DE319635C - Rohoelmotor mit aeusserer Verbrennungskammer - Google Patents

Rohoelmotor mit aeusserer Verbrennungskammer

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DE319635C
DE319635C DE1918319635D DE319635DD DE319635C DE 319635 C DE319635 C DE 319635C DE 1918319635 D DE1918319635 D DE 1918319635D DE 319635D D DE319635D D DE 319635DD DE 319635 C DE319635 C DE 319635C
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02GHOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02G3/00Combustion-product positive-displacement engine plants
    • F02G3/02Combustion-product positive-displacement engine plants with reciprocating-piston engines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Rohölmotor mit äußerer Verbrennungskammer. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Rohöltnotor ohne Verdichter, noch Spülluftpumpe, und ohne Steuerwelle, daher auch umkehrlaufend, überlastbar, mit hoher Verdichtung, einfach im Bau, gedrängt und wenig empfindlich.
  • Die Erfindung bezweckt einerseits die Abschaffung des Verdichters und aller sonstigen Luftpumpen, andererseits die Überlastbarkeit der Maschine. Beides ist jedoch insofern einheitlich, als dieselbe Einrichtung, welche 'dem ersteren Zwecke dient, auch die Überlastung ermöglicht.
  • Die Zerstäubungsluft wird dadurch gewonnen, daß der gewaltsam und plötzlich eingespritzteBrennstoff bei seinerVerpuffung hochkomprimierte Luft vor sich treibt, welche zum Teil durch ein Ventil in eine Röhre entweicht und beim nächsten Hube zur Zerstäubung verwendet wird, wobei die Nadel die übliche Rolle spielt. Bei schwer entzündlichen Brennstoffarten wird die Zündung früher eingeleitet, bevor der Kolben die Totpunktstellung erreicht hat, so daß derselbe gegen Ende des Hubes bei der Luftverdichtung mitwirkt.
  • Die in einem Behälter angesammelte Anlaßluft ist nichts anderes als Druckluft aus dem Zylinder, die man von Zeit zu Zeit mittels eines mit einem Hebel gesteuerten Ventils in den Luftbehälter hineintreiben läßt. Der leere Hub wird vom Regulator und vom Schwungrad ausgeglichen. Da man jedoch auf diese Art und Weise den Grad der üblichen Luftverdichtung nicht überschreiten kann, ist für eine Vorrichtung zur Verminderung derselben beim Anlassen vorgesorgt. Hierzu dient ein kleiner, loser Kolben, der zugleich auch die Mehrbelastung erleichtert. Die erste Luftverdichtung erfolgt nicht erst, wenn das Schwungrad imstande ist, den Widerstand zu überwinden, sondern gleich beim ersten Hube, so daß die@Maschine sofort nachzuhelfen beginnt und das Anlaßgefäß nicht zu groß zu sein braucht.
  • Ein Ausführungsbeispiel zeigen die Zeichnungen. Fig. i ist Vorderansicht und senkrechter Schnitt nach X-X in Fig. 2 der Maschine. Fig. 2 ist der Kreuzkopf in Seitenansicht. Fig.3 ist ein wagerechter Schnitt nach Y-Y in Fig. r. Fig. q. ist Schnitt der Kolbenstange nach Z-Z in Fig. i. Fig. 5 zeigt ein Stück der Triebwelle mit den Exzentern und Nocken in Ansicht senkrecht zur Achse, Fig. 6 einen Ventilhebel aus Fig. i in der Seitenansicht, Fig.7 eine Brennstoffpumpe und Luftnadel samt Kanälen, Schnitt wie in Fig. i, in vergrößertem Maßstab. Fig. 7a zeigt die Spritzeinlagen in perspektivischer Darstellung, Fig. 8 Schnitt durch den Plungerkanal in Fig. 7, senkrecht zur Achse, Fig. 9 Schnitt nach 0-0 in Fig. 7, Fig. 1o und i i Schnitte nach P-P und nach 0-Q in Fig. 7, Fig. 12, 13 und 1q. Schnitte durch die Reglervorrichtung des Druckes im Verbrennungsraum, in drei Viertelkreislagen des Hahnes. Fig. 15 und 16 sind Anordnungsbeispiele der Kraftmaschine mit mehreren Zylindern in schematischer Darstellung.
