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Korbflechtmaschine. Zusatz zum Patent 3=908g. Die Erfindung betrifft
eine Korbflechtniaschinenach Patent 3 i 9o89. Während nach dem Hauptpatent der zu
flechtende Korb in einem Gestell ruht, das mit einem von der arbeitsplatte getragenen
verzahnten Rahmen verbunden ist, der durch eine in den Tragarmen der Arbeitsplatte
gelagerte Schnecke bewegt wird, ist bei vorliegender Ausführung der Korb direkt
auf einem verzahnten Rahrnen gelagert. Dieser Rahmen liegt auf einer Platte, die
durch Gewindespindeln in bekannter Weise allmählich gesenkt wird. Ein an einer der
Spindeln sitzendes Zahnrad treibt ein in die Verzahnung des Rahmens greifendes Zahnrad
an, so daß gleichzeitig auch die Verschiebung des Rahmens entsprechend der fortschreitenden
Flechtung erfolgt. Ein in die Bahn des Rahmens reichender, in der Platte gelagerter
Hebel wirkt auf einen Schieber, der durch Zwischenteile die Umkupplung des Getriebes
bewirkt, durch die dem Flechtrohr statt der hin- und hergehenden Bewegung eine volle
Drehbewegung erteilt wird, um den Eckstaken vollständig zu umflechten. Die Hebelbewegung
bewirkt gleichzeitig die Freigabe eines unter Federdruck stehenden Hebels; durch
den die Vierteldrehung des Rahmens unterstützt- wird.
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In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der Neuerung
als Beispiel dargestellt.
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Fig. i ist eine Seitenansicht: Fig. 2 ist eine Draufsicht im Schnitt
A-A nach Fig.. i ; Fig. 3 ist ein Schnitt nach B-B der Fig. i, Fig. d. eine Seitenansicht;
Fig. 5 ist ein Schnitt nach C-C der Fig.3; Fig.6 ist eine Seitenansicht, teilweise
im Schnitt; Fig. 7 bis 9 zeigen verschiedene Stellungen des Rahmens.
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Auf dem Rahmen 7 ist, wie im Hauptpatent, eine einstellbare Platte
8 befestigt, auf der ein Zahnrad 128 gelagert ist, das mit dem auf der Welle i i
sitzenden Schneckenrad 12 in Eingriff steht. Auf der Platte 8 sind weiter drei Bleichgroße
Zahnräder i29, 130, 131
gelagert, die durch Zwischenräder 132, 133 in Verbindung
stehen. Zahnrad 130 ist durch ein Zwischenrad 134 finit Zahnrad 128 in Eingriff,
so daß durch Bewegung des letzteren alle drei Zahnräder gleichmäßig gedreht werden.
Die drei Zahnräder 129, 130, 131 sind durchbohrt und durch Nüt und Feder
mit Gewindespindeln 135, 136,137 verbunden. Unter den Rädern sitzen in der Platte
8 mit ,Muttergewinde versehene Teile 138, 139, 1¢o, in welchen die Gewindespindeln
135, 136, 137 geführt sind. Die oberen Enden der Spindeln sind lose in einer Platte
141 gelagert. Werden die Zahnräder 129, 130, 131 in der einen oder anderen
Richtung gedreht, so werden auf diese Weise die Spindeln 135, 136, 137 und dadurch
die Platte 141 auf- oder abbewegt.
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Die Spindel 136 trägt kurz vor ihrem
oberen Ende ein
Zahnrad 142, das durch ein "Zwischenrad 143 mit einem Zahnrad 1,14 in Eingriff steht.
Letzteres sitzt auf einer Spindel, die durch die Platte i.li reicht und oberhalb
derselben ein weiteres Zahnrad 145 trägt. Die Platte 141 ist an der dem Maschinengestell
zugekehrten Längsseite mit einem Führungsstück 146 versehen. Auf der Platte ruht
der der herzustellenden Korbform entsprechende Rahmen 47, der mit Innenverzahnung
versehen ist. Der Rahmen ist an dem Stück 146 geführt; in die Verzahnung greift
das Zahnrad 145 ein.
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Bei r48 ist in einer Nut des Führungs; Stückes 146 ein unter dem Druck
einer Feder 149 stehender Hebel 150 gelagert, der durch eine Klinke 151 in der Nut
gehalten wird.
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Neben dem Schneckenrad 'a ist auf Welle i i eine Muffe 22 gelagert,
die durch Nut und Feder mit der Welle verbunden ist, so daß sie sich mit der Welle
drehen muß aber auf ihr verschiebbar ist. An der dem Zahnrad 15 zugekehrten Seite
ist die Muffe mit einem Kronengesperre i52 versehen, das in das an dem Zahnrad 15
sitzende Gesperre 16 eingreifen kann.
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Am Rahmen 7 ist ein Doppelhebel gelagert, dessen einer gegabelter
Arm 23 an die 'Muffe 22 angreift. Auf der Muffe 22 sitzt eine Feder 153, gegen die
sich der Arm 23 legt. Der andere Arm 154 des Doppelhebels ist mit einer am
Rahmen geführten Stange 155 verbunden, deren Ende gegabelt ist.
