DE321126C - Elektrischer Rohrheizkoerper - Google Patents
Elektrischer RohrheizkoerperInfo
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Classifications
-
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- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
Landscapes
- Resistance Heating (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 22. MAI 1920
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
. KLASSE 21h GRUPPE
Emil Schüler in Basel, Schweiz.
Elektrischer Rohrheizkörper. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juni 1919 ab.
Die Haltbarkeit eines starkbelasteten elektrischen Heizkörpers hängt in allererster Linie
von der guten Abschließung der Heizdrähte oder Heizbänder von der Luft ab, da das in
S manchen Fällen bis zur Hellrotglut erhitzte Widerstandsmaterial von dem in der Luft
enthaltenen Sauerstoff zerstört wird, sofern es nicht sehr gut eingepreßt oder eingebettet
ist. Diese Bedingung muß bei allen für höhere Temperaturen berechneten elektrischen
. Heizkörpern erfüllt werden, im besonderen bei Rohrheizkörpern, welche in Behältern und
Dampfkesseln usw. Verwendung finden. Diese Rohrheizkörper, speziell in Boilern, sind in
der Regel durch das zufließende kalte Wasser sehr starken Temperaturschwankungen ausgesetzt,
so daß sich nicht alle der bis jetzt bekannten Konstruktionen von Rohrheizkörpern
für solche Einrichtungen eignen.
Bei der einen, älteren Konstruktion zum Beispiel/bei welcher die Heizdrähte mit Glasperlen
isoliert und auf ein Eisenrohr gewickelt werden, und bei der anderen, längst bekannten
Anordnung, bei der die gegenseitig durch Asbestschnur isolierten Heizdrähte auf ein
mit Glimmer isoliertes Eisenrohr gewickelt sind, müssen, um den eingangs erwähnten
Übelstand zu beseitigen, die Materialdimensionen sehr stark bemessen werden, mit andem
Worten, es findet eine Materialverschwendung statt.
Eine neuere Konstruktion, bei welcher sogenannte Plattenheizkörper (Mikanitplatten mit
Widerstandsbändern bewickelt) durch einen Hebelmechanismus gegen die Innenwandung
von Röhren gepreßt werden, beseitigt allerdings die Verschwendung von Widerstandsmaterial,
bewirkt aber nicht absolut sicher den für eine lange Lebensdauer der Heizwiderstände notwendigen Luftabschluß,
denn diese Konstruktion bedingt, daß die Innenwandung des Siederohres absolut sauber
und vor allem ganz glatt ist, ferner, daß die flachen Heizkörperplatten, um den Luftzutritt
zu verhindern, sehr stark gegen die Innenwandung des Siederohres gepreßt werden.
Diese letztere Manipulation zum Beispiel dürfte aber durch unerfahrenes Montagepersonal nicht
immer mit der nötigen Sorgfalt ausgeführt werden, so daß ein vorzeitiges Durchbrennen
des Heizwiderstandes nicht ausgeschlossen ist, um so mehr, als sich der Mechanismus bei
der Montage derart von selbst verstellen kann, daß es einer mit der Funktion desselben nicht
vertrauten Person unmöglich ist, die Heizlamellen anzupressen. Ferner sind die Heizwiderstände
dieser Konstruktion vor dem in ■ den Heizröhren evtl. sich bildenden Kondenswasser
zu wenig geschützt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein elektrischer Rohrheizkörper mit in answechselbaren
Elementen eingebetteten Heiz-
Spiralen, derart, daß letztere vollständig gegen jeden Luftzutritt abgeschlossen sind.
Diese auswechselbaren Elemente können in Zylinder oder Röhren von irgendwelchem
Metall und von beliebigem Durchmesser und beliebiger Länge oder aber in jeden röhrenförmigen
Heizraum bei Maschinen, öfen, Wärmespeicheröfen usw. eingeschoben werden.
