DE319862C - Verfahren zur Herstellung von Glashahngehaeusen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glashahngehaeusen

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DE319862C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/20Uniting glass pieces by fusing without substantial reshaping
    • C03B23/207Uniting glass rods, glass tubes, or hollow glassware

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Glashahngehäusen. Bislang hat man Glashahngehäuse mit Anschlußstutzen, die ein Anschmelzen beliebig langer Glasröhren ermöglichen und dadurch die in vielen Fällen unzweckmäßige Verwendung von Gummischläuchen erübrigen sollen, nur in sehr umständlichem im d ausschließlich von durchaus geübten, demzufolge hoch zu entlöhnenden Arbeitern ausführbarem Verfahren herzustellen vermocht. Zwar hat man Glashähne auch bereits durch Pressen erzeugt, indessen handelt es sich bei diesen Erzeugnissen ausschließlich um solche Hähne, bei denen auch die Anschlußstutzen durch Presseng gewonnen sind und infolge ihrer Wandstärke und der in ihnen vorhandenen Spannungen ein Anschmelzen von Glasröhren auf keinen Fall zulassen.
  • Das eingangs erwähnte, bisher ausschließlich verwendbare und verwendete Verfahren zur Herstellung von Glashahngehäusen mit Anschmelzstutzen besteht nun darin, daß zunächst aus langen Glasrohren Rohrenden abgeschnitten werden, die wegen ' der beim Abschneiden gebildeten scharfen Kanten noch besonders geglättet und mit Randwulsten versehen werden müssen, worauf dann jeder Rohrteil erhitzt und mittels eines konischen Dornes aufgetrieben wird. Danach werden an dem so vorbereiteten Rohrteile Handhaben angeheftet und es erfolgt nunmehr an derjenigen Stelle, an der sich die eine der Durchgangsöffnungen bilden soll, das Ausziehen der glühenden Glasmasse zu einer Spitze, die alsdann abgeschlagen wird. Die so entstandene Öffnung ist nun noch zu erweitern und erst danach kann die eine Glasröhre angeschmolzen werden. Ist dies geschehen, so wird auch für die andere Durchgangsöffnung eine Spitze ausgezogen und abgesprengt. Die so entstandene Öffnung muß nun erst erweitert werden und jetzt endlich wird noch die zweite Glasröhre angeschmolzen. Dieses bekannte Verfahren ist, wie ohne weiteres ersichtlich, außerordentlich umständlich und demzufolge auch kostspielig, so daß die hier in Rede stehenden Hähne nur zu sehr hohen Preisen auf den Markt gebracht werden können.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt und erreicht nun eine ganz bedeutende Vereinfachung in der Herstellung der Glashahngehäuse mit Anschmelzstutzen und erzielt damit den Vorteil, daß die Erzeugnisse bedeutend billiger als bisher geliefert werden können. Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß das Hahngehäuse in Gestalt eines Rohres durch Pressung hergestellt wird und daß bei- diesem Pressen des Hahngehäuses gleichzeitig eine oder mehrere, die Wandung durchbrechende Öffnungen erzeugt werden, worauf man an diese seitlichen Öffnungen Stutzen aus Glasrohrenden - anschmelzt und somit das Hahngehäuse fertig macht.
  • Soll das Hahngehäuse kegelig oder mit Randwulsten versehen sein, so werden nach einer bevorzugten Ausführungsform diese kegelige Gestalt und die Wulste gleich beim Pressen miterzeugt.
  • Man hat nun allerdings schon früher vor= geschlagen, bei der durch Pressen erfolgenden Vorformung gewisser Glashohlkörper einen Stutzen zu erzeugen, der späterhin das Anschmelzen eines Glasrohres ermöglicht; indessen handelt es sich bei den betreffenden Hohlkörpern, nämlich bei den sogenannten Thermosgefäßen, um einen parallel zur Längsachse des Hohlkörpers, also unmittelbar in der Bewegungsrichtung des Pressenstempels gerichteten Stutzen, dessen Herstellung natürlich keine Schwierigkeiten bereitet. Bei den Hahngehäusen müssen dagegen Durchbrechungen hergestellt werden, deren Achse senkrecht zur Längsachse des Preßlings und damit auch senkrecht zur Bewegungsrichtung des Pressenstempels verläuft, und derartige Durchbrechungen können nach dem für die Herstellung der Thermosgefäße vorgeschlagenen Verfahren und mit der dazu in Vorschlag gebrachten Vorrichtung nicht hergestellt werden.
