
gemäß Fig.4 zugeordneten Anordnung 35 spannungen werden Stromeingängen 16 und 17 des
von Magnetwiderstandseiementen (Feldplatien) in be- siromschaiienden Hall-Generators HtO zugeführt Ein
zug zu Hall-Generatoren, Spannungsausgang 18 des Hall-Generators H10 ist mit
F i g. 6 eine schematische Darstellung eines kollektor- einem Eingang eines Verstärkers 19 und über diesen mit
losen Gleichstrommotors mit Detektorspulen anstelle einem Verstärker 20 verbunden, die zusammen ebender
Hall-Generatoren gemäß F ig. 1, 40 falls eine symmetrisch eisenlose Verstärkerschaltung
F i g. 7 ein Blockschaltbild eines dem Gleichstrommo- bilden. Auf diese Weise erzeugen die Verstärker 19 und
tor gemäß F i g. 6 zugeordneten Ausführungsbeispiels 20 Spannungen entgegengesetzter Polarität deren Beder
Regelschaltung und trag der magnetischen Feldstärke am On der Anker-
Fig.8 ein Blockschaltbild eines zur Einregelung der wicklungen LIl und L12 sowie der vom Addierer 11
Drehzahl des Gleichstrommotors auf einen konstanten 45 abgegebenen Drehmoment-Fehlerspannung proportio-Wert
zweckmäßigen AusfUhrungsbeispiels der Regel- nalsind.
schaltung. Zwischen die Ausgänge der Verstärker 19 und 20 ist
schaltung. Zwischen die Ausgänge der Verstärker 19 und 20 ist
In Fig. 1 bezeichnet die Bezugszahl 1 einen Rotor eine die Ankerwicklungen LIl und L12 sowie einen
eines kollektorlosen Zweiphasen-Gleichstrommotors M zur Stromermittlung dienenden Widerstand 21 umfasin
auseinandergezogener Darstellung, an dessen Außen- 50 sende Reihenschaltung geschaltet Die am Widerstand
seite eine Vielzahl von alternierenden Magnetpolen N 21 abfallende und somit den durch die Ankerwicklungen
und S angeordnet ist, wobei der Winkelabstand zwi- LIl und L12 fließenden Strom angebende Spannung
sehen benachbarten Polstücken einem elektrischen -y'ml Siromeingängen 22 und 23 des Hall-Generators
Winkel von 180° entspricht Ein Stator 2 weist ein erstes HH zugeführt Die an einem Spannungsausgang 24 des
Wicklungspaar mit Ankerwicklungen LIl und L12 so- 55 Hall-Generators /ill abgegebene Spannung ist somit
wie ein zweites Wicklungspaar mit Ankerwicklungen dem Produkt der magnetischen Feldstärke B am Ort der
L21 und L22 auf. Die Ankerwicklungen eines jeden Ankerwicklungen LIl und L12 mit dem durch diese
Wicklungspaares sind mit den Ankerwicklungen des je- Ankerwicklungen fließenden Ankerstrom / proportioweils
anderen Wicklungspaares verschachtelt und in ei- nal. Die multiplizierten Größen B und / werden einem
nem elektrischen Winkelabstand von 540° angeordnet, eo Eingang des Addierers 13 zugeführt, dem außerdem
so daß jede Ankerwicklung mit einem Magnetfeld ent- weitere multiplizierte Größen B' und /' zugeführt wergegengesetzter
Polarität in bezug auf die jeweils andere den, die mittels einer ähnlichen Schaltungsanordnung
Ankerwicklung des gleichen Wicklungspaares gekop- für die Hall-Generatoren //20 und //21 erhalten werpelt,
jedoch von den benachbarten Ankerwicklungen den. Diese Schalteranordnung umfaßt Bauelemente,
des anderen Wicklungspaares in einem elektrischen 65 die mit gestrichenen Bezugszahlen entsprechend den
Winkelabstand von 270° angeordnet ist. Zur selektiven Bauelementen der für die Hallgeneratoren H10 und
Beaufschlagung der Ankerwicklungen des ersten und //11 vorgesehenen Schaltungsanordnung bezeichnet
des zweiten Wicklungspaares mit Strömen sind zwei sind. Der stromschaltende Hall-Generator //20 weist
somit Stromeingänge 16' und 17' auf, die mit den Ausgängen von Verstärkern 14' und 15' verbunden sind,
welche wiederum eingangsseitig mit dem Ausgang des Addierers U gekoppelt sind. Die an einem Spannungsausgang 18' abgegebene Spannung ist der Feldstärke
am Ort der Ankerwicklungen L 21 und L 22 sowie der vom Addierer U abgegebenen Drehmoment-Fehlerspannung proportional. Die Ankerwicklungen L 21 und
