DE320246C - Gepanzerter Rumpf fuer Flugzeuge - Google Patents

Gepanzerter Rumpf fuer Flugzeuge

Info

Publication number
DE320246C
DE320246C DE1917320246D DE320246DD DE320246C DE 320246 C DE320246 C DE 320246C DE 1917320246 D DE1917320246 D DE 1917320246D DE 320246D D DE320246D D DE 320246DD DE 320246 C DE320246 C DE 320246C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuselage
armored
aircraft
walls
serving
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1917320246D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE320246C publication Critical patent/DE320246C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D7/00Arrangement of military equipment, e.g. armaments, armament accessories or military shielding, in aircraft; Adaptations of armament mountings for aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Gepanzerter Rumpf für Flugzeuge. Zur Herstellung von gepanzerten Flugzeugrümpfen pflegte man bisher das an sich bekannte Rumpfgerüst anstatt mit der üblichen leichten Bespannung mit Panzerblechen zu belegen. Diese Bauart hat zwar dein Vorteil, daß die Panzerbleche in verhältnismäßig einfacher Weise am Rumpf befestigt werden können, sie besitzt aber den Mangel, daß das ganze beträchtliche Gewicht der Panzerung für das Flugzeug nur tote Last ist, daß ferner das Rumpfgerüst entsprechend den großen daran befestigten Massen besonders ausgebildet sein muß, wodurch das Flugzeuggewicht weiterhin erhöht wird.
  • Bei einer anderen bekannten Ausführungsform gepanzerter Rümpfe wird das Panzerblech im ganzen der Rumpfform entsprechend gestaltet, so daß hier ein besonderes Innengerüst entfallen kann. Diese Bauart hat aber den Nachteil, daß die nach verschiedenen Richtungen gekrümmten Formen des die Rumpfwand bildenden.Panzerbleches sich nur durch Treiben oder Pressen herstellen lassen, claß also die Verarbeitung des Materials in weichem Zustande erfolgen muß. Die Verwendung unvergüteten Panzermaterials kann aber heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. -Elfe nachträgliche Vergütung derartig umständlich gestalteter Blechformen ist ausgeschlossen, da das Material sich bei der Erwärmung und dem darauffolgenden Abschrecken nicht frei nach allen Richtungen hin dehnen könnte, also bei der großen Härte des vergüteten Materials jedenfalls reißen müßte.
  • Gemäß der Erfindung werden die Mängel der bekannten gepanzerten Rümpfe dadurch vermieden, daß die Rttmpfform nicht aus Blechen, die nach verschiedenen Richtungen gekrümmt sind, sondern im wesentlichen aus Panzerblechen mit abwickelbarer Fläche zusammengesetzt wird, und daß die so gestalteten Panzerbleche zur Übertragung der im Rumpf auftretenden Kräfte benutzt werden. Die Herstellung des Rumpfes erfolgt in der Weise, daß die entsprechend der Abwicklungsfigur der einzelnen Flächen ausgeschnittenen Panzerbleche in die richtige Form gebc-en werden, wobei sie also unter Fortfall der schwierigen Treibarbeit nur nach einer Richtung gekrümmt zu werden brauchen, daß sie in dieser Form gehärtet und dann erst zum fertigen Rumpf zusammengesetzt und zeit ihren aneinanderstoßenden Kanten fest miteinander verbunden werden, so daß der aus diesen Platten gebildete Rumpf eine Art Vollwandträger darstellt. Das sonst übliche Rumpfgerüst scann nunmehr in Wegfall kommen. Es wird dadurch eire wesentlich-- Gewichtsersparnis erzielt, die bei den an sich schweren gepanzerten Rümpfen besonders wertvoll ist. Der neue Rumpf ist nicht nur gegen normale, sondern auch gegen außergewöhnliche Beanspruchungen, z. B'. bei harten Landungen, sehr widerstandsfähig. Er verbindet ferner guten Schutz gegen Geschoßwirkungen mit dem Vorteil verhältnismäßig einfacher und wirtschaftlicher Herstellung und guter Anspannungsfähigkeit an den Aufbau des Flugzeuges.
  • Bei Rümpfen, welche nicht nur zur Aufnahme der Personen, Motoren, Lasten, Brennstoffbehälter, Bewaffnung u. dgl. diennen, sondern auch gleichzeitig glas Verbindungsglied zwischen den Schwanzsteuern und den Haupttragflächen bilden, wird man zweckmäßig nur den in der Regel vorn liegenden, Personen, Lasten und die schützenden Gegenstände aufnehmenden Rumpfteil als Panzer ausbilden, während der rückwärtige Rumpfteil ungepanzert bleiben kann. In solchen Fällen genügt es, den vorderen; die zu schützenden Personen und Gegenstände aufnehmenden Rumpfteil als einen aus Panzerblechen hergestellten Vollwandträger auszubilden, während der rückwärtige Teil in üblicher leichter Bauweise, beispielsweise als mit Stoff überzogener Gerüstträger oder als dünnwandiger, beispielsweise aus Holzfournier gebildeter Hohlträger, ausgeführt sein kann.