Zwecks direkter Wärmeabgabe an die zu erhitzende Masse werden die Elemente mittels
eines Mechanismus an die Innenwände der Heizräume von z. B. rundem, drei-, vier- oder
vieleckigem Querschnitt gepreßt.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in Ausführungsbeispielen dargestellt,
und es zeigt
Fig. ι einen Rohrheizkörper mit einer Heizbatterie
von zwei Heizelementen in der Vorderansicht,
Fig. 2 denselben im Querschnitt nach I-I
der Fig. 3,
Fig. 2 a eine zweiarmige Führungsmutter zu dem Rohrheizkörper der Fig. 1 bis 3,
Fig. 3 einen Rohrheizkörper mit einer Heizbatterie von zwei Heizelementen im Längsschnitt
nach H-II der Fig. 2,
Fig. 4 ein ■ einzelnes Heizelement in der Richtung des Pfeils Z der Fig. 1 gesehen,
Fig. 5 einen Rohrheizkörper mit einer Heizbatterie von drei Heizelementen in der Vorderansicht,
Fig. 6 einen Rohrheizkörper mit vier Heizelementen in der Vorderansicht,
Fig. 6 a eine vierkantige Führungsmutter für denselben,
Fig. 7 zwei gekuppelte Heizbatterien in der Längsansicht.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, besteht ein Rohrheizkörper wenigstens aus zwei Heizelementen.
Jedes Heizelement besitzt einen zweiteiligen Mantel b und δ1, der einen Raum c
umschließt, in dem die Heizspiralen in einer isolierenden, hochfeuerfesten Masse derart eingepreßt
sind, daß sie absolut sicher vor jedem Luftzutritt abgeschlossen sind. Die beiden
Enden der Heizspiralen sind an die Anschluß-': klemmen d angeschlossen. Die Mantelteile
können aus Guß oder Blech bestehen.
Es kommen zwei Arten von Heizelementen X und Y zur Verwendung, von denen sich die
Heizelemente X von denen Y dadurch unterscheiden, daß erstere an beiden Enden mit
Lappen α versehen sind, die an den inneren ·, Mantelteilen b angegossen oder sonstwie befestigt
sind.
Fig. 2 zeigt die beiden Heizelemente im ■ Querschnitt nach I-I der Fig, 3.
Wie ersichtlich, sind an den inneren Mantelteilen 5 die Keile e (welche an dem inneren }
Mantelteil δ angegossen oder angeschweißt ! ■werden) angeordnet, die in ihrer Längsmitte '
am dünnsten, an den Enden am dicksten und mit einer Längsnut f versehen sind, wie
Fig. 2, 3 und 4 zeigen.
An jeder Stirnseite der Heizelemente ist jeweilen am inneren Mantelteil δ eine Führung g
mit Schlitz h (Fig. 1, 3 und 4) angebracht.
An den Stirnseiten einer Batterie von Heizelementen sind ferner Lager s für die Schraubenspindel
I angeordnet, welche Lager mit Armen i versehen sind, auf welchen die Heizelemente
mit ihren Führungen g beim Aus-■ einanderspreizen· gleiten. An den äußeren
Enden der Arme i sind Schrauben k angebracht, welche ein Abgleiten der Heizelemente
von den Armen i verhindern, wenn der Heizkörper sich noch nicht in dem röhrenförmigen
Heizraum befindet. Die an den Lagern s drehbare Schraubenspindel hat am vorderen
Ende die zu ihrer Betätigung notwendige abnehmbare Kurbel m. Die Schraubenspindel I
ist zur einen Hälfte links-, zur andern rechtsgängig und dient dazu, die darauf sich befindenden
eisernen Führungsmuttern η vor- oder rückwärts zu bewegen. Die Führungsmuttern
η sind mit in den Nuten f geführten '
Zungen 0 und mit auf den Keilflächen gleitenden Arbeitsflächen o1 versehen.