L 22 sind mit einem zur Stromerfassung dienenden Widerstand 21' in Reihe zwischen die Ausgänge von Verstärkern 19' und 20' geschaltet, die wiederum mit dem
Spannungsausgang 18' des Hall-Generators //20 gekoppelt sind
Der Hall-Generator //21 ist mit seinen Stromeingängen 22' und 23' dem Widerstand 2V parallel geschaltet
und erzeugt eine Ausgangsspannung, die dem Produkt der magnetischen Feldstärke B' am Ort der Ankerwicklungen L 2i und L 22 mit dem durch diese Ankerwicklungen fließenden Ankerstrom /'proportional ist
Die multiplizierten Größen B ■ I und B' · V werden
von dem Addierer 13 addiert und dem negativen Eingang des Addierers 11 zugeführt Auf diese Weise werden die Ankerwicklungen des ersten und zweiten Wicklungspaares beide von Strömen erregt, die der kompensierten Drehmoment-Regelspannung proportional sind,
so daß die Übertragungsfunktion des kollektorlosen Gleichstrommotors M zwischen seinem Eingang und
seinem Ausgang linear gehalten wird.
Die Regelschaltung 10 kann im einzelnen modifiziert werden. So können z. B. die symmetrischen Verstärker
alternativ durch Inverter-Operationsverstärker mit dem Verstärkungsfaktor 1 ersetzt werden. Darüber hinaus
können die Spannungsausgänge der jeweiligen Hall-Generatoren jeweils mit dem positiven und dem negativen Eingang eines Differenzverstärkers 30 in der in
F i g. 3 veranschaulichten Weise verbunden werden- Die
Verwendung der Differenzverstärker 30 für die Hall-Generatoren //10, //20, //11 und //21 ist aufgrund
ihrer Störunterdrückungswirkung besonders zweckmäßig.
In F i g. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Regelschaltung veranschaulicht, bei dem Magnet-Widerstandselemente (Feldplatten) MR 1 und MR 2 anstelle
der zur Drehmomentermittlung verwendeten Hall-Generatoren //11 und //21 des vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiels Verwendung finden. Der Hall-Generator H10 ist über einen Widerstand 33 mit einem
Stromeingang 31 an eine Spannungsquelle Vcc angeschlossen, während ein weiterer Stromeingang 32 über
einen Widerstand 34 an Masse liegt In ähnlicher Weise ist der Hall-Generator //20 über einen Widerstand 37
mit einem Stromeingang 35 an die Spannungsquelle Vcc angeschlossen, während ein weiterer Stromeingang 36
über einen Widerstand 38 an Masse liegt Die am Eingang 12 anstehende Drehmoment-Regelspannung wird
der Basis eines Transistors 40 zugeführt, dessen Kollektor-Emitter-Strecke in Reihenschaltung mit Widerständen 41, 42 und 43 zwischen der Spannungsquelie Vcc
und Masse liegt Der Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 41 und dem Kollektor des Transistors 40 ist
mit der Basis eines Transistors 44 verbunden, dessen
Emitter über einen Widerstand 45 mit der Spannungsquelle Vcc und dessen Kollektor mit den Emittern von
PNP-Transistoren 46,47,48 und 49 verbunden sind Die
Basen der Transistoren 46 und 47 sind mit Spannungsausgängen 50 und 51 des Hall-Generators H10 verbunden. In ähnlicher Weise sind die Basen der Transistoren
48 und 49 mit den Spannungsausgängen 52 und 53 des
Hall-Generators //20 verbunden. Die PNP-Transistoren 46,47,48 und 49 sind über ihre Kollektoren mit der
jeweiligen Basis eines N PN-Leistungstransistors 56,57,
58 bzw. 59 verbunden. Die Ankerwicklungen L i 1 und L 12 sind zwischen die Spannungsquelle Vcc und die
Kollektoren der Leistungstransistoren 56 und 57 geschaltet, die wiederum über ihre Emitter gemeinsam mit
einem Knotenpunkt 54 verbunden sind. In ähnlicher Weise sind die Ankerwicklungen L 21 und L 22 zwisehen die Spannungsquelie Vcc und die Kollektoren der
Leistungstransistoren 58 und 59 geschaltet, die wiederum über ihre Emitter gemeinsam mit einem Knotenpunkt 55 verbunden sind.