  • In Fig. i bis 1q. ist i ein mit Wassermantel gekühlter Arbeitszylinder mit seinem Kolben 2 und der Kolbenstange 3, die mit dem Kreuzkopfe 4 versehen ist, von welchem die Bewegung mittels der Pleuelstangen 5, 56 auf die Kurbel- bzw. Triebwelle 6 übertragen wird. 7 ist das Schwungrad.
  • Seitlich am Zylinder i und parallel zu seiner Achse ist außen der mit einer, Isolation 20 versehene Verbrennungsraum 8 angeordnet, welcher mit der Brennstoffpumpe 9 mittels einer in der Richtung des Kanals 8 und senkrecht zu der Pumpenachse verlaufenden Leitung in Verbindung steht. Die Pumpe 9 ist mit einer Zentralbohrung versehen (Fig.7), welche auf der linken Seite einen kleineren und auf der rechten einen bedeutend größeren Durchmesser besitzt, und in welcher der Plunder 30, 3ow verschiebbar eingepaßt ist, so daß sein dicker Körper 30w in der weiten Bohrung rechts und sein dünner Teil 30 in der engen Bohrung links sich verschiebt. Zwischen dem Boden der weiten Pumpenbohrung und dem Körper 30w ist um den Plungerstengel 30 . eine Schraubenfeder 3o11 gewunden, welche den am äußeren Ende mit einer Rolle 30c versehenen Plunder stetig gegen das an der Triebwelle 6 in der Achsenrichtung verschiebbar (Fig. 5)- angeordnete und mit einem konisch verlaufenden Nocken 31w versehene Exzenter treibt (Fig. 1, 5 und 7). _ Wenn das Exzenter 31 mit dem Nocken 31w an der Rolle 30c anliegt, so wird die Feder 3o11 zusammengedrückt, und der Plunderteil 3o wird bis an die zu der Zentralbohrung senkrecht geführte Kanalbohrung 27 vorgestoßen (Fig. 7), während sein Hub auf dem anderen Ende durch das Exzenter 31 begrenzt ist. Am unteren Ende der Kanalbohrung 27 schließt sich eine zur Pumpenachse parallele Kanalbohrung 28 an und kreuzt die nach unten über den Plungerteil3ow verlängerte Kanalbohrung 29. In dieser verlängerten Kanalbohrung spielt ein Plunder 32, dessen Hub unten durch einen auf dem Pumpenanguß geführten Glockenteil 32w begrenzt ist. Dieser Glockenteil sitzt oben mit seinem Flansch auf dem Pumpenkörper und ist unten mit einem Stengel versehen, an dessen unterem Ende ein unten schräg abgegrenzter Nockenkopf 32c angebracht ist. Die Glocke 32° ist mit einer am oberen Rande an dem Pumpenkörper befestigten Glockenhülse 3211 versehen, deren Boden zwecks Durchlasses des Nockenstengels durchgebohrt ist, und in welcher eine um die Glocke 32,a gewundene Schraubenfeder 32b eingelegt ist, welche sich oben gegen den Flansch der Glocke 32b und unten gegen den Boden der äußeren Hülse 32d stützt und den Glockenkörper 320' und folglich auch den Plunder 32 stetig nach oben treibt bzw. zu schließen bestrebt ist. Nach unten wird der Plunder durch hydraulischen Druck von oben heruntergetrieben, wobei die Feder 32b angespannt wird. Dieser Hub nach unten wird durch einen vom Regulator der Kraftmaschine betätigten Nocken 35 begrenzt, dessen obere Abschrägung mit der unteren Abschrägung des Nockens 32c übereinstimmt. Der Plunderkopf 309 ist mit einer diagonalen Durchbohrung 33 versehen, welche in seiner in Fig.7 gezeichneten Lage eine ununterbrochene geradlinige Kanalleitung zwischen der Durchbohrung 29, 29w bildet. Diese Lage wird bei jedem Anlauf des Exzenternockens 31w an die Rolle 3oe auf einen Augenblick hergestellt, während die Kommunikation zwischen den Durchbohrungen 29 und 2911 durch Herausschieben des Plunderkopfes 30a mittels der Schraubenfeder 3o11 bis an den Umfang des Exzenters 31 nach Durchlauf des Exzenternockens 31a stetig gesperrt ist. Die zusammenhängenden Bohrungen 26, 27, 28, 29 werden mit der Brennstoffflüssigkeit unter Druck durch die Leitung 23, in welcher ein den Rückweg verschließendes Ventil 24 angeordnet ist, stetig gespeist. Die Bohrung 27 verschließt oben ein Überdruckventil 34, das mit einem mit Spannfeder 42w versehenen Gewichtshebel 42 belastet ist, bei dessen Anheben durch eintretenden Überdruck die übermäßig eingetretene Brennflüssigkeit durch eine in der Zeichnung punktiert angedeutete Öffnung in ihren Behälter zurückgeleitet wird.