Vor der Einführung der Heizbatterie in den röhrenförmigen Heizraum befinden sich
die Muttern in der Mitte. Nachdem die Heizbatterie in den Heizraum eingeführt worden
ist, wird die Spindel I mittels der Kurbel m
gedreht, worauf sich die beiden Muttern η infolge des Rechts- und Linksgewindes gleich-!
mäßig nach vor- oder rückwärts bewegen.
Sobald dieselben mit ihren Arbeitsflächen o1 auf die beiden Keile e (welche von innen nach
außen dicker werden) auflaufen, werden die beiden Heizelemente X bzw. Y gleichmäßig
gegen die Heizrauminnenwände gepreßt.
Je nach dem Stromverbrauch bzw. der verlangten Heizwirkung, können auch drei, vier
oder mehrere Heizelemente zu einer Heizbatterie in einem Heizraum zusammengebaut
werden, wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, wobei Führungsmutter n, wie Fig. 5a und 6a
zeigen, zur Verwendung kommen.
Jedoch können außer dem runden Heizraum (der jeden beliebigen Durchmesser haben kann)
auch andere Formen in Betracht fallen, wie röhrenförmige Heizräume mit drei-, vier- oder
mehreckigem Querschnitt.
Es können zwei oder beliebig viele Heizbatterien, je nach der Heizrohrlänge, mechanisch
sowohl wie elektrisch gekuppelt werden, wie Fig. 7 zeigt.
Die Betätigung des Mechanismus sämtlicher
gekuppelter Heizbatterien geschieht in diesem Falle nur an der vordersten Heizbatterie, da
die Spindeln I aller Batterien durch Kupplungen p vorhanden sind und die Heizelemente
dadurch gleichzeitig und regelmäßig angedrückt werden. Elektrisch können die einzelnen
Batterien entweder parallel oder in Serie geschaltet werden. Die Stromzuführung für die gekuppelten Heizbatterien geschieht
dnrch die Messingbolzen q, welche seitlich und längs des Keils e verlaufen und durch die
Lappen α gehalten werden (Fig. 4). Diese Messingbolzen q werden zwecks elektrischer
Kupplung zweier Heizbatterien mit ösen r, wie Fig. 8 zeigt, verbunden. Es werden somit
die Heizelemente Y für ungekuppelte Batterien Verwendung finden, die Heizelemente
X dagegen für gekuppelte Batterien, bei denen für die zweite und folgenden
Batterien eine Stromzuführung erforderlich ist.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Elektrischer Rohrheizkörper, gekennzeichnet durch auswechselbare, zu Heizbatterien zusammengebaute Elemente, deren Heizspiralen in eine isolierende, hochfeuerfeste Masse luftabschließend eingebettet sind, in Verbindung mit einem mittels einer Spindel mit Links- und Rechtsgewinde zu betätigenden Mechanismus, bestehend aus zwei- oder mehrarmigen Muttern und aus mit Führungsnuten versehenen keilförmigen Spreizflächen, mittels dessen sie an die Innenwände von röhrenförmigen Räumen mit rundem oder mehreckigem Querschnitt angedrückt werden.
- 2. Heizzylinder zur Erwärmung von Wasser, gekennzeichnet durch einen in ihn einmontierten elektrischen Rohrheizkörper nach Patentanspruch 1.
- 3. Wärmespeicherofen, gekennzeichnet durch einen in eine röhrenförmig gemauerte Öffnung eingebauten elektrischen Rohrheizkörper nach Patentanspruch 1.
- 4. Raumheizungsvorrichtung, gekennzeichnet durch einen in ein Eisenrohr eingebauten elektrischen Rohrheizkörper nach Patentanspruch 1.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH321126X | 1918-07-05 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919321126D Expired DE321126C (de) | 1918-07-05 | 1919-06-14 | Elektrischer Rohrheizkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE321126C (de) |
-
1919
- 1919-06-14 DE DE1919321126D patent/DE321126C/de not_active Expired
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