Die Magnet-Widerstandselemente (Feldplatten)
is MR1 und MR 2 sind jeweils in eine Widerstandsbrükkenschaltung 61 bzw. 62 geschaltet, die jeweils mit dem
Knotenpunkt 54 bzw. 55 verbunden sind. Die Widersiandshrückcnschsltur.g Si wird von in Reihe zwischen
den Knotenpunkt 54 und Masse geschalteten Wider
ständen 63 und 64 sowie einem mit dem Magnet-Wider
standselement MR1 in Reihe zwischen den Knotenpunkt 54 und Masse geschalteten Widerstand 65 gebildet, wobei der Verbindungspunkt zwischen den Widerständen 63 und 64 mit dem negativen und der Verbin-
dungspunkt zwischen dem Magnet-Widerstandselement MR1 und dem Widerstand 65 mit dem positiven
Eingar % eines Addierers 66 verbunden sind. In ähnlicher Weise wird die Widerstandsbrückenschaltung 62 von in
Reihe zwischen den Knotenpunkt 55 und Masse ge
schalteten Widerständen 67 und 68 sowie einem in Rei
he mit dem Magnet-Widerstasdselement MR2 zwischen den Knotenpunkt 55 und Masse geschalteten Widerstand 69 gebildet, wobei der Verbindungspunkt zwischen den Widerständen 67 und 68 mit dem negativen
und der Verbindungspunkt zwischen dem Magnet-Widerstandselement MR 2 und dem Widerstand 69 mit
dem positiven Eingang eines Addierers 70 verbunden sind Diese Brückenschaltungsanordnung weist insbesondere den Vorteil auf, daß temperaturabhängige Wi-
derstandsänderungen automatisch vom jeweiligen Addierer kompensiert werden. Die Ausgangssignale der
Addierer 66 und 70 werden von einem Addierer 71 aufaddiert, dessen Ausgang über eine Rückkopplungsleitung 72 mit dem Verbindungspunkt der Widerstände 42
und 43 gekoppelt ist
Im Betrieb wird der Kollektorstrom des Transistors 40 und damit das Basispotential des Transistors 44 in
Abhängigkeit von der seiner Basis zugeführten Drehmoment-Regelspannung und darüber hinaus in Abhän-
gigkeit von dem am Verbindungspunkt der Wide .'Stände
42 und 43 anliegenden Potential geregelt Dieses Potential wirkt der Drehmoment-Regeleingangsspannung
entgegen, so daß der Transistor 40 in der gleichen Weise wie der Addierer 11 des vorstehend beschriebenen Aus
führungsbeispiels wirkt
Den Hall-Generatoren //10 und H 20 wird jeweils
ein konstanter Gleichstrom zur Erzeugung einer konstanten Spannung in Abhängigkeit vom Vorbeilaufen
des Rotors 1 zugeführt, wobei diese Spannung den Ba
sen der Transistoren 46 bis 49 zugeführt wird die wie
derum mit einem über den Kollektor des Transistors 44 gemeinsam zugeführten Drehmoment-Fehlerstrom gespeist werden. Bei Anstehen einer Hall-Spannung an
jedem Hall-Generator ändern sich somit die Basispo
tentiale der Leistungstransistoren 56, 57, 58 und 59 in
Abhängigkeit von der Drehmoment-Fehlerspannung
am Kollektor des Transistors 40. Da der Widerstandswert der Magnet-Widerstandselemente als Funktion
7
der Feldstärke variabel ist und die Ankerströme über Ausgangssignal das Addierers 92 wird sodann dem Eindie
Magnet-Widerstandselemente MR 1 und MR2 ab- gang 13 der Motor-Regelschaltung 10 zugeführt. Aiffließen,
ändert sich das Ausgangssignal der Addierer 66 grund der linearen Übertragungsfunktion der Regel-
und 70 jeweils als Funktion des Produktes der Anker- schaltung 10 wird die Motordrehzahl ohne Drehmoströme
und der Feldstärken. Das aufsummierte Aus- 5 mentschwankungen konstant gehalten.