  • In der geradlinigen Brennstoffleitung 29, 8, unmittelbar vor dem Eintritt in den Verbrennungsraum 8 und in der Ebene des Bodens des Arbeitszylinders, ist die mit nach vorn einseitig verjüngter Ausströmungsöffnung versehene Spritzeinlage 21 angebracht. An dieser Stelle wird der Ausspritzkanal durch einen in den Boden des Arbeitszylinders ausmündenden Kanal i 1 gekreuzt. Eine der Spritzeinlage 21 für den Brennstoff ähnliche, ebenfalls mit einseitig verjüngter Ausströmungsöffnung versehene Einlage 22 ist unmittelbar vor dem Raum 8 angebracht. Sie dient zur Einführung der Einblaseluft. Die Bohrungen der Einlagen 21 und 22 sind beide auf der inneren Winkelseite mit ihren Ausströmungsöffnungen unmittelbar beieinander angebracht (Fig.7). Die Druckluft gelangt durch ein Rohr 13 in den Raum io, und ihr Eintritt wird mittels der Nadel 37 geregelt, welche mittels einer im Gehäuse 37w angeordneten, um den Nadelstengel gewundenen Schraubenfeder stetig zum Verschluß angetrieben wird (Fig. i). Ein in die Nadel 37 eingreifender Drehhebel g8 dient zum Öffnen des Luftzutrittes durch Zurückziehen der Nadel, was mittels eines Nockens 6111 (Fig. 5) einer an derTriebwelle 6 angebrachten Scheibe 51 unter Vermittlung eines am Hebel 38 angelenkten Gestänges geregelt wird.
  • Vor dem Anlassen bringt man den Hahn 47 in die auf Fig. 14 bezeichnete Stellung, in welcher der kleine lose Kolben 16 zwischen der ausgezogenen und der punktierten Lage sich bewegen kann.
  • Dann wird die -Kurbel in die Lage kurz vor oder kurz nach der Totpunktstellung gebracht, wodurch die Umlaufrichtung der Maschine, gegen welche sich dieselbe gleichgültig verhält, bestimmt wird.