  • Die Schwierigkeiten, die sich der Erzeugung derartiger, senkrecht zur Bewegungsrichtung des Preßstempels verlaufender Durchdringungen der Gehäusewandung entgegenstellten, sind nun dadurch überwunden worden, daß man an einer seitlich aufklappbaren Form zapfenartige Vorsprünge anordnete, die sich bei geschlossener Form an die Kernform anlegen und dadurch beim Einbringen und Pressen der Glasmasse ihrerseits die Durchbrechungen der Gehäusewandung hervorrufen.
  • Fig. i der Zeichnung zeigt einen gemäß der Erfindung hergestellten Glashahn.
  • Hierbei ist i der konisch gepreßte Körper, der beim Pressen mit den Randwulsten 2 und 3 und fernerhin mit den die Wandung durchbrechenden Öffnungen 5 und 8 versehen wurde, deren Achse also senkrecht zur Bewegungsrichtung des Pressenstempels verläuft und an die die Rohre 6 und 7 angeschmolzen sind. Diese an den Gehäusekörper i angeschmolzenen Glasrohrstutzen 6 und 7 ermöglichen nun ein Anschmelzen anderer beliebig langer Glasröhren, so daß man die gemäß der Erfindung im wesentlichen durch Pressen hergestellten Hähne für alle überhaupt in Betracht kommenden Fälle zu verwenden vermag.
  • Das neue Verfahren kann nun auch, ohne damit den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen, dahin abgeändert werden, daß man beim Pressen statt einer der erforderlichen Wandöffnungen eine knopfartige Ausbauchung mitpreßt, wie dies aus Fig. 2 der Zeichnung ersichtlich ist. Diese knopfförmige Ausbauchung 4 (s. Fig. 2) wird durch entsprechende Ausnehmungen in den Formhälften erzeugt, wobei vor dem Einbringen der Glasmasse durch eine in Höhe der später anzuschrnelzenden Stutzen befindliche Bohrung des Formkerns ein Stift hindurchgesteckt wird, der beim Pressen des Hahngehäuses einerseits die Durchbrechung 8, andererseits aber die Höhlung 5 der Ausbauchung 4 hervorruft. Nach dem Herausnehmen des Preßlings aus der Form wird die Ausbauchung 4. abgesprengt und dadurch die Höhlung 5 geöffnet, worauf an die so entstandene Öffnung oder Ringwulst der zweite Stutzen angeschmolzen wird.
  • Wie ohne weiteres ersichtlich ist, ergibt das neue Verfahren eine außerordentlich große Vereinfachung in der Herstellung solcher Hähne, die ein Anschmelzen beliebig langer Glasröhren ermöglichen und somit für alle nur irgendwie denkbaren Fälle verwendbar sind, denn es erübrigt das bislang stets erforderliche mehrfache Erhitzen, das Auftreiben, das Ansclnnelzen der Handhaben, das Ausziehen von Spitzen und das Erweitern der bei dem bekannten Verfahren erst durch mühselige Arbeiten gewonnenen Öffnungen. Das neue Verfahren erfordert auch keine geübten Arbeiter, sondern kann von ganz ungeschulten Kräften ausgeführt werden und verringert die Herstellungskosten der in Rede stehenden Erzeugnisse so weit, daß letztere im Kleinverkauf- zu Preisen abgegeben werden können, die sich noch unterhalb derjenigen Kosten halten, -welche bislang, d. h. bei dem bisher üblichen Verfahren, allein für Material und Arbeitslohn aufzuwenden waren.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von Glashahngehäusen mit Anschmelzstutzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Hahngehäuse in Gestalt eines - vorzugsweise kegeligen oder auch mit Randwulsten (2, 3) an den Mündungen versehenen -Rohres (i) mit einer oder mehreren, die Wandung durchbrechenden Öffnungen (5, 8) gepreßt und darauf durch Anschmelzen der Stutzen (6, 7) an die seitlichen Öffnungen fertig gemacht wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Glashahngehäusen mit Anschnielzstutzen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Pressen statt einer der erforderlichen Wandöffnungen eine knopfförmige Ausbauchung (4) mitgepreßt wird, welche nach dem Anschmelzen von Stutzen an die gepreßten Öffnungen so abgesprengt wird, daß ihre Höhlung (5) dabei geöffnet wird, worauf an die so entstandene Öffnung oder Ringwulst ebenfalls ein Stutzen angeschmolzen wird.
DE1919319862D 1919-02-01 1919-02-01 Verfahren zur Herstellung von Glashahngehaeusen Expired DE319862C (de)

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