DE32136C - Regulator für elektrische Glühlichtbeleuchtung, vornehmlich für Bühnenzwecke - Google Patents

Regulator für elektrische Glühlichtbeleuchtung, vornehmlich für Bühnenzwecke

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DE32136C
DE32136C DE188432136D DE32136DA DE32136C DE 32136 C DE32136 C DE 32136C DE 188432136 D DE188432136 D DE 188432136D DE 32136D A DE32136D A DE 32136DA DE 32136 C DE32136 C DE 32136C
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light intensity
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DE188432136D
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English (en)
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H. BAHR in Dresden, Marienstrafse 11
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Description

KAISERLICHES äS
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom il. December 1884 ab.
Der Zweck dieses Regulators ist ein doppelter, und zwar:
1. sollen mittelst desselben eine oder mehrere Gruppen von Glühlichtlämpchen in ganz allmäligem Uebergang ganz oder theilweise verdunkelt werden können;
2. soll die gesammte elektrische Beleuchtung einer Abtheilung, z. B. der Bühne beim Theater, plötzlich verdunkelt werden können, ohne die Beleuchtung anderer Abtheilungen nachtheilig zu beeinflussen.
Die Beschaffenheit des Regulators ist folgende: ,
Der einer Abtheilung von Beleuchtungsgruppen, z. B. beim Theater der der Rampen und Coulissen angehörende Leitungsstrang A, Fig. 6,'theilt sich bei seinem Eintritt in den den Apparat umschliefsenden Kasten α in die beiden Stränge B und C, von denen ersterer direct nach den Widerstandsleitungen D führt. Der Strang C leitet den Strom nach den Führungsschienen b, von welchen aus er in die Schieber c und weiter in die Leitstangen d übergeht. . , :
Die bogenförmigen Enden je eines Leitstangenpaares d berühren je eine Widerstandsleitung D.
Diese Widerstandsleitungen D sind in eigenthümlicher Weise hergestellt. Der Leitungsdraht ist in einer grofsen Anzahl Schraubengiinge um einen Serpentinsteincylinder e, Fig. 3 und 5, gelegt, dessen beide Enden von einer ■Metallkapsel / bezw. g umfafst werden, in welchen der Leitungsdraht endigt. Die An- ^vendung eines Serpentinsteincylinders e hat den besonderen Zweck, zur Aufnahme der Jn der Widerstandsleitung sich entwickelnden Wärme zu dienen. An die Endkapsel g schliefst die Zweigleitung E für eine Beleuchtungsgruppe an.
Der Anzahl der einer zeitweiligen Veränderung ihres Lichteffects unterliegenden Beleuchtungsgruppen mufs natürlich auch die Anzahl der Widerstandsleitungen D sammt den zugehörigen Leitstangen d mit Schiebern c und Schienen b entsprechen, Fig. 3, 4 und 5. Der in der Zeichnung dargestellte Regulator hat vier Widerstandsleitungen D und ist demnach zur Regulirung von vier Beleuchtungsgruppen, d. h. von vier Gruppen Glühlichtlämpchen, die je an einer Zweigleitung vereinigt sind, bestimmt.
Die Schieber c mit den Leitstangen d sind in der Längenrichtung durch die mit sehr ■ steilem Schraubengewinde versehenen Spindeln h beweglich, auf welchen die Schieber c als Muttertheile sitzen. Die zu dieser Bewegung erforderliche Drehung der Spindeln h erhalten dieselben durch konische Raderpaare i von der Welle k aus, welche mittelst der konischen Räder /von der auf der Welle m sitzenden Kurbel n, Fig. 1 und 2, umgetrieben wird.
Damit je nach Erfprdernifs nur eine oder mehrere Spindeln h gedreht werden können, ist jedes der auf der Welle k sitzenden Antriebsräder mittelst eines Hebels 0 verschiebbar, so dafs es ein- oder ausgerückt werden kann.
Bei entsprechender Umdrehung der 'Spindeln h werden die Schieber C mit ihren Leitstangen rf entweder vor,- oder zurückbewegt und demgemafs die auf den Widerstandsleitungen