  • Nachher öffnet man den Hahn 14 (Fig. i). Die im Anlaßgefäß 39 aufgespeicherte Luft dringt durch den Hahn und die Dichtungskapsel in den geschlossenen Raum oberhalb des Kolbens und drückt denselben herunter. Der herabgehende Kolben verdichtet vor sich die Luft, die im Zylinderraum eingeschlossen ist. Da jedoch der kleine lose Kolben 16 (Fig.14) zurückweicht, kann die Verdichtung im Zylinderraum nicht ihren Höchstgrad erreichen und das Anlaßgefäß behält den Überdruck. Kurz bevor der Kolben die unterste Lage erreicht, läuft der auf der Kurbelwelle sitzende Nocken 3i1 (Fig. 7) an die Rolle 300 (ebenda). Die Durchbohrung 33 kommt vor den Kanal 2911, und die federnde Pumpe 32 spritzt augenblicklich eine Menge Triebstoff durch die Düse 2i in den Verbrenilungsraum 8, wo in der heißen Luft die erste Verbrennung stattfindet. (Anmerkung: Bei schwer entzündbaren Brennstoffen dürfte es sich als notwendig erweisen, die Maschine mit einem leichteren Öl, z. B. Benzin, anzulassen, was nicht Gegenstand der Patentansprüche bildet.) Inzwischen hat die an der Kolbenstange sitzende Hervorragung 40 (Fig. i) den Hahn 14 selbsttätig geschlossen und weitere Zufuhr von Druckluft eingestellt, so daß durch die oben an der Kolbenstange 3 angeordneten Rinnen 48 nur der jeweilige Inhalt des Raumes oberhalb des Kolbens entweichen kann. Man muß also, sobald der Kolben in seine oberste Stellung zurückgekehrt ist, den Hahn 14 von neuem öffnen und so einige Male fortfahren, bis das Anlaßgefäß erschöpft ist.
  • Durch die explosionsartige Verbrennung im Verbrennungsraum 8 (Fig. i) steigt der Überdruck in demselben derart, daß ein Teil der im Kanal 36 zusammengedrückten Luft das Ventil 12 (Fig. i) hebt und in die Röhre 13 entweicht, die zur Nadel 37 (Fig. i und i i) führt. Bei nächster Zündung schießt diese Heißluft durch den Kanal 2:2 quer vor den Strahl des Brennstoffes, den die Brennstoffpumpe (Fig.7) gleichzeitig liefert, und fördert dessen Verbrennung. Dies Verfahren soll den Verdichter entbehrlich machen, ohne daß man die schädlichen Räume im Zylinder über Gebühr erweitert und die dort stattfindende Verdichtung unter die Grenze der Selbstzündung des Brennstoffes erniedrigt.
  • Nachdem die Verbrennung stattgefunden hat, wird der Kolben somit schon bei der ersten Umkehrung aufwärts getrieben. Hierbei verdichtet der Kolben über sich die durch die Rinnen 48 angesaugte Luft, welche bei seiner oberen Totpunktstellung durch die Bohrung 51 und den Kanal 52 (Fig. 1) in den Verbrennungsraum, aus diesem in den Zylinder entweicht und durch die Auspuffschlitze 18 die Abgase hinaustreibt.
  • Wenn die Maschine in regelmäßigen Gang gelangt, so bringt man den Hahn 47 in die in Fig. 12. gezeichnete Stellung, wodurch der kleine lose Kolben 16 in der dort bezeichneten Lage fixiert wird. Der Verbrennungsraum 8 wird verkleinert und die Luftverdichtung im Arbeitszylinder erreicht ihren Höchstgrad, nämlich 4ö Atm.
  • Die Bewegung des losen Kolbens 16 wird von einem aus den Zeichnungen nicht ersichtlichen Ölakkumulator bewirkt, welcher Öl unter geringem Druck in Momenten des Auspuffs allmählich hineinbringt. Das in der Nabe des Hahnes 47 angebrachte Kugelventil 56 verhindert das Zurückweichen des losen Kolbens 16.
  • Während der Arbeit sorgt man für Aufspeicherung der Anlaßluft im Gefäß 39. Zu diesem Zwecke drückt man von Zeit zu Zeit den Hebel 48 (Fig.6) herab, wodurch das Ventil 15 (Fig. i) geöffnet und die im Zylinderraum eingeschlossene Luft ins Anlaßgefäß 39 getrieben wird. Das wiederholt man so lange, bis der Druck im Anlaßgefäß derart steigt, daß weiteres Öffnen des Ventils überflüssig wird. Anfangs geht auf diese Weise immer ein Hub fast gänzlich verloren und muß vom Sch-,vungrad und vom Regulator 35 (Fig.7) ausgeglichen werden. Der Verlust wird jedoch immer geringer. Der Vorgang kann bei größeren Maschinen auch selbsttätig erfolgen, indem der Hebel 48 von der Kurbelwelle aus betätigt wird.