  • Der Fortfall des Innengerüstes im gepanzerten Teil des Rumpfes bietet den weiteren Vorteil der Raumersparnis; die äußeren Rumpfabmessungen können bei gleich großen verfügbaren Innenräumen entsprechend kleiner gehalten werden, woraus sich eine weitere Gewichtsersparnis ergibt.
  • Besonders einfach gestaltet sich. bei dem neuen Rumpf der Einbau des Motors. Zu diesem Zweck werden in den Panzerrumpf mehrere Querwände eingebaut, welche das Motorgewicht und den Propellerschub unmittelbar nach den Rumpfwänden weiterleiten.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen gepanzerten Rumpf im Schaubild, Fig. 2 in Seitenansicht, Fig. 3 in der Draufsicht, Fig. q im Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 2.
  • Fig. 5 zeigt ein Flugzeug mit teilweise gepanzertem Rumpf in Seitenansicht.
  • 'Wie Fig. i zeigt, besteht der oben offene Rumpf aus den beiden Seitenwänden r, 2, der mittleren Bodenplatte 3, den schräggestellten Bodenplatten q. und 5, der Stirnwand 6 und der Rückwand 7. Zur Verringerung des Luftwiderstandes verjüngt sich der Rumpf stetig nach der vorderen Stirnwand 6 hin. Die Platten i his 5 übertragen alle in der Längsrichtung des Rumpfes auftretenden Kräfte, insbesondere auch die aus dein Eigengewicht und dem Gewicht der im Rumpf untergebrachten Gegenstände und Personen herrührendexi Biegungskräfte, ferner die Kräfte, welche in den an den Rumpf angeschlossenen Konstruktionsteilen des Flugzeuges. auftreten.
  • Zur Aufnahme des -Motors dienen Querwände 7, 8, -welche unmittelbar an die Längswände i bis 5. angeschlossen sind und so Motorgewicht und' Propellerschub auf diese übertragen. Diese Tragwände 7, 8 dienen gleichzeitig der Ouerversteifung des Rumpfes gegen seitliche. und Torsionskräfte. Zum gleichen Zweck können nach Bedarf noch weitere Wände vorgesehen sein, z. B. die Wand 9, die außerdem die Instrumententafel tragen kann.
  • Nach den Fig. 2 und 3 ist der in Fig. i dargestellte Rumpf noch dahin ergänzt, daß die Panzerung den Motor völlig umschließt. Um hierbei den Motor bequem zugänglich zu machen, ist dieser zusätzliche Panzerteil 12 so ausgebildet, daß er nach beiden Seiten nach Art einer in den Angeln ii schwingenden Tür aufgeklappt werden kann.
  • Fig. q. zeigt den Panzerrumpf in Verbiü Jung mit den Tragflügeln 2o und 21 eines Doppeldeckers. Der Anschluß der Tragflügelstreben 22, 23 an den Rumpf erfolgt dabei zweckmäßig dort, wo zwei Rumpflängsbleche mit ihren Kanten zusammenstoßen, da diese Kanten .naturgemäß die größte Steifigkeit besitzen.
  • Bei dem in Fig. 5 dargestellten. Flugzeug ist der Vorderteil 3o des Rumpfes in der vorstehend beschriebenen Weise als Panzerrumpf ausgeführt. Der rückwärtige Teil 31, der nur als Träger der Schwanzsteuer 32, 33 und des Sporns 34 dient, ist in üblicher Weise als Gitterrumpf, über welchen dann zweckmäßig noch eine Stoffbespannung gezogen wird, ausgebildet.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRüGIaE: i. Gepanzerter Rumpf für Flugzeuge, dadurch gekennzeichnet. daß die Rumpfform sich im wesentlichen aus Panzerblechtafeln mit abwickelbarer Fläche zusammensetzt, die die im Rumpf auftretenden und in Richtung der Rumpfwände verlaufenden Kräfte übertragen, so daß ein besonderes, diesem Zwecke dienendes Gerüst innerhalb der Panzerung entfällt.
  2. 2. Gepanzerter Rumpf für Flugzeuge nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Aufnahme der zu schützenden Personen und Gegenstände dienende vordere Panzerrumpfteil allein als Vollwandträger ohne Innengerüst ausgebildet ist, während der nur zur Verbindung des Schwanzsteuers mit den Haupttragflächen dienende hintere Rumpfteil in einer der üblichen leichten Bauweisen hergestellt ist.
  3. 3. Gepanzerter Rumpf für Flugzeuge nach .Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Panzerrumpf als Träger für den Motor mehrere Querwände eingebaut sind, welche Motorgewicht und Propellerschub unmittelbar nach den Rumpfwänden übertragen. BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICRSDRUCYERRt.
DE1917320246D 1917-12-25 1917-12-25 Gepanzerter Rumpf fuer Flugzeuge Expired DE320246C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE320246T 1917-12-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE320246C true DE320246C (de) 1920-04-13