Claims (2)

aufliegenden Enden der Leitstangen d der einen oder anderen der beiden Kapseln / und g genähert. Je naher die Leitstangenenden an g stehen, um so weniger ist Widerstandsleitung eingeschaltet und um so weniger ist die Leuchtkraft der betreffenden Beleuchtungsgruppe abgeschwächt oder verdunkelt. Bei entgegengesetzter Bewegung tritt umgekehrt gröfsere Abschwächung des Lichtes, also Verdunkelung ein. Da die Leitstangenenden allma'üg von Gang zu Gang der Widerstandsleitung vor- oder zurückgehen, so mufs auch die Veränderung der Lichtstärke ganz allmälig übergehend eintreten. Diesen allmäligen Uebergang zu erreichen, ist aber der Zweck der beschriebenen Einrichtung des Regulators. Wieviel Widerstandsleitung eingeschaltet ist, wird durch Zeiger, die mittelst eines Räderwerkes von den Spindeln h aus bewegt werden, auf einer an der Stirnseite des Kastens α sitzenden Scala angezeigt. In der Zeichnung ist die Stellung der vier Leitschienenpaare so dargestellt, dafs die oberen auf der Kapsel g aufliegen, demnach gar keine Widerstandsleitung eingeschaltet ist und die zugehörige Beleuchtungsgruppe ihr volles Licht giebt. Das nächste Leitschienenpaar steht um ein Viertel der Länge der Widerstandsleitung von g ab, hat also ein Viertel Verdunkelung, das nächste Schienenpaar drei Viertel und das letzte volle Verdunkelung der zugehörigen Beleuchtungsgruppe bewirkt. Sollen alle mit dem Regulator in Verbindung stehenden Beleuchtungsgruppen gleichzeitig und plötzlich verdunkelt werden, so läfst sich dies durch entsprechende Zurückbewegung der Leitschienen d nur dann erreichen, wenn dieselben alle den gleichen Stand hatten, bei verschiedenem Stande aber würde die Verdunkelung weder gleichzeitig noch plötzlich zu bewirken sein. Anderseitig aber läfst sich diese gleichzeitige und plötzliche Verdunkelung auch nicht durch Unterbrechung des durch den Strang C gehenden Stromes erzielen, weil dadurch ein bedeutendes Steigern der Lichtstärke derjenigen Beleuchtungsgruppen hervorgerufen werden würde, die vom Regulator unabhängig sind, aber vom gleichen Motor gespeist werden und einer Veränderung der Lichtstärke nicht unterliegen sollen. , ■ Eine gleichzeitige und plötzliche Verdunkelung aller vom Regulator abhängigen Beleuchtungsgruppen, unbeschadet des jeweiligen Standes der Leitschienen d und ohne Beeinflussung der Lichtstärke anderer Beleuchtungsgruppen bewirken zu können, ist der Zweck des Stranges B. Durch Oeffnen der im Strang C liegenden Schaltung ρ wird in diesem Strange der Strom unterbrochen und nimmt daher seinen Weg durch den Strang B, von welchem er nach den Kapseln / der Widerstandsleitungen D ge-. leitet wird. Auf seinem weiteren Wege mufs nun der Strom die volle Länge aller vorhandenen Widerstandsleitungen D passiren und erfährt dabei die für eine volle Verdunkelung der bezüglichen Beleuchtungsgruppen erforderliche Abschwächung. Pate ν τ-Ansprüche:
1. Die Anordnung der Widerstandsleitungen D als um den Serpentinsteincylinder gelegte Schraubengänge in Verbindung mit den
' durch Schraubenspindeln h verstellbaren Schiebern c mit den Leitstangen d zum Zwecke der Erreichung einer in allmäligem ,:':■ Uebergange eintretenden Verdunkelung jeder einzelnen Beleuchtungsgruppe oder auch mehrerer gleichzeitig.
2. In Verbindung mit der im Anspruch i. ' '. bezeichneten Einrichtung die Anordnung eines Widerstandsstranges B zum Zwecke einer plötzlich und gleichzeitig zu bewirken-. den Verdunkelung aller vom Regulator abhängigen Beleuchtungsgruppen, unbeschadet des jeweiligen Standes der Leitschienen d und der Lichtstärke der vom Regulator unabhängigen Beleuchtungsgruppen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188432136D 1884-12-11 1884-12-11 Regulator für elektrische Glühlichtbeleuchtung, vornehmlich für Bühnenzwecke Expired DE32136C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018963B (de) * 1953-11-30 1957-11-07 Siemens Ag Einrichtung mit mindestens zwei veraenderbaren elektrischen Widerstaenden

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