  • Bei Maschinen, die zeitweise eine Mehrarbeit leisten müssen, bringt man den Hahn 47 in die auf Fig. 13 bezeichnete Stellung, wobei der lose Kolben 16 zurückgedrängt und dort festgehalten wird: Der Zylinder- und Verbrennungsraum kann dann mehr Luft aufnehmen und es kann in ihm somit auch mehr Triebstoff verbrannt werden. Die Menge der aufgenommenen und verdichteten Luft kann auch so erhöht werden, daß man beim Beginn der Verdichtung aus dem Anlaßgefäß bzw. -gefäßen durch das Ventil 16 durch selbsttätiges, von der Kurbelwelle aus betätigtes und vom Regulator aus geregeltes Heben des Hebels 48 (Fig. 6) eine kleine Menge Druckluft hineinläßt, die dann vom Kolben -weiter verdichtet wird.
  • 17 (Fig. 13) ist ein Hahn, dessen Kegel 46 mit zwei (Fig. 12, 13 und 1q.) sich kreuzenden diametralen Durchbohrungen versehen ist, von welchen in seinen drei Stellungen (Fig. 12, 13 und 14) je eine die Fortsetzung der Kanalbohrung 59 ist, welche die Verbindung zwischen dem Druckflüssigkeitsrohi- 59a und dem zylindrischen Raum bildet, in welchem sich der stangenlose Kolben 16 hin und her verschieben kann. Die Bohrung des Zylinders 44, auf dessen Verschlußdeckel der Hahn 17 angeschraubt ist, steht in Verbindung mit dem Räume 8 durch die Bohrung 6o, deren Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser des Kolbens 16. Eine von den Bohrungen des Kegels 46 ist kegelförmig und enthält an ihrem engeren Ende eine Kugel 56, die mittels einer Schraubenfeder, welche zwischen dieser Kugel und einem eingespannten Ring 58 gespannt ist, behufs Verschlusses dieser Durchbohrung angedrückt wird. In der in Fig. i2 gezeichneten Lage des Kegels 46 dringt die aus einem kleinen hv draulisclien Akkumulator durch das Zuleitungsrohr 59' anlangende Druckflüssigkeit (Öl) durch die Kegelbohrung und den Kanal 59 in die zylindrische Aushöhlung und drückt den losen Kolben 1.6 bis in seine äußerste Lage gegen den Raum 8, wodurch der Verbrennungsraum auf ein Minimum eingeschränkt wird. Das ist die normale Lage des Hahnes im Betrieb. Die in Fig. 13 gezeichnete Hahnlage erhält der Hahn bei überlastung der Kraftmaschine, wenn der Druck in 8 so anwächst, daß der lose Kolben 16 von den Verbrennungsgasen bis an das andere Ende gegen den Hahn zurückgedrängt wird. Dadurch wird der Verbrennungsraum bis auf sein Maximum vergrößert. Bei der in Fig. 14 gezeichneten Hahnstellung strömt die Druckflüssigkeit durch die Bohrung 54 frei durch. Der Kolben 16 kann zwischen der vollausgezogenen und der strichpunktiert gezeichneten Lage hin und her spielen.
  • Die Kolbenstange 3 (Fig. i) ist an ihrem äußeren Ende mit länglichen Rinnen 48 (Fig. 4) versehen, durch welche beim Niedergang des Kolbens Luft über dem Kolben einströmt und beim Hinaufgang des Kolbens oberhalb desselben im Zylinder verdichtet wird.
  • 39 ist ein Behälter für Druckluft, welcher mittels der Rohrleitung 53 mit dem Kanal 36 und mittels der Rohrleitung 53" mit dem Zylinderdeckel in Verbindung steht.