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Auf der Platte 8 ist eine Führungsöffnung (Fig.3) vorgesehen, in die
eine geschlitzte Stange 157 eingreift. Das obere Ende dieser Stange sitzt am Ende
eines an der Unterseite der Platte 141 gelagerten Schiebers 158, dessen anderes
Ende mit dem unteren Ende eines in der Platte 141 drehbar gelagerten Doppelhebels
159 verbunden ist. Das obere Ende dieses Hebels reicht in die Bahn des Rahmens 147
und ist so angeordnet, daB der Rahmen gegen dieses stößt, wenn das Zahnrad 145 kurz
vor einer Ecke des Rahmens steht. Mit dem Schieber 158 ist durch den Zapfen i6o
ein weiterer ebenfalls unter der Platte 141 gelagerter Schieber 161 in Verbindung,
der mit dem Arm 162 eines bei 163 an der Platte 141 gelagerten Winkelhebels verbunden
ist. Der andere Hebelarm 164 greift an ein senkrecht verschiebbares Stück 165 an,
das mit der Klinke 151 unter Zwischenschaltung einer Feder 166 verbunden ist, so
daß die Klinke durch Bewegung des Stückes 165 sowohl verschoben werden, wie ohne
Bewegung dieses Stückes niedergedrückt werden kann.
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Durch eine Feder 156 wird der Doppelhebel in seiner Lage gehalten.
Das untere Ende der geschlitzten Stange 157 greift in das gegabelte Ende
der Stange r55 ein und ist mit ihr durch einen Stift 167 verbunden. Der Rahmen 147
wird durch Bügel 168 getragen, die auf einer Platte 169 sitzen. Zwecks Verringerung
der Reibung der Platte 169 auf Platte 141 sind Kugellager 170 o. dgl. vorgesehen.
Dadurch, daß die Bügel 168 nach innen gebogen sind, kann die Platte 109 gegenüber
dem Rahmen 147" kleiner gehalten werden. Dadurch ist es auch möglich, die Platte
141 schmaler und kürzer zu halten, wie dies aus Fig. 6 bis 8 ersichtlich ist. Der
Rahmen 147 kann natürlich auch direkt auf Platte 141 liegen.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Bewegung der die.
Flechtung bewirkenden Teile erfolgt gnau wie in dem Hauptpatent; nur die Bewegung
des Rahmens selbst und die Senkung des Warenstückes ist abgeändert.
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Durch die Schnecke i2 werden durch die Zwischenräder 128, r32, 133,
134 die drei Zahnräder i29, 130, rar gedreht. Durch diese Drehung werden
die mit ihnen in Verbindung stehenden Gewindespindeln 135, 136, 137 mitgenommen,
die sich durch die Führungen 138, 139, 14o allmählich niederschrauben und
so die Platte 141 entsprechend der, fortschreitenden Flechtung senken.
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Durch das auf der Spindel 136 sitzende Zahnrad 142 wird durch die
Zwischenräder 143, 144 das Zahnrad 145 gedreht, das den Rahmen 147 an der Führung
146 langschiebt. Kommt das Zahnrad in eine Ecke des Rahmens 47, so stößt das Hebelende
159 gegen den Rahmen und wird durch dessen Weiterbewegung zur Seite gedrückt (Fig.3).
Dadurch wird der an das untere Ende dieses Doppelhebels angreifende Schieber 158
seitlich nach links verschoben (Fig.3) und bewirkt dadurch auch eine Verschiebung
der Stange 157. Die Führung der Platte 8 wirkt hierbei als Drehpunkt. Das
nach unten reichende Ende schlägt nach rechts aus, zieht die Stange 155 mit, so
daß das Ende 23 des Doppelhebels entgegen dem Druck der Feder 156 bewegt wird und
die Muffe 22 mit ihrem Gesperre 152 gegen das Gesperre 16 drückt, so daß nunmehr
das Zahnrad 15 gedreht wird und die für das Umflechten des Eckstakens erforderliche
Kreisbewegung, wie im Hauptpatent beschrieben, ausgeführt werden kann. Durch die
Bewegung des Anschlages 155 ist gleichzeitig durch den Schieber 161 der Winl:elhebel162,
164 bewegt worden, wodurch die Klinke 151 abwärts gezogen wird, und den Hebel 150
freigibt. Dieser drückt durch die Wirkung der Feder 149 gegen den an der Führung
146 liegenden Rahmenteil und unterstützt so die Vierteldrehung -des Rahmens
147,
um das in der Ecke des Rahmens liegende Zahnrad 45. Bei der fortschreitenden Bewegung
des nunmehr an der Führung 146 liegenden Rahmenteiles wird der Hebel 15o zurückgedrückt,
schnappt hinter die federnde Klinke 151, die inzwischen durch die Rückkehr des Anschlages
159 in seine Ruhestellung wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgekommen war.
Durch die Feder 156 ist auch die Muffe 22 wieder zurückgedrückt worden, so daß der
Antrieb des Zahnrades 15 wieder aufgehoben ist. Mit Veränderung der Stellung der
Platte 1¢1 gegenüber der Platte 8 wird der Ausschlag des unteren Endes der Stange
157 verändert. Hierdurch wird auch die Bewegung des Doppelhebels 23, 15q. eine verschiedene.
Um diese Unterschiede auszugleichen, ist die Feder 153 in der Muffe 22 angeordnet,
dieser Ausgleich kann auch an den andern Stellen erfolgen; z. B. kann in dem Schieber
155 eine Feder angeordnet sein.