gangssignal des Addierers 71 gibt daher den Drehmo- Der vorstehend beschriebene kollektorlose deich-
me-tbetrag an, um den das Drehmoment-Steuerein- strommotor, dessen Rotor 1 eine Reihe von alternierengangisignal
am Eingang 12 kompensiert wird. den Magnetfeldern erzeugt und dessen Stator 2 eine
In Fig. δ ist ein drittes Ausführungsbeispiel veran- Vielzahl von Ankerwicklungen LIl, L 12, L21, L22
schaulicht, das sich von dem Ausführunffbeispiel gemäß 10 umfaßt, weist somit zumindest zwei, in bezug auf den
den F i g. 1 und 2 dahingehend unterscheidet, daß die zur Rotor 1 stationär angebrachte Hall-Generatoren H10,
Drehmomentermittlung vorgesehenen Hall-Generato- //20 auf, die die jeweilige Winkelstellung des Rotors
ren WIl und //21 durch auf dem gleichen Statorkern zur Erzeugung eines Schaltsignals ermitteln. In Abhänwie
die Ankerwicklungen LIl und L 21 angebrachte gigkeit von diesem Schaltsignal wird den Ankerwicklun-Detektorwicklungen
LD1 und LD 2 ersetzt sind. 15 gen aufeinanderfolgend ein Eingangsdrehmoment-
Ein Ausführungsbeispiel der Regelschaltung 10 für Steuersignal zugeführt, um den Rotor in Drehung zu
den kollektorlosen Gleichstrommotor gemäß F i g. 6 ist versetzen. Die Feldstärke des mit den Ankerwicklungen
in Fig. 7 dargestellt und ähnelt weitgehend der Regel- gekoppelten Magnetfeldes und die in den Ankerwickschaltung
gemäß F i g. 2. In F i g. 7 bezeichnen gleiche lungen erzeugte Stromstärke werden zur Erzeugung ei-Bezugszahlen
entsprechende Bauelemente des Ausfüh- 20 nes drehmomentrepräsentativen Signals ermittelt und
rungsbeispiels gemäß F i g. 2. Die Detektorwicklung multipliziert, das dann von dem Eingangsdrehmoment-LD1
ist mit einer Multiplizierschaltung 80 verbunden, Steuersignal vor dessen Zuführung zu den Ankerwickdie
dem zur Stromermittlung dienenden Widerstand 21 lungen subtrahiert wird.
parallel geschaltet ist In ähnlicher Weise ist die Detek-
torwickiung LD 2 mit einer Multiplizierschaltung 81 25 Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
verbunden, die einem zur Stromermittlung dienenden
Widerstand 21' parallel geschaltet ist. Die Ausgangssignale
der Multiplizierer 80 und 81 stellen jeweils das Produkt des Ankerstroms mit der Feldstärke dar.
\ufgrund der Tatsache, daO sich die in jeder Detektorwickiung
erzeugte Spannung außer in Abhängigkeit von der magnetischen Feldstärke auch als Funktion der
Drehzahl des Rotors 1 ändert, müssen derartige Drehzahlanteile im Ausgangssignal des Addierers 13 unterdrückt
werden. Zu diesem Zweck ist der Ausgang des Addierers 13 mit einem Multiplizierer 82 verbunden,
dem ein weiteres Eingangssignal von einer einen mit der Welle des Rotors 1 gekoppelten Generator 83 und eine
Abtast/Speicherschaltung 84 aufweisenden Schaltungsanordnung zugeführt wird. Der Generator 83 weist einen
üblichen Aufbau dahingehend auf, daß eine als Funktion der Rotordrehzahl veränderliche Anzahl von
Impulsen konstanter Dauer erzeugt wird Die Abtast/ Speicherschaltung 84 dient zur Integration der Impulssignale,
d. h. zur Bildung eines Spannungssignals. Da die Pausendauer zwischen diesen Impulsen konstanter Impulsdauer
der Rotordrehzahl umgekehrt proportional ist stellt die von der Abtast/Speicherschaltung abgegebene
Spannung den Kehrwert der Rotordrehzahl dar. Der Multiplizierer 82 multipliziert das Ausgangssignal
des Addierers 13 mit dem Kehrwert zur Unterdrückung bzw. Kompensation des DrehzahJfaktors, so daß dem
negativen Eingang des Addierers 11 eine das Drehmoment angebende Spannung zugeführt wird
Die lineare übertragungsfunktion der vorstehend beschriebenen Motordrehmomentregelung kann zweckmäßig
zur Einregelung der Motordrehzahl auf einen konstanten Wert ausgenutzt werden. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Drehzahl-Konstanzregelung ist in