  • Während der Arbeit sorgt man dafür, daß die zum Anlaufen nötige Luft im Anlaßgefäß aufgespeichert wird, wozu eben die Druckluft aus dem Arbeitszylinder i dient. Zu diesem Zwecke öffnet man von Zeit zu Zeit, in beliebigen Zwischenräumen, wenn der Kolben niedergeht, das Ventil 15, so daß die verdichtete Luft aus dem Zylinder - bzw. Verbrennungsraum in das Anlaßgefäß eingetrieben wird. Man kann, aber muß nicht, zugleich auch die Nadel aussetzen lassen. Bei diesem Vorgange geht ein Arbeitsschub fast gänzlich verloren, aber das Schwungrad und der Regler gleichen sofort die Unregelmäßigkeit aus. Bei .großen Maschinen kann der-Vorgang nach etwa aoo bis 300 Umdrehungen selbsttätig erfolgen. Auf diese Weise wird fortgefahren, bis das am Anlaßgefäß angebrachte Manometer auf 4o Atm. verbleibt, denn es muß auch mit der Abkühlung der Druckluft gerechnet werden.
  • Bei Mehrbelastung der Maschine läßt man den Kolben 16 zurücklaufen, indem man den Hahn 47 in die Stellung Fig. 13 dreht. Der Verbrennungsraum bleibt dauernd vergrößert, der :Motor verdichtet etwas mehr Luft, die Verdichtung bleibt jedoch etwas verringert. Bei schwerer überlastung muß man. das Ventil 15 mittels einer geeigneten mechanischen Vorrichtung beim Beginn der Verdichtung auf einen Augenblick öffnen, wobei eine größere oder kleinere Druckluftmenge aus dem Anlaßgefäß in den Zylinder eindringt und weiter verdichtet wird. Diese Einrichtung richtet sich nach der Konstruktion der Maschine und ist in den Zeichnungen nicht angegeben. Das Öffnen des Ventils 15 kann von der Kurbelwelle mittels eines schrägen Nokkens erfolgen, wobei dieser Nocken vom Regler verschoben wird und je nach Bedarf mehr oder weniger Luft in den Zylinder hineinläßt. Bei Maschinen, welche oft und dauernd überlastet werden, wird ein besonderer Luftbehälter mit einer kleinen Luftpumpe nicht zu entbehren sein.
  • Der Brennstoff wird mit solcher Gewalt eingespritzt, daß er schon dadurch ziemlich gut zerstäubt wird. Am Eingang in den Verbrennungsraum tritt er jedoch mit heißer Zerstäubungsluft zusammen, welche die Zerstäubung vollendet und den Brennstoffnebel in die heiße Atmosphäre sowie an die glühenden Wandungen des Verbrennungsraumes schleudert, so daß die Verbrennung eine plötzliche und gründliche sein und die Maschine auch schwerflüssige Stoffe gut verbrauchen können wird. Der passendste Augenblick für die Einführung des Brennstoffes wird bei verschiedenen Brennstoffarten verschieden sein, und die Einstellung des in der Achsenrichtung verschiebbaren Nockens 3 ia' (Fig. 5) soll diesem Bedürfnis entsprechen.
  • Damit für die Verbrennung des Trieböls sowohl beim Anlassen als auch im Betrieb immer der günstigste Moment getroffen wird, ist das Exzenter 3 i (Fig. 5) in der Achsenrichtung verschiebbar. Der Nocken 31" ist schräg; auf ihm werden die für Anlassen und Betrieb günstigsten Stellungen durch Linien bezeichnet. Die Verschiebung erfolgt von Hand.
  • Bei mehrzylindriger Ausführung vereinfacht sich diese Bauweise noch mehr. Baut man ihn z. B. mit zwei oder mehr Zylindern an beiden Seiten der Kurbelwelle, so braucht man den Zylinderraum über dem Kolben 2 mit Anlaßluft nicht zu beschicken, sondern man benutzt dazu das Ventil 15, welches bloß geöffnet wird. Der Hahn 14 kann entfallen, desgleichen die Hervorragung 40, und die Dichtungskapsel für die Kolbenstange 3 kann eine einfache Ausführung erhalten. Bei Maschinen, die nicht umgesteuert werden, genügt ein Ventil 15 für beide Zylinder. Zwillingszylinder haben für jedes Paar zusaniinen nur eine Brennstoffpumpe, einen Verbrennungsraum, eine Nadel samt Zubehör und eine Zugstange. Ein mehrzylindriger Motor braucht nur eine Brennstoffpumpe, welche für diesen Zweck leicht konstruiert werden kann. Die großen Ventile am Zylinder fallen fort und der Zylinderkopf bildet eine einfache, nicht gekühlte eiserne Platte. Die Regulierung bietet den Vorzug, daß sie auf den Regulator nicht rücl#nvirkt.