Family

ID=6153960

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1917320246D Expired DE320246C (de) 1917-12-25 1917-12-25 Gepanzerter Rumpf fuer Flugzeuge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE320246C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1930316A1 (de) Hubschrauberblatt mit inhomogenem tragendem Holm
EP3050795B1 (de) Hubschrauberkabine
DE320246C (de) Gepanzerter Rumpf fuer Flugzeuge
DE2639982C2 (de) Seeflugzeug mit einem bootsartigen Rumpf
DE1059770B (de) Verfahren zur Fertigung von Flugzeugtragflaechen und -leitwerksflaechen
DE69833086T2 (de) Schwenkbarer Zugverbindungsanordnung und Verriegelungseinrichtung
DE3148141A1 (de) "leichtflugzeug"
DE414514C (de) Flugzeug
DE753317C (de) Zwei- oder mehrachsiger untergestellfreier Kesselwagen
DE650340C (de) Faltboot
DE573092C (de) Rennruderboot mit sperrholzartigen Wandungen
DE4210546C2 (de) Bootskörper
DE19840711A1 (de) Flugzeug mit zwei Antrieben
DE535240C (de) Hohlkoerper fuer Luftfahrzeuge
CH664333A5 (en) Window for helicopter - has extended shape to give pilot view directly under aircraft
DE878155C (de) Flugzeug mit einem kontinuierlich quer zum Flugzeug sich ausdehnenden Fluegel
DE4303619C2 (de) In ein Land- oder Luftfahrzeug verwandelbares Fahrzeug
DE678900C (de) Triebwerkaufhaengung im Tragfluegel eines Flugzeuges
DE742134C (de) Tragender Wagenkasten, insbesondere fuer Omnibusse
DE659324C (de) Bauart fuer leichte Bootskoerper, insbesondere Schnellboote
DE348323C (de) Flugzeugrumpf mit durchgehenden Laengsholmen
DE541347C (de) Verfahren zum Erhoehen der Seitenstabilitaet von Flugbooten auf dem Wasser
DE882645C (de) Flugzeugrumpf
DE685480C (de) Flugzeug mit einem oder mehreren Motoren
DE1140484B (de) Schiffsruder mit zueinander versetzten oberen und unteren Ruderhaelften