F i g. 8 dargestellt Hierbei ist die Rotorwelle des Motors zur Erzeugung einer Impulsfolge drehzahlabhängiger
Impulse von konstanter Dauer mit einem Generator 90 gekoppelt Eine Abtast/Speicherschaltung 91 setzt
die Impulse in ein drehzahlbezogenes Spannungssignal um, das dem negativen Eingang eines Addierers 92 als
Gegenkopplungssignal zugeführt wird Dem positiven Eingang des Addierers 92 wird über einen Eingangsanschluß
93 ein Drehzahl-Steuersignal zugeführt Das
Claims (5)
1. Geregelter kollektorloser Gleichstrommotor mit einem Magnetfelder unterschiedlicher Polarität
erzeugenden Rotor, einem Stator mit mehreren Ankerwicklungen, einer stationär angebrachten Detektoreinrichtung
zum Ermitteln der magnetischen Feldstärke und zum Schalten der Ströme, die vorgegebene
Lagen des Rotors in bezug auf den Stator zur Erzeugung eines Schaltsignals feststellt, und einer
Stromgeneratoreinrichtung, die die Ankerwicklungen zur Erzeugung eines Ankerstroms in Abhängigkeit
von dem Schaltsignal aufeinanderfolgend mit einem Eingangssignal speist, wobei das Eingangssignal
von einer Substrahierschaltung gebildet wird, der ein Sollwert und ein vom Ankerstrom abhängiger
Istwert zugeführt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwei Ankerwicklungen (LW, LYL, L 21, L 22) jr.it jeweils einein Drehmomentsensor
(HU, H2i; MR 1, MR2; LDi, LDl) verbunden sind, daß der jeweilige Drehmomentsensor
im wesentlichen ein Feld des dieses erregenden Ankerstromes erfaßt und jeweils aus Feld und Ankerstrom
durch Multiplikation ein Ausgangssignal bildet, daß die Ausgangssignale fiber eine Summierstelle
(13) zur Bildung des Istwertes zusammengefaßt sind, und daß als Sollwert der Subtrahierschaltung
(1) ein Drehmoment-Sollwert zugeführt ist.
2. Gereg<''ter kollektorloser Gleichstrommotor
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehmomentsensor einen Wallgenerator (HiI;
//21) und einen Stromdetektor (21; 21') aufweist, wobei der Stromdetektor zur Ei mittlung der Stromstärke
in den zusammengesehalteten Ankerwicklungen
(L 11, L 12; L 21, L 22) vorgesehen ist
3. Geregelter kollektorloser Gleichstrommotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehmomentsensor ein Magnet-Widerstandselement (MRi; MR 2) aufweist, das mit den jeweils
zwei Ankerwicklungen in Reihe geschaltet ist.
4. Geregelter kollektorloser Gleichstrommotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehmomentsensor eine Brückenschaltung (61; 62) umfaßt, die jeweils eine erste Schaltungsanordnung
mit einer Reihenschaltung eines ersten und eines zweiten Widerstands (63, 64; 67, 68), eine zweite
Schaltungsanordnung mit einer Reihenschaltung des jeweiligen Magnet-Widerstandselements (MRi;
MR 2) mit einem dritten Widerstand (65; 69) und eine Einrichtung (66, 70) zur Subtraktion einer am
Verbindungspunkt zwischen dem ersten und dem zweiten Widerstand anstehenden Spannung von einer
am Verbindungspunkt zwischen dem jeweiligen ivlagnet-Widerstandselement und dem dritten Widerstand
anstehenden Spannung zur Erzeugung des Ausgangssignals aufweist, und daß die erste und die
zweite Schaltungsanordnung einer jeden Brückenschaltung (61; 62) mit einem mit einer jeweiligen
Ankerwicklung verbundenen Schaltungsknotenpunkt gekoppelt ist
5. Geregelter kollektorloser Gleichstrommotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehmomentsensor eine Magnetfeldmeßspule (LD 1; LD 2), einen Stromdetektor (21; 21'), wobei
der Stromdetektor zur Ermittlung der Stromstärke in den zusammengeschalteten Ankerwicklungen
(LU, L 12; L 21, L 22) vorgesehen ist, und eine Multiplizierschaltung
(80; 81) zur Multiplikation des von dem Stromdetektor (21,21') ermittelten Stromwertes
mit der in der jeweiligen Magnetfeldmeßspule erzeugten Spannung aufweist
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