  • Die vorliegende Erfindung ist weder an den Kreuzkopf mit paarweisen Pleuelstangen noch auch an die vertikale Ausführungsweise gebunden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Rohölmotor mit gleichzeitiger Einführung von Luft und Brennstoff und äußerer Verbrennungskammer, dadurch gekennzeichnet, daß der mittels Brennstoffpumpe (9) durch einen Verbindungskanal (ii) in den isolierten Verbrennungskanal (8) beförderte und daselbst zerstäubte Brennstoff mit der quer zu der Zerstäubungsöffnung (22) eingeführten heißen Luft vermischt, vergast und verbrannt wird, so daß durch den Verbindungskanal (i i) die Verbrennungsgase in den Arbeitszylinder (i) von unten einströmen.
  2. 2. Rohölmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem auf der Triebwelle (6) verschiebbaren Exzenter (31) betätigte Pumpenplunger (30,30a) eine diagonale Durchbohrung (33) zwischen dem,zur Zerstäubungsdüse (21) und dem federnden, mittels Drucköls betätigten Plunger (32) besitzt, und durch Einspringen des mit der angespannten Feder (32b) betätigten Plüngers (32) der Brennstoff eingespritzt wird.
  3. 3. Rohölmotor nach Anspruch i und 2 mit Hochdruckluft und ohne Verdichter, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Verbrennungsraumes in Verbindung mit einem engen Kanal (36, 52) ein Ventil (12) angeordnet ist, welches bei Verpuffung sich öffnet und einen Teil der in diesem Kanal enthaltenen Luft in die Röhre (13) und weiter zur Zerstäubungsnadel (37) für die nächste Zerstäubung ausströmen läßt.
  4. Rohölmotor nach Anspruch i bis 3 mit Anlaßvorrichtung bei herabgesetzter Verdichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichtungsraum beim Anlassen durch einen mittels Druckflüssigkeit (t51) betätigten Kolben (16) vergrößert wird, dessen Regelung durch einen mit diagonalen Kreuzbohrungen (54, 55) versehenen Hahn (17) geschieht, welcher zwischen einem Ölakkumulator und dem Kolben (16) angeordnet ist, und dessen eine Kegelbohrung (55) mit Kugelventil (56) und Schraubenfeder (57) verschlossen ist.
  5. 5. Rohölmotor nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anlassen, bei Stellung des Kolbens kurz vor oder nach der oberen Totpunktstellung, um die Bewegung der Kraftmaschine einzuleiten, durch Öffnen des Hahnes (14) aus dem Anlaßgefäß (39) hochkomprimierte Luft so lange eingelassen wird, bis die an der Kolbenstange angeordnete Nase (40) den am Hahn (14) angebrachten Nokken (41) trifft und den Hahn schließt, so daß durch die länglichen Rinnen (48), mit welchen die Kolbenstange versehen ist, nahe bei der Totpunktstellung Luft nach außen entweicht und Luftdruckausgleich erzielt wird.
  6. 6. Rohöhnotor nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur zeitweiligen und unabhängigen Füllung des Anlaßgefäßes (39) mit hochkomprimierter Luft ein Ventil (15) angeordnet ist, welches je nach Bedarf entweder zeitweise von der Hand oder in bestimmten Zeitabständen mechanisch geöffnet wird.
  7. 7. Rohölmotor nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlastung durch Einstellung des Hahnes (17, Stellung Fig. 13) und dadurch verursachtes Zurücklaufen des Kolbens (16) behoben wird, wobei, wenn nötig, das Ventil (15) im gegebenen Augenblick mittels eines an der Triebwelle angebrachten, schrägen und durch den Regulator betätigten Nockens geöffnet wird und aus dem Anlaßbehälter komprimierte Luft in den Verbrennungsraum einläßt.
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